Archiv für die Kategorie ‘FO-RUMS’

Der BFC Dynamo und seine flinken Schmierfinken

Gestern in der Früh habe ich zum Jahresausklang mit meinem Freund Paul telefoniert. Mit dem Jahr endete auch seine Mitgliedschaft in einem Sportverein. Dort wird ein Wassersport betrieben, für den man eine sehr teure Ausrüstung braucht, und der Verein hatte eigentlich die Zielsetzung, junge Sportler zu fördern und ihnen zum Beispiel auch die Teilnahme an Wettkämpfen im Ausland zu ermöglichen. Solcherlei Förderung braucht Sponsoren – und um Sponsoren zu bekommen… Es ist für jedermann vorstellbar, dass es schwer ist, für eine Randsportart zahlungskräftige Sponsoren zu finden.

Eigentlich hätte Paul es besser wissen können, denn ich hatte ihm ja oft von „meinem“ BFC Dynamo erzählt, wo Kritiker es schwer haben, auch wenn es für den Verein besser wäre zuzuhören, was sie zu sagen haben. Aber Paul hatte wohl gedacht, es sei anderswo anders und Mecklenburg sei nicht Berlin. Jedenfalls sagte Paul laut was er sah, er kritisierte offen und berücksichtigte nicht, dass es in Vereinen offenbar anders läuft. Er spann keine Intrigen, führte keine geheimen Zweiergespräche, schickte seine Mails an alle und war plötzlich der böse Paul. Es interessierte nicht, was er sagte, weil kein Interesse bestand, etwas zu ändern. Und Paul musste erkennen, dass es keineswegs um Förderung von Sportlern ging, sondern um die Befriedigung persönlicher finanzieller Interessen.

Und da schickte Paul der Vorsitzenden seine Austrittserklärung zum Jahresende. Und Paul überlegte, ob er einen Brief schreiben sollte, ans Finanzamt und an das Amtsgericht – und er schrieb die Briefe und nun liegen sie da und sind zum Abschicken bereit, aber Paul weiß noch nicht, ob er sie abschicken wird. Ich glaube, er wird sie nicht abschicken.

Jedenfalls kamen wir auch auf den BFC Dynamo zu sprechen, und ich erzählte Paul davon, wie dumm und uneinsichtig manche Menschen doch sind. Da schrieb ich am vorletzten Tag des Jahres einem Lügner und Schmierfinken, der sich hinter dem Namen Buddelflink verbirgt und durch sein dummes Geschwätz seinem Verein gar nichts Gutes tut, er solle es doch bei meinem Vornamen belassen. Das tat ich gewiss nicht, damit sein dummes Geschmiere nicht mit meinem Namen in Verbindung käme, denn mir schadet es nicht – sondern es blamiert ihn und den BFC Dynamo.

Leider ist Buddelflink nicht der einzige Schmierfink, sondern es tummeln sich in diesem Forum und diesen Threads noch einige andere. Das Schlimme ist, sie sind wirklich der festen Überzeugung, sie nützten ihrem Verein. Nun wird man irgendwann, wenn man den meinen Namen bei Suchmaschinen eingibt, auch auf diese Internetthreads stoßen, vielleicht nicht auf der ersten Seite, aber vielleicht auf der zweiten. Und dann wird manch einer auf Meinungen von BFC-Fans stoßen, die mehr als ein Kopfschütteln auslösen. Da bleibt eine Meinung haften. Und die wieder zu ändern, das ist schwer. Es ist ein wenig, als habe man nach dem ersten Fischessen mit einer Lebensmittelvergiftung zu tun gehabt.

Der BFC Dynamo hat es jetzt, wie immer, besonders schwer. Das schreibe ich nicht nur einfach so, sondern weil es so ist.

