Archiv für die Kategorie ‘FO-RUMS’

Die Texte des 18. April wurden nicht hier geschrieben…

Die Texte des 18. April wurden nicht hier geschrieben, sondern in einem Fußballforum. In einer seit längerem geführten Diskussion musste ich mich in den letzten Tagen wieder einmischen.  Am Freitag, dem 14. September eröffnete der User Bain einen Diskussionsthread:

Allgemeines Trageverbot diskussionswürdiger/rechtslastiger Textilkleidung in Deutschlands Fußballstadien Ja/Nein?

Hallo,

nach dem immer mehr Fußballvereine in Deutschland das Tragen der Kleidung sehr diskussionswürdiger/rechtslastiger Textilunternehmen wie Thor Steiner, Landser, Masterrace,Ultima Thule und CONSDAPLE in Ihren Stadion verbieten (zuletzt Magdeburg und Jena), stellt sich für mich die Frage ob dieses Verbot nicht eher zentral vom DFB und seinen Landesverbänden erlassen werden sollte. Bisher setzt man offensichtlich auf eine gewisse Selbstverpflichtung und tut sich mit Verboten etwas schwerer. Was haltet Ihr davon?

Ich für meinen Teil würde eine zentrale Regelung besser finden.Zwar würde man damit die geistige Haltung vieler der Träger dieser Textilien nicht ändern, aber man würde damit das erhöhte Zusammentreffen eben dieser Leute bei Fußballspielen erheblich erschweren. Ich weiß das diese Thema wieder heißes Eisen ist, hoffe aber auf eine vernünftige Diskussion aller wirklich Interessieren.

Ich sage Ja zu einem zentralen Verbot!

Gruß Bain

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Gesicht zeigen gegen Rassismus und Ausländerfeindlichkeit!

Deine Unterschrift zählt!

www.wir-sind-pankow.de

Es gab solche und solche Meinungen, aber im Lauf der Zeit kristallisierte sich auch eine Diskussion über die bei Rechtsextremen beliebte Marke “Thor Steinar” heraus. Das besonders deshalb, weil es ja wegen der Proteste gegen die Läden der Marke viel Diskussionstoff gab. Erschreckend viele Fußballfans waren der Meinung, es sei überhaupt keine “rechte Marke” und außerdem sei Kleidung nicht mehr wirklich ein Kennzeichen für eine Haltung. Sie jedenfalls hätte keine Probleme, “Thor Steinar” zu tragen und seien doch anständige Demokraten!

(Fortsetzung folgt!)


Noch mehr Knüppeleien :-)

Und weiter gehts. Natürlich konnte Herr Heilmann-Kern das nicht einfach so stehen lassen. Schließlich ging es ja um unseren BFC Dynamo. Und mein zu rügendes neues Verhalten. Was ich gemacht habe? Ich hätte nicht ordentlich und laut genug gratuliert – zu einem Sieg, meinte Thomas – alias Lauspub, alias Majjja, alias Burattino (je nach Laune). Jedenfalls nicht öffentlich genug. Auf meine Frage, ob inzwischen auch Handys der Spieler und Fans kontrolliert werden, hat natürlich niemand geantwortet. Aber ein anderer oft kritisierender BFCer, der sogar beim Spiel anwesend war, wurde ebenfalls gerügt: Seine Freude sei doch recht verhalten ausgefallen, beklagte einer der Stichwortgeber des Herrn Heilmann-Kern..

Aber was hatte nun Herr Heilmann-Kern zu antworten. (Er gehört übrigens auch zu denjenigen, die immer meinen, man könne die Politik aus dem Fußball heraushalten…) Zur Erinnerung auch mein Text noch einmal…

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[mygal=ps5]

“Keine Chance, denn es steht geschrieben” – Stimmt – Lesen über mich und meine Vergangenheit kann man hier: KLICK und oder auch hier: KLICK oder hier: KLICK oder auch hier: Klick. Man kann sich auch das dicke Buch von Joachim Walter ausleihen, oder in einer Bibliothek die mich betreffenden Texte lesen, man kann mir schreiben und mich fragen – es gibt allerlei Möglichkeiten an Informationen zu gelangen.

