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TEXT ZUM ZUTEXTEN.

TEXTTOUR.


Schnitzeljagd

In der gespaltenen Gesellschaft

suche ich

mein zerrissenes Ich,

will nicht Allerweltsfreund sein

und träume grenzenlos weiter,

falle wieder aus dem Rahmen,

stürze schlaflos in die Zukunft,

in Armut steckt ja Mut,

alles wird gut.


Zeitzeichen

Zeitzeichen: Vorwärts und schon vergessen, die Solidarität.

Die Entsolidarisierung ist Gesellschaftsnorm.

Kein Wunder sind die Resultate: Angst und der Wunsch nach starker Gemeinschaft, einer VOLKSGEMEINSCHAFT.

Dann plötzlich sind wir da und reiben uns vewundert die Augen. Wie konnte das denn passieren?

Sowas kommt von sowas.

Jede Abkehr von Solidairität ist gleichzeitig die Abkehr von linker Lebenseinstellung.

Und das meint auch die Abkehr von der Solidarität nach innen.

Solidarität bedeutet eben nicht, mit den einen solidarisch zu sein auf Kosten der anderen.


Hummel-Rummel

…mach doch nicht so viel Rummel um ’ne Hummel…  (Papa zum Dreijährigen)

Hummel

Hummel


Leben

Leben

Leben


Der Ball wird rollen…

Der Ball wird rollen. Weltmeisterschaft 2018 in Russland. Ich freue mich darauf. Diesmal wird es in Deutschland weniger Deutschlandfähnchen an Autos, Deutschlandfahnen aus Fenstern und Deutschlandrufe geben. Werde ich nicht vermissen. Ich freue mich, wenn die deutsche Mannschaft gut spielt, und sicher werde ich auch wieder einem der Außenseiter die Daumen drücken. Fußball gefällt mir.

Ein Teil der deutschen Fans wird die Spiele der Nationalmannschaft, die gesamte WM boykottieren. Die größten Nationalisten versagen der Nationalmannschaft die Unterstützung.

„Schuld“ daran sind zwei Spieler, die namentlich genannt werden und einige andere, deren Namen im Moment nicht genannt werden.

Die namentlich genannten Schuldigen sind schnell ausgemacht – SÜNDENBÖCKE – deren Bock tatsächlich große Hörner hat: Mesut Özil und Ilkay Gündogan. 

Die beiden Fußballer und ihr Berater Harun Arslan hätten wissen müssen, was die im Londoner Nobelhotel gemachten Fotos mit dem Despoten Erdogan auslösen würden, aber ob sie es dann wirklich getan hätten? Es war sehr, sehr dumm. Neben solchen einen Menschen stellt man sich nicht und überreicht ihm schon gar nicht als ein T-Shirt mit der Aufschrift… Na, ihr wisst schon.

Die Frage ist, wie es dazu kommt, dass man sich als Deutscher mit türkischen Wurzeln hier so fremd fühlt, wie beispielsweise Mesut Özil das wohl tut. Es ist kein Wunder! Seit mindestens 2012 verfolge ich die rassistische Hetze gegen ihn, „Froschauge“, „Ölauge“,  „der ist niemals ein Deutscher“. 2012 twitterte jemand:  „Özil ist garantiert kein Deutscher! Ein Stück Papier ändert nicht die Abstammung.” Tausende Zustimmungen innerhalb weniger Stunden. Wen man zum Fremden macht, der wird sich fremd fühlen – egal wo er geboren ist.

Z. zeigt mir stolz ihr schwarz-rot-goldenenes Schweißband. Natürlich drückt sie Deutschland die Daumen. Es ist ja jetzt auch ihr Land. Syrien spielt nicht mit. Ich hoffe, sie findet bei uns eine Heimat, eine zweite Heimat. 

 

 


629 Menschen auf einem Schiff – Zitat aus einem Forum – WICHTIG!

„Die Verachtung, mit der Sie über diese armen, verzweifelten Menschen reden, sagt nichts über die Flüchtlinge aus. Aber sehr viel über Sie.“

Es geht um 629 Menschen auf einem Schiff.


Links an der Rechten vorbei

Z., die ihr Kopftuch trägt, und ich gehen in Richtung Einkaufszentrum und müssen am Zebrastreifen auf das Grün warten. Auf der anderen Seite sehe ich eine bekannte Rechte. Früher kannten wir uns gut. Heute stehen wir immer auf unterschiedlichen Seiten, sie auf der rechten, ich auf der linken Seite. Ja, rechts und links – das gibt es noch. Ich greife nach Z.’s Hand – als könne ich sie beschützen – vor der ehemaligen sogenannten Bürgerrechtlerin. Wir gehen links an der Rechten vorbei.


Grüne Eier – graue Haare

Der Emu legt dunkelgrüne Eier und hat mindestens zwei graue Haare. Meine Interviewanfrage lehnte das Tier leider ab. Gern hätte ich es gefragt, ob zwischen Donald Trump, der Fußball-WM in Russland und seinen grauen Haaren ein Zusammenhang besteht.