Vermutlich von der Polizei durch einen unnötigen Einsatz initiierte Auseinandersetzungen  mit den Fans werden in den Köpfen bleiben als durch den BFC Dynamo verursachte Ausschreitungen. Da hilft auch wenig, dass die Öffentlichkeit inzwischen weiß, dass die Polizei offenbar mit „übertriebener Härte“ (das ist vermutlich ein anderer Ausdruck für rohe Gewalt) vorgegangen ist. Bekanntermaßen sind nicht alle BFC-Fans Pazifisten, und so standen sie beim Einmarsch der Polizei in den Fanblock wohl auch nicht alle mit erhobenen Händen da und skandierten: Keine Gewalt. Es gab viele verletzte BFC-Fans, einige verletzte Polizisten, Festnahmen und ein großes Medienecho. Der BFC Dynamo bekam vom Nordostdeutschen Fußballverband eine Strafe „wegen fortgesetzt unsportlichen Verhalten“ und musste sie akzeptieren, weil sie regelgerecht ist. Die Fans sammelten Dokumente der Polizeigewalt, es wurden Gedächtnisprotokolle angefertigt, aber wenn überhaupt werden sie die Öffentlichkeit viel zu spät erreichen. Vermutlich bleibt das meiste Material irgendwo stecken.

Den einzigen guten Pressesprecher (Yiannis H.D. Kaufmann), den der BFC Dynamo je hatte, vertrieben die Fans und der damalige Präsident (Mario Weinkauf) gemeinsam, und viele BFCer vermuten fälschlicher Weise in Yiannis Kaufmann bis heute einen FEIND, obwohl er es zum Beispiel war, dem es gelang, die drei Sterne auf das Trikot zu balancieren. Dass zehn deutsche Meisterschaften in der DDR nicht zehn Sterne wert sind, liegt natürlich nicht am BFC Dynamo, sondern daran, dass die momentanen Sieger der Geschichte auch in diesem Fall den Bürgern des untergegangenen Landes beweisen müssen, dass ihre Vergangenheit und Tradition wenig wert ist, jedenfalls weniger. 

Auf seine eigene Darstellung in der Öffentlichkeit, legt der BFC Dynamo viel zu wenig Wert. Seine Webseite ist seit Jahren eine Ruine, im Wesentlichen tippt ein mehrfach belasteter Marketingverantwortlicher/Pressesprecher/Stadionsprecher in seiner kargen Freizeit die Meldungen ein, und wenn er Glück hat, dann schickt ihm jemand eine Korrektur seiner Tippfehler. Aber zur Information über den Verein taugt die Seite nicht. Mann oder Frau erfährt nicht einmal, wie der Präsident des Vereins heißt. Nach der Telefonnummer muss man lange suchen. Kenner benutzen die Seite des Fanbeauftragten Rainer Lüdtke zur Information, aber das ist eben eine private Fanpage. Von vielen Menschen wird diese Seite auch einfach für die offizielle Seite gehalten.

Journalisten benutzen zur Information über den Verein neben den üblichen Kanälen auch die Internetforen. Da gibt es das private Fanforum BFC Online und dann gibt es das Nordostfußballforum. Und eben dort präsentiert sich der BFC Dynamo auch mit seinen flinken Schmierfinken. Kaum lesen die mal wieder ein kritisches Wort von mir, schon verteufeln sie die Person und benehmen sich kräftig daneben. Natürlich betrifft diese Art der Auseinandersetzung auch jeden anderen Menschen, der ihre Meinungen nicht teilt. Egal, ob in Fußballforen oder anderswo. Im Nordostfußballforum moderiert ein BFC-Fan ebenso „parteilich“, wie es im privaten Fanforum des Fanbeauftragten natürlich auch BFC-Fans sind, die moderieren. Inzwischen findet man dort – die Moderatoren haben zum Teil gewechselt – keine so deutlichen Pöbeleien mehr, aber eine Diskussion findet nicht statt. Der BFC Dynamo verhält sich, wie sich die DDR verhielt. Die Diskussion über Missstände wird unterdrückt, als könnte man damit die Missstände beseitigen. Und die Begründung für dieses Verhalten sind die vielen Feinde, die man ohnehin hat, aber durch das eigene Verhalten ständig vermehrt. Die flinken Schmierfinken, die jeden Kritiker mit verbalem Dreck bewerfen, stellen dann gleichzeitig sich als BFC-Fans aus: Pöbelnd, verleumdend, oft der deutschen Sprache nicht mächtig, und sie wirken fürchterlich abstoßend. Dass nicht alle BFC Fans so sind, versuche ich immer noch oft zu erklären, aber ich ernte ebenso oft nur ein Lachen.

Der BFC Dynamo, der zehnfache DDR-Meister, spielt zur Zeit in der fünften Liga. Im Moment hat er 14 Punkte Rückstand auf den wahrscheinlichen Aufsteiger Tennis Borussia. Der Verein hat nicht genügend Geld, der Wirtschaftsratsvorsitzende ist sein größter Gläubiger und außer einem Vielleichtsponsor, ist auch keine Besserung in Sicht.

