Archiv für die Kategorie ‘MEIN FREUND PAUL’

„Das Rippenproblem war gelöst…“ – zugemailt von Raucher-Paul

[mygal=paul]


Paul hat vielleicht recht! Oder?

Tatsache, die braunen Eier vermutlich haben eine dickere Schale als die weißen. Ich wollte das nicht glauben. Aber es stimmt wohl doch. Angeblich liegt es daran, dass die Farbeinlagerung die Schalen etwas stabiler macht. Das habe ich auf einer Internetseite gefunden, allerdings steht dort auch, dass es auch grüne Eier gibt und dass man Hühnerrassen nach der Farbe der Eier unterscheidet, die sie legen. Ob das stimmt?  Es soll eine Falschinformation sein, dass die grünschaligen Eier weniger Cholesterin enthalten, im Gegenteil, heißt es, dass ihre Eidotter größer sind und deshalb das Gesamtei mehr Cholesterin enthalte.

Wer selber nachlesen will, woher ich diese Informationen habe, hier ist der Link.

Während meiner Recherche stieß ich auch auf eine interessante Arbeit eines 12jährigen Schülers. Arve Gengelbach hat im Rahmen von „Jugend forscht“ eine Arbeit mit dem verlockenden Titel „Ei, Ei, Ei …oder die Stabilität von Eierschalen“ abgeliefert. Endlich weiß ich, warum das Ei nicht rund, sondern eiförmig ist. Besonders bei Pinguinen.

Das Ei erfüllt den Zweck, die ungeschlüpften Küken vor Gefahren zu schützen.

Die Schale darf die Tiere aber nicht gefangen halten und sie darf auch nicht kaputt

gehen, wenn die Henne darauf sitzt. Das Ei ist vorne dünner und hinten breiter,

damit es sich, wenn es angestoßen wird, im Kreis dreht und nicht wie ein Ball in

alle Richtungen rollen kann.

Man muss sich das Ei wie einen umgekippten Körper vorstellen, der sich nur in

einem Kreis bewegt. Extrem ist dies bei Pinguineiern, damit diese nicht von den

Füßen der Pinguine auf das kalte Eis rollen können.

Wer die ganze Arbeit von Arve lesen will, kann einfach den Link anklicken: LINK.  Mir hat sie sehr gefallen. Besonders die Fallversuche mit Popcorn fand ich spannend.

Bei KOPFBALL vom WDR habe ich gelernt, dass die Farbe der Eierschalen von den Genen bestimmt wird und nicht mit der Gefiederfarbe des Huhnes zusammen hängt.

„Es gibt braune Hühner, die weiße Eier legen und weiße Hühner, die braune Eier legen. Es gibt aber eine Faustregel: An den so genannten Ohrscheiben der Hühner kann man schon vorher erkennen, welche Farbe die Eier voraussichtlich haben werden. Hat ein Huhn rote Ohrscheiben, legt es braune Eier. Hühner mit weißen Ohrscheiben legen weiße Eier. Bis heute ist die Frage nach dem Warum aber noch ungeklärt.“ Quelle :KOPFBALL

Ich finde, dass man damit richtig was anfangen kann. Zum Beispiel, wenn man die Konversation beleben will. „Wissen Sie eigentlich, dass die Farbe von Hühnereiern von der Farbe der Ohrscheibe des Huhnes abhängt?“ Das kommt bestimmt gut. Man könnte das auch als mögliche Antwort im Kopf behalten – für die Frage: „Was denkst du gerade?“ Besonders Männer sollen ja mit der Beantwortung Schwierigkeiten haben. Könnte ja antworten: „Ich denke darüber nach, warum, die Farbe der Ohrscheibe von Hühnern,,,“ :-).

Paul jedenfalls scheint recht zu haben. Offenbar sind weiße Eierschalen wirklich instabiler als braune. Aber ist das nicht völlig egal? Die Leute mögen die braunen Eier lieber, der Waffelhersteller die weißen und geschmackliche Unterschiede gibt es doch nicht.

Paul kann ich ja nun wieder einiges erzählen, wenn ich ihn anrufe und ihm nebenbei sage, dass ich mich geirrt habe und er recht hatte. Zum Beispiel weiß Paul bestimmt noch nicht, dass man schmutzige Blumenvasen reinigen kann, indem man sie mit zerkleinerten Eierschalen und etwas Wasser eine Weile stehen lässt.


