Archiv für die Kategorie ‘LOG-KICK’

Logüsch…

Ich telefoniere mit S.

Er: Hier sitzt ein Vogel mit rotem Schwanz, ziemlich nass. Der wippt immer mit dem Schwanz – was kann das sein?

Ich (nach zu langem Überlegen): Ein Gartenrotschwanz oder ein Hausrotschwanz.

Er. Ein Hausrotschwanz

Ich: Wieso?

Er: Sitzt ja vor’m Haus


Eintragung nicht möglich – der BFC Dynamo und (k)ein Logo

Die unendliche Geschichte des BFC Dynamo und seiner Logos scheint wirklich kein Ende zu nehmen. Offenbar sah das Markenamt die Rechtslage (mal wieder) wie ich – jedenfalls hat es die Eintragung des neuen Logos des BFC Dynamo als Marke abgelehnt. EINTRAGUNG NICHT MÖGLICH.

Die Anmeldung gilt nun als zurückgenommen. Noch einmal viel Geld, das für NICHTS ausgegeben wurde. Und nun?

Neulich meinte der Fanbeauftragte des BFC Dynamo noch – da ging es um die von mir publizierte Ablehnung der Eintragung der BFC-Wortmarke:  „Alles wird gut!“

Damit wirklich alles gut wird, sollte man vielleicht einmal mehr auf Kritiker hören.

DE3020090300216-bfc – Markenanmeldung -Logo

(Wer weitere Kapitel der Logogeschichte lesen will, kann einfach LOGO im Suchfeld eingeben und wird fündig!)


Der BFC Dynamo und seine Logos – ein neues Kapitel in der unendlichen Geschichte

Der BFC Dynamo und seine Logos. Die Geschichte scheint unendlich. Und auch wenn es manchem Juristen nicht gefallen mag – manchmal habe ich sogar in sogenannten juristischen Dingen RECHT. Das verdanke ich langjähriger Übung – es ging um die Rente meiner pflegebedürftigen Großmutter – und der Tatsache, dass mir logisches Denken leicht fällt und viele Dinge LOGISCH sind, wenn man die Denkweise und Sprache erst einmal beherrscht.

So schrieb ich vor einigen Tagen hier unter anderem folgendes:

„Problematisch scheint mir allerdings die Eintragung des „BFC“ als Wortmarke, gibt es doch in Berlin viele Fußballvereine, die das BFC im Namen führen. Warum sollte die Buchstabenkombination nun einer allein auf Bekleidung vermarkten dürfen. Hier müsste, denke ich, ein Freihaltebedürfnis bestehen und die Eintragung vom Markenamt abgelehnt werden. BFC heißt: Berliner Fußballclub – und davon gibt es viele!“

BFC Wortmarke

Ich hatte recht. Das Markenamt hat die Eintragung abgelehnt.

BFC Dynamo „BFC“ als Wortmarke – Eintragung nicht möglich

Allein die Gebühren für den Antrag auf Eintragung betragen 1300.-€.  Schade drum.

Was das andere neue beantragte Logo – die Bärenmarke – betrifft – so gibt es nichts Neues. Wer sich dafür interessiert, warum ich meine, dass auch dieses Logo nur ein 50%-Chance auf Eintragung hat, kann das hier nachlesen.


Ein Fußballverein und sein(e) Logo(s)

Ringlein, Ringlein, du musst wandern
von dem einen zu dem andern.
Das ist hübsch, das ist schön.
Lasst das Ringlein nur nicht seh’n.

Das hübsche Kinderliedchen könnten die Fans des BFC Dynamo mit verändertem Text singen:

Logo, Logo, du musst wandern
von dem einen zu dem andern.
Das ist hübsch, das ist schön.
Lasst das Logo nur nicht seh’n.

Nun sieht das Traditionslogo des BFC Dynamo ohnehin kaum noch jemand, denn der Verein hat sich nach langen Jahren entschlossen, beim Patent und Markenamt die Eintragung eines neuen Logos zu beantragen. Das war nötig. Das eigene Logo unter dem der BFC Dynamo seine 10 DDR-Meisterschaften errungen hatte, im Europapokal spielte und weit über die Grenzen des DDR-Globus hinaus bekannt geworden war, gehörte dem Verein längst nicht mehr.

Der Verein hieß nicht mehr BFC Dynamo und ein findiger Mensch sicherte sich die Markrechte am Logo des Vereins. Als der Meisterklub sich wieder auf seine Tradition besann und den alten Namen wieder annahm, war sein Logo in fremder Hand. Es wanderte vom findigen Eintrager zu schnellen Motorradfahrern, die ganz und gar keine Engel sind. Der Verein hätte es gern zurückgekauft, war aber finanziell ständig klamm und der Preis für den Rückkauf überstieg seine Möglichkeiten. Da begann unerwartet ein Märchen:

Es tauchte plötzlich aus dem NICHTS ein Männlein auf und versprach dem Verein goldene Zeiten. Beinahe niemand im Verein wollte dem Männlein glauben, dass es so viel Geld besäße, wie es behauptete. Außerdem behauptete das Männlein, es habe das Geld in vielen fremden Ländern eingesammelt und sogar verdient durch den Handel mit Diamanten und Kaffee. Das glaubte auch keiner – denn das Männlein sah so gar nicht aus, wie ein König und Diamantenhändler, und außerdem hatte der böse Vereinsvorsitzende das Männlein mitgebracht und da waren viele Zweifel angebracht, denn der glaubte auch, dass man goldene Sonnen kaufen könne und dass dem Verein eines Tages die gebratenen Tauben mit dem Bus gebracht würden. Zum Zeichen, dass es wirklich über die Mittel für goldene Zeiten verfüge, kaufte aber das Männlein dreiviertel vom LOGO, das restliche Viertel behielt der Motorradfahrer, der immer noch kein Engel war. Aber obwohl die Fans des Vereins ihr Logo sehr liebten wollten sie das merkwürdige Männlein mit dem dreiviertel Logo nicht und vertrauten lieber einem Vereinsmeier.

So zog das Männlein weiter und brachte einem anderen Verein sein Geld und versprach ihm die goldenen Zeiten. Dort durfte es mitregieren, bis sich herausstellte, dass es sein Kind verprügelt und noch andere schlimme Sachen gemacht hatte. So heftig es auch weinte: Das Männlein musste ins Gefängnis und der Verein, der sein Geld bekommen hatte und nun wenigstens schon silberne Zeiten erlebte, wollte kein Geld mehr von ihm und warf ihn auch aus der Regierung.