Der stellvertretende Vorsitzdende des Wirtschaftsrates Thomas Heilmann-Kern ist übrigens zurück getreten. 

Ich beende hiermit mein Blog-Schweigen über den BFC Dynamo.


Die Texte des 18. April wurden nicht hier geschrieben…

Die Texte des 18. April wurden nicht hier geschrieben, sondern in einem Fußballforum. In einer seit längerem geführten Diskussion musste ich mich in den letzten Tagen wieder einmischen.  Am Freitag, dem 14. September eröffnete der User Bain einen Diskussionsthread:

Allgemeines Trageverbot diskussionswürdiger/rechtslastiger Textilkleidung in Deutschlands Fußballstadien Ja/Nein?

Hallo,

nach dem immer mehr Fußballvereine in Deutschland das Tragen der Kleidung sehr diskussionswürdiger/rechtslastiger Textilunternehmen wie Thor Steiner, Landser, Masterrace,Ultima Thule und CONSDAPLE in Ihren Stadion verbieten (zuletzt Magdeburg und Jena), stellt sich für mich die Frage ob dieses Verbot nicht eher zentral vom DFB und seinen Landesverbänden erlassen werden sollte. Bisher setzt man offensichtlich auf eine gewisse Selbstverpflichtung und tut sich mit Verboten etwas schwerer. Was haltet Ihr davon?

Ich für meinen Teil würde eine zentrale Regelung besser finden.Zwar würde man damit die geistige Haltung vieler der Träger dieser Textilien nicht ändern, aber man würde damit das erhöhte Zusammentreffen eben dieser Leute bei Fußballspielen erheblich erschweren. Ich weiß das diese Thema wieder heißes Eisen ist, hoffe aber auf eine vernünftige Diskussion aller wirklich Interessieren.

Ich sage Ja zu einem zentralen Verbot!

Gruß Bain

————————————————————–

Gesicht zeigen gegen Rassismus und Ausländerfeindlichkeit!

Deine Unterschrift zählt!

www.wir-sind-pankow.de

Es gab solche und solche Meinungen, aber im Lauf der Zeit kristallisierte sich auch eine Diskussion über die bei Rechtsextremen beliebte Marke „Thor Steinar“ heraus. Das besonders deshalb, weil es ja wegen der Proteste gegen die Läden der Marke viel Diskussionstoff gab. Erschreckend viele Fußballfans waren der Meinung, es sei überhaupt keine „rechte Marke“ und außerdem sei Kleidung nicht mehr wirklich ein Kennzeichen für eine Haltung. Sie jedenfalls hätte keine Probleme, „Thor Steinar“ zu tragen und seien doch anständige Demokraten!

(Fortsetzung folgt!)


Noch mehr Knüppeleien :-)

Und weiter gehts. Natürlich konnte Herr Heilmann-Kern das nicht einfach so stehen lassen. Schließlich ging es ja um unseren BFC Dynamo. Und mein zu rügendes neues Verhalten. Was ich gemacht habe? Ich hätte nicht ordentlich und laut genug gratuliert – zu einem Sieg, meinte Thomas – alias Lauspub, alias Majjja, alias Burattino (je nach Laune). Jedenfalls nicht öffentlich genug. Auf meine Frage, ob inzwischen auch Handys der Spieler und Fans kontrolliert werden, hat natürlich niemand geantwortet. Aber ein anderer oft kritisierender BFCer, der sogar beim Spiel anwesend war, wurde ebenfalls gerügt: Seine Freude sei doch recht verhalten ausgefallen, beklagte einer der Stichwortgeber des Herrn Heilmann-Kern..

Aber was hatte nun Herr Heilmann-Kern zu antworten. (Er gehört übrigens auch zu denjenigen, die immer meinen, man könne die Politik aus dem Fußball heraushalten…) Zur Erinnerung auch mein Text noch einmal…

 [mygal=ps-4]

[mygal=ps5]

„Keine Chance, denn es steht geschrieben“ – Stimmt – Lesen über mich und meine Vergangenheit kann man hier: KLICK und oder auch hier: KLICK oder hier: KLICK oder auch hier: Klick. Man kann sich auch das dicke Buch von Joachim Walter ausleihen, oder in einer Bibliothek die mich betreffenden Texte lesen, man kann mir schreiben und mich fragen – es gibt allerlei Möglichkeiten an Informationen zu gelangen.

