Archiv für Juni 2018

Hey Google…

Was dem einen Alexa, das ist mir Google…

Do not du anderstand?

Also Klartext:

Neuer Stromvertrag. Da gab es Google Home Mini dazu. Kostenlos. Technik, die nichts kostet, probiere ich. Ein kleiner Lautsprecher, der sich als persönlicher Assistent ausgibt.

Den Tag habe ich jetzt voll im Griff – das verspricht mir mein neuer Diener. Also das wäre eine Verbesserung. Warten wir es ab. Vorerst frage ich mal nach dem Wetter für morgen. Google verspricht Sonnenschein.

Also eine neue Erfahrung habe ich schon gemacht: Er versteht mich.


Aus, das Spiel ist aus! Deutschland raus…

Z. sagt, sie will niemals nach Korea. Meine syrischen Freunde trauern, weil Deutschland raus ist. Meine deutschen Freunde sind gelassen oder uninteressiert. Deutsch-Nationale geben Özil die Schuld.

Fußball ist nicht unser Leben.

Aber bitte, wie konnte das passieren?

Aus, das Spiel ist aus! Deutschland raus…

Fußball


Berlin: Marx lebt

Marx lebt - gefunden in Neuköln - Berlin

Marx lebt – gefunden in Neuköln


Glück

Glück ist es, Freunde zu haben, in deren Kühlschrank Klopapier aufbewahrt wird, das nach Rasen reicht.

Mehr geht nicht.  Außer der Weltfrieden und so. Aber das kriegen wir ja irgendwie überhaupt nicht hin.

Dann wenigstens – siehe oben…


Zement frisst die Haut, nicht nur die Seele – „The Taste Of Cement“

Unterwegs nach irgendwo, mitten auf einer Landstraße der alten Art – links und rechts von Bäumen begrenzt – höre ich zum ersten Mal von „The Taste Of Cement“. Die Sonne scheint, der Raps blüht, wir fahren schönen Stunden entgegen. Ich merke mir Fetzen der Filmkritik und weiß, dass ich den Film sehen will.

Heute haben wir das Kino ganz für uns – zu zweit. Ein Dokumentarfilm, ein kleines Kino, Sonntag – dazu noch die Fußball-Weltmeisterschaft. Es gibt viele Gründe, nicht ins Kino zu gehen, heute noch ein paar mehr. Es ist kalt, und es nieselt.

Der Zuschauer begleitet syrische Bauarbeiter im Libanon, die nach dem Krieg Beirut aufbauen, während zu Hause der Krieg ihre Häuser zu Schutt werden lässt – Zementwolken. Er sieht sie und die Welt mit ihren Augen in ihren Augen. Das Meer, die Stadt am Meer von ganz oben…. Ein Film der Bilder, grandios schöne Bilder und schreckliche schöne Bilder und einfach nur entsetzlich schreckliche Bilder. Die Bilder graben sich ein. Die einen und die anderen. Sie treffen uns ganz direkt.

Die syrischen Arbeiter leben in den Kellern, im Untergeschoss, später werden hier vielleicht Autos abgestellt, sie hausen dort und bauen oben die Hochhäuser. Ausgangssperre ab 19:00 Uhr für die Gastarbeiter. Sie sind Fremde hier. „Die Bauarbeiter kommen immer erst, wenn der Krieg vorbei ist.“ Nach der Arbeit sehen wir sie hinuntergehen ins Dunkle. Wir sehen sie unten und oben. Wir sehen, was sie sehen – unten und oben. Wir blicken auf ihre Handys, wir sehen die Bilder im Fernsehen, die sie auch sehen. Wir sehen das weite blaue Meer, und wir sehen aus dem Panzer auf die zerstörte Stadt und sehen, wie sich das Rohr hebt. Der Film nimmt mit, weil er mitnimmt.

Ziad Kalthoum, der Filmemacher aus Syrien, durfte die Bauarbeiten drehen, aber nicht mit den Arbeitern reden. Der Filmemacher hat in Moskau studiert – ich meine, das merkt man – und lebt jetzt in Berlin. Sein Film ist ganz außergewöhnlich anders.