Als das die Leute vom anderen Verein erfuhren, lachten sie laut und vergaßen dabei, dass das Männlein im Gefängnis ja auch noch dreiviertel ihres Logos besaß.
Daran erinnerte das Männlein den Vereinsmeier – er schickte ihm eine Brieftaube mit einer Nachricht. So kam man ins Taubentauschen. Als das Männchen erfuhr, dass der Vereinsmeier das Dreiviertellogo nicht kaufen wollte, war es arg entäuscht. Guter Rat war nun teuer. Da kam plötzlich ein Motoradfahrer vorbei, der immer noch kein Engel war und sprach: Was willst du mit einem dreiviertel Logo im Gefängnis, verkauf es mir zurück.
Das tat das merkwürdige Männlein, denn es hatte längst die Hoffnung aufgegeben, das aus dem Logo ein Diamant würde… Und so endete das Märchen. Wenn man davon absieht, dass der Vereinsmeier und das Männlein immer noch Brieftauben tauschen…

Der BFC Dynamo hatte sich inzwischen ein neues Logo ausgedacht und beim Markenamt beantragt.  Aber leider ist dort bisher nur die Anmeldung eingegangen und das Logo noch nicht eingetragen. Und ob es jemals eingetragen wird, ist fraglich.

Gründung:

15. Januar 1966 als BFC Dynamo (Fußballabteilung)

Namen:

15. Januar 1966 als BFC Dynamo
ab 19. Februar 1990 – FC Berlin e.V.
ab 03. Mai 1999 – BFC Dynamo e.V. – Abstimmung Mitgliederversammlung
seit 26. Juli 2009 – BERLINER FUSSBALL CLUB DYNAMO e.V. – Abstimmung der Mitgliederversammlung

Logos:

Logo des BFC Dynamo / Jetzt auch Traditionslogo genannt

Logo des BFC Dynamo / Jetzt auch Traditionslogo genannt

Logo unter dem die Mannschaften des BFC Dynamo in der DDR-Zeit und nach der Rückbenennung spielten, bis zur Einführung des neuen Logos.
Markenrechtlich gehört dieses Logo beinahe völlig der BFC DYNAMO VERMARKTUNGSGESELLSCHAFT m.b.H., – die aber mit dem Fußballclub nichts mit Motorrädern aber einiges zu tun hat.
Die Warenklasse 41 – Durchführung sportlicher Aktivitäten unter der Marke – gehört  Thomas Thiel.

Logos des FC Berlin

Logos des FC Berlin

In der Zeit zwischen dem 19. Februar 1990 und dem 03. Mai 1999 spielte der Verein unter den Namen FC Berlin. Die Fanartikel mit den Logos der damaligen Zeit konnten sich aber bei den Fans nicht wirklich durchsetzen. Das Traditionslogo blieb für sie das eigentliche Logo.

Im Mai 2009 beantragte der Berliner Fußball Club Dynamo e.V. beim Markenamt die Eintragung folgenden Logos:

Berliner Fussball Club - als Marke beantragt

Berliner Fussball Club - als Marke beantragt

Bis heute ist eine Eintragung nicht erfolgt.
Auf Grund der Kritik von Fans und öffentlicher Kritik, vor allem an der Schreibweise, änderte der Verein das Logo noch einmal.

Nachgebessertes neues Logo des BERLINER FUSSBALL CLUB DYNAMO

Nachgebessertes neues Logo des BERLINER FUSSBALL CLUB DYNAMO

Nun besitzt der BERLINER FUSSBALL CLUB DYNAMO noch weitere Logos und er hat weitere Markenrechte beantragt. Noch vor dem „neuen“ Logo beantragte der Verein ein anderes Bärchen.

Früher zierte es die Programmzeitschriften des BFC Dynamo. Nämlich dieses hier:

BFC-Bärchen

BFC-Bärchen

Diese Bildmarke wurde im Jahr 2007 eingetragen. Einen Widerspruch gab es nicht.

Anders sieht das bei Bärchen 2 aus:

BFC Bärchen 2

BFC Bärchen 2

Bärchen 2 wurde als Wort- und Bildmarke beantragt – am 18.7.2008 wurde sie eingetragen, aber offenbar legte jemand Widerspruch gegen die Eintragung ein, denn zur Zeit läuft ein Widerspruchsverfahren. (Wer da wohl Widerspruch eingelegt hat???)

Problematisch scheint mir allerdings die Eintragung des „BFC“ als Wortmarke, gibt es doch in Berlin viele Fußballvereine, die das BFC im Namen führen. Warum sollte die Buchstabenkombination nun einer allein auf Bekleidung vermarkten dürfen. Hier müsste, denke ich, ein Freihaltebedürfnis bestehen und die Eintragung vom Markenamt abgelehnt werden. BFC heißt: Berliner Fußballclub – und davon gibt es viele!

BFC Wortmarke (KLICK)

Die Marke, die der BERLINER FUSSBALL CLUB DYNAMO  e.V. (so schreibt sich der Verein laut Satzung jetzt), aber außerdem noch besitzt und die auch schon seit einigen Jahren eingetragen ist, wäre mein persönlicher Favorit gewesen. Auch dem meisten Fans hätte dieses Logo vermutlich besser gefallen, als der arme Bär hinter Gittern. Aber wahrscheinlich wissen sie gar nicht, dass es dem Verein gehört. Es sieht so aus:

Dynamo est 1966

Dynamo est 1966

Angemeldet im Mai 2005, im September eingetragen und seither im Besitz des Vereins – Widerspruch wurde von niemandem eingelegt.

D-1966 – Wort-Bildmarke (KLICK)

Logo, Logo, du musst wandern
von dem einen zu dem andern.
Das ist hübsch, das ist schön.
Lasst das Logo nur nicht seh’n.


Nichts geht über Bärenmarke? Der BFC Dynamo und sein neues Logo (Teil 1)

Vorweg 1.: Alle Marken gehören ihren jeweiligen Eigentümern. Auch die hier abgebildeten und besprochenen.

Vorweg 2: Ich bin kein Markenrechtler und habe – entgegen anders lautenden Behauptungen – nicht Jura studiert.