Und doch gibt es für Herrn Heilmann-Kern nur einen einzigen Grund, meine Vergangenheit hervorzuholen: Er tut es, um von der Gegenwart abzulenken. Er möchte gern, dass ich den Mund halte. Meine Meinung nicht mehr äußere, still bin. Und wenn ich schon etwas sage, dann soll mir wenigstens keiner zuhören.  Deshalb muss ich immer noch IM sein, das alles darf auf keinen Fall irgendwann zu Ende gewesen sein – und vor allem, darf es eben nicht sein, wie es tatsächlich gewesen ist. Aus dem IM darf nicht jemand geworden sein, der sich gegen die Stasi und ihre Methoden gewehrt hat. Das passt einfach nicht in das eindimensionale Weltbild des Herrn Thomans Heilmann-Kern. Und weil andere trotzdem anders denken, muss er wieder und wieder über meine IM-Vergangenheit reden, meine Vergangenheit und Gegenwart darauf reduziert.

September 2007:

[mygal=ps09]

und im Juli liest sich Herr Thomas Heilmann-Kern so:

[mygal=ps010]

Natürlich kann Herr Heilmann-Kern auch anders, so oder so…

[mygal=psnoch]

Es gibt natürlich noch mehr zu erzählen, von Herrn Heilmann-Kern, dem stellvertretenden Vorsitzenden des Wirtschaftsrates des BFC Dynamo, dem Stasiknüppel, den Gründen, warum Menschen den Knüppel aus dem Sack lassen, den Gründen, warum ich zur Stasi JA sagte und den Gründen, warum ich zur Stasi NEIN sagte. Aber nicht mehr heute.

 

 

 


Knüppel aus dem Sack!

Lange war hier nichts über den BFC Dynamo zu lesen. Der Verein will in der 4. Spielklasse bleiben – dazu muss er in der jetzigen Oberliga einen der ersten 3. Plätze belegen, auch mit dem 4. Platz hätte er noch eine Chance: Relegationsspiele gegen den viertplatzierten Verein der anderen Staffel, die ich gegenwärtig als etwas stärker einschätze. In beiden Staffeln liegen die sieben, acht bestplatzierten Vereine im Moment sehr dicht zusammen.

Hier wäre es auch bis zum Saisonende bei einer BFC-Pause geblieben, wäre nicht gestern der Pressesprecher des Witschaftsrates – in Personalunion stellvertretender Vorsitzender des gleichen Organs – Herr Heilmann-Kern, zum wiederholten Male auf Kritiker der Vereinsführung losgegangen, nachdem einer seiner Freunde aus dem Kreis der erlebnisorientierten Forenhools bereits zum Schlag ausgeholt hatte.

Zur Erklärung für die nicht erlebnisorientierten, fußballinteressierten Leser: Hools, Hooligans, nennen sich gern „erlebnisorientiert“. Oder auch: „Freunde der 3.Halbzeit“. Dabei gilt als 3. Halbzeit nicht die verbale Auswertung des Spielgeschehens am Bierttisch, die 3. Halbzeit ist auch nicht die Heulphase nach einem verlorenen Spiel oder die Heimfahrt, sondern die handgreifliche Auseinandersetzung mit Andersgläubigen – in diesem Fall an einen anderen Fußballverein Glaubenden… Es gibt wirklich Menschen, denen es Spaß macht, sich mit anderen Menschen zu prügeln. Mancher spürt offenbar nur so, dass er lebt, und dass er fühlen kann. Mancher prügelt seine Wut und seinen Hass aus sich heraus – und dass er dabei die Gefahr eingeht, andere schwer oder gar lebensgefährlich zu verletzen, verdrängt er. Prügeln sich doch Hools im Allgemeinen nur mit „Freiwilligen“ – also anderen Hools… Freiwillig in diesem Sinne ist dann immer auch die Polizei, die Verabredungen verfeindeter Gruppen stört – oder gar verhindern will. Und es kommt schon mal vor, dass es „Kollateralschäden“ gibt, „Unschuldige“ – also Nichthools getroffen werden… Pechsache… Natürlich gehen auch Hooligans irgendwann in den wohlverdient gedachten Ruhestand und leben von ihrem hart erschlagenem Ruf und den Erinnerungen an andere Zeiten. Einige tauchen ganz ab. Die vom Ruf lebenden Althools müssen allerdings hart darum kämpfen, nicht ganz vergessen zu werden… Notfalls auch mit Fäusten, ersatzweise oder ergänzend als pöbelnde Forenhools…

