Archiv für die Kategorie ‘Allgemein’

Glückwunsch an Elke

Du Elke,

warst immer an meiner Seite.

In freundlichen und in feindlichen Zeiten.

Verlässlich,

war ein gutes Wort zu erwarten.

Mein Glückwunsch ist eine

Danksagung für all die guten Worte

und Dein Lächeln.

 

Elke Erb in Wuische 2017

Elke Erb in Wuische 2017


Kassandra sein…

Frau muss nicht Kassandra sein, um vorherzusagen, dass die 3. Welle läuft, und sie werden es nicht glauben und ihre tödlichen Öffnungsszenarien entwickeln.

#ZeroCovid


Vergessen

Manchmal wünschte ich, ich könnte besser vergessen. Das Unangenehme unter den Tisch kehren zu können, kann lebensverlängernd sein. Ich habe wenig vergessen, auch wenn die Erinnerung oft trügt. Das schmerzt manchmal.

Doch es ist unvergleichlich schlimmer, alles zu vergessen.

Die Zeichen stehen auf Sturm. Meine Fürsorge wird gebraucht, doch woher die Kraft nehmen?


Katze und Igel

Eines Tages begegnen sich eine Katze und ein Igel.

Ich beneide Dich sehr, sagt die Katze. Ich wäre gern auch so wehrhaft.

Ach, antwortete der Igel, es ist nicht besonders schön, jeder, der sich für mich interessiert, holt sich eine blutige Nase. Besonders Hunde.

Das ist doch super, besonders, was Hunde betrifft! Bei aller Liebe, aber manchem Köter kann eine blutige Nase nicht schaden, meint die Katze und hebt galant die Pfote zur Bekräftigung. Und sagt dann: Man kann sich auch für Dich interessieren, ohne sich zu gefährden.

Ja, antwortet der Igel und seufzt, aber sicherheitshalber werde ich nicht gestreichelt.

 


Fragezeichen

Wieviel Datenschutz braucht der Mensch?

Nehmen wir an, die Corona-App hätte nicht ganz so viel Datenschutz geboten und dadurch wären einige Menschen weniger gestorben, wäre es das nicht wert?

Nehmen wir an, die Berliner Schul.cloud wäre weniger datengeschützt und die Video-Konferenzen der Kinder könnten tatsächlich stattfinden, wäre es das nicht wert?


Unterwegs

Aufwärts

Unterwegs in die Zukunft


Tage zum Wegwerfen

Manche Tage sind zum Wegwerfen. Die sind um ein Vielfaches länger als die schönen Tage. Das ist der Beweis dafür, dass Zeit nicht vergleichbar ist.

Ich habe Sehnsucht nach besseren Zeiten und wünsche mir den Sommer zurück.

Sommerwiese

Sommer 2020


Corona-Maßnahmen – wo bleibt das Bildungsfernsehen?

Inzwischen denke ich, dass überhaupt nicht mehr nachgedacht wird.

Ab der nächsten Woche gehen Schüler in Berlin wieder zur Schule – teilweise – aber die beiden kleinen Mädchen 8 Jahre und 12 Jahre, deren Schulalltag ich zur Zeit aufbessere, die dürfen mich nicht besuchen. Ich kann natürlich zu ihnen fahren, wo wir dichtgedrängt dann nicht zu dritt, sondern in mehr als doppelter Menge uns in einem halb so großen Zimmer aufhalten müssten. Was soll das?

Lehrer können keinen Online-Unterricht anbieten, weil die technischen Voraussetzungen nicht da sind. Erinnert Ihr Euch noch, früher gab es mal so etwas wie Bildungsfernsehen.

Täglich könnte Mathematikunterricht aller Klassenstufen in den 3. Programmen laufen und länderübergreifend könnten Schüler das Winkelmessen lernen und zusehen, wie einer eine quadratische Gleichung löst.

Wieso wird das nicht gemacht – und wenn nur die Hälfte der Kinder hingucken würde, es wären viele! 

Ich habe, übermüdet – fertig.


Briefmarken

Eine Freundin bringt mir seit vielen Jahren die Briefmarken, die sie sorgfältig von erhaltener Post abtrennt. Früher sammelten in meiner Umgebung alle.

In den 80iger Jahren hängten wir die Beutel mit den gesammelten Marken an die Pforte der Pankower Kirche. Damit könnten, so hieß es, Behinderte Geld verdienen. Sie würden die Marken ablösen und später könnten die dann in sogenannten Briefmarkensammelboxen von Sammlern gekauft werden.

Irgendwann,vermutlich kurz nach der Wende, war damit Schluss. Ob ich dazu jemals etwas aus Kirchenkreisen hörte, ich erinnere mich nicht daran. Vermutlich erzählte jemand aus dem Freundeskreis, dass sich die Sammelei erledigt hätte. Ich gab die Information an die sammelnde Freundin weiter. Die schüttelte nur den Kopf. Wann immer wir uns trafen, hatte sie einen Beutel mit Briefmarken dabei.

Zwei- oder dreimal versuchte ich noch, ihr zu erklären, dass ich nicht wüsste, wohin mit den Marken, aber sie ignorierte meine Erklärungen. Es ist richtig, die Marken zu sammeln, meinte sie, sie bleiben brauchbar.

Einmal habe ich einen Riesenbeutel der Marken an Nachbarjungs verschenkt, einmal bei ebay-Kleinanzeigen unter „Zu verschenken“ annonciert, später aber niemand mehr gefragt. Immer mal wieder löse ich Briefmarken ab, trockne sie in Büchern, die ich beschwere und werfe sie dann in eine Kiste.

Ich hoffe, ich brauche sie irgendwann.

Briefmarken

Briefmarken


Anders weiter, genauso wie bisher

Eine Freundin hat die Reset-Taste gefunden und verlässt Berlin. Ich freue mich für sie und finde es zum Heulen.

Das neue Jahr beginnt unter anderem mit der Nachricht über die sogenannte Grundrente – sie tritt in Kraft, wird aber verspätet ausgezahlt. Sie verdient ihren Namen nicht, der ist schon sprachlich eine Lüge. Viele derer, die eine Grundrente wirklich bräuchten, werden sie nie bekommen, die Hürden sind viel zu hoch. Es bleibt ein Skandal, dass Menschen im Rentenalter nicht genug zum Leben haben. Die Grundsicherung sichert auch nichts, was im Grunde genommen nötig wäre. Missbrauchte Sprache, wohin man hört.

Das bedingungslose Grundeinkommen für alle Menschen und in einer Höhe, die gesellschaftliche Teilhabe ermöglicht, bleibt ein wichtiges Ziel.

Die gesammelten Skandale dieser Welt verursachen mir Kopfschmerzen und Ohnmachtsgefühle.

Der gutgemeinte Wunsch „Gesundes neues Jahr“ trifft uns auf andere Weise, die Worte hören sich wie neu geboren an.

Wir brauchen endlich andere Verhältnisse weltweit. Also weiter. Wir lernen dazu. Das ist meine Hoffnung.