Der BFC Dynamo hat also ein neues Logo. Nun, ganz  h a t  er es noch nicht. Denn entgegen den bisherigen Annahmen der Fans steht noch gar nicht fest, ob dieses Logo das Logo des Vereins werden kann. Trotz der Behauptung, Fachleute hätten sich mit der Erstellung des Logos beschäftigt und der Annahme der Fans, man werde sich markenrechtlich schon ordentlich beraten lassen haben, behaupte ich: Der Verein bewegt sich mit seinem neuen Logo auf ganz dünnem Eis.

Das Logo ist noch nicht eingetragen! (für Neugierige hier die Anmeldung –  und der Verfahrensstand am heutigen Tag Anmeldung )

Lediglich die Anmeldung ist beim Patent- und Markenamt eingegangen. Und da kann noch viel passieren. Nach der Anmeldung folgt die Eintragung – oder auch nicht – dazu komme ich noch. Ist das Logo eingetragen, beginnt eine Widerspruchsfrist von 3 Monaten – in der kann auch noch einiges passieren. Erst dann ist das Logo (halbwegs) sicher. Halbwegs schreibe ich deshalb, weil auch schon lange eingetragene Marken gelöscht wurden, weil sich z.B. die Gesetzeslage geändert hat. Ein Beispiel ist die Löschung des Staatswappens der DDR.

Staatswappen der DDR

Staatswappen der DDR

Im Jahr 2004 versuchte ein Geschäftsmann aus Karlsruhe, sich dieses Symbol und andere DDR-Symbole (wie das der FDJ, der SED und des MfS) markenrechtlich schützen zu lassen.

Die Eintragung beim Deutschen Patent- und Markenamt in München wurde aufgrund einer gerichtlichen Entscheidung wieder gelöscht.

Diese Entscheidung wurde allerdings in der Revision im Frühling 2008 gekippt, so dass die Symbole wieder eingetragen werden.

Im Sommer 2008 hat das Patentgericht entschieden, dass die Verwendung des Staatswappens der DDR als Marke sittenwidrig ist und daher die Eintragung zu löschen ist.

Tja – manchmal ist auch eine Eintragung keine Gewähr für dauerndes Markenrecht.

Man wolle Schwierigkeiten und langwierigen Prozessen aus dem Weg gehen – so begründete der Verein seinen Fans gegenüber den Verzicht auf das Dynamo-D und die Abkürzung BFC für Berliner Fußballklub. Auch zu einem von den Fans präferierten Wettbewerb um die Gestaltung eines neuen Logos kam es nicht, das sei nicht praktikabel, begründeten die Vereinsoberen, denn man wolle anderen keine Gelegenheit geben, sich einen Entwurf möglicher Weise vorab zu sichern.

Das alles ist nur halb richtig oder falsch. Das Dynamo-D ist ein Zeichen, das bei vielen Klubs verwendet wird und deshalb allein weder gesichert ist noch gesichert werden kann. (Freihaltebedürfnis)

Dynamo D

Dynamo D

Auch die Abkürzung BFC gehört niemandem – auch nicht als Abkürzung für Berliner Fußballclub. Ein Beispiel sei gezeigt:

bfc-viktoria

bfc-viktoria

Die Verwendung von beidem – Dynamo D und BFC wäre also möglich gewesen, nur musste man unbedingt eine Ähnlichkeit und Verwechslungsgefahr mit dem Traditionslogo des BFC Dynamo vermeiden.
Traditionslogo des BFC Dynamo

Traditionslogo des BFC Dynamo

Leider gehören den Inhabern des Traditionslogos auch weitere Marken – ein weiteres Traditionslogo zum Beispiel – denn der BFC Dynamo und seine Mitglieder haben die Markenrechtsfrage in den letzten Jahren noch immer nicht ernst genug genommen.  Vielleicht ist der Verein jetzt schlauer und sichert sich die noch nicht gesicherten Traditionsmarken. Wenigstens sollte er die Markenanmeldungen überwachen  und sich wehren, wenn Privatpersonen sich Marken sichern, die eigentlich dem BFC Dynamo gehören sollten.

Das neue Logo des BFC Dynamo hat sich schon verändert.

Sah es doch zuerst so aus: 

Neues BFC Logo Version 1

Neues BFC Logo Version 1

„Ihr könnt uns alle Scheiße finden, aber WIR sind der BFC und nur WIR schreiben Fussball mit kleinem ss.“ Das hatte der Wirtschaftsratsvorsitzende Meyer als Marketingstrategie verkündet, ließ sich aber von den Fans eines Besseren belehren und man änderte das Logo ein wenig. Nun sieht es so aus:
Neues Logo BFC - Version 2

Neues Logo BFC - Version 2

Nun schreibt man FUSSBALL  in Versalien und hat die Streifen auf Fananregung etwas gedreht, aber Probleme könnten dennoch auf den BFC Dynamo zukommen. Und das nicht, weil auf dem Logo weiterhin falsch geschrieben wird – FUSSBALL CLUB statt FUSSBALLCLUB – sondern weil es vielleicht ein Eintragungshindernis gibt.
Vorsicht, jetzt folgt ein längerer Gesetzestext – das Lesen solcher Texte ist nicht jedermanns Sache. Deshalb vorweg: Wer will, kann den Text auch überspringen.  Welches mögliche absolutes Schutzhindernis ich bei der Eintragung des neuen Logos sehe, erläutere ich nach dem Text.
MarkenG § 8 absolute Schutzhindernisse

(1) Von der Eintragung sind als Marke schutzfähige Zeichen im Sinne des § 3 ausgeschlossen, die sich nicht graphisch darstellen lassen.

