Archiv für Januar 2018

Super-Blau-Blutmond

Super-Blau-Blutmond. In Berlin ist es finster und grau. Keine Chance auf ein ordentliches Foto. Die geeignetste Kamera ist ohnehin ausgezogen. Aber auch sie hätte nichts ändern können. Der Super-Blau-Blutmond ist in Deutschland gar nicht zu sehen.

Bittere Erkenntnis: Manche einmalige Gelegenheit ist gar keine.

Na und? Im Sommer 2018 gibt es eine einzigartige Mondfinsternis, die auch in Deutschland zu sehen ist. Geeignete Kameras kann man kaufen. Und was bedeutet das schon „einmalig“? Gelegenheiten sind gut, die müssen nicht einmalig sein. Insofern ein alter Mond, kein Blutmond, kein Vollmond und auch nicht blau und doch schön…

Mond am 16.3.2016

Mond am 16.3.2016


Nachgeliefert: Lachen ist gesund?

Falls Lachen wirklich gesund sein sollte, zahle ich Krankenkassenbeiträge nur noch aus Solidarität :-).

Jemand hatte mich bevollmächtigt – zu diesen Vollmachten mussten Ausweiskopien eingereicht werden, haben wir gemacht. Nur waren beide Ausweise abgelaufen… Ist uns erst hinterher aufgefallen. Wir hatten längst neue Ausweise – nur die entsprechenden Kopien nicht eingereicht… Aufgefallen ist das nicht. Und das in Deutschland!

Ansonsten habe ich jemand beim Ausfüllen eines Antrages geholfen. Wir haben gestern rund 60 ausgefüllte Seiten Formulare in einem Briefumschlag verpackt. Das ist Deutschland immer noch: Von der Wiege bis zur Bahre – Formulare.

Selbst die Narrenvereinigungen brauchen Formulare: KLICK – Narerenvereinigung Lustige 13


Empirie – Gesellschaftskunde

Wenn etwa die Hälfte aller Bürger behauptet, die Gesellschaft sei gespalten und die andere Hälfte behauptet, dem sei nicht so – was lässt sich dann daraus schließen?


Die erste Frühlingsblume

…die erste Frühlingsblume blühte heute am Nachmittag mitten in der Wohnung auf…

Ich habe ihr noch ein wenig Hintergrund spendiert und eine Sonne, das Original hat V. (9 Jahre) gemalt.

Frühlingsblume

Frühlingsblume © V. 9 Jahre


Es ist nicht kalt in Deutschland

Es ist nicht kalt in Deutschland, und das ist nicht gut.

Denn alle Kinder, die einen Schlitten zu Weihnachten geschenkt bekommen haben, möchten den gern ausprobieren.

Aber es ist zu warm, jedenfalls hier in Berlin, und an Schnee ist nicht zu denken.

Doch die Kinder denken an Schnee – in der übernächsten Woche sind Ferien und kein Schnee in Sicht. Ach, wäre es doch kalt in Deutschland.

Der Schlitten den T. und ihre Geschwister zu Weihnachten bekommen haben, gehörte früher V.

Heute haben Z., T. und V. ganz lange zusammen gesessen und gemalt und gequatscht und gelacht.

Und morgen treffen sie sich wieder.

Ohne den Schlitten hätten sie sich vielleicht niemals kennengelernt.

Das wäre schade. Sehr schade. Denn es gibt fast nichts Schöneres als das fröhliche Lachen von Kindern.

Es ist nicht kalt in Deutschland. Und wenn man mal vom Schnee absieht, ist das auch gut so.

Schneemann

Schneemann © T. 10 Jahre


Sag mir, womit Du fotografierst und ich sage Dir…

Warum kauft jemand eine Kamera für ein paar hundert Euro mehr, nur weil ein anderer Name auf dem baugleichen Model steht?

Eine mögliche Erklärung: Weil der Mensch manchmal nach der Kamera beurteilt wird.

Sag mir, womit Du fotografierst, und ich sage Dir, ob ich Dich erst nehme…        Dabei garantiert eine teure Ausrüstung gar nichts. Sie erleichtert nur die Arbeit – wenn sie ihr Geld wert ist.

 

Hundebar

Hundebar

 


Zukunftsgedanken

Das Schönste an der Zukunft ist, dass man sie noch nicht kennt.