Die Eierschalendebatte

Heute am Morgen war noch alles in Ordnung. Ich habe mit meinem Freund Paul telefoniert, wir haben uns gegenseitig über das Wetter informiert, und ich habe erfahren, dass in Pauls Lieblingscafé immer noch keine Rauchmöglichkeit besteht, was ihn davon abhalten wird, es zu besuchen. Das verstehe ich als ehemalige Kettenraucherin absolut. Die Chemie zwischen uns stimmte also bei diesem Gespräch, es war alles in Ordnung. Wir haben noch über Kant und Hegel geredet und über Rotkäppchen. Es war wirklich alles in Ordnung heute am Morgen.

Aber dann hat Paul abends noch einmal angerufen. Und wir haben uns heftig gestritten. Über Eierschalen. Paul hat mich nämlich gefragt, ob ich wüsste, warum es überall mehr braune als weiße Eier zu kaufen gibt. Ich habe ihm ehrlich geantwortet: „Ich weiß es nicht.“ Hätte er mich das vor 20 Jahren kurz vor Ostern gefragt, hätte ich die Antwort gewusst. Damals nämlich wurden alle weißen Eier vor Ostern nach Westberlin und in die Bundesrepublik exportiert – weil die Westler (so hießen die nämlich damals bei uns!), in dieser Zeit weiße Eier zum Färben wollten. Im Restjahr bevorzugten sie allerdings braune Eier, von denen damals behauptet wurde, sie seien kräftiger im Geschmack. Die Folge: 11 Monate des Jahres gab es in der DDR beinahe kein einziges braunes Ei zu kaufen.

Ich habe also heute zu Paul gesagt, dass ich keine Ahnung habe, warum es überall mehr braune als weiße Eier zu kaufen gibt. Ich hätte ja antworten könne, dass es wahrscheinlich daran liegt, dass die Leute lieber braune Eier essen, aber an diese Antwort habe ich in dem Moment nicht gedacht.

„Das ist nämlich so“, hat Paul mir dann erklärt, „es gibt da einen dänischen Waffelhersteller, der kauft Millionen und Abermillionen weißer Eier auf, weil der die zur Waffelherstellung braucht und weil die weißen Eier sich besser aufschlagen lassen!“ Das hat Paul gesagt.

Und ich habe ihm gesagt, dass das Unsinn ist, weil braune Eier genau solche Schalen haben wie weiße Eier.

„Nee“, hat Paul gemeint und auf seiner Meinung beharrt, „die Schalen der weißen Eier sind dünner!“

Und dann haben wir uns gestritten. Heftig. Paul hat sich ignorant benommen. Meinem Argument, dass Schale gleich Schale sei und beide gleichermaßen einen Kükenentwurf schützen sollen, wollte er nicht folgen. Er führte ins Feld, dass er die Information aus einer Fernsehsendung habe. Darauf hin habe ich ihn gefragt, ob er auch schon Märchen im Fernsehen gesehen habe. Das von dem Mädchen mit der roten Kappe und dem Wolf zum Beispiel. Das hat Paul bejaht. Hat aber gleich darauf behauptet, ein Märchen sei eben etwas anderes. Ich war irgendwie völlig verunsichert. Mein Freund Paul, warum wollte er nicht einsehen, dass alle Eierschalen gleich sind, egal ob braun oder weiß. Nun ja, zugegeben, die weißen weiß und die braunen braun, aber sonst eben gleich. Das ist doch logisch. Es gibt doch keinen einzigen Grund, warum weiße Eier mit eine dünnere Schale haben. Oder?

Sachdienliche Hinweise bitte als Kommentar hinterlassen! 

Paul, ich werde der Sache nachgegehen! Wir sprechen uns noch!

 


Wie werde ich die Klapperlatschen wieder los?

Natürlich habe ich – wie immer – auch in der letzten Woche mit meinem Freund Paul telefoniert. Unter anderem haben wir über alte Zeiten geredet – alte Zeiten, in denen massenhaft Klapperlatschen getragen wurden.

Wenn Paul gewusst hätte, was er mit seiner Erinnerung an die Klapperlatschen auslöste, er hätte nicht von ihnen gesprochen. Kaum hatte er die Holzsandalen erwähnt, schon hörte ich ihr typisches Klappern. Dabei war es ganz still, nur auf dem Balkon rief eine Meise nach ihrer Verwandtschaft. Ich aber hörte vor allem Klapperlatschen klappern. Während des ganzen Tages gingen sie mir nicht mehr aus dem Kopf. Klapp, klapp, klapp.