(2) Von der Eintragung ausgeschlossen sind Marken,

  1. denen für die Waren oder Dienstleistungen jegliche Unterscheidungskraft fehlt,
  2. die ausschließlich aus Zeichen oder Angaben bestehen, die im Verkehr zur Bezeichnung der Art, der Beschaffenheit, der Menge, der Bestimmung, des Wertes, der geographischen Herkunft, der Zeit der Herstellung der Waren oder der Erbringung der Dienstleistungen oder zur Bezeichnung sonstiger Merkmale der Waren oder Dienstleistungen dienen können,
  3. die ausschließlich aus Zeichen oder Angaben bestehen, die im allgemeinen Sprachgebrauch oder in den redlichen und ständigen Verkehrsgepflogenheiten zur Bezeichnung der Waren oder Dienstleistungen üblich geworden sind,
  4. die geeignet sind, das Publikum insbesondere über die Art, die Beschaffenheit oder die geographische Herkunft der Waren oder Dienstleistungen zu täuschen,
  5. die gegen die öffentliche Ordnung oder die gegen die guten Sitten verstoßen,
  6. die Staatswappen, Staatsflaggen oder andere staatliche Hoheitszeichen oder Wappen eines inländischen Ortes oder eines inländischen Gemeinde- oder weiteren Kommunalverbandes enthalten,
  7. die amtliche Prüf- oder Gewährzeichen enthalten, die nach einer Bekanntmachung des Bundesministeriums der Justiz im Bundesgesetzblatt von der Eintragung als Marke ausgeschlossen sind,
  8. die Wappen, Flaggen oder andere Kennzeichen, Siegel oder Bezeichnungen internationaler zwischenstaatlicher Organisationen enthalten, die nach einer Bekanntmachung des Bundesministeriums der Justiz im Bundesgesetzblatt von der Eintragung als Marke ausgeschlossen sind,
  9. deren Benutzung ersichtlich nach sonstigen Vorschriften im öffentlichen Interesse untersagt werden kann, oder
  10. die bösgläubig angemeldet worden sind.

(3) Absatz 2 Nr. 1, 2 und 3 findet keine Anwendung, wenn die Marke sich vor dem Zeitpunkt der Entscheidung über die Eintragung infolge ihrer Benutzung für die Waren oder Dienstleistungen, für die sie angemeldet worden ist, in den beteiligten Verkehrskreisen durchgesetzt hat.

(4) Absatz 2 Nr. 6, 7 und 8 ist auch anzuwenden, wenn die Marke die Nachahmung eines dort aufgeführten Zeichens enthält. Absatz 2 Nr. 6, 7 und 8 ist nicht anzuwenden, wenn der Anmelder befugt ist, in der Marke eines der dort aufgeführten Zeichen zu führen, selbst wenn es mit einem anderen der dort aufgeführten Zeichen verwechselt werden kann. Absatz 2 Nr. 7 ist ferner nicht anzuwenden, wenn die Waren oder Dienstleistungen, für die die Marke angemeldet worden ist, mit denen, für die das Prüf- oder Gewährzeichen eingeführt ist, weder identisch noch diesen ähnlich sind. Absatz 2 Nr. 8 ist ferner nicht anzuwenden, wenn die angemeldete Marke nicht geeignet ist, beim Publikum den unzutreffenden Eindruck einer Verbindung mit der internationalen zwischenstaatlichen Organisation hervorzurufen.

Alle Achtung denjenigen, die sich durchs Gesetzesdeutsch gelesen haben. Kurz gesagt, ich sehe ein Problem, weil der Berliner Bär ein wesentliches Element des neuen Logos bildet. „Von der Eintragung ausgeschlossen sind Marken, die Staatswappen, Staatsflaggen oder andere staatliche Hoheitszeichen oder Wappen eines inländischen Ortes oder eines inländischen Gemeinde- oder weiteren Kommunalverbandes enthalten.“  

Betrifft das Logo des BFC Dynamo nicht, weil es sich um den OSTBERLINER BÄREN handelt? So einfach ist es nicht. Der Ostberliner und der Gesamtberliner Bär – sie sind einander so ähnlich, dass Verwechslungsgefahr besteht.

Berliner Bärenparade

Berliner Bärenparade

 

Demnächst mehr über das neue Logo des BFC Dynamo


Umstrittenes Logo – merkwürdiges Marketing

Noch vor wenigen Tagen hatte der starke Mann des BFC Dynamo, Peter Meyer, die Schreibweise der Ballspielart mit dem doppelten S  hartnäckig verteidigt und als angebliche Marketingstrategie ausgegeben.

Nun ruderte Meyer zurück, offenbar beeindruckt von der Kritik mancher Fans. Natürlich wollte er mit der Korrektur des Fehlers wenigstens seine Reputation bei den Fans erhöhen, einen Fehler zuzugeben, das wäre dann doch einer zu viel gewesen. So lautet Meyers neue Erklärung für die Änderung der Schreibweise folgendermaßen:

Na Logo

Liebe Fans,

der Wirtschaftsrat und das Präsidium sind ein gewähltes Gremium des Vereins, doch es geht hier nicht um persönlichen Interessen oder Ansichten einzelner Personen, sondern um das Wohl und die Förderung unseres Vereins.
Wir haben uns als Ziel gesetzt, immer auf die Fragen und Anregungen unserer Mitglieder und Fans einzugehen und jederzeit für sie ansprechbar zu sein.
Bei dem Entwurf des neuen Logos haben wir eine bestimmte Marketingstrategie verfolgt und uns nicht zuletzt an alte Wimpel und Anstecknadeln des BFC aus den 60 Jahren gehalten um die Tradition im neuen Logo widerzuspiegeln. Dafür sind wir den Kompromiss eingegangen und haben Fussball geschrieben, entgegen der deutschen Rechtschreibung.
Da seit Tagen dieses Thema brodelt und unsere Fans in zwei Lager teilt, haben wir uns dazu entschlossen die Schreibweise zu ändern und im neuen Logo ab sofort Fußball zu schreiben.
Wir werden aber weiterhin die Worte Berliner Fußball Club getrennt schreiben, als Anlehnung an die alte Kurzform B F C.
WIR sind der BFC…. nicht einer allein, sondern alle zusammen.

Peter 

(Quelle für dieses Statement ist das BFC Fanforum in privater Verantwortung – http://www.bfcdynamo.de/forum/wbb/index.php?page=Thread&postID=199675#post199675 )
Inzwischen gibt es eine überarbeitete Form des Logos, die der Fanbeauftragte heute als „final“ bezeichnete. Man hat sich dazu entschlossen, nur Großbuchstaben zu benutzen, bleibt aber bei der getrennten Schreibweise von Fussball und Club – in Anlehnung, so Meyer,  an das BFC.
Inzwischen gibt es aber eben auch Presseberichte über das falsch geschriebene „Fussball“ im Logo und andere sehen offenbar andere Probleme in der Schreibweise mit dem „ss“ – als die Fans des BFC Dynamo.
„Fussball statt Fußball – mit ss, in Frakturschrift.

In der Vergangenheit hatte der BFC große Probleme mit rechtsextremem Publikum. „Hinter dem Doppel-S steckt überhaupt kein Hintergedanke. Beim BFC wurde auf allen Wimpeln oder Schals Fussball immer so geschrieben“, entgegnet Präsident Norbert Uhlig.