Es gibt eine einzige Stimme – sie kommt aus dem Off. Einer erzählt seine Geschichte. Sie beginnt mit dem Vater – und dem Geruch von Zement, den er von einer fernen Baustelle mit nach Hause bringt – und einer Tapete – ein Bild: das Meer und Palmen.  Der Sohn, der jetzt erzählt, sieht das Meer zum ersten Mal.  Wir sehen einen Arbeiter malen. Wir sehen ein Bild. Ein Mädchen, eine Frau. „Das Letzte woran ich mich erinnere, Du lagst mit Deinem Kopf schlafend auf dem Tisch. Tot.“

Zwischendrin sage ich einmal: Ich wünschte, diese Regierenden, die da miteinander über den Schutz der Grenzen vor Flüchtlingen reden, würden vor ihren Gesprächen diesen Film sehen.

Das Meer, so blau und der anders blaue Himmel dazu und das Rot des Kranes und das Beige der Felsen und das Rostbraun des Metalls, die Wolken so weiß am Himmel – die Welt hat wunderbare Farben.

Die Bilder sind miteinander verwandt – das Rohr des Panzers wie es suchend umherfährt und der Arm des Kranes kreisend über der Großstadt. Das Rauschen des Meeres und der Zement, wie er sich aus einem Rohr wellenförmig ergießt.

Ohrenbetäubender Lärm, Geschrei, weinende Kinder, die versuchen, aus einem eingestürzten Haus ins Freie zu gelangen. Wir sind dabei, wie versucht wird, Verschüttete zu bergen. Ganz nah, ganz dicht. Die Katze ist tot. Ein zwischen Zementteilen eingeklemmtes Kind sieht uns verzweifelt an. Das muss man aushalten.

Nach dem Kino ist die Welt immer noch die alte. Aber wir können sie vielleicht ein wenig besser verstehen. 

 

 

 


Gegenentwürfe

Aus der S-Bahn gesehen: Als Gegengewicht zum vereinsamten „Alle gegen Alle“  vernetzen wir uns kollektiv.

Und: Kochen statt Fastfood.

Und: Wasser statt Cola.

(Bei letzterer Empfehlung mache ich nicht mit)

S-Bahn-Blick auf Berlin

S-Bahn-Blick auf Berlin


Bei uns

...wird gelesen

…wird gelesen

 

(auch E-Mails – das ist ein Insider)


Mindestrente für alle – Verdi in Aktion

J., T., Z. und ich essen. Es gibt allerlei, aber ich habe vergessen, das Essen zu fotografieren, wie man das heutzutage macht und eine Beschreibung all der Köstlichkeiten erspare ich euch, vielleicht ist ja euer Kühlschrank leer. Das Telefon klingelt – K. unterrichtet mich über wichtige Dinge und fragt nebenbei, ob ich auch so viele Mails von der Liste unserer Gewerkschaft hätte. Ich bejahe. Und denke an die vier oder fünf Mails, die ich vor dem Essen gesehen, aber nicht geöffnet habe.

Tja, wenn zwei von der gleichen Sache reden, müssen sie nicht auf dem gleichen Erfahrungsstand sein. Ich lag kilometerweit zurück. K. hatte vermutlich schon 200 E-Mails.

Nach dem Essen schreiben wir einen Brief an Michaela in Sydney. Die hat ihren Traumtyp gefunden, sich in Englisch verbessert und viel Spaß am Studium. Sie hat J. nach Sydney eingeladen. Wir entwerfen gemeinsam J.s Antwort gemäß der Aufgabenstellung. Das ist langweilig für T., sie schläft ein. Ich bin auch müde.

Wach werde ich nach meiner Rückkehr an den Rechner, ich traue meinen Augen kaum – so viele E-Mails und ganz viele davon zum Thema „Mindestrente für alle“. Und alle von Mitgliedern meiner Gewerkschaft. Endlich passiert mal da was bei Verdi in dieser Richtung. Ist ja auch meine Interessenvertretung. Außerdem geht es in der ersten Mail noch um Sexarbeit und Scheinselbständigkeit und eine Umfrage, an der ich nicht teilgenommen habe. An Sexarbeit habe ich auch nicht teilgenommen und an Scheinselbständigkeit bin ich nicht interessiert.

Wenige Mails später weiß ich, dass dieser Spam in die Welt gehört. Bitte schön:

Auf Wunsch nachträglich eingefügt – hier die erste Mail:

Am 20.06.2018 um 16:00 schrieb Marina: 

Umfrageauswertung

Ein Thema, das die befragten solo-selbstständigen arg umtrieb, war der jeweilige unklare Sozialstatus. Sie bezeichneten ihn oft als „scheinselbstständig“.

