Archiv für die Kategorie ‘NaSoWas’

Nur ein Angebot, mehr nicht

…in die Tasten gehauen,

rausgelassen,

ein Angebot gemacht,

nicht mehr, mehr nicht.

Angebote dürfen abgelehnt werden.

Mehr nicht, nicht mehr!


Lass Dich nicht ziehen

Lass Dich nicht ziehen,

geh eigene Wege,

sagte sie

und gab mir:

Einen Bleistift, ein weißes Blatt Papier und eine Schere.

Einfachste Dreieinigkeit.


Ausgesetzte Satzteile

Ausgesetzte Sätze gefunden.

Das Satzgefüge im Sitzen gesehen.

Die Satzung lungerte herum.

Der Satz blieb stumm.

Satzteile

Satzteile


Thüringen hat gewählt

Wenn dieses Wahlergebnis eine Antwort sein soll, muss einer aber eine dumme Frage gestellt haben.

Es gibt aber keine dummen Fragen, nur dumme Antworten.


POESIE: Wir waren heut…

Wir waren heut beim Inder

und aßen keine Rinder,

kein Lamm, nur Blumenkohl

da war uns wohl sehr wohl.

Wir sprachen über fremde Angst vor einer Ente,

die jemand hat, den die Ente beobachten könnte.

Gedichte sind nüchtern betrachtet bei Lichte,

immer schon bald nur Geschichte.

Den Tag der schlechten Poesie,

den feiern wir nie,

wir waren heut beim Inder…

Zum Tag der schlechten Poesie dichtete auch Miriam am WORTORT – aber zu gut…. KLICK


Gegen Gefühlsduselei: TL Absperrschranke 97

TL Absperrschranke 97

TL Aufstellvorrichtung

Type T2 Nr.5

Nr.s00038

B&F

Absturzsicherung

gemäß ZTV SA 97

(natürlich alles patentiert!)

Design-Patent

Design-Patent


Künstliche Intelligenz

E. über ihren Drucker: …er hat aus Anstand gezögert.


Wiedervereinigung

Für ein Frühstück in großer Gruppe kündigte M. an, Schokolade aus der DDR mitzubringen.

Die solle sie besser zu Hause lassen, meinte ich – wegen des hohen Alters. Oma-Schokolade…

M. brachte sie dennoch mit, manche Menschen verwirklichen ihre Vorhaben konsequent.

Die Schokolade war unerwartet lecker gut. Lecker, sagt K. sagt man nicht, das ist Westler-Sprache.

Manchmal bin ich da nicht so genau.

Später, lange nach dem Frühstück,  lief ein türkischer Gemüsehändler mit einem großen Karton durch die Straßen und verschenkte seine Früchte.

Bananen. Ich bekam auch zwei Stück. Eine habe ich bereits gegessen. Und so gab es eine unerwartete Wiedervereinigung: Ostschokolade und Westbanane (beide mit Migrationshintergrund) kuschelten in meinem Magen.

Das war keine Wiedervereinigung? Stimmt.

 


Drei Chinesen ohne Kontrabass

…standen mit Koffern auf der Straße und fragten mich was…

Sie fragten, wo Herr XYZ wohne, der hatte ihnen nämlich etwas vermietet. Leider war der gute Mann nicht zu finden und ans Telefon ging er auch nicht.

Es war viel zu heiß für solchen Stress.

Also lud ich sie erst einmal zu einem Tee ein. (Eine Flasche S. Pellegrino hatte ich auch noch.)

Morgen wollen sie weiter nach Hamburg – aber wo heute nächtigen?

Ich habe drei Dinge gelernt:

1.  Ich brauche eine weitere Schlafgelegenheit für Gäste

2. Berlin ist voller Touristen – selbst alle Hostels sind ausgebucht

3. Meine Englischkenntnisse sind ungenügend, aber ausreichend, um Chinesen zum Tee einzuladen.

Es fand sich dann doch ein Hostel mit 3 Betten in einem Schlafsaal.

Gute Nacht Amy, Andy und Tom!

(Die Auffassung, das Lied, auf das ich anspiele, sei rassistisch, teile ich nicht.)

Tom ist General Manager. So steht es auf seiner Visitenkarte.

www.huacomm.net

„Um die Gewohnheit und das Konzept des Lebens der Menschen zu ändern, befördern Sie die Entwicklung und den Fortschritt der Gesellschaft mit fortschrittlichen Technologien.“

 


Über die Macht der Vorstellung

Telefonat mit D.

Wir unterhalten uns darüber, was man einpackt, wenn man wegfährt. (Ich bin gerade beim Packen, als wir telefonieren.)

D.: In ein Auto kann man einfach alles so reinwerfen, was man dabei haben will…

Ich: Ja, aber das Problem ist, man kann trotzdem nicht alles mitnehmen.

D. lacht schallend, kann sich gar nicht beruhigen.

Warum lacht sie so, frage ich mich… Die Antwort liegt in der Macht der Vorstellung. Sie stellt sich gerade vor, dass ich jedes einzelne Zimmer meiner Wohnung an mein kleines Auto binde und hinterherziehe.

Und schon denke ich wieder: Stellt euch vor, es ist Krieg und keiner geht hin.