#fürdiefreiheitderkunst – Brüsseler Erklärung – bitte unterzeichnen!

„Ich möchte euch auf die »Brüsseler Erklärung – für die Freiheit der Kunst« aufmerksam machen. Sie steht gegen den Rechtsruck in Deutschland und Europa und versammelt alle, die für die Freiheit der Kunst einstehen möchten“, schrieb D.v.K.

Ich bitte um Ihre/ eure Unterschrift.

Menschlichkeit und Kunst haben eine Zukunft.

Noch glaube ich daran.

Die Erklärung ist ab jetzt öffentlich zur Unterzeichnung frei auf bit.ly/brüsseler-erklärung.

Für Twitter etc. lautet der Hashtag #fürdiefreiheitderkunst.


Vari – ganz weich

Schwarzweißer Vari (Varecia variegata)

Schwarzweißer Vari (Varecia variegata)

Er ließ sich gern kraulen und ist ganz weich.


In Syrien fallen Bomben!

Hier sollte eigentlich ein Text über den großartigen Umzug der Reinhold-Burger-Oberschule bei Rakatak in der Schönholzer Heide stehen.

Aber Z. rief an und erzählte, dass es schlechte Nachrichten gibt. Von den Großeltern in Syrien. Dar’â. Dort fallen Bomben…

Und Europa diskutiert über Grenzschutz und Lager.

(Der Text über Rakatak wird nachgeholt)

Hey Google…

Was dem einen Alexa, das ist mir Google…

Do not du anderstand?

Also Klartext:

Neuer Stromvertrag. Da gab es Google Home Mini dazu. Kostenlos. Technik, die nichts kostet, probiere ich. Ein kleiner Lautsprecher, der sich als persönlicher Assistent ausgibt.

Den Tag habe ich jetzt voll im Griff – das verspricht mir mein neuer Diener. Also das wäre eine Verbesserung. Warten wir es ab. Vorerst frage ich mal nach dem Wetter für morgen. Google verspricht Sonnenschein.

Also eine neue Erfahrung habe ich schon gemacht: Er versteht mich.


Aus, das Spiel ist aus! Deutschland raus…

Z. sagt, sie will niemals nach Korea. Meine syrischen Freunde trauern, weil Deutschland raus ist. Meine deutschen Freunde sind gelassen oder uninteressiert. Deutsch-Nationale geben Özil die Schuld.

Fußball ist nicht unser Leben.

Aber bitte, wie konnte das passieren?

Aus, das Spiel ist aus! Deutschland raus…

Fußball


Berlin: Marx lebt

Marx lebt - gefunden in Neuköln - Berlin

Marx lebt – gefunden in Neuköln


Glück

Glück ist es, Freunde zu haben, in deren Kühlschrank Klopapier aufbewahrt wird, das nach Rasen reicht.

Mehr geht nicht.  Außer der Weltfrieden und so. Aber das kriegen wir ja irgendwie überhaupt nicht hin.

Dann wenigstens – siehe oben…


Zement frisst die Haut, nicht nur die Seele – „The Taste Of Cement“

Unterwegs nach irgendwo, mitten auf einer Landstraße der alten Art – links und rechts von Bäumen begrenzt – höre ich zum ersten Mal von „The Taste Of Cement“. Die Sonne scheint, der Raps blüht, wir fahren schönen Stunden entgegen. Ich merke mir Fetzen der Filmkritik und weiß, dass ich den Film sehen will.

Heute haben wir das Kino ganz für uns – zu zweit. Ein Dokumentarfilm, ein kleines Kino, Sonntag – dazu noch die Fußball-Weltmeisterschaft. Es gibt viele Gründe, nicht ins Kino zu gehen, heute noch ein paar mehr. Es ist kalt, und es nieselt.

