Archiv für August 2018

Aufreger

Eine Beratungsstelle. Soll helfen. Ich rufe dort an für meine Freundin J. an, die unsere Sprache noch nicht so fließend spricht. Angeblich stehen auch Sprachmittler in arabisch zur Verfügung. Es geht um ein dringendes medizinisches Problem. Am Telefon gerate ich in eine schier unendliche Schleife, kann immer nur mit Zahlen antworten, die aber alle nicht zutreffen. Ich probiere alle – ich will mit einem Menschen sprechen. Lande aber immer wieder in einer Sackgasse mit Textansagen. Keine davon kann jemand verstehen, der nicht mindestens sehr gut deutsch spricht. Am Ende der Hinweis: Für Nachrichten ist unser Band nicht vorgesehen.

Neuer Versuch, anderer Weg: Ich schreibe eine E-Mail und erkläre das Anliegen, das dringende medizinische Problem, das J. hat.

Die Antwort besteht aus einem unzutreffenden Textbaustein.

Sehr geehrte Frau W.,

bitte rufen Sie uns zu den Telefonsprechzeiten an, damit wir Ihre Voraussetzungen für die kostenlose Verhütung sowie Terminvereinbarungen besprechen können.

Weder meine Freundin J. noch ich wollen kostenlos verhüten.

Hoffentlich begegnen uns vor Ort nicht auch Roboter.

Die Beratungsstelle ist kostenlos. Aber: Guter Rat ist bekanntlich teuer.

 


Schulsachen

Die Zuckertüte hatte ich vorher schon besichtigt, sie war schnell gekauft.  Danach haben wir die Liste abgearbeitet, die die Kinder von der Schule bekommen hatten.

Ich habe viel gelernt. Nie wieder machen wir das so kurz vor Schulbeginn!  Immerhin weiß ich jetzt, was ein Verbindungsheft ist: Ein „Mutti-Heft“, Mitteilungsheft.

Inzwischen weiß ich auch, was ein Heft mit einem Haus ist.

Die Summe, der Dinge, die von einem Erstklässler gebraucht werden (Liste von der Schule), übersteigt die Möglichkeiten von Empfängern von Transferleistungen (Hartz4) beträchtlich. Selbst wenn es eine „Beihilfe“ von 70 € gibt. Bereits ein einfacher Schulranzen kostet so viel. Die mit „gut“ bewerteten Schultaschen kosten alle über 100 €, Preise über 150 € sind keine Seltenheit. Wer billig kauft, macht den Rücken seines Kindes kaputt…

Die Angebote für die Freizeit der Ganztagsschüler kosten ebenfalls – fast alle.

Wer möchte, dass sein Kind früh Englisch lernt, muss tief in die Tasche greifen – 23,90 € monatlich. Spanisch ist preiswerter, das gibt es für 100 € jährlich.

So wird schon früh sortiert – die einen lernen Englisch und Spanisch und Klavier und das Töpfern und und und… Und die anderen nehmen die kostenlosen Angebote und spielen mit der Horterzieherin.

Bildungsferne wird so dauerhaft reproduziert.

eine kleine, syrische Prinzessin – wird eingeschult 2018


Tschüß ISDN? Willkommen Voice over IP? Serienfaxe mit dem Makro FritzFax

Gefühlte 7777 Gespräche mit Technikern, unzählige Gespräche mit anderen Betroffenen – keiner hatte eine Lösung für mein Problem. Ich glaube, dass ich eine Lösung gefunden habe. Aber noch ist das nur eine Theorie. Und ich kann mich irren und irgendwo einen Denkfehler haben.

Lassen sich über eine Voice over IP Leitung Serienfaxe mit dem uralten Makro verschicken?

Mal sehen, ob sich mein Technikinteresse mal „auszahlt“. Nein, nicht in Geld – in Freude, ein Problem gelöst zu haben.

Morgen und übermorgen und überübermorgen gibt es bei mir Kabelsalat. Vermutlich zum Frühstück, Mittagessen und Abendbrot.


