Archiv für die Kategorie ‘Allgemein’

Flugzeit

Flugzeit


Beobachteter Fortschritt

Es regnet in Strömen. Aus dem Fenster sehe ich herab auf Spaziergänger. Die Kinder stapfen durch die Pfützen. Früher hätten die Eltern geschimpft. Heute hocken sie sich mit dem Smartphone in der Hand hin und fotografieren…


Gedächtnislücken-Notiz

Mein Gedächtnis ist löchrig wie ein Sieb. Manche Löcher lassen sich schließen. Einige mit Hilfe von Notizen, alten Kalendern oder Akten, die Mehrzahl aber mit der Hilfe der Erinnerung anderer Menschen.

Jeder merkt sich beinahe (nur), was für ihn selbst wichtig ist, alles andere wird irgendwann vergessen. Durchaus erlebe ich aber, dass Vergangenes erst spät wichtig wird. Auf der Suche nach der Erinnerung an eines dieser Löcher im Sieb findet sich manche Erinnerung bei alten und neuen Freunden. Aber auch bei alten und neuen Nichtfreunden. Das ist überraschender. Und außerdem: Ja, auch die Feinde gibt es noch. Menschenfeinde. An die muss man sich erinnern, aber sie wecken auch manche Erinnerung.


Das Ende des Sommers am Meer

Das Ende des Sommers am Meer

Das Ende des Sommers am Meer


Ein Film ist in mein Herz gefallen… Gundermann

Es gibt sie noch, die guten, wahren Filme. Die Filme, die Gesichter zeigen und Menschen und Geschichten erzählen. Ohne Wenn und Aber: Angucken! Vorsicht, die Gundermann-Lieder machen süchtig.

Poetische Bilder, raue Texte und ein genauer Blick auf unsere Geschichte, Weiß- und Graubrot. Igel mit Milch füttern, das ist falsch und man kann sich nicht entschuldigen, das ist richtig.

Wir sahen den Film zu dritt, zwei Westler und ich – gemeinsam freuen wir uns jetzt auf die fetten Tage, hoffe ich.

Mal eine gut erzählte Stasi-Spitzel-Geschichte. Poet, Sänger, Liebender.

Das hat mir besonders gefallen: Ich habe aufs richtige Pferd gesetzt, aber es hat nicht gewonnen. 

 


Das wirkliche Leben – oder: Sich bestätigt fühlen, das ist nicht immer schön – Familie Brasch

Den Film wollte ich nicht sehen. Mehrere Filme von Annekatrin Hendel kannte ich – Vaterlandsverräter und Anderson zum Beispiel – und ich versprach mir kein Filmerlebnis. Die Haltung der Filmemacherin, die Haltung, die diese Filme bestimmt, gefällt mir nicht.

Wir stritten heftig darüber, ob meine Verweigerung, diesen Film anzusehen, mit mangelnder Lust zur Selbstreflexion zu tun habe.

Warum willst Du Dich auf diesen Film nicht einlassen, wurde ich gefragt. Irgendwie zählte nicht, dass man ja in der Regel ins Kino geht, weil man es will – nicht aus Verpflichtung.

„Frau Hendel hat in zwei ihrer Filme jeweils einen prominenten IM zerlegt und vorgeführt.
Thomas Brasch gehört nicht in diese Kategorie.“ – meinte I.

Damit fasste sie sehr treffend zusammen, warum ich den Film nicht sehen wollte. Ich mag es nicht, wenn Menschen zerlegt werden. Man muss nicht IM (inoffizieller Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit) gewesen sein, um zerlegt werden zu können. Es reicht, wenn man gelebt hat – oder lebt.

Das wirkliche Leben kam wieder nicht vor – zu viele wahre Geschichten, die natürlich nicht zusammen passten, zu viel Ausgespartes und dadurch Unvollständiges. Gespielte Zurückhaltung. Niemandem weh tun.

Ich bin überzeugt, wenn ich das Buch von Marion Brasch lese (Ab jetzt ist Ruhe. Roman meiner fabelhaften Familie)– eine eigene, wirkliche, individuelle und zugegeben dadurch verengte Sicht, erfahre ich mehr von der schmerzhaften Wahrheit.

Annekatrin Hendel war anwesend.  Sie jedenfalls ist begeistert von ihrem Film, das brachte sie klar zum Ausdruck.

Familie Brasch

Familie Brasch – Kino Blauer Stern


Test Gutenberg

Ein neuer Editor für Blogs.

Man kann auch sehr groß schreiben. Und sogar in Rot!

Und klein.

Tierpark Berlin 2018 – Eisbär hat hintzefrei!

Bilder kann man auch einfügen, aber ob der Editor der große Hit ist? Abwarten, ich lerne noch ­čÖé


Und alle blickten in eine Richtung…

Millionen Handyhände reckten sich dem Himmel entgegen. Berlin wolkig, was für ein Ärger. Handy zum Fotografieren des Himmelskörpers ungeeignet. Det passt ja wieda, meckerte ein alter Berliner auf der Brücke am Stadtrand. Jemand anderes antwortete: Da passt janüscht.

„Ich hatte noch nie so viele schwarze Rechtecke in meiner Galerie“, schrieb mir M. und ich musste lachen. Es heißt ja auch: Mondfinsterns.

Fotos? Egal: Hauptsache, man hat ihn gesehen. Er war schön.

Mond

Mond


Keine Zeit!

Hast Du Zeit?

Wieso antwortest Du nicht?


Was nicht geht, geht nicht!

G. sagt immer: Was nicht geht, geht nicht.

Er hat recht.

Es ist völlig unmöglich sich um den Verstand zu bringen, wenn man (gerade) gar keinen hat.

A. hat sich verliebt…