Und doch wurde bewusst provoziert. „Wir hofften, dass sich alle über die Schreibweise aufregen und unser Logo so durch die Republik wandert“, sagte Peter Meyer, der Chef des Wirtschaftsrates. “

Tatsächlich wurde in den Fan-Foren statt über Nazis heftig über die Orthografie diskutiert – mit einem Erfolg. „Damit sich die Gemüter beruhigen, die uns einen Rechtschreibfehler vorwerfen, wird das Logo nur noch große Buchstaben haben“, sagte gestern Präsident Uhlig.
(Zitate aus dem Tagesspiegel, Artikel von Matthias Koch – 12.6. 2009 / Link)
Der Autor Matthias Koch irrt, als er in diesem Artikel auch noch vermutet, Rayk Bernt, der BFC-Fan, stehe der Motorrad Gruppierung Hells Angels nahe und verwalte inzwischen das Logo nur noch für den heutigen (sitzenden) Besitzer Thiel. Der ehemalige Hauptsponsor von Tennis Borussia verbüßt seit April 2009 eine Haftstrafe.
Richtig ist: Thiel und Bernt halten jeweils einen Teil der Rechte am Logo und Bernt ist Mitglied der Hells Angels.

Aus dem Artikel des Tagesspiegel machte ganz schnell die Internetplattform Short News  eine besonders schlimme und falsche Variante :      

Short News

Short News

 Natürlich hatte der BFC Dynamo noch nie ein SS im Logo. Und sein Logo hat der Verein auch nicht zurückgekauft.

Und natürlich stimmt auch nicht, was BFC Dynamo Präsiddent Norbert Uhlig dem Tagesspiegel gegenüber behauptet haben soll: „Hinter dem Doppel-S steckt überhaupt kein Hintergedanke. Beim BFC wurde auf allen Wimpeln oder Schals Fussball immer so geschrieben.“
Nein, auch beim BFC Dynamo  beherrschte man früher fast immer die deutsche Orthografie.
(Demnächst mehr zum neuen Logo des BFC Dynamo)

BFC Dynamo: Wir machen Dummheit zur Strategie

Kürzlich erschien im Berliner Kurier ein kleiner Artikel „Verzicht aufs Dynamo-D“ in dem es hieß:

„Das Dynamo-D ist verschwunden, der Berliner Bär richtet sich vor einem weinrot-weiß-gestreiften Hintergrund auf. Dazu ein Ring in den Klubfarben mit dem Vereinsnamen. Kraftvoll, aber gewöhnungsbedürftig. „Wir wollten den Besitzern des Alt-Logos keinerlei juristische Angriffspunkte bieten, haben deshalb bewusst auf das D und das BFC verzichtet. Und es sollte nicht hypermodern wirken“, so Peter Meyer.

Der BFC Dynamo braucht dringend ein Logo. Sein eigenes gehört ihm nämlich nicht.

Dummheit der ehemaligen Vereinsoberen führte einst dazu, dass sich ein Geschäftemacher das Logo, an dem der Verein kein Interesse anmeldete, sichern ließ.

Inzwischen hat das Logo zwei andere Eigentümer – und die wollen mehr Geld dafür, als der Verein bezahlen kann. Einer der Besitzer sitzt  neuerdings hinter schwedischen Gardinen, was ihn für Verhandlungen ohnehin schwerer erreichbar machen könnte. Der andere Eigentümer an den Rechten des Logos des Meisterklubs ist Mitglied des Vereins und gehörte vor Jahren zu seinen Rettern. Dass er dem Verein das Logo nicht geschenkt hat, ist normal, und wir leben eben im Kapitalismus, hieß es dazu beim BFC Dynamo, und das zeigt, dass man auch dort längst in der Bundesrepublik Deutschland angekommen ist.

Einige Witzbolde traten zwar permanent kämpferisch mit einem Transparent auf: „Wir fordern unser Emblem zurück“, aber sie standen so mild lächelnd dahinter, dass man einen Hauch von frischem Gras spürte, ohne ihnen wirklich nah zu sein.

Vor der letzten Mitgliederversammlung im Frühsommer 2008, als der Verein schon beinahe fast eventuell entschlossen schien, sich ein neues eigenes Logo zu geben, gab es plötzlich Verhandlungen zwischen den Eigentümern des Logos und Peter Meyer.

Peter Meyer ist Wirtschaftsratsvorsitzender des Vereins, sein Mitarbeiter Norbert Uhlig hat inzwischen den Präsidentenposten erhalten und auch sonst sind die Positionen beim BFC Dynamo so besetzt, dass Meyer keinen Widerspruch fürchten muss. Letztlich entscheidet er sowieso allein. Eigentlich – genau betrachtet, ist das auch richtig so – denn ihm gehört der Verein, Meyer kaufte die Schulden auf – und sich damit die Macht, die man ihm gern überließ.  Man nimmt ihm nichts übel, nicht die hohen Eintrittspreise und den Misserfolg beim zweimal missglückten Aufstieg auch nicht. Niemand fragt öffentlich danach, wieso der INFINITY Business-Club 100, der von ehemaligen und derzeitigen Sponsoren des BFC Dynamo lebt, eigentlich Eigentum des Wirtschaftsratsvorsitzenden Meyer ist. Im Gegensatz zu anderen Sponsoren-Clubs, hat dieser mit dem Verein nichts zu tun. sondern ist eine Tochterfirma des kommerziellen Unternehmens des Peter Meyer. 

Die Fans spenden und arbeiten für den Verein wie immer. Die Mitglieder auch. Viele Mitglieder sind allerdings oft säumig bei der Beitragszahlung, Außenstände in fünftstelliger Höhe beklagt der Verein zu Recht schon seit vielen Jahren.

Überzeugt von dem glücklichen Ausgang der Verhandlungen verkündete Meyer zur Mitgliederversammlung in der Mitte des vergangenen Jahres, man werde bald zum Abschluss der Verhandlungen um das Logo kommen. Man strich den Tagesordnungspunkt und die Mitglieder träumten vom Rückkauf. Als kleines Geschenk an einen der Verhandlungspartner bat Meyer sie um Entlastung des ehemaligen Präsidenten und seines Stellvertreters. Beide waren den Mitgliedern in den anderhalb Jahren vorher  so madig gemacht worden, dass den Anwesenden die Entlastung wirklich schwer fiel. Hielten sie den ehemaligen Präsidenten Mario Weinkauf doch für den Verursacher der Außenstände, der er nicht war.  

