Hoffnung: Ich liebe die Polizei

„Ich liebe die Polizei!“ Das sagt L., 6 aus Syrien, als ein Streifenwagen an uns vorbeifährt. „Warum?“

„Sie schützen das Leben!“


POESIE: Wir waren heut…

Wir waren heut beim Inder

und aßen keine Rinder,

kein Lamm, nur Blumenkohl

da war uns wohl sehr wohl.

Wir sprachen über fremde Angst vor einer Ente,

die jemand hat, den die Ente beobachten könnte.

Gedichte sind nüchtern betrachtet bei Lichte,

immer schon bald nur Geschichte.

Den Tag der schlechten Poesie,

den feiern wir nie,

wir waren heut beim Inder…

Zum Tag der schlechten Poesie dichtete auch Miriam am WORTORT – aber zu gut…. KLICK


NFC Mahler GmbH kämpft für Auszubildenden

Bei Facebook bittet die NFC Mahler GmbH ihren Beitrag zu teilen. Das tue ich hiermit gern.

Der Fall unseres Auszubildenden Anis

Gestern haben wir erfahren, dass unser Anis abgeschoben werden soll.

Wir sind total überrascht, fassungslos, traurig, wütend und ohnmächtig.

Leider hat uns Anis erst gestern, nachdem er in der 3. Instanz beim Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg in Karlsruhe, ohne Möglichkeit auf weitere Rechtsmittel, sein abschließendes Urteil erhalten hat, in das Verfahren mit einbezogen.

Warum? – Er wollte uns, als seinen Arbeitgeber, nicht mit seiner Geschichte und seinen Problemen belasten. Er dachte, er könne dies allein durchstehen, schließlich ist er ehrlich und vertraute auf den Rechtsstaat seiner neuen Heimat, der Bundesrepublik Deutschland.

Anis kam 2014 aus Pakistan nach Deutschland. Er flüchtete aus Pakistan, weil er einer kleinen muslimischen Glaubensgemeinschaft, den Ahmadiyya, angehört, die dort von fanatischen Sunniten ausgegrenzt, diskriminiert, verfolgt, gefoltert und auch getötet werden.

Um diesem Fanatismus zu entgehen und sein Leben zu schützen kam er nach Deutschland.

In der Flüchtlingsaufnahmestelle in Gießen wurde er registriert und hat auch dort seinen Asylantrag gestellt. Von Gießen wurde er in die Zentrale-Aufnahmestelle nach Karlsruhe geschickt und wurde danach in einer Gemeinschaftsunterkunft (Containerdorf) in Stutensee-Friedrichtal untergebracht.

Von Beginn an hat sich Anis um Integration und um ein neues Leben ohne Angst bemüht und selbst gekümmert.

Er hat an einem einjährigen Deutschkurs teilgenommen um seinen Hauptschulabschluss in Deutschland nachzuholen. Dieser Abschluss wurde im Juni 2017 mit sehr guten Noten in der Balthasar-Neumann-Schule in Bruchsal bestanden.

Im Anschluss hat sich Anis mit Hilfe des internationalen Bundes um einen Ausbildungsplatz gekümmert. Dabei hat er verschiedene Praktika absolviert um einen passenden Beruf für sich und sein neues Leben zu finden.

In der Zeit vom 03.07.2017 bis zum 07.07.2017 hat Anis ein Praktikum in unserer Werkstatt absolviert. Die Entscheidung ihm einen Ausbildungsplatz anzubieten, wurde bereits während des Praktikums getroffen, da er seine schnelle Auffassungsgabe und sein technisches Verständnis unter Beweis stellen konnte, obwohl seine Deutschkenntnisse noch sehr bescheiden waren. Dabei hat er sich im Auswahlverfahren gegen zwei Praktikanten ohne Migrationshintergrund durchgesetzt, weil schon während des Praktikums klar war, dass er unbedingt diesen Beruf erlernen will. Eine Eigenschaft, die wir für dieses Handwerk heute nur noch bei sehr wenigen Jugendlichen feststellen können.

Die Ausbildung begann am 01.09.2017 bei NFC Mahler hier bei uns in Stutensee.

Bereits zu Beginn der Ausbildung konnten wir feststellen, dass sich seine Fähigkeit zu kommunizieren seit dem Praktikum sehr stark verbessert hatte. Die Fortschritte waren in kurzen zeitlichen Abständen sehr deutlich erkennbar, was auch aus seinen Berufsschulzeugnissen deutlich hervor geht.