Da ich zu den hartnäckigen Kritikern der gegenwärtigen Vereinsführung und ihres Weges gehöre, auf dem sie keine Andersdenkenden duldet, bin ich allzugern Angriffsobjekt pöbelnder Forenhools. Nach einem gemeinsamen Aufenthalt im Trainingslager gaben gestern ein Forenhool und der Pressesprecher des Wirtschaftsrates des BFC Dynamo eine Vorstellung der besonderen Art. Dazu gesellten sich noch einige andere Diskutanten – ganz normale Menschen und weitere Forenhools. Nun ist es ja nicht vollkommen egal, wie sich ein Fußballklub nach außen präsentiert – schon gar nicht, wenn er mit einem solchen Image belastet ist, wie der BFC Dynamo. Jedes Mal, wenn Herr Heilmann-Kern in guter Pöbelstimmung ist, schreit er: Knüppel aus dem Sack! Und damit kein Geheimnis bleibt, was der Herr Pressesprecher Thomas Heilmann-Kern so schreibt und denkt, hier ein Bildchen für einen ersten Eindruck. In Internetforen nennt er sich HEILI…

[mygal=ps]

Immer wenn in Texten ein Biene vorkommt oder irgend etwas summt, dann bin ich gemeint. Solcherlei Erwähnung (Summse, Biene usw.) eignet sich zum Beleidigen in jeglicher Form. Ist ja schwieriger justiziabel. Soll es allerdings geschäftsschädigend wirken, wird der volle Name erwähnt… Dann bleibt man allerdings sachlich und holt… Okay, das hatten wir schon. Ich bin natürlich nur ein Beispiel, jeder, der kritisiert, hat Ähnliches zu befürchten… Doch weiter…

[mygal=ps2]

Da hatte ich nun also widersprochen. Schon wieder. Und auch noch dem Herrn Pressesprecher gesagt, was er tun könnte, um das Image des Vereins zu verbessern. Das muss ihn sehr geärgert haben… Und die anderen erwähnten Personen auch. Eine davon dachte sogar, ich hätte sie verwechselt, das teilte man mir auch per SMS mit – hatte ich aber nicht. Also holte Herr Heilmann-Kern die Stasi-Keule raus:

[mygal=ps3]

Ach, der Herr Heilmann-Kern… Hatte er doch gar nicht verstanden, dass ich mit den Leuten, von denen er lernen sollte, gar nicht mich gemeint hatte – sondern die anderen von ihm in den Dreck gezogenen kritischen Akademiker. Und die waren nicht bei der Stasi…  

Und der Herr Heilmann-Kern behauptete doch, wenn „wir so wären, wie Sie uns immer gern darstellen, würde es kein Mitglied Maja Wiens mehr geben, da können Sie ganz sicher sein, aber wir sind nicht natürlich nicht so und können sogar damit ganz gut leben.“

Nun gibt es für Vereinsausschlüsse schon einige Kriterien. Und man kann sich gegen einen solchen Ausschluss gerichtlich wehren. Das hatte man auch Herrn Heilmann-Kern mitgeteilt – und so bleiben seine und anderer Ausschlusswünsche unerfüllbar. Und Herr Heilmann-Kern ist eben leider so, wie ich ihn sehe, das hat er gestern am Abend wieder einmal bewiesen. Natürlich habe ich ihm auf seinen Eintrag geantwortet. Und das las sich so:

[mygal=ps-4]

Nein, die „Diskussion“ war damit nicht zu Ende. Aber für heute mache ich hier einen Punkt. Morgen ist ja auch noch ein Tag…


Ich wollte ein Märchen erzählen…

Es war einmal ein Land, in dem lebten alle Bürger in der Hoffnung, eines Tages würden sie gemeinsam einen großen Berg besteigen. Von dort oben, so vermuteten sie, könnten sie die ganze Welt sehen. Darauf freuten sich alle sehr, denn sie lebten schon lange sorgenvoll in einem Tal und mussten fürchten, unter den Wassermassen einer großen Flut begraben zu werden. Deshalb wählten sie die reichsten Bauern zu Anführern, weil die nur dann Geld für Bergführer ausgeben wollten, wenn sie auch bestimmen dürften, welche eingekauft würden.