  1. Sexarbeit & Scheinselbständigkeit
  2. Kampf gegen de facto Scheinselbstständigkeit.
  3. Feste Stundenhonorare für freie Dozententätigkeit beim Bund, die seit 18 Jahren nicht gestiegen sind (und wahrscheinlich die letzten 25 Jahre ebensowenig) Und das ist das größte Problem, die absolute Entwertung der selbstständigen Arbeit.

Guten Tag, wie kamst du an diesen Text? Ich versandte ihn ausschließlich an die Berlin-….-Mitglieder? Und wie sollte dein Kommentar verstanden werden? Mit freundlichem Gruß, Marina

genau das frage ich mich auch

Und was soll der Quatsch mit der „Sexarbeit“??? Klingt mir doch verdammt nach einer Pornoseite, Frau Marina!

Gegenfrage –

warum schickt ihr mir das alles?! Glaube da hat sich jemand mit der Email-Liste vertan.

Grüße

Hallo, ich bekomme auch Mails zu dem Thema, mit denen ich nichts anfangen kann – bitte noch einmal neu und nur an die richtigen Empfänger senden. Danke und viele Grüße!

Leute, ist ‚Euch eigentlich klar, dass alle Eure Protestmails die Spammerei zum Perpetuum mobile machen und uns alle unaufhörlich weiter nerven?? Einfach aufhören. Bitte !

Also auch gehöre definitiv nicht in diesen Verteiler.

Ich möchte nicht länger zugespamt werden!

vielelicht gehören radiomoderatorinnen ja inzwischen zu den sexarbeiterinnen 😉

Jemand bittet „Liebe alle“ nicht mehr an diesen Verteiler zu schreiben, in den wir wohl eigentlich alle nicht gehören.

Es bringt überhaupt nichts, wenn jetzt alle einzeln schreiben, dass sie nicht auf diesem Verteiler sein wollen. Also bitte: übt Selbstdisziplin und widersteht der Versuchung, den eigenen Senf zu der Sache zu geben, es müllt nur die inboxen von allen unfreiwilligen abonnenten dieses Verteilers zu. Unsere einzige Hoffnung, ist, dass ein Administrator diese Sache bemerkt und den Fehler behebt!

Er bittet vergeblich. Wir bekommen alle dutzende E-Mails die E-Mail-Adressen „verraten“ und Webseiten und Telefonnummern und den wichtigen Hinweis enthalten: Bitte löscht mich aus dem Verteiler/von der Liste… Wir erfahren von welchem mobilen Gerät aus der Verfasser seine Nachricht sendet und spiechern natürlich alle neuen Informationen in unserer Kontaktliste bei Google.

Bitte schicken Sie mir nicht Hunderte von Mails.

verstehe die frage nicht. habe von „marina“ (die ich nicht kenne) eine mail bekommen und gelöscht (und definitiv nicht kommentiert), weil ich damit nichts anfangen konnte. bin zwar Verdi-Mitglied aber in synchronbrache, nicht sexarbeit, auch nicht scheinselbständig.

vielelicht gehören radiomoderatorinnen ja inzwischen zu den sexarbeiterinnen 😉 kollegiale grüße

Um Himmels Willen 

Das hat mir sehr gefallen!

Ich freu mich unheimlich über eure belanglosen Mails – bitte mehr davon!

Ich bin auch in der skurrilen Liste…Gruß aus Athen.

Wo wir jetzt schon in einer Pseudo-WhatsApp-Gruppe miteinander verhaftet sind … vielleicht sollten wir uns alle mal treffen. (Aber bitte ohne Marina.) Es holt das Popcorn raus und grüßt herzlich: XYZ

Gute Idee.  Aber Marina würde ich doch, neugierig wie ich bin,  ehrlicherweise auch gerne kennenlernen!

ich schließe mich an. Als überraschende online-turned-offline community …

Sehr geehrte Frau Marina, wer immer Sie sein mögen und was … auch immer zu bedeuten haben mag – ich fordere Sie nachdrücklich auf, mich aus Ihrem obskuren Verteiler zu streichen! Ich verdiene meinen Lebensunterhalt weder mit Sexarbeit noch mit Scheinselbständigkeit und bin weder an der einen noch an der anderen interessiert. MfG

Nach weiteren gefühlten 20 E-Mail mit der Bitte um Austragung, die natürlich wieder an alle aus der Liste gesendet werden, geht es munter weiter…

mich bitte unbedingt auch vom verteiler nehmen – schnellstmöglich!

schließe mich an

Können bitte alle nochmal sagen,

– ob sie diese Mails interessant finden

– ob sie im Verteiler bleiben wollen

– wie sie zu Spam-Mails stehen

– und was sie heute abend vorhaben

Danke

Vielleicht wollen sich bei der Gelegenheit ja mal alle vorstellen? Also, mein Name ist …, ich wohne in Neukölln und bin freiberuflicher Journalist, Kommunikationsberater und Workshop-Coach. Ihr könnt mich buchen wenn ihr Design Thinking lernen wollt, Storytelling oder Bühnenmoderation. Außerdem arbeite ich bei einer kleinen aber feinen Agentur, … Muss mal für ein Stündchen weg vom Computer, aber freue mich schon auf die nächsten 250 Emails!

