Archiv für die Kategorie ‘Deutschfibel’

Schade – zweimal

Schade – wie heißt das Substantiv dazu, fragt mich Z.

Ich antworte unüberlegt: Schaden. Korrigiere mich: Ganz so ist das nicht!

Als ich E. mitteile, dass ich zu müde bin und dringend ins Bett muss, sagt sie: Schade, dass Du keine Katze dabei hast, die schnurren so schön.

Miez

Miezekatze – schnurr


Tagesthemen: Die Brosche und das Kellerkind

Die Brosche und das Kellerkind der Liga,

Spaghettieis und der Ast am Baum,

Affentempo und Metapher,

Lichtblick:

… am Ende des Tunnels.

Fazit: Deutsch ist eine merkwürdige Sprache.


Ungünstig!

Eine kluge Lehrerin wollte den Umgangston unter ihren Schülern verbessern. Sie schlug ihnen vor, statt des Wortes „Scheiße“ nur noch das Wort „ungünstig“ zu verwenden. Es ist kaum zu glauben: Es funktioniert!

In meinem näheren Umfeld habe ich das schon erfolgreich verbreitet. Heute erzählte ich jemand per WhatsApp von einem ziemlichen Ärgernis. Und was kam zurück?

Ungünstig!

Ich habe wirklich laut gelacht. Und mein Ärgernis war plötzlich viel unwichtiger.

Deshalb greift zu, nehmt euch das UNGÜNSTIG und bringt es unter die Leute.

 


Samuel statt Siegfried

Manchmal buchstabieren wir ja noch. Und ganz häufig habe ich für das S den Siegfried  benutzt. Das war falsch. In der offiziellen deutschen Buchstabiertafel heißt es: Samuel. Der Siegfried hat sich nur eingebürgert. Ich bürgere ihn wieder aus, setze ihn vor die Tür, jedenfalls was meinen Kopf betrifft. Soll er friedlich das Unkraut besiegen im Schrebergarten zum Beispiel.

 

Ab sofort buchstabiere ich richtig: S wie Samuel.

Brief-Schliemann

Samuel


Wie köstlich doch die deutsche Sprache ist

Wir redeten über allerlei Speisen – über ganz normale Kost und die an Festtagen, die köstliche.

Die kostet mehr – Aufwand und Geld, meistens jedenfalls. Kosten. Aber auch – kosten – probieren. 

Köstlich kann auch ganz etwas anderes sein. Wir können uns köstlich amüsieren. Beköstigen, kostbare Zeit…

Wer diese Sprache nicht gern hat, der ist eben ein Kostverächter.


Nicht mein Tag und unmöglich

Was bedeutet „nicht mein Tag“, fragt Z.

Wie kommst Du denn darauf, frage ich zurück.

Hast Du gesagt.

Dann fällt es mir ein, es stimmt, ich habe das gesagt, zwei Stunden vorher und längst habe ich das vergessen und mich mit dem Tag versöhnt.

Sprache, die man erklärt, die lernt man neu kennen.

Wir sammeln Un-Wörter.

Möglich – unmöglich, wichtig und unwichtig, pünktlich und unpünktlich…  Es gibt viele!

Zum Abschied küsst der Regen die Blätter, dann klettert er den Regenbogen hoch – die Sonne ist durstig. Sogar das goldene Herbstlicht kommt für wenige Augenblicke zu Besuch.

Regenbogen

Regenbogen


Die Freude

Johann Wolfgang von Goethe

Die Freude

Es flattert um die Quelle
Die wechselnde Libelle,
Mich freut sie lange schon;
Bald dunkel und bald helle,
Wie der Chamäleon,
Bald rot und blau,
Bald blau und grün.
Oh dass ich in der Nähe
Doch ihre Farben sähe!

Sie schwirrt und schwebet, rastet nie.
Doch still, sie setzt sich an die Weiden.
Da hab´ ich sie! Da hab´ich sie!
Und nun betracht´ich sie genau,
Und seh´ ein traurig dunkles Blau –

So geht es Dir, Zergliedrer Deiner Freuden!

Libelle

Libelle

 

Libelle-Flügellahm

Libelle-Flügellahm

Libelle - blau

Libelle – blau

Libelle-braun

Libelle-braun

Libelle-rot

Libelle-rot

Zweisamkeit

Zweisamkeit


Signale

Heute feiern die Christen die Auferstehung Jesu.

Es waren Menschen, die zugesehen haben, wie er litt und starb.

Nur wenige Getreue standen ihm bei, als er noch lebte und sich für die Unterdrückten und Malträtierten einsetzte.

Und daran hat sich seither nichts geändert:  Die meisten Unterdrückten und Malträtierten stehen sich selbst nicht genügend bei.

Jesus hat einen 1 €-Job und bekommt Hartz 4.

Jesus hungert mit 524 Millionen Menschen in Asien,  206 Millionen in Afrika, 52 Millionen Menschen in Lateinamerika und Millionen anderen Menschen beinahe überall auf der Erde.

Jesus verhungert jedes Jahr – wie 8,8 Millionen andere Menschen.

Jesus wird  „aus Versehen“  in Afghanistan erschossen.

Jesus wird gedemütigt, gefoltert und ermordet.

Jesus stirbt  im Bombenhagel.

Jesus wird von Minen zerfetzt.

Jesus steht auf dem Dach eines Hochhauses…

Es wird Zeit, dass die Völker die Signale hören.

http://www.youtube.com/watch?v=bSw0DBT8SkU&feature=related

Die Sprache verloren…

Die Mutter schrie:  „Hast du die Sprache verloren?“.

Das Kind nickte.


Zu uns sind alle gemein!

Keiner hat uns richtig lieb. Nur die Bulgaren. Und die Schweiz ein ganz bissel. Alle anderen sind gemein zu uns. Dabei haben wir so gut gesungen. Mehr als die Hälfte der Töne haben wir getroffen!

https://www.youtube.com/watch?v=vPRpkAlLegY