Und doch gibt es für Herrn Heilmann-Kern nur einen einzigen Grund, meine Vergangenheit hervorzuholen: Er tut es, um von der Gegenwart abzulenken. Er möchte gern, dass ich den Mund halte. Meine Meinung nicht mehr äußere, still bin. Und wenn ich schon etwas sage, dann soll mir wenigstens keiner zuhören.  Deshalb muss ich immer noch IM sein, das alles darf auf keinen Fall irgendwann zu Ende gewesen sein – und vor allem, darf es eben nicht sein, wie es tatsächlich gewesen ist. Aus dem IM darf nicht jemand geworden sein, der sich gegen die Stasi und ihre Methoden gewehrt hat. Das passt einfach nicht in das eindimensionale Weltbild des Herrn Thomans Heilmann-Kern. Und weil andere trotzdem anders denken, muss er wieder und wieder über meine IM-Vergangenheit reden, meine Vergangenheit und Gegenwart darauf reduziert.

September 2007:

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und im Juli liest sich Herr Thomas Heilmann-Kern so:

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Natürlich kann Herr Heilmann-Kern auch anders, so oder so…

[mygal=psnoch]

Es gibt natürlich noch mehr zu erzählen, von Herrn Heilmann-Kern, dem stellvertretenden Vorsitzenden des Wirtschaftsrates des BFC Dynamo, dem Stasiknüppel, den Gründen, warum Menschen den Knüppel aus dem Sack lassen, den Gründen, warum ich zur Stasi JA sagte und den Gründen, warum ich zur Stasi NEIN sagte. Aber nicht mehr heute.

 

 

 


Knüppel aus dem Sack!

Lange war hier nichts über den BFC Dynamo zu lesen. Der Verein will in der 4. Spielklasse bleiben – dazu muss er in der jetzigen Oberliga einen der ersten 3. Plätze belegen, auch mit dem 4. Platz hätte er noch eine Chance: Relegationsspiele gegen den viertplatzierten Verein der anderen Staffel, die ich gegenwärtig als etwas stärker einschätze. In beiden Staffeln liegen die sieben, acht bestplatzierten Vereine im Moment sehr dicht zusammen.

Hier wäre es auch bis zum Saisonende bei einer BFC-Pause geblieben, wäre nicht gestern der Pressesprecher des Witschaftsrates - in Personalunion stellvertretender Vorsitzender des gleichen Organs – Herr Heilmann-Kern, zum wiederholten Male auf Kritiker der Vereinsführung losgegangen, nachdem einer seiner Freunde aus dem Kreis der erlebnisorientierten Forenhools bereits zum Schlag ausgeholt hatte.

Zur Erklärung für die nicht erlebnisorientierten, fußballinteressierten Leser: Hools, Hooligans, nennen sich gern “erlebnisorientiert”. Oder auch: “Freunde der 3.Halbzeit”. Dabei gilt als 3. Halbzeit nicht die verbale Auswertung des Spielgeschehens am Bierttisch, die 3. Halbzeit ist auch nicht die Heulphase nach einem verlorenen Spiel oder die Heimfahrt, sondern die handgreifliche Auseinandersetzung mit Andersgläubigen – in diesem Fall an einen anderen Fußballverein Glaubenden… Es gibt wirklich Menschen, denen es Spaß macht, sich mit anderen Menschen zu prügeln. Mancher spürt offenbar nur so, dass er lebt, und dass er fühlen kann. Mancher prügelt seine Wut und seinen Hass aus sich heraus – und dass er dabei die Gefahr eingeht, andere schwer oder gar lebensgefährlich zu verletzen, verdrängt er. Prügeln sich doch Hools im Allgemeinen nur mit “Freiwilligen” – also anderen Hools… Freiwillig in diesem Sinne ist dann immer auch die Polizei, die Verabredungen verfeindeter Gruppen stört – oder gar verhindern will. Und es kommt schon mal vor, dass es “Kollateralschäden” gibt, “Unschuldige” – also Nichthools getroffen werden… Pechsache… Natürlich gehen auch Hooligans irgendwann in den wohlverdient gedachten Ruhestand und leben von ihrem hart erschlagenem Ruf und den Erinnerungen an andere Zeiten. Einige tauchen ganz ab. Die vom Ruf lebenden Althools müssen allerdings hart darum kämpfen, nicht ganz vergessen zu werden… Notfalls auch mit Fäusten, ersatzweise oder ergänzend als pöbelnde Forenhools…