Anis hatte von Anfang an keinerlei Probleme, weder in der Berufsschule noch in unserem Betrieb. Seine Kollegen, seine Lehrer und seine Mitschüler schätzen und mögen ihn sehr. Von allen Seiten wird er als höflicher, vertrauenswürdiger, ehrlicher und zuvorkommender Kollege gesehen und ist bei allen sehr beliebt.

Anis kann von Beginn an fachliche Inhalte sehr schnell umsetzen und hat sich allen verschiedenen Umständen der Ausbildung angepasst. Es gab während der gesamten Ausbildungszeit noch nie einen Grund für Beanstandungen oder Kritik. Weder für seine Arbeiten, noch für sein Verhalten.

Im Gegenteil ist Anis immer pünktlich und hat bei Bedarf seinen regulären Feierabend nach hinten verschoben um unsere betrieblichen Interessen zu wahren. Auch die Bereitschaft, außerhalb der regulären Arbeitszeit für den Betrieb anwesend zu sein, beispielsweise bei Messen oder betrieblichen Veranstaltungen, war stets gegeben.

Obwohl sich Anis noch mitten in seiner Ausbildung befindet, hat er sich zu einem wichtigen und unverzichtbaren Mitarbeiter entwickelt. Dies geht soweit, dass wir als Unternehmen schon heute, 1,5 Jahre vor seinem Ausbildungsende, seine Weiterbeschäftigung nach Bestehen der Abschlussprüfung garantieren und auf seinen Verbleib bei uns hoffen.

Anis wohnt in Stutensee-Spöck in einer Wohngemeinschaft mit einem Mitbewohner.
Die Wohnung wird von beiden Bewohnern selbst finanziert.

Anis benötigt keinerlei staatliche Unterstützung und erhält schon lange keine Gelder mehr. Er steht mitten im Leben, er zahlt Steuern und ist ein Teil unserer Gemeinschaft, was für ihn höchste Priorität hat. Er wollte nie Almosen oder Irgendjemandem auf der Tasche liegen. Er will und wollte immer nur ein freies, selbstbestimmtes, ruhiges und sicheres Leben, ohne Angst, für das er selbst aufkommen will und kann! Dabei verfolgte er immer das Ziel einer dauerhaften Aufenthaltsgenehmigung.

Dieses Ziel wollte er immer ehrlich, legal und mit Allem, was ihm möglich ist, erreichen.

Diese Motivation ist in allen Belangen seines Handelns deutlich spürbar und treibt ihn permanent an sein Bestes zu geben.

Im Hinblick auf den Fachkräftemangel in Deutschland hoffen wir noch immer, mit Anis einen tüchtigen Mitarbeiter auszubilden, der unseren Werkstattbetrieb viele Jahre unterstützen wird.

Am 14.08.2019 bekam Anis nun das Urteil übermittelt, dass er Deutschland bis Mitte September 2019 zu verlassen habe, da ihm sonst die Abschiebung droht. Wir sind entsetzt und fassungslos über dieses Urteil, da uns ein sehr fähiger, integrationswilliger Auszubildender weggenommen werden soll und wir dies nach der Begründung des Verwaltungsgerichtshofs nicht verhindern können.

Wir investieren sehr viel Mühe und Geld in die Ausbildung um allen Menschen, unabhängig von Herkunft und Religion, eine Chance für die Zukunft zu geben. Jetzt droht unserem mittlerweile besten und fähigsten Auszubildenden die Abschiebung!

Wir sind enttäuscht von der Begründung des Gerichts, die in keinem Wort das Verhalten, die Bemühungen, die fortgeschrittene Integration oder seinen festen Bestandteil in unserem Unternehmen erwähnt.

Dieses Urteil wollen, können und werden wir nicht einfach so hinnehmen.

Wir werden mit und um unseren Anis kämpfen!

In Deutschland werden gerade im Mittelstand dringend Fachkräfte benötigt, die Bereitschaft zum Arbeiten zeigen, um die anfallenden Arbeiten der Unternehmen zu bewältigen. Diese Eigenschaften bringt Anis in vollem Umfang mit.

Die jetzige Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs ist für uns völlig unverständlich! Man möchte die gewachsene Verbindung und das tolle Verhältnis zwischen Anis und uns auflösen.

Im Moment stehen wir relativ machtlos den Tatsachen gegenüber und müssen erdulden, was das deutsche Rechtssystem entscheidet, ohne die Hintergründe und Umstände dieses tollen Menschen und unseres Betriebes genauer zu betrachten.

