Archiv für die Kategorie ‘Allgemein’

Vor 75 Jahren verübte die SS das Massaker in Oradour-sur-Glane

Erinnerung ist wichtig.

Am 10. Juni umstellten kurz nach 14 Uhr rund 150 Soldaten der 3. Kompanie des zur 2. Panzer – Division „Das Reich“ gehörenden SS Panzergrenadier-Regiments 4 „Der Führer“ das 22 Kilometer nordwestlich von Limoges gelegene Dorf Oradour-sur-Glane. Die Dorfbewohner wurden zunächst auf dem Marktplatz zusammengetrieben und dann, nach über einer Stunde, von der SS in Männer sowie Frauen und Kinder aufgeteilt. Der Chef der 3. Kompanie, Otto Kahn, sagte nach dem Krieg in einem Dortmunder Gerichtsverfahren aus: „Diekmann eröffnete mir, dass als Befehl die Niederbrennung und Vernichtung des Dorfes Oradour eingegangen sei, was ich auszuführen hätte.“

Die über 400 Frauen und Kinder wurden in der kleinen Kirche eingepfercht. Nach etwa eineinhalb Stunden zündeten SS-Leute eine in einer Kiste vor dem Altar befindliche Rauchbombe mit Stickgasen, was beißenden Qualm und Panik erzeugte.

Als die Fenster der Kirche barsten wurden die Eingeschlossenen beschossen und mit Handgranaten beworfen. Auch Fluchtversuche wurden durch heftigen Beschuss verhindert. Schließlich wurde Feuer in der Kirche gelegt, der hölzerne Dachstuhl des Kirchturms ging in Flammen auf und schlug schließlich durch das Dach des Kirchenschiffs auf die eingeschlossene Menge.

Allein der 47-jährigen Bäuerin Marguerite Rouffanche gelang durch ein Fenster die Flucht in ein nahegelegenes Erbsenbeet, in dem sie, durch fünf Schüsse einer Maschinengewehrsalve schwer verletzt, bis zum nächsten Tag ausharrte und so überlebte. Ihr Augenzeugenbericht ist der einzige der Tat aus Opferperspektive; er wurde bei der Verhandlung vor dem Militärgericht in Bordeaux 1953 von mehreren SS-Angehörigen bestätigt. Nachdem die verletzte Rouffanche zunächst im Krankenhaus von Pierre Povetin, einem Mitglied der Résistance-Vereinigung MUR, befragt worden war, nahm am 13. Juni der Präfekt von Limoges eine Zeugenaussage auf, deren Zusammenfassung er an die Deutsche Waffenstillstandskommission in Wiesbaden schickte, eine reichsdeutsche Behörde für strittige Angelegenheiten zwischen Vichy-Frankreich und Deutschland, die mit dem deutsch-französischen Waffenstillstand von 1940 gegründet worden war.

Währenddessen waren die verbliebenen über 200 Männer und älteren Jungen in Garagen und Scheunen festgesetzt worden. Auf einen Signalschuss hin eröffneten die Soldaten gleichzeitig das Feuer auf sie zu ihrer Liquidation. Anschließend wurden die Leichenberge ohne Rücksicht auf verletzte Überlebende mit Hilfe von Stroh angezündet. Nur fünf Männern gelang rechtzeitig die Flucht, auch sie wurden teilweise schwer verletzt.

Insgesamt starben 642 Menschen in Oradour, von denen später lediglich 52 identifiziert werden konnten. Unter den Toten befanden sich 207 Kinder und 254 Frauen.

(Quelle – Wikipedia – KLICK)

Wir müssen wachsam bleiben!

 


Die Birke

Die Birke ist die Kuh des Waldes.


Flache Hierarchie

Sie sagte: Flache Hierachie. Aber sie meinte: Meine Monarchie.  Setzte die Krone auf, warf sich einen Königsmantel über (weich gefüttert mit Hermelinen), nahm das Zepter in die Hand und schritt von dannen, um neue Königreiche zu gründen …


Sehfehler und Denkfehler

Wenn jemand Schmierfinken und/oder Schmutzfinken irgendwo verortet, dann unterliegt der Beobachter nicht nur einem Sehfehler, sondern gleichermaßen auch einem Denkfehler. Es sind nicht prachtvolle Finken, die hetzen und verunglimpfen. Seht genau hin: Es sind Menschen, die das tun. Denkt daran: Die muss man beim richtigen Namen nennen.