Um mich abzulenken, wollte ich die auf meinem Schreibtisch gestapelten Bücher wegräumen – jedes an seinen Platz, aber gleich das erste erinnerte mich wieder an die Klapperlatschen. Bodo Mrozek: „Lexikon der bedrohten Wörter“. Natürlich musste ich in diesem Buch nach den Klapperlatschen suchen. Schließlich ist Klapperlatschen garantiert ein vom Aussterben bedrohtes Wort, auch wenn es sich in meinem Kopf festgesetzt hat. Ich hatte es vor meinem Gespräch mit Paul mindestens 20 Jahre nicht gehört. Ich hätte die Klapperlatschen eigentlich zwischen dem Klammerbeutel und Klitsch finden müssen. Aber sie fehlten! Also recherchierte ich im Internet. Sozusagen als Konfrontationstherapie. Bestimmt würde ich nach der Recherche die Klapperschuhe aus dem Kopf bekommen. Das war aber ein Irrtum. Nicht nur, dass ich entdeckte, dass sie offensichtlich wieder modern werden, ich erfuhr auch, dass man sie problemlos kaufen kann. Als ich dann noch ein Bild sah, hörte ich sie wieder klappern. Ich erfuhr im Netz, dass man die Klapperlatschen in der DDR auch „Fußgymnastiksandalette“ genannt hatte, das war mir völlig neu. Ich musste dann sofort auch an Jesuslatschen denken, die politisch korrekter Römersandalen hießen. Und mir fielen auch die Tramper wieder ein. Und die Klapperlatschen klapperten, ich hörte sie ganz deutlich.

Ich sah aus dem Fenster. Unten spielte ein Junge und schlug mit einem Stock an einen Gartenstuhl. Das klang sicher nicht wirklich wie Klapperlatschen, aber ich hörte es so. Ich schloss das Fenster. Endlich Ruhe, dachte ich. 

Wenig später las ich in Miris Blog – mein Blick fiel wieder einmal auf Miris Lieblingswörter und ich traute meinen Augen kaum, da stand: Klapperlatsch – mittendrin. Da waren sie also wieder: Klapp, klapp, klapp…  Oh man!

Seither muss ich mehrmals am Tag an die Klapperlatschen denken. Während ich andauernd irgendetwas vergesse, permanent mein Schlüsselbund suche und mir selbst von bekannten Büchern der Autor nicht mehr einfällt, werde ich die Klapperlatschen nicht los. Die Konfrontation mit dem Objekt hat mir nicht geholfen, Ablenkung funktionierte nicht – aber vielleicht habe ich mir die Holzschuhe jetzt von der Seele geschrieben.


Mein Freund Paul und seine Fotos

Mein Freund Paul hat sich vor einiger Zeit auch eine Digitalkamera gekauft. Das hat mich sehr gefreut, weil ich irgendwie schon jahrelang gedacht hatte, dass Paul eigentlich so eine Kamera haben müsste. Weil Paul einen guten Blick für Menschen hat und gut zuhören kann. Jemand wie er sollte doch festhalten, was er sieht, meine ich. Natürlich besaß Paul eine analoge Kamera und machte auch manchmal damit Fotos – aber das beschränkte sich dann eben doch eher auf die Familienfeiern und den Staatsbesuch. Nun fotografiert Paul digital: ohne Film. Jetzt fotografiert er auch ziemlich häufig. Menschen, Tiere, Sensationen. Die Sensationen sind meistens Wasserskisprünge. Und mit den Bildern macht Paul dann vielen Leuten eine Freude. Er druckt sie für sie aus. Paul verschenkt seine Fotos. Und dann, das hat er mir heute am Telefon gesagt, löscht er sie. Löscht sie von der Speicherkarte und der Festplatte. Ich habe ganz lange darüber nachgedacht, aber ich finde es immer noch traurig. 


In der Nacht und am Tag – dauernd BFC Dynamo! In der Nacht…

In der Nacht:

Kurz nach drei Uhr erreichte die illustre Schar von interessierten Medien- und Privatleuten folgende Pressemitteilung über Geschehnisse um das Logo meines Lieblingsvereins.

Hier ist sie im Wortlaut:

Erträge aus Logo-Rechten endgültig beim BFC Dynamo

Wie erst jetzt bekannt wurde, hat ein ungenannt bleiben wollender und sich dem BFC Dynamo verbunden fühlender Privatmann bereits vor zwei Wochen die Rechte am Logo des BFC Dynamo erworben. Eine entsprechende Aussage wurde von BFC-Präsident Mario Weinkauf am Rande eines Informationstreffens mit den Fanvertretern des BFC Dynamo unter Führung des Fanbeauftragten Rainer Lüdtke am Donnerstagabend bestätigt.