Gemeinsam bereiteten Anführer und Gefolgschaft sich also auf den langen Weg über Stock und Stein vor. Sie sammelten Geld, um in den Nachbarländern die besten Bergführer anzuwerben, Kletterschuhe zu kaufen und machten einander Mut: Gemeinsam schaffen wir das!

UPS: Meinem Land sind gerade mehrere Bergführer und sogar der Kayser der Bergführer abhanden gekommen. Jetzt kann ich das Märchen nicht weiterschreiben und muss noch mal völlig umdenken.


Wir haben alles richtig gemacht

Wir haben alles richtig gemacht.

Wir werden alles richtig machen.

Wir werden alles richtig gemacht haben.

Schuld werden die anderen sein!

Wir haben alles richtig gemacht…


Keine Partei wie andere!

Neulich entgegnete man mir in einem Forum, in dem ich mal wieder das Verbot der NPD als dringend nötig bezeichnete, so lange sie nicht verboten sei, sei die NPD eine Partei wie jede andere. Und es gelte die Unschuldsvermutung. Dabei wissen wir doch so viel über diese Partei, dass wir uns nicht auf Vermutungen stützen müssen. Die NPD ist keine Partei wie andere.

https://www.youtube.com/watch?v=vU2-6998t2s

Widerstand ist nicht zwecklos!

Der gerade in der Berliner Mitte eröffnete eröffnete Thor-Steinar-Klamottenladen „Tønsberg“ wird sich einen anderen Standort suchen müssen. In der Rosa-Luxemburg-Straße 18* will man ihn nicht haben. Der Protest von Gewerbetreibenden und Anwohnern hat den Vermieter zur Kündigung bewogen.

„Wie die „Berliner Zeitung“ berichtet, forderte der Geschäftsführer des Vermieters, der Impala Immoblilien GmbH aus Hamburg, den Ladenbetreiber Protex GmbH in einem Kündigungsschreiben auf, das Objekt umgehend zu räumen, weil sie ihn im Hinblick auf den Mietvertragsabschluss und dessen Hintergrund „sehr geschickt im Dunkeln gelassen“ habe.

Kleidung der Marke „Thor Steinar“ ist bei Rechtsextremen sehr beliebt.“

(„Vermieter kündigt „Thor Steinar“-Laden in Mitte“ – aus dem Tagesspiegel vom 6.2.2008)

Auch ein paar hundert Meter weiter hatte man den Laden nicht gewollt. Bis Ende Januar verkaufte man in der Karl-Liebknecht-Straße, dann lief der bereits im Sommer gekündigte Mietvertrag aus. Auch hier hatte der Druck der Öffentlichkeit den Vermieter – die Wohnungsbaugesellschaft Mitte – zur Kündigung getragen.

In Internetforen frohlockten diesmal die Rechten: Der Vermieter wird nicht kündigen. Schließlich will ein Vermieter die Miete pünktlich, darauf kommt es ihm an… Berichteten doch Medien erst einmal, der Vermieter, eine Immobilienfirma aus Hamburg, sehe keinen Grund zur Kündigung. Nun hat man ihm offenbar die Augen geöffnet.

Endlich – nach wenigen Tagen – nun doch: Der Geschäftsführer der vermietenden Impala Immoblilien GmbH  kündigte den Betreibern des Ladens den Vertrag. Und sucht nun einen Anwalt, der sein Begehren mit ihm durchsetzt. Das wird nicht einfach, denn wer sich nur ein wenig auskennt weiß, dass  Leute wie die Betreiber dieses Ladens und Vertreiber dieser Marke geübt im Führen von Prozessen sind.  

Die schnelle Einsicht des sich getäuscht fühlenden Vermieters verdanken wir auch den Nachbarn des Tønsberg-Laden. Mit ihrem Widerstand haben sie dem Geschäftsraumverleiher einen Denkanstoß gegeben. „Kauft nicht bei Nazis!“, hat nun mancher Gewerbetreibende im Schaufenster seines Laden stehen, auf dem Schreibtisch des Vermieters häuften sich Briefe und Faxe…      So muss es sein!