Finken sind wirklich wunderbare Vögel und haben die Verunglimpfung nicht verdient.

Schweine sind klug und sauber.

Ratten sind intelligent und sozial.

Elefanten sind feinfühlig…

…und so weiter und so fort.  WIR sind das Problem.

Stieglitz - einer von den Finken :-)

Stieglitz – einer von den Finken 🙂


Erkenntnis – die Welt ist ungerecht

Wer sich kümmert, bekommt Kummer.


Über die Macht der Vorstellung

Telefonat mit D.

Wir unterhalten uns darüber, was man einpackt, wenn man wegfährt. (Ich bin gerade beim Packen, als wir telefonieren.)

D.: In ein Auto kann man einfach alles so reinwerfen, was man dabei haben will…

Ich: Ja, aber das Problem ist, man kann trotzdem nicht alles mitnehmen.

D. lacht schallend, kann sich gar nicht beruhigen.

Warum lacht sie so, frage ich mich… Die Antwort liegt in der Macht der Vorstellung. Sie stellt sich gerade vor, dass ich jedes einzelne Zimmer meiner Wohnung an mein kleines Auto binde und hinterherziehe.

Und schon denke ich wieder: Stellt euch vor, es ist Krieg und keiner geht hin.


Naturstruktur

Naturstruktur

Gegensätze gehören oft zusammen.


Gern mit freundlichen Grüßen – aber die Grußformel zur Verabschiedung bitte ohne Komma!

Es gibt Dinge über die man sich nicht aufregen sollte, es aber es doch tut. So geht es mir mehrmals am Tag. Und zwar immer, wenn ich E-Mails von Menschen bekomme, die intelligent sind, die die deutsche Orthografie und Grammatik beherrschen und die aber doch den einen nervigen Fehler machen: Sie setzen ein Komma hinter die Grußformel.

Mit freundlichen Grüßen – dann ein KOMMA – Name.

Herzlich grüße ich aus XYZ – dann das KOMMA – Name.

Vielen Dank und bis bald – schon wieder ein Komma – Name.

Ich bin völlig unempfindlich gegenüber Tippfehlern, sonstigen orthografischen oder grammatikalischen Irrtümern, sie stören mich nicht. Jedenfalls nicht, wenn sie in mir zugesendeten E-Mails enthalten sind. Selbst an die vielen Fehler in Zeitungen und in gesprochenen Kommentaren habe ich mich fast schon gewöhnt. Lediglich einmal tief durchatmen und schon habe ich den Fehler geschluckt und verdaut. Aber dieses Komma in der Abschlussformel regt mich auf. Ich stolpere, wenn ich das lese und schlage lang hin. Es schmerzt, alles schmerzt.

Meine Güte, denke ich, nun hat der 7 Jahre studiert, Germanistik und Philosophie, und jetzt das.  Sagt dem keiner, dass das falsch ist?

Dutzende E-Mails schreibt diese Frau täglich, denke ich, und bei jeder setzt sie ein Komma hinter die Grußformel, warum?

Warum setzen so viele Menschen hinter die Grußformel am Ende einer E-Mail oder am Ende eines Briefes ein Komma?

Weil die Engländer das so machen? Weil sie es so oft gelesen haben und jetzt denken, es sei richtig? Weil sie hoffen, dass aus dem Fehler eine Regel wird, wenn man ihn nur oft genug wiederholt?

Leider ist das Letztere nicht auszuschließen. Der Fehler ist viral, wie es heutzutage heißt. Er wirkt ansteckend und verbreitet sich in Windeseile.

Warum soll denn da kein Komma gesetzt werden? Weil es sich um zwei deutlich getrennte Teile handelt, „die im Druck- oder Schriftbild in besonderen Zeilen deutlich herausgehoben werden und inhaltlich selbstständig sind.“ (Duden)

Bitte helft mit, damit nicht zusammen wächst, was nicht zusammen gehört! Spart Euch das Komma.

Mit freundlichen Grüßen

M.

Übrigens: Ich mache auch viele Fehler.


Geschützt: Ein Geheimnis bleibt ein Geheimnis bis

Dieser Inhalt ist passwortgeschützt. Um ihn anschauen zu können, bitte das Passwort eingeben:


Sage NEIN 2018 – Lob des Lautseins

Nach der Stille… LAUT SEIN!