Für eine nicht unbedeutende, sechsstellige Summe hat der bisherige Rechteinhaber, das Immobilienunternehmen RA-BE aus Berlin, das Logo des BFC Dynamo an den neuen Besitzer verkauft. Im Rahmen eines vorerst 10jährigen Nutzungsvertrages wurde es dann gegen eine monatliche Abstandszahlung von einem Euro an die BFC Dynamo Wirtschafts GmbH weitergereicht.

Vertraglich fixiert ist weiterhin, daß die gesamten Erlöse aus dem jetzt möglichen Merchandising bzw. anderen Nutzungen zweckgebunden an den Verein fließen müssen.

Darüber hinaus wurde vereinbart, daß im Zuge von Lizenzauflagen bei möglichen Aufstiegen der Verein BFC Dynamo das Logo im Wege eines Vorkaufsrechtes und im Rahmen verhandelbarer Konditionen direkt übernehmen kann.

Für den BFC Dynamo bedeutet dies vorerst eine stattliche Summe an Erträgen für die Haushaltsplanungen der nächsten Jahren. Zusätzlich sind so auch solide Aussichten für eine perspektivische Entwicklung bis hin zu professionelleren Strukturen realisierbar.

BFC LOGO

 

So weit die Pressemitteilung.

Man, da muss sich ein Privatmann schon sehr mit dem BFC Dynamo verbunden fühlen, wenn er so viel Geld für ein LOGO ausgibt und es aus Verbundenheit kauft. Und er ist sehr bescheiden, er will nicht genannt werden… Vielleicht ist das ja mein Freund Paul? Vielleicht war der doch bei Jauch, ich sehe ja diese Sendung nie und vielleicht habe ich deshalb nicht bemerkt, dass Paul eine Million € gewonnen hat. Und dann hat er das Logo gekauft, weil er mich so gut leiden kann und ich schon immer wollte, dass der BFC Dynamo sein Logo bekommt…

Aber warum will Paul nicht genannt werden? Vielleicht, weil dann andere Vereine auch Geld von ihm wollen würden… So wirklich gehört dem Verein das Logo ja nun auch nicht, weil es ja jetzt Paul gehört (oder wie auch immer der PRIVATMANN heißt) und der es nur weitergereicht hat, an eine Wirtschafts-GmbH, bei der mein Lieblingsverein mit derzeit 50% beteiligt ist. Und jetzt muss der BFC Dynamo nur monatlich einen symbolischen („Steuer“) € bezahlen und bekommt dafür die Möglichkeit, alle Einnahmen aus dem Merchandising zu behalten. Und das 10 Jahre lang. Wenn man lediglich von einem Gewinn von 15000 € ausgeht, ist das ein Geschenk von 150000 € – und das ist eine Menge. Aber so ganz stimmt das nicht, denn 12 € müsste man ja monatlich an die GmbH zahlen und da würde sich die Summe ja um 144 € verringern. 

Übrigens: Paul ist es nicht gewesen – Paul kennt den BFC Dynamo nur durch mich und von Verbundenheit mit diesem Verein kann man bei ihm nicht reden. Paul liebt Fußball gar nicht.


Heute kam ein Päckchen…

Heute kam ein Päckchen. Das Päckchen war von Paul. Im Päckchen war Musik. Solche, wie ich sie gern höre, weil da etwas gesagt wird… Ich hab mich also gefreut und hab gedacht, da rufe ich doch gleich mal den Paul an und bedanke mich. Das habe ich dann auch gemacht. Aber der Paul hat gerade mit seinem Neffen telefoniert und da konnte er das Gespräch nicht annehmen. So habe ich dem Paul auf den Anrufbeantworter gesprochen – ja: Er hat ISDN. So hat der Paul erfahren, dass ich mich gefreut habe. Und dann hat er natürlich zurück gerufen. So ist er nämlich der Paul!

Und bei diesem Gespräch hat mir Paul dann erzählt, dass die Redaktion von Jauch heute bei ihm angerufen hat (mein Freund Paul ist nämlich ein sehr kluger Freund!) und die haben ihn eingeladen. Der Jauch macht nämlich eine Sendung und da kann man dann eine Million gewinnen. Die hätte der Paul bestimmt gewonnen, weil er so klug ist. Aber Paul hat nicht einmal die Reise nach München genommen und auch nicht die 1000 € Taschengeld – er hat einfach NEIN gesagt und die Einladung abgelehnt. Paul braucht keine Million. Paul hat gute Freunde. Zum Beispiel mich. Und das ist mehr wert, als eine Million.