Nach weiteren gefühlten 20 E-Mails mit der Bitte um Austragung:

Vielleicht zieht hier mal jemand die Notbremse!

Der Neuköllner Journalist meldet sich erneut:

Achso, bin übrigens gleich am Landwehrkanal auf ein Bierchen. Falls jemand dazustoßen mag?

(Schade, das habe ich zu spät gelesen!)

Bitte nicht an alle antworten !!!!!!!!!!!!!!!!

Herrliche Alltagssatire hier.  @XYZ: Wo am Landwehrkanal? Wäre dabei!

Ich will bitte auch aus dem Verteiler. Wieso landet man in einem Verteiler ohne gefragt zu werden ob man das möchte und erhält plötzlich 30mails in kürzester Zeit? Dürfte nicht rechtens sein laut neuer Datenschutzverordnung!

Ja, Wahnsinn!

Stimmt – ist nicht rechtens. Unbedingt alle verklagen!

Ich untersage Ihnen sofort, uns weitere Mail zu senden. MfG

2 Sekunden später vom gleichen Absender:  ich untersage Ihnen uns weitere Mail zuzusenden. Ab sofort. MfG

Jetzt meldet sich auch Marina wieder:

Liebe alle, werte Kolleginnen und Kollegen, für diesen Irrläufer kann ich nichts. Wirklich. Ich bin keine Administratorin. Leider. Bei ver.di ist z.Z. keiner mehr erreichbar, schon gar kein für diese Misere Verantworlicher. Mist. Daher: Abwarten bis diese Email-Flut von ganz allein endet. 🙂 Sorry Marina

Diese Mailflut sagt vieles aus über die digitale Kompetenz in Deutschland und erklärt gleichzeitig, wie es zu dem Lapsus kommen konnte. In Zeiten ​​von DSGVO und Co. übrigens doppelt problematisch, wie hier bei Verdi offenbar mit den Daten umgegangen wird – da kann man so viele Gesetze erlassen, wie man will… 

Ich habe 50 Mails bekommen heute :(((((((((((((((((((((((((((((

Wieso hat er die anderen 100 nicht bekommen, das ist hier die Frage! Weitere gefühlte 30 Mails später, deren Absender alle um Austragund aus der Liste bitten, erklärt jemand, wie man sich austrägt – mit „unsubscribe@“ – aber bei vielen Medienprofis kommt das nicht an :-).

Ich weiss nicht ob euch das bewusst ist aber ich werde hier gerade zu gespamt wen ihr immer nur antwortet auf die mail schreibt doch bitte an die Dame von der es kommt Von: „….“ < xyz@aol.com  bitte um Verständnis lg 

Die arme „Dame“ von der es angeblich kommt, weiß natürlich überhaupt nichts davon und taucht auch in meinen Mails niemals als Absender auf.

Was ist das überhaupt für ein Verteiler?

die email ist nicht von uns. wahrscheinlich hat jamand  dieses adresse geknackt. trotzdem sorry! (E-Mail eines Unternehmens -M.W.)

auch ich habe heute über 100 E-Mails bekommen!!!  Danke!

Ich bekomme viele Mails, die ich nicht erhalten möchte…

die email ist nicht von uns. wahrscheinlich hat jamand  dieses adresse geknackt. trotzdem sorry!

(Das Unternehmen gibt nicht auf und sendet die Mail Dutzende Male an alle.) Darauf folgt folgerichtig:
Ja, aber von wem ist die denn dann?

Bitte nicht an alle antworten !!!!!!!!!!!!!!!!

Nur an Dich?

Das Unternehmen gibt nicht auf und sendet die Mail erneut Dutzende Male an alle: die email ist nicht von uns. wahrscheinlich hat jamand  dieses adresse geknackt. trotzdem sorry!

Gruß aus Berlin 

Liebe Leute, die Spam-Flut wäre gar keine, wenn nicht so viele Leute auf „allen antworten“ klicken würden. Am besten gar nicht antworten, sondern die Mailadresse von Marina auf Spam setzen.