Mario Weinkauf war inzwischen längst beim Stadt-Konkurrenten Tennis Borussia Berlin weich gelandet, wenngleich die Fans dort ihn ebenso wenig mochten, wie die des BFC. Aber dort spielte das keine Rolle. Tennis Borrusia wird in der nächsten Saison voraussichtlich in der Regionalliga spielen.

Die Verhandlungen zwischen den Eigentümern der Rechte an der Vermarktung des Tradiotionslogos und dem BFC Dynamo scheiterten  nach beinahe einem Jahr. Für eine Lizenz in der Regionalliga ist es aber erforderlich, dass der Verein ein Logo hat, über das er selbst verfügen kann.

Jedenfalls erfuhren interessierte Fans vor ein paar Wochen, dass man nun doch ein neues eigenes Logo brauche. Dieses solle möglichst wenigen Leuten bekannt sein, bevor es eingetragen werde, damit sich nicht irgendwer schon vorher die Rechte sichere. Deshalb kam es nicht zu einem von den Fans bevorzugten und vorgeschlagenen Wettbewerb – irgendwer brütete im Verborgenen und dann beantragte der Verein beim Deutschen Patent- und Markenamt die folgende Marke:

Berliner Fussball Club Dynamo

Berliner Fussball Club Dynamo

Kaum war das neue Logo im BFC Forum gezeigt, sahen andere Leser, was ich auch sah: Zwei orthografische Fehler in einem Logo. Natürlich müsste man richtig schreiben: Berlin Fußballclub Dynamo…

Sofort entbrannte im Forum des Fanbeauftragten www.bfcdynamo.de/forum eine heftigte Diskssuion darüber wie Fußball geschrieben wird, von wem und warum. Die Begründungen, warum man Fussball mit zwei s schreiben wolle, sind teilweise wirklich lustig. Begeifen doch viele treue Fans des BFC Dynamo überhaupt nicht, dass es Unterschiede zwischen einer Schreibweise in ausschließlich Großbuchstaben und einer Mischung aus Groß- und Kleinbuchstaben gibt. Sie sind überzeugt davon, dass FUSSBALL ein Beweis dafür wäre, dass man auch Fussball schreiben könne. Dass jemand etwas nicht weiß, ist nicht schlimm – wenn er bereit ist, zu lernen. Wenn er aber auf seinem eindeutig falschen Standpunkt beharrt, dann outet er sich als ein Dummkopf.

Bei vielen BFC-Fans gibt es noch  die Tauer um den halben Abschied vom Traditionslogo. Sie haben sich um und wegen ihrer Schals mit Fans anderer Vereine geprügelt und haben den bäurischen Ährenkranz verteidigt und sogar das zeitweise ungeliebte Dynamo D mit seiner bekannten Herkunft aus der Sowjetunion.

Natürlich wird man das Traditionslogo auch weiterhin sehen. Auf tätovierten Schultern, Rücken und Waden, T-Shirts, Schals, Jacken und Webseiten. Die Eigentümer der Rechte am Logo werden auch weiterhin Artikel verkaufen und verkaufen lassen, und einige Fans werden das „alte“ Logo für sich selbst gestalten, ausdrucken und verwenden. Es gibt aber auch viele Anhänger, die schon immer Wert darauf legten, nicht wie geschmückte Weihnachtsbäume umherzulaufen und sich für dezente Kleidung in den Farben Vereins (weinrot und weiß) entschieden oder auch als Trendsetter auftraten.

Die Entscheidung für ein eigenes Logo war für den Verein trotzdem längst überfällig. Hätte er sie bereits vor Jahren getroffen, statt Bestrebungen ihm zu helfen, selbst zu torpedieren, wäre ihm vielleicht manches Leid erspart geblieben. Und der Weg zum Traditionslogo könnte inzwischen kürzer als er es jetzt ist. (Mehr zur Geschichte des Logos finden Sie übrigens hier im Blog, wenn sie auf die Kategorie LOG-KICK drücken)

Weil viele klügere Fans ihr berechtigstes Missfallen an der Schreibweise  äußerten, hatte ich die Hoffnung, Meyer und die Seinen würden einlenken, man werde sich auf  Versalien, also ausschließlich Großbuchstaben, einigen, den Eintragungsantrag entsprechend ändern und alles wäre beinahe gut. Aber kaum hatte der Streit im Internet um die Schreibung des Vereinsnamens im neuen Logo begonnen, meldete sich der „Chef“ zu Wort und erklärte dem verwunderten Publikum, warum man sich für eine falsche Schreibweise entschieden hatte. Hier Auszüge aus seiner Begründung:

„Der zweite und deutlich schwierigste Punkt war die Vermarktung und der Bekanntheitsgrad des neuen Logos. Wir wollten erreichen, dass im Internet in allen Foren verschiedener Fußballvereine über das neue Logo des BFC gesprochen wird, damit es bekannt wird. Wir bedienten uns eines einfachen Tricks den wir uns bei der FIFA abgeschaut haben. Wir schrieben Fussball mit kleinen Buchstaben und ss und hofften, dass sich alle über die Schreibweise aufregen werden und unser Logo so durch die ganze Republik wandert. Dieser Plan scheint aufzugehen und unsere Marketingstrategie zu funktionieren, frei nach dem Motto: Ihr könnt uns alle Scheiße finden, aber WIR sind der BFC und nur WIR schreiben Fussball mit kleinem ss. Sie werden sich aufregen und sagen was bilden die sich ein, ja aber so war der BFC schon immer und so soll er bleiben. Wir werden mit der Anmeldung beim DPMA die Schreibweise Berliner Fussball Club Dynamo zu unserer Schutzmarke machen und jeder soll wissen, wo Berliner Fussball Club Dynamo draufsteht ist auch Berliner Fussball Club Dynamo drin. Abgesehen von der Ausnahme in diesem Schriftzug gilt natürlich auch für uns die deutsche Rechtschreibung und die Schreibweise Fußball.
Für unsere Kritiker sei noch gesagt, wir setzen diese Strategie bereits seit einem Jahr um, siehe unsere Satzung §1 Abs. 1 vom 12.10.2008 oder unsere Eintrittskarten der Saison 2008/2009. Diese Vermarktung wird sich in einer Werbeaktion und ab der neuen Saison auch in der neuen offiziellen Internetseite des Vereins www.Berliner-Fussball-Club.de wiederspiegeln.“

 (Zitat – Peter Meyer, Wirtschaftsratsvorsitzender des BFC Dynamo e.V.)