Aber ich hab dann doch gesagt, dass ich gern die Million dort abgeholt hätte.


Paul und das Rabastel

Ein Rabastel ist eine zänkische Frau, eine Schwätzerin. Ja, jetzt weiß ich das endlich, weil Paul es heraus gefunden hat. Sein Weg war steinig und führte auch manchmal in die Irre. Wenn man Rabastel jetzt im Internet recherchiert, dann stößt man auf eine Frageseite bei Yahoo und auf diesen Blog. Das finde ich schon ziemlich lustig. Auf der Frageseite von Yahoo fragt jemand: „Woher kommt das Wort „Rabastel“ und welche Bedeutung hat es? Wollt ihr wissen, wer da gefragt hat? Ja, richtig: PAUL war das! Die Antworten waren eher wenig hilfreich. Die erste Antwort, die des Benutzers SEVORANE, „wurde redaktionell entfernt, da sie unsinnig war“, heißt es. Oh, da müsste die Redaktion das halbe Internet löschen…  Aber „guggemal“ wusste schon mehr zu berichten:

@sevorane:
Auch wenn die Antwort nicht direkt per Wikipedia ins Haus geliefert wird, mit etwas Recherche kann man selbst über Google schon einen Schritt weiter kommen.

Guggemals Antwort:      

Rabastel/Rabasteau scheint an der französischen Atlantikküste bis nach Portugal hinein ein nicht ganz seltener Familienname zu sein. Es gibt in dem französischen Department Vendée in der Nähe von Nantes einen kleinen Ort namens Rabatelière (Les Rabastos) , dessen Name sich vom ersten Eigentümer oder Lehensnehmer des Gebietes ableitet . Im Wappen des Ortes finden sich 7 schwarze Enten, Gänse oder Schwäne. Ich habe leider nicht herausgefunden, ob diese Tiere etwas mit dem Namen Rabastel/Rabasteau zu tun haben. Dazu ist mein Französisch dann doch zu rudimentär. (Quelle bei Yahoo – Klick)

Paul war nicht ganz zufrieden mit der Antwort, das hat er mir am Telefon verraten. Am Telefon haben wir auch darüber geredet, ob die Erklärung von Miriam einen reellen Hintergrund hat oder eben nicht, wir waren da beide nicht sicher, tendierten aber zu der Meinung, Miriam habe uns da ein Märchen erzählt. Wer wissen will, was wahr ist, muss nur Miriams Kommentar zu dem Beitrag: „Rabastel – die Erklärung – oder auch nur ein Märchen vom Märchen?“  lesen.

Paul kannte den Ausdruck Rabastel in zwei Zusammenhängen:

1. ein kleines Kind, quirlig, neugierig und frech…

2. eine ewig meckernde Frau…

Belege gab es im Internet aber weder für die eine noch die andere Deutung. Nun ist Paul aber einer, der nicht locker lässt. Siehe seine Fragestellung bei Yahoo… Und heute am Vormittag erreichte mich eine Mail von Paul:

Liebe Maja,

ich habe ein wenig nachgedacht und mit dem Wort gespielt.

Es könnte eine Verbindung zum lat. Wort rabies = Tollwut geben, oder mit: Rabatz, den die Kobolde machen

Radau, Rabenaas, Rabau, Rabauke aus dem poln. oder franz.

Rabaster oder dem Nachnamen: Rabastel, Rabasteu (Frankreich, Portugal) Strolch, Rabauke, Krachmacher, Krakeeler etc.

Gruß Paul

Rabatz machen – das gefiel mir gut und schien einleuchtend, ein Rabastel also ein Rabatz machender Krakeeler! Aber kaum hatte ich mich an den Gedanken gewöhnt, da kam noch eine Mail von Paul:

Liebe Maja,

ich habe es gefunden: Kleines plattdeutsches Wörterbuch, Hinstorff Verlag, Rostock,1985, von Renate Herrmann-Winter Rabastel, Rabaster f. zänkische Frau, auch Schwätzerin

Mit besten Grüßen

Paul

Danke Paul! Danke Renate-Hermann Winter! DDR-Büchern vertraue ich fast blind, die wurden so oft durchgesehen… Von Renate Herrmann-Winter findet man inzwischen ein NEUES hochdeutsch-plattdeutsches Wörterbuch im Internet, kann lesen, dass sie 2006 den Fritz-Reuter-Preis und 2003 den Kulturpreis des Landes Mecklenburg-Vorpommern bekommen hat. Verdient hat sie die Preise bestimmt, ohne sie wüssten wir nicht, was ein Rabastel ist.