Da ich zu den hartnäckigen Kritikern der gegenwärtigen Vereinsführung und ihres Weges gehöre, auf dem sie keine Andersdenkenden duldet, bin ich allzugern Angriffsobjekt pöbelnder Forenhools. Nach einem gemeinsamen Aufenthalt im Trainingslager gaben gestern ein Forenhool und der Pressesprecher des Wirtschaftsrates des BFC Dynamo eine Vorstellung der besonderen Art. Dazu gesellten sich noch einige andere Diskutanten – ganz normale Menschen und weitere Forenhools. Nun ist es ja nicht vollkommen egal, wie sich ein Fußballklub nach außen präsentiert – schon gar nicht, wenn er mit einem solchen Image belastet ist, wie der BFC Dynamo. Jedes Mal, wenn Herr Heilmann-Kern in guter Pöbelstimmung ist, schreit er: Knüppel aus dem Sack! Und damit kein Geheimnis bleibt, was der Herr Pressesprecher Thomas Heilmann-Kern so schreibt und denkt, hier ein Bildchen für einen ersten Eindruck. In Internetforen nennt er sich HEILI…

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Immer wenn in Texten ein Biene vorkommt oder irgend etwas summt, dann bin ich gemeint. Solcherlei Erwähnung (Summse, Biene usw.) eignet sich zum Beleidigen in jeglicher Form. Ist ja schwieriger justiziabel. Soll es allerdings geschäftsschädigend wirken, wird der volle Name erwähnt… Dann bleibt man allerdings sachlich und holt… Okay, das hatten wir schon. Ich bin natürlich nur ein Beispiel, jeder, der kritisiert, hat Ähnliches zu befürchten… Doch weiter…

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Da hatte ich nun also widersprochen. Schon wieder. Und auch noch dem Herrn Pressesprecher gesagt, was er tun könnte, um das Image des Vereins zu verbessern. Das muss ihn sehr geärgert haben… Und die anderen erwähnten Personen auch. Eine davon dachte sogar, ich hätte sie verwechselt, das teilte man mir auch per SMS mit - hatte ich aber nicht. Also holte Herr Heilmann-Kern die Stasi-Keule raus:

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Ach, der Herr Heilmann-Kern… Hatte er doch gar nicht verstanden, dass ich mit den Leuten, von denen er lernen sollte, gar nicht mich gemeint hatte – sondern die anderen von ihm in den Dreck gezogenen kritischen Akademiker. Und die waren nicht bei der Stasi…  

Und der Herr Heilmann-Kern behauptete doch, wenn “wir so wären, wie Sie uns immer gern darstellen, würde es kein Mitglied Maja Wiens mehr geben, da können Sie ganz sicher sein, aber wir sind nicht natürlich nicht so und können sogar damit ganz gut leben.”

Nun gibt es für Vereinsausschlüsse schon einige Kriterien. Und man kann sich gegen einen solchen Ausschluss gerichtlich wehren. Das hatte man auch Herrn Heilmann-Kern mitgeteilt – und so bleiben seine und anderer Ausschlusswünsche unerfüllbar. Und Herr Heilmann-Kern ist eben leider so, wie ich ihn sehe, das hat er gestern am Abend wieder einmal bewiesen. Natürlich habe ich ihm auf seinen Eintrag geantwortet. Und das las sich so:

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Nein, die “Diskussion” war damit nicht zu Ende. Aber für heute mache ich hier einen Punkt. Morgen ist ja auch noch ein Tag…


Ich wollte ein Märchen erzählen…

Es war einmal ein Land, in dem lebten alle Bürger in der Hoffnung, eines Tages würden sie gemeinsam einen großen Berg besteigen. Von dort oben, so vermuteten sie, könnten sie die ganze Welt sehen. Darauf freuten sich alle sehr, denn sie lebten schon lange sorgenvoll in einem Tal und mussten fürchten, unter den Wassermassen einer großen Flut begraben zu werden. Deshalb wählten sie die reichsten Bauern zu Anführern, weil die nur dann Geld für Bergführer ausgeben wollten, wenn sie auch bestimmen dürften, welche eingekauft würden.

Gemeinsam bereiteten Anführer und Gefolgschaft sich also auf den langen Weg über Stock und Stein vor. Sie sammelten Geld, um in den Nachbarländern die besten Bergführer anzuwerben, Kletterschuhe zu kaufen und machten einander Mut: Gemeinsam schaffen wir das!

UPS: Meinem Land sind gerade mehrere Bergführer und sogar der Kayser der Bergführer abhanden gekommen. Jetzt kann ich das Märchen nicht weiterschreiben und muss noch mal völlig umdenken.