Wenn Ihr mich jetzt nicht aus eurem lustigen CC raus nehmt, komme ich euch alle besuchen…. GARANTIERT

Liebe Leute,  anscheinend bei Verdi gehackt – wir sind ja jetzt nur 6 – nimmt mich bitte raus … Danke

(Autor vergisst, dass der 6. Teilnehmer eine Liste mit hunderten Mitgliedern ist)

Und diese mail kommt jetzt zum 10ten mal von  (das Unternehmen hat uns wieder mitgeteilt: die email ist nicht von uns. wahrscheinlich hat jamand  dieses adresse geknackt. trotzdem sorry!)

Wie oft wollt Ihr das noch schreiben?

rausnehmen aus dem Verteiler bitte, sofort, ich werde bombardiert mit Mails.

Bitte nehmen Sie mich auch aus dem Verteiler, ich weiss nicht, wie das entstanden ist. LG

Komisch!

ja, aber jetzt schicken lauter Unbekannte Mails an Unbekannte, das ist irgendwie auch blöd, oder? Lässt sich das irgendwie abstellen?
Herzlichen Dank.

L. und ich sind ab 21 Uhr auf der Admiralbrücke. Kommt gerne rum ihr Nasen! Offline spammen mit Bier in der Hand ist viel lustiger. Erkennungsmerkmal: ver.di Pressekappe, außerdem habe ich einen großen gelben Trolley dabei. 

Nehmt mich hier sofort aus diesem lästigen Verteiler, ihr kennt das neue Gesetzt per 25.5.

Übrigens hoffe ich, dass alle meine Information gegen den Begriff „Sex-Arbeit“ erhalten haben. Zur Sicherheit hier noch einmal unten. Wenn schon überflutet – dann wenigstens mit lustigen oder sinnvollen Fakten. 

Mehr Infos dazu unter:

http://linke-gegen-prostitution.de/

Auszug – aus Urheberrechtsgründen – aus einem langen Text:

Ansonsten find ich ver.di gut und zahl auch monatlich und geh nie zu den treffen. Viele Grüsse an alle die ob dieser Rundmaileierei noch nicht ihren humor verloren haben.

Das Treffen findet nun doch woanders statt:

Berichtigung:  Am Boules-Spielplatz am Landwehr-Kanal in Kreuzberg am Ufer, Ecke Forster Straße. Bis gleich! von unterwegs gesendet

Da hat G. recht. Ich muss aber auch nochmal: Erst war ich auch genervt und was Marina da geritten hat, wer weiß. Aber inzwischen freu ich mich mal wieder was von K. (Namen entfernt) und M. gehört zu haben. Long time gone, schön. Das leben hält immer unerwartete Überraschungen bereit..;-) Und ehrlich, Sexarbeit und Scheinselbstständigkeit, da sind wir ein bißchen journalistisch neugierig geworden..

Hallo an alle, weiß auch nicht, wie ich in den Verteiler reingerutscht bin, bitte löscht mich raus! Bierchen am Landwehrkanal klingt gut, bin aber zu weit weg… Euch allen einen schönen Abend und Grüße, M.

Bitte nehmen Sie mich hier raus, wo kommt dieser Mist überhaupt her???  Gruß, XYZ

Ohne verschwörerisch sein zu wollen – ich vermute, das Mailliste-Fiasko könnte eine geschickt inszenierte Presseaktion des Prostitutionslobbys sein… Immerhin eine Menge Mail-Adressen von freien Journalist/innen haben sie jetzt erhalten – und die Pseudo-Debatte über Scheinselbständigkeit von Prostituierten lanciert. Ich freue mich, wenn wir diese Lance gegen die Zuhälter-Strukturen gemeinsam umkehren.

Fast alle Prostituierten leiden wie Tiere Tag für Tag. Das nordische Modell muss her: http://linke-gegen-prostitution.de/

Unverhofft kommt oft!

Angesichts dieses Fiasko könnte Ver.di mal einen ausgeben…

Nun H., nach Lösungen suchend,  frag ich mich ob was scheinselbstständige Sexarbeiter angeht, nicht der Zoll der richtige Ansprechpartner wäre?

Ansonsten hab ich selten bei einer Spamwelle so herzhaft gelacht!  Danke, daß ich mit Euch in einer mir bislang unbekannten Maliliste sein darf!

Und: Nehmt mich NICHT von dieser Liste!