Nun, da spricht Peter Meyer wohl nicht ganz die Wahrheit – zieht sich doch das Problem der falschen Schreibweise beim BFC Dynamo schon durch die letzten Jahre – und wurde sogar im Nordostfußballforum geführt. Meine Mails an den jetzigen Jugendleiter,  an einen seiner Vorgänger, an den Pressesprecher des Vereins, an die Organisatoren des Dynamo-Cups – umsonst, man beharrte auf der falschen Rechtschreibung von Fußball mit dem Doppel-S. Auch meine Hinweise, dass beim BFC Dynamo eben auch viele Kinder und Jugendliche trainieren, um deretwillen man sich um die korrekte Orthographie bemühen sollte, hatten keinen Erfolg.

Dynamo-Cup- "Fussball"

Dynamo-Cup- "Fussball"

Für diesen Text hatte ich den Verantwortlichen eine Überarbeitung geschickt, die sie dann ins Netz gestellt haben -leider mit einer Ausnahme: Auf der Schreibweise von „Fussball“ beharrten sie. (2008 und auch 2009)

Offizielle Jugendseite des BFC Dynamo e.V.

Offizielle Jugendseite des BFC Dynamo e.V.

Zeitweise hatte ich den Eindruck, man beharrte auf dem orthografischen Fehler, weil die Hinweise von mir kamen, aber jetzt weiß ich: Es ist Strategie. Die auch schon in der Satzung umgesetzt wurde, wie Meyer sagte.

BFC Dynamo: Wir machen Dummheit zur Strategie!

Wer Dummheit zu seiner Strategie erklärt, bei dem könnte auch Dummheit die Ursache sein. Kein wirklich sicheres Erfolgsrezept – nicht mal im Fußball…

Demnächst mehr zum neuen Logo des BFC Dynamo.


Neues von Erich Mielke

Eigentlich ist er längst tot, der Genosse Mielke. Aber einige Tote leben länger. Und zu denen gehört er. Spielt der BFC Dynamo, ist Genosse Mielke dabei. Obwohl er natürlich nicht Chef des BFC Dynamo war, sondern Chef sämtlicher Dynamo Sportvereinigungen – in der DDR.

Trotzdem spielt der Genosse Mielke beim BFC Dynamo nach wie vor eine besondere Rolle. Er sitzt auf der Tribüne, beobachtet die Gegengerade und macht sich auch sonst überall breit. Schon die kleinsten Fußballer lernen die Stasi und ihren Chef Mielke kennen, spätestens dann, wenn sie mit den entsprechenden unsportlichen Rufen konfrontiert werden. Das kann am Spielfeldrand sein, aber auch in der Schule oder auf dem Spielplatz. Mal ganz abgesehen davon, dass das eine besondere Identifikation mit dem Verein schafft, führt es hoffentlich auch in den meisten Fällen zu zusätzlichen Bildungseinheiten, die die Jungfußballer von den Erwachsenen ihres Umfelds erhalten. Dann dürften sie in 50 Jahren zu den Wenigen gehören, denen auf Anhieb einfällt, wer denn Erich Mielke war.

Sportlich sieht es eher düster aus beim Fünftligisten, und wenn der BFC mal wirklich überregional in die Medien gerät, dann verdankt er die mediale Aufmerksamkeit meistens einem „erlebnisorientierten“ Teil seiner Fans oder einem „erlebnisorientierten“ Teil der Polizei. (KLICK)

Die offensive Öffentlichkeitsarbeit des Vereins ist auf Verbote und Untersagungen gerichtet, die Angst vor Öffentlichkeit und Berichterstattung erinnert an die Angst vor Westmedien in der DDR. Mielke lässt grüßen.

BFC Fans beklagen häufig, dass in den Medien nicht über das Positive berichtet wird: Die Jugendarbeit des Vereins, das Kitaprojekt oder den Ausbau des Vereinsheimes durch Fans. Mielke hatte das im Griff. Dabei haben die Fans, die alt genug sind, all das Positive, das früher in den Zeitungen des untergegangenen Landes zu lesen war kaum oder gar nicht gelesen. Und wenn sie es gelesen haben, dann haben sie es oft nicht geglaubt – und interessiert hat es sie auch nicht wirklich. Wie sie heute natürlich auch nicht interessiert, welche tollen sozialen Projekte der Lichterfelder FC oder Borussia Pankow durchführen.

Nun hat der Genosse Mielke angesichts der Misere geholfen. Zur Verbesserung des Images seines Lieblingsfußballvereins hat er unter Nutzung neuer medialer Möglichkeiten einen informellen (nicht inoffiziellen!!!) Fan zu Kopfstoß geschickt. Und, welche Überraschung: Viel Interessantes erfährt der am BFC Dynamo Interessierte im einstündigen Podcast, nicht nur über die Fans des BFC, sondern auch über FICKBRAUSE.

Leider ist der spannende Podcast bei den BFC Fans noch nicht auf große Aufmerksamkeit gestoßen und für spannende Diskussionen hat er auch noch nicht gesorgt. Dabei ist es doch einmal eine Betrachtung aus Fansicht, die man da zu hören kriegt. Und für viele dürfte es dabei auch Neues von Erich Mielke geben. Zum Beispiel folgende Worte des großen Vorsitzenden der Sportvereinigung Dynamo: „Man wird doch wohl in diesem Land noch seine Meinung sagen dürfen..“