Wir haben alles richtig gemacht

Wir haben alles richtig gemacht.

Wir werden alles richtig machen.

Wir werden alles richtig gemacht haben.

Schuld werden die anderen sein!

Wir haben alles richtig gemacht…


Keine Partei wie andere!

Neulich entgegnete man mir in einem Forum, in dem ich mal wieder das Verbot der NPD als dringend nötig bezeichnete, so lange sie nicht verboten sei, sei die NPD eine Partei wie jede andere. Und es gelte die Unschuldsvermutung. Dabei wissen wir doch so viel über diese Partei, dass wir uns nicht auf Vermutungen stützen müssen. Die NPD ist keine Partei wie andere.

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Widerstand ist nicht zwecklos!

Der gerade in der Berliner Mitte eröffnete eröffnete Thor-Steinar-Klamottenladen “Tønsberg” wird sich einen anderen Standort suchen müssen. In der Rosa-Luxemburg-Straße 18* will man ihn nicht haben. Der Protest von Gewerbetreibenden und Anwohnern hat den Vermieter zur Kündigung bewogen.

“Wie die “Berliner Zeitung“ berichtet, forderte der Geschäftsführer des Vermieters, der Impala Immoblilien GmbH aus Hamburg, den Ladenbetreiber Protex GmbH in einem Kündigungsschreiben auf, das Objekt umgehend zu räumen, weil sie ihn im Hinblick auf den Mietvertragsabschluss und dessen Hintergrund “sehr geschickt im Dunkeln gelassen“ habe.

Kleidung der Marke “Thor Steinar” ist bei Rechtsextremen sehr beliebt.”

(“Vermieter kündigt “Thor Steinar”-Laden in Mitte” – aus dem Tagesspiegel vom 6.2.2008)

Auch ein paar hundert Meter weiter hatte man den Laden nicht gewollt. Bis Ende Januar verkaufte man in der Karl-Liebknecht-Straße, dann lief der bereits im Sommer gekündigte Mietvertrag aus. Auch hier hatte der Druck der Öffentlichkeit den Vermieter – die Wohnungsbaugesellschaft Mitte – zur Kündigung getragen.

In Internetforen frohlockten diesmal die Rechten: Der Vermieter wird nicht kündigen. Schließlich will ein Vermieter die Miete pünktlich, darauf kommt es ihm an… Berichteten doch Medien erst einmal, der Vermieter, eine Immobilienfirma aus Hamburg, sehe keinen Grund zur Kündigung. Nun hat man ihm offenbar die Augen geöffnet.

Endlich – nach wenigen Tagen - nun doch: Der Geschäftsführer der vermietenden Impala Immoblilien GmbH  kündigte den Betreibern des Ladens den Vertrag. Und sucht nun einen Anwalt, der sein Begehren mit ihm durchsetzt. Das wird nicht einfach, denn wer sich nur ein wenig auskennt weiß, dass  Leute wie die Betreiber dieses Ladens und Vertreiber dieser Marke geübt im Führen von Prozessen sind.  

Die schnelle Einsicht des sich getäuscht fühlenden Vermieters verdanken wir auch den Nachbarn des Tønsberg-Laden. Mit ihrem Widerstand haben sie dem Geschäftsraumverleiher einen Denkanstoß gegeben. ”Kauft nicht bei Nazis!”, hat nun mancher Gewerbetreibende im Schaufenster seines Laden stehen, auf dem Schreibtisch des Vermieters häuften sich Briefe und Faxe…      So muss es sein!

Und merken wir uns: Widerstand ist nicht zwecklos!

*Rechtsextreme Symbole und Zeichen – Klick zu Wiki

Übrigens: Die Gesellschaft, die den Laden betreibt, nennt sich Protex GmbH, die Thor Steinar Bekleidungsmarke gehört der MediaTex GmbH – die beiden wohnen unweit von Berlin in Königswusterhausen an der gleichen Adresse. Beide besitzen 25000 € Stammkapital und die gleichen Namen tauchen auch auf…

 


Es kommt darauf an…

In diesem Jahr kommt es darauf an.

In dieser Saison…

Manchmal passt eines zum anderen, ganz unerwartet.