Bitte streichen sie mich aus dem Verteiler. Hier kommen pausenlos emails!!

mich bitte auch nicht rausnehmen. auf gar keinen fall! 🙂  danke

…Ich will jetzt doch in der Liste bleiben. Dankee!

Ich möchte auch in der Liste verbleiben. Abgesehen davon, dass es eine lustige Tageseinlage ist, lernt man auch gleich mal Kollegen kennen, die man sonst nicht treffen würde. Ich nehme es mit Humor und den braucht man in unserem Beruf.

hallo, es ist ja schön, wenn sich hier neue freunde finden. nur möchte ich nicht dazu gehören. bitte nehmt bei euren antworten die adresse ……….. aus dem verteiler raus.  diese adresse wurde gehackt! dann müssen hier nicht hunderte menschen alles mitlesen.  besten dank!

wie steht es eigentlich bei spanien gegen iran?

Leute – ich möchte aus diese Liste raus – ES NERVT !!!!!!! Was soll das für ein Quatsch !!!! LÖSCHT MICH – keinen Lust auf Quatsch Talk mit die Leuten die ich nicht kenne  !!!!!!!!!!! Also BITTE – IHR NERVT !!!!!

Das nennt man wohl einen GAU… 😉 Danke für die Einladung zum Bier am Landwehrkanal, trinke mein Bier aber heute doch lieber auf meinem Balkon. Wär’ aber interessant zu wissen, wie viele tausend verdi-Mitglieder zum Bier kommen und sich über die Probleme der Scheinselbstständigkeit von Sexarbeitern austauschen!

gute Frage

Jemand versucht es einmal mehr mit einer Anleitung zum Abmelden – darauf reagiert das Unternehmen mit neuen Mails: die email ist nicht von uns. wahrscheinlich hat jamand  dieses adresse geknackt. trotzdem sorry!

rausnehmen aus dem Verteiler bitte, sofort, ich werde bombardiert mit Mails.

dto

Also ich wäre auch für ein Bierchen…wo wir grad schon dabei sind 🙂 J……? 🙂

Bitte nehmt auch mich aus dem Verteiler. Ich habe schon so oft darum gebeten. Bitte!!!

Schönen Abend!

1:0 für Spanien

 nicht in der nähe und mit Sohn beschäftigt..Aber macht eine revolutionäre Verdi Stammtisch Gruppe auf, und ich bin zukünftig dabei!;-)

SA.GEN.HAFT. Das wird ja immer besser. Ich würde dann wohl eher gerne XY kennenlernen wollen, haha 😂😂

Hallo Leute,
auch ich bekomme unaufgefordert von euch Mails, obwohl ich mit euch nichts zu tun habe. Bitte stoppt das Zusenden, weil für mich als Unbeteiligter der Briefkasten zugemüllt wird.

Ich möchte raus aus dem Verteiler. Ich bin richtig sauer weil ich hier soviele Spams bekomme. 

Bezieht sich auf den Tipp zum Austragen:

Das ist doch ein Super Tip von I.!  Also alle die nicht mehr bei dem Spaß dabei sein wollen, sollten das machen. Ich finde es sehr lustig! Viele Grüße 

an alle und mein Mitgefühl mit der Person, die morgen früh einen Schock bekommt, wenn sie an ihren Arbeitsplatz kommt.

Wir sind die perfekte spamarmee. Nach 2 Tagen gibt jede mailingliste auf.

Gibt es hier einen Admin bei …. Bitte diesen Verteiler gänzlich löschen!!!  Er produziert derzeit Spam in Massen!!!

aber nicht mehr lange. die iraner schieben gleich einen rein. was bedeutet eigentlich …? ps.: mich bitte aus dem verteiler nehmen, ich werde bombardiert.

Das lohnt immer, liebe T., ich kann ein Wort für Dich einlegen;-) ob es diese Marina überhaupt gibt..;-) Ein Phantom..?

Ich melde mich jetzt ab mit dem nächsten Klick! Schönen Abend Euch! Gruss T.

Es war einmal ein Verteiler
der war ein kleiner Verpeiler
Er verteilte mit Mut
und gewerkschaftlicher Wut
den Scheinselbstständigkeit-Sexarbeit-Dozententätigkeits-Heiler.