Wer sich mehr für das flachgequatschte Deutsche interessiert, wird hier fündig: „Bilütten ward dei Minsch iernst nahmen, wenn hei Plattdütsch liehren will. Dat Geföhl hett ein tauminnst bi Renate Hermann-Winter ehr Bauk, wat di sinnig un suutje op’n Padd helpen ward: Systematisch geiht dat dör 14 Lekschonen vun den einfachsten Dialog bet hen nah Konjunktiv & Co – jümmers mit ein Thema , wo dat üm geiht: Fischfang, Swiensjagd, Gastwirtschaft, – dor wo Plattdütsch lääwt.“ KLICK zur Quelle

Fischfang? Aale? Peet? Ich ahne, die Geschichte vom Rabastel ist noch längst nicht zu Ende!


Rabastel – der, das oder die?

Heute habe ich mal wieder mit Paul telefoniert. Und Paul erzählte von einem (der, die oder das?) RABASTEL. Ich wusste nicht, was ein Rabastel ist. Auch meine Recherche im Internet ergab nichts wirklich Brauchbares. Allerdings gab es einige Menschen mit dem Nickname RABASTEL – das weist darauf hin, dass der Begriff nicht völlig unbekannt ist. Paul hat mir auf meine Nachfrage natürlich eine Erklärung geliefert, aber ich würde doch furchtbar gern wissen, ob noch jemand, der hier mitliest, den Begriff kennt – also:

WER oder WAS ist RABASTEL?

*Kommentare erwünscht!*

[mygal=rabastel]


An der Ostsee: Sehr gefährliche Menschen! Terroristen!

Natürlich habe ich auch zu Ostern täglich mit meinem Freund Paul telefoniert. So habe ich erfahren, dass er und seine gesammelte Sippschaft nach Heiligendamm aufgebrochen waren, um die Ostsee zu besichtigen. Dabei warfen sie auch einen Blick auf die neue Mauer, die in Vorsorge auf den G8-Gipfel im Juni gebaut wird. „Die Ostsee sah toll aus wie immer,“ sagte Paul, „und die Mauer ist vorab keine Besichtigung wert. Meine dreijährige Nichte allerdings hatte Bemerkenswertes zur Mauer zu fragen: „Sind die Menschen, die da eingesperrt werden, wirklich so gefährlich?“ Ich weiß nicht, was Paul und seine Familie dem Kind geantwortet haben, aber ich weiß, was ich gesagt hätte, nämlich: „Ja! Die sind so gefährlich, dass wir der ganzen Welt sagen müssen wie gefährlich sie sind, damit sie nicht noch mehr Schaden anrichten können, als sie es bisher schon getan haben.“ Und deshalb unterschreibt hier. Selbst die Chefs beim Nordostdeutschen Fußballverband haben eingesehen, dass man etwas tun muss: Sie haben die Saison verkürzt, damit auch alle Fußballfans an den friedlichen Protesten in Heiligendamm im Juni teilnehmen können. Die Fußballoberen haben nämlich in diesem Blog hier (KLICK) gelesen, dass ich den BFC-Fans und den Babelsbergern – also den Fans voM SV Babelsberg 03 – einen gemeinsamen Ausflug vorgeschlagen habe und wollten, dass sich die Fans aller anderen Vereine anschließen können, ohne ein wichtiges Spiel zu verpassen. So viel politischen Verstand hätte man gar nicht vermutet bei Ballsportfunktionären. Näheres über die Terroristen von Heiligendann und ihr konspiratives Treffen im Juni erfährt man im Odenwald-Magazin. Wer dort nachliest, stößt auch auf dieses treffende Zitat von Oskar Lafontaine: „Die Bundesregierung definiert im Gesetzentwurf zur Anti-Terror-Datei Terroristen als Personen, die „rechtswidrig Gewalt als Mittel zur Durchsetzung international ausgerichteter politischer oder religiöser Belange anwenden oder eine solche Gewaltanwendung unterstützen“. Gemäß dieser Definition müssten auch Mitglieder des Bundestages, George W. Bush und Tony Blair in die Datei aufgenommen werden“