Das Beängstigendste an der Zukunft ist, dass sie vorstellbar ist.


Wiederholung

Heute zitiere ich mich selbst – nämlich den Teil eines Beitrages aus dem November, wer ihn ganz lesen will, kann klicken: Das Leben ist eine Collage.

Notwendig ist das Zitat, weil ich hoffe, dass es ein paar Leute mehr wütend macht.

Zitat-Beginn

Mir begegnet Eugen Gomringer. Ein Dichter, dessen Namen ich bisher nicht kannte.

Er begegnet mir in Form eines Gedichts. Das Gedicht besteht aus vier Worten.

Avenidas,
Flores,
Mujeres,
un Admirador.
Übersetzt, erfahre ich, heißt das:  Alleen, Blumen, Frauen,  ein Bewunderer.
Und jetzt bitte ich jeden Leser (der das Gedicht nicht kennt), sich eine Meinung zu bilden.
Avenidas,
Flores,
Mujeres,
un Admirador.
Alleen, Blumen, Frauen,  ein Bewunderer.
 
Mir gefällt das!
 
Eine andere Übersetzung übersetzt so:

Alleen

Alleen
Alleen und Blumen

Blumen
Blumen und Frauen

Alleen
Alleen und Frauen

Alleen und Blumen und Frauen und
ein Bewunderer

Es erinnert mich an Brechts  „Der Rauch“.

Berthold Brecht

DER RAUCH

Das kleine Haus unter Bäumen am See

Vom Dach steigt Rauch

Fehlte er

Wie trostlos dann wären

Haus, Bäume und See.

Für mich macht der Bewunderer die Szene schön.

Für andere offensichtlich nicht. Das Gedicht wohnt an einer Hauswand und soll da weg. Es sei frauenfeindlich, heißt es. Klick

Und dann stoße ich noch auf einen Artikel in der Berliner Zeitung, den ich sehr empfehle – Es ist etwas faul im Staate D., das ist mein Kommentar dazu.

Wer nicht miteinander redet, wird irgendwann aufeinander schießen.

Diskussionskultur an Unis: Die neue Intoleranz

Zitat-Ende

Aktuell:

Spiegel

Tagesspiegel

Berliner Zeitung

FAZ


Die krähenden Hähne sind Teil des Problems…

Angeregt durch einen Kommentar von Miriam zu meinem Beitrag von gestern – sie fragte „Wie kriegen wir das Problem mit den krähenden Hähnen gelöst?“ habe ich darüber nachgedacht.

Leider sind die krähenden Hähne nicht nur Verleugner der Probleme, sie sind auch ein Teil unserer Probleme. Denn Probleme, die nicht da sind, muss man ja auch nicht lösen.

Mir ist nicht wirklich etwas eingefallen, außer der verwegenen Idee, sie vom Misthaufen runterzustoßen. Sie zu „erden“ sozusagen. Das würde ihnen einen Überblick verschaffen, den man von oben herab eben nicht hat. Die geänderte Perspektive – mitten unter den Hühnern – könnte vielleicht die Hähne ermutigen, mal hinzuhören, was so manche Hühner gackern und zu verstehen, dass das Eierlegen nicht so einfach ist. Außerdem sind Füchse keine Erfindung und nicht alle so lieb wie der Fuchs des kleinen Prinzen. Manche haben auch einfach nur Hunger. Sie mögen Küken, aber auch Hühner und Hähne. Jäger sind keine Alternative. Zäune auch nicht. Können Füchse als Vegetarier leben? Wollen sie das? Muss man sie zwingen? Fragen über Fragen, die sich ein kluger Hahn stellen könnte. Vorausgesetzt, er nimmt zur Kenntnis, dass Füchse keine Erfindung der ängstlichen Hühner sind.

Kluge Hähne würden sich wundern, was so alles möglich ist. Ich habe mich auch gewundert.  Manchmal gibt es Dinge, die klingen wie ein schlechter Witz, sind aber trotzdem wahr: AFD-Politiker konvertiert zum Islam.

 


Das Problem ist

Das Problem ist, dass diejenigen, die uns ständig vorwerfen, wir würden nur Probleme sehen, keine Probleme lösen.

Das überlassen sie uns.

Sie krähen nur, wie der Hahn auf dem Mist.

Ich sehe da ein Problem…