(„Nachdruck“ hier mit freundlicher Genehmigung von Detlef)

Das ist preiswürdig!

so lernen sich mal alle kennen danke verdi 😉 

Aber nur mir Marina! ^^^^

Finde ich im Grunde auch gut 

Liebe kollegen, Ist ja schon ganz peinlich alles geworden. Habe andere Sache zu tun gerade als Hunderte Mails andauernd zu löschen. Bitte streichen Sie mich sofort aus Ihrem Verteiler !!!!

was ich ja ganz zauberhaft finde, ist dass alle, die sich aus dem Verteiler abmelden wollen oder über Spam beschweren, das wiederum in den Verteiler tun und dadurch den Spam noch befeuern. Und das mit ihren vollständigen Namen und Adressen! Herr, lass Hirn regnen! Oder anders gesagt: Datenschutz war gestern, ver.di ist Zukunft.

Also das Schöne ist ja, bei verdi ist ab 16 Uhr garantiert niemand mehr da. Aber wir können bis morgen Mittag Mails löschen. Ich schließ mich dem Vorschlag an, dass wir alle viel, viel Freibier bekommen.

Das müsste drin sein  …

bitte entlassen Sie mich umgehend aus Ihrem Verteiler, angesichts der Sicherheit im Netz sind solche Fehler nicht goutierbar. Das geht schon viel zu lange, da müßten Sie doch Ihren Postmaster längst beanspruchen.

Ich will bitte auch aus dem Verteiler. Wieso landet man in einem Verteiler ohne gefragt zu werden ob man das möchte und erhält plötzlich 30mails in kürzester Zeit? Dürfte nicht rechtens sein laut neuer Datenschutzverordnung!

Ich möchte bitte auch aus dem Verteiler gestrichen werden. Auch ich wundere mich, wieso ich überhaupt da reingekommen bin und verweise auf die Datenschutzordnung!

Ich finde diese Liste auch toll! Nehmt mich bitte nicht runter!!!

Ja. Es wird immer besser.

Kinners! Bitte nicht alle „an alle“ antworten. Dann wären es nicht 50 Mails gewesen, sondern nur eine. 

Ich bin für volle Transparenz bei der Kommunikation. Wir sind schließlich bei Ver.di …

Hand aufs Herz – die neue Umfragemethode zu journalistischer Medienkompetenz von ver.di ist gewöhnungsbedürftig aber sie geht jetzt schon viral. Wenn auch nur unter uns. Es sind jetzt fast 500 Mails. Und erst EINE Verschwörungstheorie dabei. Da geht noch was! Wer sich austragen will, folge der perfekten Anleitung von  Und sendet nichts mehr an die Liste namens …… Ihr müsst nämlich gar nicht an alle antworten. Dies ist das Wesen solch einer Liste… Alle anderen werden von Verdi zum Fest eingeladen und lernen sich endlich auch persönlich kennen. Stürmische Verbrüderungsszenen, Familien werden gegründet, Vorhang!  Wer von Euch macht denn Beiträge dazu? Ich erwarte morgen früh schon eine kleine Medienschau. Hier. Das wäre schön. Ich werde Euch vermissen. Morgen ab 8 Uhr dann. Ist doch schön, dass wenigstens verdi sich offenbar an gute Arbeitszeiten hält… Gute Nacht!  R.  PS: Wir haben jetzt alle etwas über Listen gelernt, ne?

Das ist mir zu kompliziert  (gemeint ist die Anleitung zum Austragen :-))

Scheinbar testet Verdi gerade neue Post-privacy Strategien. Lustiges Popcorn. Also ich hab grade viel Spaß. 

Zauberhaft finde ich das nicht, sondern eher richtung besorgniserregend im superlativ. (Auszug)

Danke für die vielen Mails. Macht Spaß ab und an ein paar davon zu lesen. Ich möchte bitte unbedingt im Verteiler bleiben. 😊

Danke für die Gedichte und den Humor, Österreich hat gerade nicht so viel zu lachen, das passt also ganz gut gerade. So gerne hätte ich eine #ISurvivedTheLKS Splittergruppe in Wien gegründet, hatte schon fast die Buttons gedruckt: intern=extern. Aber ich kann mich nicht konzentrieren vor Neugier …  Wird M. sich für L oder T. entscheiden? Wird I. einen Lesezirkel mit szenischen Performances der Mailtexte gründen? Wird uns unser diesjähriger Mitgliedsbeitrag als Schmerzensgeld erlassen und: Hat der Verteiler der Sexarbeiter*Innen nun wichtige Informationen für Sprachdienstleistende erhalten? Fragen über Fragen … 

Endlich hat ein Kollege die Initiative ergriffen und etwas geschrieben. https://techniktagebuch.tumblr.com/post/175083799797/2062018

Bierchen am Landwehrkanal war super. Aber: Währenddessen hab ich mindestens weitere 126 Emails über diesen Verteiler erhalten! Habt ihr die alle auch bekommen? Beste Grüße, M.