Ob ein Buchstabe gerade steht, oder sich dem Zeilenende zuneigt, ist manchmal von großer Bedeutung. Meine Freundin Elke berichtete, am Tage ausgerichtet, tanzten nächtens die Worte aus der Reihe. Am Morgen stünden sie dem Willen entgegen. Ein Häkchen an falscher Stelle löste die Eigenmächtigkeit des Textprogramms aus. Ich konnte dieses und einige andere kleine Probleme beseitigen…

Elke brachte uns ihre 5-Minuten Notate mit, SONANZ genannt und gedruckt erhältlich. Auf der Webseite des Editor Urs Engeler kann man dieses und andere wichtige Bücher von Elke Erb bestellen…

Elke Erb

Für ihr Lebenswerk (was für ein Wort!) ist Elke Erb gerade mit dem hochdotierten Hans-Erich-Nossack-Preis der Deutschen Wirtschaft im Bundesverband der Deutschen Industrie ausgezeichnet worden. Das hat mich überrascht. Dass die Industriellen das Geld haben, habe ich nie bezweifelt, aber so viel Verstand hätte ich denen gar nicht zugetraut. Aber es gibt eben auch heute noch kluge Kapitalisten. Manchmal denkt man ja, Engels wäre der letzte gewesen…

“Elke Erbs Bücher handeln von den Gleichgewichtsstörungen der Welt. Sie versteht es wie kein anderer Schriftsteller, Dinge und Wahrnehmungen zu betrachten und zu bedenken und nicht nur zu benennen und zu deuten.“ (Aus der Begründung der Jury)

Natürlich habe ich gleich in den überreichten 5-Minuten Notaten herumgelesen.  

Manchmal passst eines zum anderen – ganz unerwartet.

Mir schien, Elke habe den folgenden Text erst heute geschrieben – und das, weil sie in einem Internetforum gelesen hat – aber das ist natürlich Quatsch. Denn Elke liest bestimmt nicht in Internetforen. Und für Fußball interessiert sie sich nicht.

Aus:  SONANZ - 5-Minuten-Notate

Da hofft man nur, dass Licht werde in den Köpfen: Flutlicht.

Manchmal passt eines zum anderen, ganz unerwartet.

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Mehr zu Elke Erb findet man unter anderem in diesem Blog durch Benutzen der Suchfunktion :-)


Der Balljungenskandal

Manchmal ist, ob man Erfolg oder Misserfolg hat, von ganz kleinen Dingen abhängig.

Das betrifft auch Ballsportarten. Ja, auch Fußball ist ein Glücksspiel, unter allerlei Umständen jedenfalls. Einer dieser Umstände ist das Wetter – auf eisigem Rasen ist schon mancher Ball mehr geschlittert als gerollt.

Einer der weiteren Umstände, die Fußball auch zu einem Glücksspiel macht, ist der sogenannte Unparteiische, der auch eine Frau, dann also die Unparteiische sein kann, aber da der oder die Unparteiische regelmäßig Partei ergreifen muss, weil eine Partei die Regeln verletzt, deshalb wird ihr oder ihm sehr oft vorgeworfen, parteiisch und ungerecht zu sein. Oft sogar von den Anhängern beider Mannschaften, und denen ist ganz egal, ob es sich um einen Schiedsrichter oder eine Schiedsrichterin handelt. 

Zu den weiteren unkalkulierbaren Umständen, die Sieg oder Niederlage beeinflussen können, gehören auch die Balljungen. So nennt man, ich muss das erklären, denn hier lesen auch NICHTFUSSBALLFANS, die Jungs oder Mädchen, die den Ball zurückholen, wenn er weit aushalb des Spielfeldes landete. Rund um den Spielfeldrand stehen sie, die Balljungen oder Mädchen. Sie stehen, wenn sei sehr diszipliniert sind und warten darauf, nach dem Ball laufen zu können. Wenn sie weniger diszipliniert sind, balgen sie sich, oder spielen mit einem eigenen Ball. Bei vielen Fußballspielen in den unteren Ligen gibt es aber keine Balljungen. Oft übernehmen dann freundliche Zuschauer deren Funktion, kämpfen sich durch Gestrüpp und klettern über Zäune, um das runde Leder schnell wieder ins Spiel zu bringen. Natürlich rennen oft auch kleine Kinder dem Ball hinterher, stolz, ihn dann den Spielern zurück zu geben. Manchmal haben die Spieler es eilig, zum Ball zu kommen, manchmal auch nicht – das liegt natürlich am Spielstand. Will man ihn verändern, braucht man jede Sekunde – möchte man ihn konservieren, hat man viel Zeit.