Und merken wir uns: Widerstand ist nicht zwecklos!

*Rechtsextreme Symbole und Zeichen – Klick zu Wiki

Übrigens: Die Gesellschaft, die den Laden betreibt, nennt sich Protex GmbH, die Thor Steinar Bekleidungsmarke gehört der MediaTex GmbH – die beiden wohnen unweit von Berlin in Königswusterhausen an der gleichen Adresse. Beide besitzen 25000 € Stammkapital und die gleichen Namen tauchen auch auf…

 


Es kommt darauf an…

In diesem Jahr kommt es darauf an.

In dieser Saison…

Manchmal passt eines zum anderen, ganz unerwartet.

Ob ein Buchstabe gerade steht, oder sich dem Zeilenende zuneigt, ist manchmal von großer Bedeutung. Meine Freundin Elke berichtete, am Tage ausgerichtet, tanzten nächtens die Worte aus der Reihe. Am Morgen stünden sie dem Willen entgegen. Ein Häkchen an falscher Stelle löste die Eigenmächtigkeit des Textprogramms aus. Ich konnte dieses und einige andere kleine Probleme beseitigen…

Elke brachte uns ihre 5-Minuten Notate mit, SONANZ genannt und gedruckt erhältlich. Auf der Webseite des Editor Urs Engeler kann man dieses und andere wichtige Bücher von Elke Erb bestellen…

Elke Erb

Für ihr Lebenswerk (was für ein Wort!) ist Elke Erb gerade mit dem hochdotierten Hans-Erich-Nossack-Preis der Deutschen Wirtschaft im Bundesverband der Deutschen Industrie ausgezeichnet worden. Das hat mich überrascht. Dass die Industriellen das Geld haben, habe ich nie bezweifelt, aber so viel Verstand hätte ich denen gar nicht zugetraut. Aber es gibt eben auch heute noch kluge Kapitalisten. Manchmal denkt man ja, Engels wäre der letzte gewesen…

“Elke Erbs Bücher handeln von den Gleichgewichtsstörungen der Welt. Sie versteht es wie kein anderer Schriftsteller, Dinge und Wahrnehmungen zu betrachten und zu bedenken und nicht nur zu benennen und zu deuten.“ (Aus der Begründung der Jury)

Natürlich habe ich gleich in den überreichten 5-Minuten Notaten herumgelesen.  

Manchmal passst eines zum anderen – ganz unerwartet.

Mir schien, Elke habe den folgenden Text erst heute geschrieben – und das, weil sie in einem Internetforum gelesen hat – aber das ist natürlich Quatsch. Denn Elke liest bestimmt nicht in Internetforen. Und für Fußball interessiert sie sich nicht.

Aus:  SONANZ - 5-Minuten-Notate

Da hofft man nur, dass Licht werde in den Köpfen: Flutlicht.

Manchmal passt eines zum anderen, ganz unerwartet.

——————————————————————————————–

Mehr zu Elke Erb findet man unter anderem in diesem Blog durch Benutzen der Suchfunktion 🙂


Der Balljungenskandal

Manchmal ist, ob man Erfolg oder Misserfolg hat, von ganz kleinen Dingen abhängig.

Das betrifft auch Ballsportarten. Ja, auch Fußball ist ein Glücksspiel, unter allerlei Umständen jedenfalls. Einer dieser Umstände ist das Wetter – auf eisigem Rasen ist schon mancher Ball mehr geschlittert als gerollt.

Einer der weiteren Umstände, die Fußball auch zu einem Glücksspiel macht, ist der sogenannte Unparteiische, der auch eine Frau, dann also die Unparteiische sein kann, aber da der oder die Unparteiische regelmäßig Partei ergreifen muss, weil eine Partei die Regeln verletzt, deshalb wird ihr oder ihm sehr oft vorgeworfen, parteiisch und ungerecht zu sein. Oft sogar von den Anhängern beider Mannschaften, und denen ist ganz egal, ob es sich um einen Schiedsrichter oder eine Schiedsrichterin handelt. 

