Archiv für Mai 2018

Singen am Lagerfeuer

Das Ende vom Lied

Das Ende vom Lied


Logik

Schuhe vor dem Fenster

Schuhe vor dem Fenster

Er: Die Schuhe stehen falschrum, warum?

Sie: Weil sie jemand so hingestellt hat.

Er: Das ist logisch.


Fürsorge

Flügelschlag

Flügelschlag


Sich regen im Regen

Storch im Regen

Storch im Regen

Sich regen im Regen, bringt Segen, denkt sich Herr Storch und wartet ab – ob sich etwas regt. Vielleicht ein Fröschlein…?


Berlin, 27.5.2018: Hier marschiert der…

Hier marschiert der rationale Widerstand!

(Danke Berliner, danke an K. für den Hinweis)


Dialog


Alles anders – sicher

Seit heute ist alles sicher. Deine Daten werden geschützt. Überall. Ob Du willst oder nicht.

Du musst sie jetzt freiwillig rausrücken. Unterzeichnen, dass Du willst, auch wenn Du nicht willst.

Sonst gibt es Taschengeldentzug, Fernsehverbot oder Stubenarrest.

Und vergiss nicht, jeder App Zugriff auf alles zu gestatten, sonst gibt es zu allem Übel auch noch Handyverbot.

Versprochen!


Ab morgen wird alles anders

Ab morgen wird alles anders, deshalb musste ich tausende Klicks bewältigen, allen bestätigen, dass sie die Daten von meiner Visitenkarte in ihr Adressbuch übertragen können, meinem Briefträger gestatten, meinen Namen auf dem Kasten zu lesen und mit meiner Post in Verbindung zu bringen, sowie den Namen in seinem Gedächtnis zu speichern…

Ich habe 291 E-Mails mit neuen Datenschutzerklärungen erhalten und an zwei mitgearbeitet.

Ab morgen kenne ich niemanden mehr, der mir nicht ausdrücklich die Genehmigung zur Verwendung seines Namens erteilt hat.

Sicher ist sicher.

Ab morgen halten sich sowieso alle an den Datenschutz.


Schade – zweimal

Schade – wie heißt das Substantiv dazu, fragt mich Z.

Ich antworte unüberlegt: Schaden. Korrigiere mich: Ganz so ist das nicht!

Als ich E. mitteile, dass ich zu müde bin und dringend ins Bett muss, sagt sie: Schade, dass Du keine Katze dabei hast, die schnurren so schön.

Miez

Miezekatze – schnurr


Kennen lernen (Notizen)

E.E. bat mich um Aufzeichnng unseres Kennenlernens. Wann war das? Irgendwann Mitte der 80-er Jahre. 85 oder 86… Eigentlich aber erst zwei Jahre nach der Wende. So richtig – wenn das Kennen etwas mit der Tätigkeit lernen zu tun hat. Hat es. Umgekehrt reziprok im Idealfall.

Freundschaft schließt man, ohne sie beschlossen zu haben. Man hat dann schon etwas über einander gelernt. Ist sich näher gekommen, vielleicht sogar gefährlich nahe. Je näher man einem Menschen bereits gekommen ist, um so gefährlicher wird es. Verlustangst.

Im besten Fall steigt die Neugier aufeinander auch bei längerer Freundschaft.

Andere Variante:

Du wirst mich schon noch kennenlernen! Will ich nicht…

Die sprichwörtliche Feindschaft zwischen Hund und Katze beruht auf einem Missverständnis, „sprachlicher“ Fehlinterpretation auf beiden Seiten.

Mit den Schwanz wedeln Hund: Freude

Mit dem Schwanz wedeln Katze: Wut, Aggression

Und plötzlich stehen sich beide gegenüber. Gegenseitiges Verstärken der Gefühle führt zum Krieg – spätesten nach dem ersten Kratzer auf der Nase.

Es gibt nur eine Lösung für Hund und Katze – Kennenlernen. Möglichst früh.

Verzweifeltes Urteil: Ich kenne mich selbst nicht mehr.

Schwierige Aufgabe, sich selbst kennenzulernen. Dazu fremde Spiegel sorgsam wählen: Runde und eckige, saubere und …

Gute Nacht!