Dem BFC Dynamo wurde in den letzten Wochen mehrfach vorgeworfen, nach einer Führung die Balljungen “abgezogen” zu haben. (Damit ist nicht gemeint, dass man den Kindern irgendetwas weggenommen hat. Abziehen heißt in diesem Zusammenhang – Subtraktion. Die Jungs sind plötzlich weg. Das ärgerte nun ein paar Mal die Trainer der Gegner und in der FUWO wurde auch darüber mehrfach geschrieben. Da hieß es zum Beispiel:

Kein BFC-Heimspiel ohne das Thema Balljungen: Am Sonnabend beschwerte sich Lothar Hamann, Trainer der TSG Neustrelitz: “Der BFC Spielteinen richtig guten Fußball. Man muss aber nach dem 2:1 nicht die Balljungs abziehen. Das hat Dynamo nicht nötig.” Seitens des BFC blieb Hamanns Aussage unkommentiert.” (Fußballwoche/U.Meyer)

Im BFC-Fanforum wird die “Balljungenfrage” durchaus kontrovers diskutiert. Obwohl mancher Fan eher der Meinung ist, die anderen sollten mal “die Fresse halten” und das auch sicherheitshalber schreibt. Die Jugendleitung tut jedenfalls alles, um sich bei den Verantwortlichen der FUWO und der Verbände einzukratzen.

Jugendleitung

(Screenshot aus dem BFC Fanforum – hier für Lesewillige der LINK)

Man kann beide verstehen. Die moralischen Diskutanten, die dafür plädieren, sich fair zu verhalten und die Taktierer, die daran denken, dass man Vorteile durchaus nutzen sollte. Dass es in keinem Fall ein Vorteil ist, die Balljungen vom Spielfeldrand zu entfernen, daran denkt aber keiner. Und das ist eben falsch! Es könnte ja sein, dass einer der Balljungs, oder ein Ballmädchen, das entscheidende Tor in einem wichtigen Spiel erzielt. Es könnte zum Beispiel sein, dass die Fans des BFC Dynamo irgendwann nur deshalb weiter vom Aufstieg träumen dürfen, weil ein Balljunge im richtigen Moment am Ball ist und die Schiedsrichterin ihre Augen woanders hat. Wie? Balljungen können keine Tore erzielen? Doch. Sogar in der 3. Liga, sogar in Brasilien.

Rio de Janeiro – Das Tor eines Balljungen und der folgenschwere Irrtum einer prominenten Schiedsrichterin haben für einen Skandal im brasilianischen Fußball gesorgt. Beim Drittliga-Spiel zwischen Santacruzense und Atlético Sorocabana hatte ein Weitschuss des Santacruzense-Stürmers Samuel in der 89. Spielminute das Tor knapp verfehlt. Ein neben dem Pfosten stehender Junge beförderte den Ball daraufhin ins Tor der Gäste. Trotz heftiger Proteste gab die Unparteiische den Treffer, da sie offenbar mit dem Rücken zum Tor stand. Dank des Tores erreichte Santacruzense ein Unentschieden und verteidigte die Tabellenführung – vor Sorocabana. (SPIEGELONLINE – LINK)

Nein, der Spiegel hat nicht geschwindelt. Wer sich den Balljungenskandal auch noch ansehen will, bitte, viel Vergnügen – und immer beachten: Manchmal braucht man Balljungen auch in der 89. Spielminute!

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Keine Besserung zu erwarten

Miriam von NULLACHTFUENFZEHN hat in ihrem Blog folgendes Zitat stehen:

Vielleicht stünde es um die Welt besser,
wenn die Menschen Maulkörbe
und die Hunde Gesetze bekämen.
Georg Bernhard Shaw

(Klick zum Beitrag “Vielleicht” bei Miri)

Seit gestern weiß ich, dass die Behauptung, der Mensch hätte den Wolf gezähmt, domestiziert und zum Hund gemacht, nicht unbedingt richtig ist. Der Wolf (auch eine Intelligenzleistung?) hat sich selbst domestiziert. (Fernsehen bildet :-) )

Ich kann verstehen, wenn das manchen Hunden heute schon wieder leid tut.

Dass Menschen ihre WOLFSGESETZE ändern und sich wenigstens manchmal freiwillig einen MAULKORB anlegen, ist nicht zu erwarten; also auch keine Besserung der Verhältnisse.


 
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