Archiv für die Kategorie ‘NaSoWas’

Über die Macht der Vorstellung

Telefonat mit D.

Wir unterhalten uns darüber, was man einpackt, wenn man wegfährt. (Ich bin gerade beim Packen, als wir telefonieren.)

D.: In ein Auto kann man einfach alles so reinwerfen, was man dabei haben will…

Ich: Ja, aber das Problem ist, man kann trotzdem nicht alles mitnehmen.

D. lacht schallend, kann sich gar nicht beruhigen.

Warum lacht sie so, frage ich mich… Die Antwort liegt in der Macht der Vorstellung. Sie stellt sich gerade vor, dass ich jedes einzelne Zimmer meiner Wohnung an mein kleines Auto binde und hinterherziehe.

Und schon denke ich wieder: Stellt euch vor, es ist Krieg und keiner geht hin.


Nicht gut gemacht!

Jemand wollte gestern etwas gutmachen, hat das aber nicht gut gemacht. Im Gegenteil.

Dass man einen Rotweinfleck aus einem weißen T-Shirt nicht mit Tinte entfernen kann, sollte man eigentlich wissen. Zählt trotzdem der gute Wille?


Gern mit freundlichen Grüßen – aber die Grußformel zur Verabschiedung bitte ohne Komma!

Es gibt Dinge über die man sich nicht aufregen sollte, es aber es doch tut. So geht es mir mehrmals am Tag. Und zwar immer, wenn ich E-Mails von Menschen bekomme, die intelligent sind, die die deutsche Orthografie und Grammatik beherrschen und die aber doch den einen nervigen Fehler machen: Sie setzen ein Komma hinter die Grußformel.

Mit freundlichen Grüßen – dann ein KOMMA – Name.

Herzlich grüße ich aus XYZ – dann das KOMMA – Name.

Vielen Dank und bis bald – schon wieder ein Komma – Name.

Ich bin völlig unempfindlich gegenüber Tippfehlern, sonstigen orthografischen oder grammatikalischen Irrtümern, sie stören mich nicht. Jedenfalls nicht, wenn sie in mir zugesendeten E-Mails enthalten sind. Selbst an die vielen Fehler in Zeitungen und in gesprochenen Kommentaren habe ich mich fast schon gewöhnt. Lediglich einmal tief durchatmen und schon habe ich den Fehler geschluckt und verdaut. Aber dieses Komma in der Abschlussformel regt mich auf. Ich stolpere, wenn ich das lese und schlage lang hin. Es schmerzt, alles schmerzt.

Meine Güte, denke ich, nun hat der 7 Jahre studiert, Germanistik und Philosophie, und jetzt das.  Sagt dem keiner, dass das falsch ist?

Dutzende E-Mails schreibt diese Frau täglich, denke ich, und bei jeder setzt sie ein Komma hinter die Grußformel, warum?

Warum setzen so viele Menschen hinter die Grußformel am Ende einer E-Mail oder am Ende eines Briefes ein Komma?

Weil die Engländer das so machen? Weil sie es so oft gelesen haben und jetzt denken, es sei richtig? Weil sie hoffen, dass aus dem Fehler eine Regel wird, wenn man ihn nur oft genug wiederholt?

Leider ist das Letztere nicht auszuschließen. Der Fehler ist viral, wie es heutzutage heißt. Er wirkt ansteckend und verbreitet sich in Windeseile.

Warum soll denn da kein Komma gesetzt werden? Weil es sich um zwei deutlich getrennte Teile handelt, „die im Druck- oder Schriftbild in besonderen Zeilen deutlich herausgehoben werden und inhaltlich selbstständig sind.“ (Duden)

Bitte helft mit, damit nicht zusammen wächst, was nicht zusammen gehört! Spart Euch das Komma.

Mit freundlichen Grüßen

M.

Übrigens: Ich mache auch viele Fehler.


Frühling im Winter

L.(6) zeige ich die Knospen an Sträuchern.

Da kommen dann die Blätter raus, erkläre ich ihr.

Ja, sagt sie, die werden geboren.


Geburtstagsfeier im DDR-Museum

T., gerade 11 geworden, feiert am Sonnabend ihren Geburtstag mit Freundinnen bei mir.

Können wir nicht vielleicht ins DDR-Museum gehen, fragt sie. (Sie hat ein Faltblatt des Museums dabei – ich habe keine Ahnung, woher sie das hat.)

Naja, eine Vielzahl an Exponaten kann ich bieten. Aber das verate ich nicht.


Die Erde ist ganz schön am Arsch…

Die Erde ist ganz schön am Arsch, sagt mir jemand heute. Und fügte hinzu: Gut, dass es uns gibt. Wir werden sie retten.

In diesem Sinne: Packen wir’s an.


Valentinstag

Obwohl wir den ganzen Tag auf Valentin gewartet haben, ist er nicht gekommen.

Aber am Abend habe ich ihn gefunden. Auf Youtube.


Giraffen…

Giraffen summen, um miteinander zu kommunizieren.

Wie schön die Welt ist!

Wir müssen auf sie aufpassen, denn sie gehören zu uns.

https://twitter.com/africlandpost?lang=de


Erster Sieger, zweiter Sieger…

Auf der Suche nach einem Beweis (für die Rentenversicherung), dass ich Mitglied einer Vereinigung der Schreibenden Zunft gewesen sei, stieß ich auf allerlei bemerkenswerte Altlasten.

Erster Sieger… (1951)


Momentaufnahme Montag

Momentaufnahme Montag

Montags monoton?

Mondlicht, Morgenrot, Morgentau, Morgendliche Morgenluft!

Muntermacher: Musik!

Mehr Müßiggang mittendrin.

Marzipan, Mohnkuchen, Mietzekatze.

Moralapostel meiden!

Mucksmäuschenstill mitreißend

munkeln.

Mittlerweile Montag-Mittag.

Morgenmuffel mampft.

Mahlzeit!

Mannigfaltige Machthaber machen Murks.

Meine Machbarkeitsstudie merkt:

Man muss mopsfidel mehr Marxismus machen.

Muten Mabend!

(Mehr mesen? – Macht mal: Miriam-Klick)