Archiv für die Kategorie ‘NaSoWas’

Unfertige Notizen zum Standpunkt

Wenn der eigene Standpunkt nur ein Punkt ist, ist es an der Zeit ihn auszuweiten. Die Welt ist nicht nur ein Kreis, sie ist eine Kugel, und sie bewegt sich doch. Und das auch noch schnell.

Wir kreisen schnell um uns selbst, um unseren Standpunkt.

Standpunkte altern. Gegen Verkalkung hilft Bildung. Deshalb heißt es: Bilde Dir einen Standpunkt.

Es gibt auf viele Fragen mehrere Antworten. Blätter sind nicht nur Grün. Grüne Blätter bleiben nicht grün. Nichts bleibt wie es ist, alles bewegt sich. So weit waren wir doch schon lange.

Gehen wir über den entstandenen Stehpunkt hinaus, damit wir nicht stehenbleiben. Gestandene Leute bewegen auch ihre Standpunkte.

Die Schwierigkeit der Entwichlung eines gemeinsamen Standpunktes als Gruppe steigt mit der Anzahl ihrer Mitglieder. Masse schützt vor Torheit nicht.

Mit der Zunahme der Masse steigt ihre Trägheit.

Unanimitätsprinzip – Einstimmigkeitsprinzip führt mit Zunahme der Anzahl der Stimmberechtigten offenbar unweigerlich zur Handlungsunfähigkeit.

Mehrheitsentscheide ignorieren häufig Minderheitenrechte und produzieren damit Einzelkämpfer und Terroristen?

Wer schreit, hat Unrecht, heißt es, aber meist setzen sich die Krakeler durch. Häufiges Ergebnis: Schreiende Ungerechtigkeiten. Über die wird dann still und leise hinweggesehen.

Jede Sache hat zwei Seiten. Es gibt immer Für und Wider.

Ein Standpunkt ist nicht unabhängig von der Seite, auf der jemand steht, sondern meist seine Folge.

Nur wenn Logik und Emphatie Geschwister sind, haben Vernunft und Wahrheit eine Chance.


Von meinen verschiedenen Leben

Von meinen verschiedenen Leben

scheint dieses das hartnäckigste.

Entfesselte Kälte beißt sich fest im Schuh,

deshalb barfüßig der Wirklichkeit trotzend

stelle ich fest:

Der erwartete Frohsinn blieb aus.


Aufgeflogen

Ich hab euch sogar mein Kind geschenkt und ihr meckert nur an mir rum. Undank ist der Welten Lohn, sagte der Kuckuck und flog davon.


Zwischen den Stühlen

Die fremde Katze schläft ruhig und satt auf der Bank unterm Baum. Abschied vom Sommer? Nein, sagt P. – komm, wir halten ihn einfach fest. Wir richten unsere Kameras auf den Himmel – der scheint blau und wolkenlos. Überall zeigt sich dieser harte Sommer: der trockene Boden, das verdorrte Gras. Eine Wespe auf der faulen Stelle des Apfels lässt es sich gut gehen. Wespen sind wichtig, sage ich. P. verspricht mir ein Wespenhotel für den Balkon. Für ein Hotel ist kein Platz, wende ich ein, ich habe dort schon ein Wespenrestaurant. Immer sitze ich irgendwie zwischen den Stühlen, sagt P.

Zwischen den Stühlen sitzen, ist gar kein Problem – sagt ein Spatz – und fliegt einfach davon. Wir bleiben sitzen. Wir haben keine Flügel.


Tschüß ISDN? Willkommen Voice over IP? Serienfaxe mit dem Makro FritzFax

Gefühlte 7777 Gespräche mit Technikern, unzählige Gespräche mit anderen Betroffenen – keiner hatte eine Lösung für mein Problem. Ich glaube, dass ich eine Lösung gefunden habe. Aber noch ist das nur eine Theorie. Und ich kann mich irren und irgendwo einen Denkfehler haben.

Lassen sich über eine Voice over IP Leitung Serienfaxe mit dem uralten Makro verschicken?