Der Zuschauer begleitet syrische Bauarbeiter im Libanon, die nach dem Krieg Beirut aufbauen, während zu Hause der Krieg ihre Häuser zu Schutt werden lässt – Zementwolken. Er sieht sie und die Welt mit ihren Augen in ihren Augen. Das Meer, die Stadt am Meer von ganz oben…. Ein Film der Bilder, grandios schöne Bilder und schreckliche schöne Bilder und einfach nur entsetzlich schreckliche Bilder. Die Bilder graben sich ein. Die einen und die anderen. Sie treffen uns ganz direkt.

Die syrischen Arbeiter leben in den Kellern, im Untergeschoss, später werden hier vielleicht Autos abgestellt, sie hausen dort und bauen oben die Hochhäuser. Ausgangssperre ab 19:00 Uhr für die Gastarbeiter. Sie sind Fremde hier. „Die Bauarbeiter kommen immer erst, wenn der Krieg vorbei ist.“ Nach der Arbeit sehen wir sie hinuntergehen ins Dunkle. Wir sehen sie unten und oben. Wir sehen, was sie sehen – unten und oben. Wir blicken auf ihre Handys, wir sehen die Bilder im Fernsehen, die sie auch sehen. Wir sehen das weite blaue Meer, und wir sehen aus dem Panzer auf die zerstörte Stadt und sehen, wie sich das Rohr hebt. Der Film nimmt mit, weil er mitnimmt.

Ziad Kalthoum, der Filmemacher aus Syrien, durfte die Bauarbeiten drehen, aber nicht mit den Arbeitern reden. Der Filmemacher hat in Moskau studiert – ich meine, das merkt man – und lebt jetzt in Berlin. Sein Film ist ganz außergewöhnlich anders.

Es gibt eine einzige Stimme – sie kommt aus dem Off. Einer erzählt seine Geschichte. Sie beginnt mit dem Vater – und dem Geruch von Zement, den er von einer fernen Baustelle mit nach Hause bringt – und einer Tapete – ein Bild: das Meer und Palmen.  Der Sohn, der jetzt erzählt, sieht das Meer zum ersten Mal.  Wir sehen einen Arbeiter malen. Wir sehen ein Bild. Ein Mädchen, eine Frau. „Das Letzte woran ich mich erinnere, Du lagst mit Deinem Kopf schlafend auf dem Tisch. Tot.“

Zwischendrin sage ich einmal: Ich wünschte, diese Regierenden, die da miteinander über den Schutz der Grenzen vor Flüchtlingen reden, würden vor ihren Gesprächen diesen Film sehen.

Das Meer, so blau und der anders blaue Himmel dazu und das Rot des Kranes und das Beige der Felsen und das Rostbraun des Metalls, die Wolken so weiß am Himmel – die Welt hat wunderbare Farben.

Die Bilder sind miteinander verwandt – das Rohr des Panzers wie es suchend umherfährt und der Arm des Kranes kreisend über der Großstadt. Das Rauschen des Meeres und der Zement, wie er sich aus einem Rohr wellenförmig ergießt.

Ohrenbetäubender Lärm, Geschrei, weinende Kinder, die versuchen, aus einem eingestürzten Haus ins Freie zu gelangen. Wir sind dabei, wie versucht wird, Verschüttete zu bergen. Ganz nah, ganz dicht. Die Katze ist tot. Ein zwischen Zementteilen eingeklemmtes Kind sieht uns verzweifelt an. Das muss man aushalten.

Nach dem Kino ist die Welt immer noch die alte. Aber wir können sie vielleicht ein wenig besser verstehen. 

 

 

 


Gegenentwürfe

Aus der S-Bahn gesehen: Als Gegengewicht zum vereinsamten „Alle gegen Alle“  vernetzen wir uns kollektiv.

Und: Kochen statt Fastfood.

Und: Wasser statt Cola.

(Bei letzterer Empfehlung mache ich nicht mit)

S-Bahn-Blick auf Berlin

S-Bahn-Blick auf Berlin


Bei uns

...wird gelesen

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(auch E-Mails – das ist ein Insider)