 

Graue Haare

Graue Haare


Kein Testament

Liebe Menschen,

ich bin eine Ratte und mein Name ist Rosa. Jedenfalls haben mich die Menschen so genannt. Menschen hinterlassen ihren Nachkommen den Besitz, den sie im Lauf ihres Lebens angesammelt haben.

Ich habe nichts, was ich vererben könnte.

Alles, was ich benutzt habe, habe ich mit anderen geteilt. Wenn ich nicht mehr da bin, werden es Paula und Luise nutzen und später vielleicht andere Ratten, die ich nicht kenne. Die Häuser zum Beispiel und die braune Hängematte, in der ich so gern geschaukelt habe, bevor ich krank wurde. Am Anfang des Jahres hatte ich einen Schlaganfall und seitdem konnte ich nicht mehr alles, aber ich will leben, denn das Leben ist schön. Besonders, wenn man kuscheln kann und es Kirschjoghurt und Kartoffelbrei gibt. Oder auf einer Wiese mit gelben Blumen. Ich mag Hotels und Hotelduschen und bin gern gereist. Ich habe Wiesen, Berge, Flüsse und Seen gesehen, und das ist für eine kleine Haustierratte ziemlich ungewöhnlich. Die Welt ist so schön!

Der Rattenmann, mit dem ich Kinder hatte, Knut, ist schon vor mir über die Regenbogenbrücke gegangen. Ich weiß nicht, ob es das Paradies, in dem sich alle Tiere verrtragen, und wir uns alle wiedersehen, wirklich gibt. Deshalb finde ich es wichtiger, dass das Leben auf der Erde gut ist. Jetzt werde ich immer schwächer, aber es geht mir gut, weil ich ein gutes Zuhause habe und geliebt und gestreichelt werde. Das ist das Wichtigste!

Ehrlich gesagt, ich verstehe euren Hass auf uns Ratten nicht. Meine wilden Brüder mögen zwar nicht euren Schönheitsidealen entsprechen, aber vieles, was ihr über sie sagt, ist einfach nicht wahr. Um nur ein Beispiel zu nennen — nicht sie und ihre Flöhe waren waren die Hauptschuldigen am „Schwarzen Tod“, sondern Menschenflöhe und Läuse. Ihr lügt aber auch noch und behauptet, wir Ratten würden uns nicht putzen, dabei sind wir geradezu putzsüchtig. Ihr regt euch über unseren nackten Schwanz auf, aber erstens ist er nicht nackt und zweitens brauchen wir ihn, um besonders gut das Gleichgewicht halten zu können. Ihr habt viel weniger Fell als wir, und wir behaupten auch nicht, dass ihr hässlich seid. Hässlich ist, wer sich hässlich benimmt. Hässlich kommt von Hass und Hass ist dumm.

Ratten bringen sich nicht gegenseitig um. Sie sorgen füreinander und wenn sie sich getritten haben, vertragen sie sich hinterher wieder – oder gehen sich aus dem Weg. Und wie lebt ihr miteinander?

Wir Haustierratten, auch Farbratten genannt, stammen von den Laborratten ab. Die habt ihr gezüchtet, um Medikamente an uns zu testen und auch sonstige Versuche anzustellen. Wir mussten zwei Merkmalen entsprechen: Auf keinen Fall beißen, egal wie weh man uns tut und besonders empfindlich für bestimmte Krankheiten zu sein, vor allem Krebs. Das habt ihr geschafft. Die meisten von uns leben nicht lange. Seit mehr als 200 Jahren sorgen wir mit dafür, dass eure Medikamente sicher sind. Weil wir besonders intelligent sind, werden wir auch in der Lernforschung und Verhaltensforschung eingesetzt. Besonders dankbar seid ihr nicht. Und lernfähig auch nicht. Sonst würdet ihr solidarisch und friedlich miteinander leben.

Meine großen Verwandten, die Riesenhamsterratten, werden als Minensuchtiere eingesetzt (guckt euch das mal an!) und andere als Erschnüffler der gefährlichen TBC .

Ich merke, dass ich bald sterbe und wenn ich nicht mehr da bin, dann soll es eine andere Ratte es so gut haben, wie ich es gut hatte.

Und ich wünsche mir, dass die Menschen verstehen, dass die Erde allen gehört, auch den Fliegen und Bienen, den Ratten und den Delfinen und den Ameisen und allen anderen Tieren und den Menschen auch. Hört auf die Welt kaputt zu machen. Es ist nicht sicher, dass es eine andere gibt. Und diese ist schön.

 

Rosa im Glück

Rosa im Glück

Rosa im Glück 2

Rosa im Glück 2

Rosa ist am 10.6.2018 um 8:19 Uhr auf meinem Arm eingeschlafen.