Mal sehen, ob sich mein Technikinteresse mal „auszahlt“. Nein, nicht in Geld – in Freude, ein Problem gelöst zu haben.

Morgen und übermorgen und überübermorgen gibt es bei mir Kabelsalat. Vermutlich zum Frühstück, Mittagessen und Abendbrot.


Liebe Waschbären…

Liebe Waschbären,

leider habe ich euch bei meinen täglichen Abendspaziergängen nicht wiedergetroffen. Ich weiß aber, dass ihr im Bürgerpark wohnt. Man sieht das auch. An herumgeworfenen Speiseresten, die ihr aus dem Mülleimern gekramt habt. Anständig ist das nicht! Bitte räumt die Mülleimer hinterher wieder ein. K. sagt, dass ihr keine Bären seid. K. hat nicht recht. Ihr seid echte Kleinbären!

M. sagt, dass bei Google-News steht, dass ihr eine Plage seid. Google-News hat nicht recht. Ihr seid keine Plage. Der Rechtsruck ist eine Plage und der Hass, der ausgekippt wird. Über Flüchtlingen und Einwanderern zum Beispiel . Ihr seid auch eingewandert. Geflüchtet vielleicht auch. Ich mag euch. Ich kann auch verstehen, dass man aus Nordamerika flüchtet.

Liebe Waschbären, bitte bleibt noch eine Weile im Bürgerpark, Bären gehören nach Berlin.

Grüße und bis heute am Abend!

Ikke

PS.: Das Land Berlin findet es auch OKAY – Klick

„Der Waschbär zählt inzwischen zur einheimischen Fauna. Er ist als Nesträuber zwar ein eher unerfreulicher Faunenzuwachs, sollte aber dennoch seinen Lebensraum mit uns teilen dürfen. Wir haben die Möglichkeit, ihn zu beobachten und sein Verhalten zu verstehen. Durch umsichtiges Verhalten ist ein friedliches Neben- und Miteinander möglich, ohne dass die Populationen der Tiere unkontrolliert ansteigen können.“ (Zitat von der Webseite des Landes Berlin zum Waschbär!)


Danke Pia, danke Nachbarn

Heute wollte ich wieder in das Einkaufszentrum – gestern kam ich nämlich zu spät. Auf dem Weg begegnete mir Pias Zettel. Sie bittet alle Nachbarn, die kleinen Straßenbäume zu gießen.

An der schönen, grünen, alten Pumpe ist jetzt täglich Betrieb. Die Nachbarn versorgen die Bäume mit Wasser. Sie schleppen die Eimer trotz der Hitze.

Pias Bitte

Pias Bitte


Schwarzseher

K. fragt mich, was ich gern mal fotografieren würde.

Die Zukunft, sage ich. In diesem Moment finde ich meine Antwort noch originell.

Kannst Du haben, sagt K., lass einfach den Objektivdeckel drauf und drück ab.


Hey Google…

Was dem einen Alexa, das ist mir Google…

Do not du anderstand?

Also Klartext:

Neuer Stromvertrag. Da gab es Google Home Mini dazu. Kostenlos. Technik, die nichts kostet, probiere ich. Ein kleiner Lautsprecher, der sich als persönlicher Assistent ausgibt.

Den Tag habe ich jetzt voll im Griff – das verspricht mir mein neuer Diener. Also das wäre eine Verbesserung. Warten wir es ab. Vorerst frage ich mal nach dem Wetter für morgen. Google verspricht Sonnenschein.

Also eine neue Erfahrung habe ich schon gemacht: Er versteht mich.


Aus, das Spiel ist aus! Deutschland raus…

Z. sagt, sie will niemals nach Korea. Meine syrischen Freunde trauern, weil Deutschland raus ist. Meine deutschen Freunde sind gelassen oder uninteressiert. Deutsch-Nationale geben Özil die Schuld.

Fußball ist nicht unser Leben.

Aber bitte, wie konnte das passieren?

Aus, das Spiel ist aus! Deutschland raus…

Fußball