Hereingeschneit…

Beim Abendspaziergang trottete ich so vor mich hin und nichts zu suchen… Nur Erdnüsse… Für den Eichelhäher vom Balkon, der noch keine Federn auf dem Kopf hat. Ich traf C., und wir sprachen über die Mister B. (welcher ein Hund ist) und über Autos, die man braucht oder nicht braucht und über dies und das. Dies war Bildung und das war die Misere, dass manche Menschen glauben, man könne ihnen die Bildung nach Hause tragen, per Lieferservice.

Gerade als ich über die Straße wollte, stürzte ein Mädchen auf mich zu. Sie streckte mir ihre Hand entgegen: Ich bin Jenny und wer bist du? Hast Du Geld, wir brauchen Futter für unsere Ratte.

Ich bin Maja, antwortete ich brav. Ratte, wo ist die Ratte?

Ich durfte die Ratte besichtigen. Sie lag eingekuschelt bei ihrer Besitzerin in einem Schal. Ungefähr 7 Wochen alt, ein Husky-Mädchen. Klein und viel zu dünn eigentlich. Und hungrig. Drei Menschen, die Hilfe brauchen – das sah ich sofort – und eine kleine Ratte.  Sie heißt Flocke.

Wir unterhielten uns eine Weile, dann zog ich los, um Rattenfutter zu kaufen.

Ich habe ihnen das Rattenfutter gebracht, aber sie haben mir ihre Ratte überlassen. Damit sie es gut hat und nicht obdachlos ist. Liebe ist, wenn man will, dass der andere es gut hat.

Und jetzt wohnt Flocke bei mir.


Liebe Waschbären…

Liebe Waschbären,

leider habe ich euch bei meinen täglichen Abendspaziergängen nicht wiedergetroffen. Ich weiß aber, dass ihr im Bürgerpark wohnt. Man sieht das auch. An herumgeworfenen Speiseresten, die ihr aus dem Mülleimern gekramt habt. Anständig ist das nicht! Bitte räumt die Mülleimer hinterher wieder ein. K. sagt, dass ihr keine Bären seid. K. hat nicht recht. Ihr seid echte Kleinbären!

M. sagt, dass bei Google-News steht, dass ihr eine Plage seid. Google-News hat nicht recht. Ihr seid keine Plage. Der Rechtsruck ist eine Plage und der Hass, der ausgekippt wird. Über Flüchtlingen und Einwanderern zum Beispiel . Ihr seid auch eingewandert. Geflüchtet vielleicht auch. Ich mag euch. Ich kann auch verstehen, dass man aus Nordamerika flüchtet.

Liebe Waschbären, bitte bleibt noch eine Weile im Bürgerpark, Bären gehören nach Berlin.

Grüße und bis heute am Abend!

Ikke

PS.: Das Land Berlin findet es auch OKAY – Klick

„Der Waschbär zählt inzwischen zur einheimischen Fauna. Er ist als Nesträuber zwar ein eher unerfreulicher Faunenzuwachs, sollte aber dennoch seinen Lebensraum mit uns teilen dürfen. Wir haben die Möglichkeit, ihn zu beobachten und sein Verhalten zu verstehen. Durch umsichtiges Verhalten ist ein friedliches Neben- und Miteinander möglich, ohne dass die Populationen der Tiere unkontrolliert ansteigen können.“ (Zitat von der Webseite des Landes Berlin zum Waschbär!)


Manchmal kommt aus Österreich ja auch etwas Gutes!

Omas gegen Rechts


Aufstehen

https://www.aufstehen.de/

Einen Versuch ist es wert! Ich bin gespannt.


Test Gutenberg

Ein neuer Editor für Blogs.

Man kann auch sehr groß schreiben. Und sogar in Rot!

Und klein.

Tierpark Berlin 2018 – Eisbär hat hintzefrei!

Bilder kann man auch einfügen, aber ob der Editor der große Hit ist? Abwarten, ich lerne noch 🙂


Schöner Schuppen

Schöner Schuppen

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