Zu den weiteren unkalkulierbaren Umständen, die Sieg oder Niederlage beeinflussen können, gehören auch die Balljungen. So nennt man, ich muss das erklären, denn hier lesen auch NICHTFUSSBALLFANS, die Jungs oder Mädchen, die den Ball zurückholen, wenn er weit aushalb des Spielfeldes landete. Rund um den Spielfeldrand stehen sie, die Balljungen oder Mädchen. Sie stehen, wenn sei sehr diszipliniert sind und warten darauf, nach dem Ball laufen zu können. Wenn sie weniger diszipliniert sind, balgen sie sich, oder spielen mit einem eigenen Ball. Bei vielen Fußballspielen in den unteren Ligen gibt es aber keine Balljungen. Oft übernehmen dann freundliche Zuschauer deren Funktion, kämpfen sich durch Gestrüpp und klettern über Zäune, um das runde Leder schnell wieder ins Spiel zu bringen. Natürlich rennen oft auch kleine Kinder dem Ball hinterher, stolz, ihn dann den Spielern zurück zu geben. Manchmal haben die Spieler es eilig, zum Ball zu kommen, manchmal auch nicht – das liegt natürlich am Spielstand. Will man ihn verändern, braucht man jede Sekunde – möchte man ihn konservieren, hat man viel Zeit.

Dem BFC Dynamo wurde in den letzten Wochen mehrfach vorgeworfen, nach einer Führung die Balljungen „abgezogen“ zu haben. (Damit ist nicht gemeint, dass man den Kindern irgendetwas weggenommen hat. Abziehen heißt in diesem Zusammenhang – Subtraktion. Die Jungs sind plötzlich weg. Das ärgerte nun ein paar Mal die Trainer der Gegner und in der FUWO wurde auch darüber mehrfach geschrieben. Da hieß es zum Beispiel:

Kein BFC-Heimspiel ohne das Thema Balljungen: Am Sonnabend beschwerte sich Lothar Hamann, Trainer der TSG Neustrelitz: „Der BFC Spielteinen richtig guten Fußball. Man muss aber nach dem 2:1 nicht die Balljungs abziehen. Das hat Dynamo nicht nötig.“ Seitens des BFC blieb Hamanns Aussage unkommentiert.“ (Fußballwoche/U.Meyer)

Im BFC-Fanforum wird die „Balljungenfrage“ durchaus kontrovers diskutiert. Obwohl mancher Fan eher der Meinung ist, die anderen sollten mal „die Fresse halten“ und das auch sicherheitshalber schreibt. Die Jugendleitung tut jedenfalls alles, um sich bei den Verantwortlichen der FUWO und der Verbände einzukratzen.

Jugendleitung

(Screenshot aus dem BFC Fanforum – hier für Lesewillige der LINK)

Man kann beide verstehen. Die moralischen Diskutanten, die dafür plädieren, sich fair zu verhalten und die Taktierer, die daran denken, dass man Vorteile durchaus nutzen sollte. Dass es in keinem Fall ein Vorteil ist, die Balljungen vom Spielfeldrand zu entfernen, daran denkt aber keiner. Und das ist eben falsch! Es könnte ja sein, dass einer der Balljungs, oder ein Ballmädchen, das entscheidende Tor in einem wichtigen Spiel erzielt. Es könnte zum Beispiel sein, dass die Fans des BFC Dynamo irgendwann nur deshalb weiter vom Aufstieg träumen dürfen, weil ein Balljunge im richtigen Moment am Ball ist und die Schiedsrichterin ihre Augen woanders hat. Wie? Balljungen können keine Tore erzielen? Doch. Sogar in der 3. Liga, sogar in Brasilien.

Rio de Janeiro – Das Tor eines Balljungen und der folgenschwere Irrtum einer prominenten Schiedsrichterin haben für einen Skandal im brasilianischen Fußball gesorgt. Beim Drittliga-Spiel zwischen Santacruzense und Atlético Sorocabana hatte ein Weitschuss des Santacruzense-Stürmers Samuel in der 89. Spielminute das Tor knapp verfehlt. Ein neben dem Pfosten stehender Junge beförderte den Ball daraufhin ins Tor der Gäste. Trotz heftiger Proteste gab die Unparteiische den Treffer, da sie offenbar mit dem Rücken zum Tor stand. Dank des Tores erreichte Santacruzense ein Unentschieden und verteidigte die Tabellenführung – vor Sorocabana. (SPIEGELONLINE – LINK)

Nein, der Spiegel hat nicht geschwindelt. Wer sich den Balljungenskandal auch noch ansehen will, bitte, viel Vergnügen – und immer beachten: Manchmal braucht man Balljungen auch in der 89. Spielminute!