Daher hoffen wir auf Hilfe, Ideen, mediale Unterstützung oder ein Wunder! Wer kann Anis und uns helfen?

Denn wie hat schon Berthold Brecht gesagt:

Wo Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht!

(Teilen erlaubt und erwünscht. Für Ideen gerne PN an uns! Danke an Alle, die uns unterstützen und mit uns kämpfen!)

https://www.nfc-mahler.de/

 


Brandenburg kann mehr als keinen Flughafen :-)


Vorahnung

SPD

Auf der Kippe

…sie kippt.


Gegen Gefühlsduselei: TL Absperrschranke 97

TL Absperrschranke 97

TL Aufstellvorrichtung

Type T2 Nr.5

Nr.s00038

B&F

Absturzsicherung

gemäß ZTV SA 97

(natürlich alles patentiert!)

Design-Patent

Design-Patent


Berliner Kunst 2

GegenRechts

Verkehrsschild-Kunst


Berliner Kunst

Straßenkunst

Verkehrsschild-Kunst


Mauerpark – Nichts bleibt wie es ist…

Mauerpark. So viele Erinnerungen.

1990. Die Aussicht auf unentdecktes Land.

Orkan 2002  – es fegte uns fast weg. Damals mit G.. – das Gefühl, der Mensch könnte vielleicht doch fliegen. So und überhaupt. Aufbruch in eine neue alte Zeit. Focusiert.

Sonnenwende – Hexentanzplatz. Wir kamen gar nicht bis zum Mauerpark. Standen eingekesselt von der Polizei in der Oderberger. Unvergessbar.

Jahre später mit S. und ihren Freunden. Drachen steigen lassen.  Es ist nie zu spät für eine schöne Kindheit. Vielleicht war nicht ausreichend, was ich versuchte. Mangelhaft, mit Mängeln be… – besser: verhaftet. Vermutlich war es doch zu spät.

Mit Z.(aus Syrien) am Feuer vor 2 Jahren, sie war sehr traurig, als wir durch die Oderberger gingen. „Außer Dir habe ich keine einzige Freundin hier“. Ich tröstete mit Worten, dem Hnweis auf eine andere Zukunft – ich war da sicher – und einem Eis.

Als ich sie gestern (vor dem Eisladen) daran erinnerte, dass wir hier schon einmal gewesen seien, sagte sie: „Weißt Du, man vergisst die Straßen, in denen man traurig war.“

Schade, dass sie sich irrt. Wir liefen gestern wieder durch die Oderberger – übrigens mit einer ihrer vielen Freundinnen.

…sprüht auch, sage ich dem Sprayer, sagt er: „Kenne ich. Gibt ja wenig Frauen die sprühen.“ Er nennt mir den passenden Instagramm Account. Ja, er kennt sie. Berlin ist ein Dorf! Besonders am Mauerpark.

Mit den Gästen aus dem Umkreis von Bremerhaven blicken wir auf den bebauungsfreien Streifen – Mauervergangenheit. Schließlich landen wir in der gegenwärtigen Vergangenheit. DDR-Zeug liegt im Trend. Im Schaufenster der VEB-Ladens in der Oderberger entdecke ich zwei Sitzeier in Orange – meine waren rot. Die Welt verändert sich.

Auf dem Hirschhof in der Oderberger ist es immer noch schön. Er ist offen und zugänglich. Wie oft waren wir früher hier! Zum Theater kein Durchgang und auch keiner zur Kastanienalle, schade. Aber Klettersteine und Schaukeln gibt es – und ein Gemeinschaftshaus.

Wir folgen den Spuren des Hirsches und landen beim Inder, hungrig und fröhlich – man muss sich nicht lange kennen, um sich miteinander wohl zu fühlen. Kommt bald mal wieder – ihr da aus Niedersachsen. Wir passen zusammen :-).

Wir sitzen zu lange für die Schulkinder. Als wir zum Auto laufen, glüht die Sonne rot über’m Mauerpark. Wie ein Versprechen.

Klettern

Klettern


Gegen das Verblassen

Farbwuchtige Fotos,

Sonnenuntergang, Wellenmeer, Möwe im Flug –

wiegen mich in Sicherheit.

Das Meer wartet, bis ich Zeit habe.

Sehnsucht schmerzt am Abend,

wenn die Flut der E-Mails nachlässt.

Ich träume mir das Meer in die Küche,

in das Rauschen des Geschirrspülers,

gegen das Verblassen der Erinnerung.