Ja. Habe alle bekommen. Habt Ihr Quittungen für die Bierchen? Wg.  Ver.di  -:)

ich hab heute zwar ein problem mit den augen, aber beim übrfliegen habe ich jetzt schon ein paar mal herzhaft gelacht! ich will auch alle kennenlernen, ob sexarbeiterin oder textmann – ich bin nur leider nicht um die ecke, sondern am wannsee! humor ist auch mal wat schönes, liebe grüße, T.

Gute Nacht, liebe Freunde ✨🌙 Ich hoffe, ihr seid alle morgen noch da. 

Liebes Verdi,  als zahlendes Mitglied erwarte ich, dass du dich digital ein wenig besser organisierst. Und auch sonst so … Herzlich, dein Mitglied

Mich unbedingt im Verteiler lassen. Bekomme sonst kaum Mails.

bin ich jetzt auch sexarbeiter .. wo ist die meldestelle bei der verdi? xaj

Liebe Leute, wenn nicht alle ständig an alle schreiben würden, dass sie keine Mails mehr wollen, wäre das Problem gar nicht aufgetreten. Deshalb mein Vorschlag: Wollen wir ab jetzt nicht einfach schweigen?  Eine gute Nachtruhe wünscht …

für alle die auch morgen noch in Kontakt bleiben wollen, gibt es jetzt eine Gruppe bei Facebook …. Morgen wenn die IT admins zur Arbeit kommen wird der Spaß vorbei sein Ich freue mich mit euch in Kontakt zu bleiben und viele Grüße an Marina 

wenn Sie mir weiterhin Mails schicken, erstatte ich Anzeige.

Meine Gewerkschaft war mir noch nie so nah. Danke für diesen Abend und gute Nacht!

Also bei den ersten 50 Mails dachte ich mir noch wtf, aber mittlerweile erfreue ich mich an den geistreichen und humorvollen Beiträgen! Danke! Ich hätte sonst nie erfahren, dass es euch da draußen gibt und einige von euch gleich in meiner Nachbarschaft. Leider hab ich es heute nicht mehr zum Landwehrkanal geschafft. Aber bitte sagt mir Bescheid, wenn ihr euch wieder trefft. Und haltet mich auf dem Laufenden. Auf bald,

Danke für die Facebook Gruppe! 

bekomme ich bis morgen noch weitere mails – wird es SEHR unangenehm für Ver.di !! UND TEUER, DA KLAGE LÄUFT !! Ich habe die Schnauze VOLL !!

die email ist nicht von uns. wahrscheinlich hat jamand  dieses adresse geknackt. trotzdem sorry! (Gott sei Dank, ich hatte mir schon Sorgen um das Unternehmen gemacht, aber es ist noch da und schickt uns neue E-Mails)

BITTE sofort meine MAILADRESSE LÖSCHEN !!! SOFORT! SONST HÖRTS IHR VON MEIN ANWALT!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! 😤😤😤😤😤😤

Sorry, leider kann ich nicht alle Eure Mails persönlich beantworten 😘

Ich bin leider zu weit weg für das Bierchen am Landwehrkanal,  Grüße aus Seoul, Süd Korea

Ich hoffe, ihr alle goutiert meine Fleißarbeit – die meisten E-Mails hatten die „Mindestrente für alle“ im Betreff – bitte setzt euch dafür ein. Noch besser, für ein BEDINGUNGSLOSES GRUNDEINKOMMEN.

Ich muss jetzt zu meiner neuen Facebook-Gruppe :-).


TEXT

TEXTTEXTTEXTTEXTTEXT

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TEXTTEXTTEXTTEXT

TEXTTEXTTEXTTEXTTEXT

TEXT

TEXTTEXTTEXT

TEXTTEXTTEXTTE

TEXTTEXTTEXTTEXTTEXT

TEXT ZUM ZUTEXTEN.

TEXTTOUR.

 

(TEXT musste nachträglich gekürzt werden, weil er sonst aus unerfindlichen Gründen das Layout zerhaut.)


Schnitzeljagd

In der gespaltenen Gesellschaft

suche ich

mein zerrissenes Ich,

will nicht Allerweltsfreund sein

und träume grenzenlos weiter,

falle wieder aus dem Rahmen,

stürze schlaflos in die Zukunft,

in Armut steckt ja Mut,

alles wird gut.