So, jetzt schnell zu Kopfstoß – Kopfhörer auf und viel Spaß – KLICK


Das Zweitlogo, das Drittlogo, das Viertlogo und die Abwesenheit der Logik

Seit vielen Jahren wehren sich die Fans des BFC Dynamo e.V. gegen ein Zweitlogo. Die Rechte an der Marke/dem Wappem/Logo gehören nicht dem Verein. Ich gebe unumwunden zu, dass auch ich die Diskussion um ein Zweitlogo absichtlich immer wieder angekurbelt habe, denn nur mit einem eigenen Logo hat der Verein die Möglichkeit, an der Vermarktung von Fanartikeln wirklich zu verdienen. Die Fans lieben aber „ihr“ Traditionslogo und ließen sich auf ein anderes bisher nicht ein. Nun hätten sie ja den Preis für „ihr“ Logo ganz weit nach unten drücken können, wenn sie das alle gewollt hätten. Sie hätten nur zum gemeinsamen Boykott aufrufen müssen und auch dem letzten Fan erklären, wie die Sachlage ist. Das wäre logisch gewesen. Wer will schon an Fremde dafür bezahlen, dass er etwas tragen darf, von dem er annimmt, dass es eigentlich seinem Verein gehört… Aber da hieß es immer, die Rechteinhaber sind Leute von uns, „echte“ und „wahre“ BFCer – und deshalb machen wir so etwas nicht. Okay, das kann man verstehen, wenn man „etwas anders“ denkt. Denn man hätte ja auch logisch denken können: Na wenn die echte Fans und Freunde sind, dann müssten sie doch dem Verein sein Logo ganz billig zurück verkaufen! Aber wer das dachte, der bekam immer ganz schnell gesagt, dass auch echte Fans und Mitglieder und Freunde des Vereins ja Geld verdienen müssen und da müsse man das verstehen. Also, ich habe das verstanden, aber da war mir der Verein dann wichtiger, und deshalb war ich für ein eigenes Logo und so weiter – und siehe oben: Boykott. Manche haben sowieso boykottiert, wegen des Besitzers oder weil sie die Sachen, die man da kaufen konnte, ziemlich ätzend fanden. Aber von dem Boykott haben sie dann immer nur ganz leise geredet.

Einmal wollten dann ein paar Leute dem Verein ein Logo schenken, das ging aber auch schief – doch das ist wieder eine andere Geschichte, und die wird heute nicht erzählt.

Jedenfalls sagten die Fans: Wir brauchen uns gar kein eigenes anderes Logo ausdenken, denn es gibt nur ein echtes und das ist unseres – nun ja nicht ganz unseres, aber das, was wir gern wieder hätten. Wir können ja mal wieder sammeln.

Doch dann wurde eine Summe bekannt, so eine Forderungssumme, und da ging es dann um mehr als eine halbe Million und da haben dann alle abgewunken und waren ganz, ganz traurig…

Das Festhalten am Traditionslogo hat bei den „Rechteinhabern“ immer nur ein Lächeln hervor gerufen…  „Über uns lacht die Sonne, über den Rest lachen wir“ prangt über allem auf der Webseite der Boxklub Dynamo Berlin Sportmarketing GmbH, deren Geschäftsführer Rayk Bernt ist. Der sicher immer viel zu tun hat, denn er ist auch Geschäftsführer der Ra-Be GmbH, der ganz viele weitere Internetseiten gehören, für die nun wiederum die Privatperson Rayk Bernt (der Geschäftsführer der GmbH) die volle Verantwortung trägt. Alles klar? Auf diesen Webseiten gibt es Shops und da werden Sachen verkauft, die jeweils zu einer Marke gehören. Und wem gehören diese Marken dann? 😉

Und dann fährt der Geschäftsführer ja auch noch gern Motorrad. Und er gehört da zu einer Gruppe von Leuten, von der andere behaupten, dass das alles gar keine Engel wären. Und die wohnen auch nicht im Himmel, sondern in der Hölle. In vielen Bundesländern darf die Gruppierung deshalb auch gar nicht als Gruppe in volller Kluft Motorrad fahren.

Jedenfalls lacht der Geschäftsführer über all die Gegner eines Zweitlogos. Er selbst hat natürlich längst ein Zweit-, Dritt- und Viertlogo und verdient damit, der Mann ist nämlich tatsächlich dynamisch und denkt nicht nur, sondern handelt auch „etwas anders“.

Und außerdem unterstützt er die Fans. Er gehört zu den Sponsoren einer Fanseite. Und auf der gibt es dann einen Link zu seiner Seite und da können die Fans, die gar kein Zweitlogo wollen, dann Sachen mit einem Zweitlogo kaufen. Logisch?

Beispielbild – Klick

Der neue Chef des Wirtschaftsrates des Vereins, der keine Rechte an dessen Wappen hat, möchte auch gern ein „eigenes“ Vereinslogo vermarkten.  Aber… Und deshalb…

(Demnächst mehr zur unendlichen Geschichte…)

 


Die herrschende Moral

Moral steht immer in Beziehung zu herrschenden Systemen. Die herrschende Moral kann aber ganz unmoralisch sein, in den Augen des Einzelnen oder sogar in den Augen vieler. Die Aufforderung: „KAUFT NICHT BEI JUDEN!“ – wird heute allgemein als das gewertet, was sie ist: UNMORALISCH und VERBRECHERISCH. Aber im Deutschland der Nazis gab es keineswegs einen Volksaufstand wegen der Unmoral des herrschenden Systems. Die wenigen laut Widersprechenden landeten schnell in den nationalsozialistischen Konzentrationslagern.

Einer, der sich als Matrose aus dem Staub machte, um nicht an den Verbrechen der deutschen Kriegsmarine beteiligt zu sein, der konnte durchaus an den anklagenden oder richtenden späteren Baden-Württembergischen Ministerpräsidenten Hans Filbinger geraten – der mit der ganzen Macht der unmoralischen Gesetze der damaligen Zeit töten ließ und der Unmoral zum Sieg verhalf.

Moralische Urteilsfähigkeit ist erlernbar.  Der Jäger, der sich der bösen Stiefmutter des guten Schneewittchens widersetzt – er ist für Kinder, die das Märchen hören, eine Möglichkeit zu erfahren, dass die gute Tat auch darin bestehen kann, sich der Anordnung der Mächtigen zu widersetzen.

Das praktische Erlebnis, welche unangenehmen Folgen ein moralisches Verhalten haben kann, lässt meist auch bei Kindern nicht lange auf sich warten… Die jüngsten Menschen erleben früh, dass sie unter Umständen machtlos sind gegen die manchmal unmoralische Gewalt der Erwachsenen. Die Konfrontation mit der Praxis bringt für Kinder die ersten Dilemmata – was sie gerade eben erst als „moralisches“ Handeln erkannt haben, kann durchaus mit Sanktionen belegt werden. Sich nach eigener Ansicht zu den GUTEN zählen zu dürfen, ist plötzlich höchst unangenehm.

Paul (6) schubst Benjamin (5) vom Roller. Es ist Pauls Roller, den sich Benjamin einfach genommen hat und nicht wieder hergeben will. Benjamin fällt hin und schlägt sich den Kopf auf, er blutet und ist sogar einen Moment bewusstlos. Karola (7), Benjamins Schwester, läuft zu ihrer Mutter und berichtet von dem Vorfall. Benjamins Mutter ruft später erbost Pauls Eltern an. Pauls Eltern reagieren: Paul wird ausgeschimpft und darf zur Strafe am Abend seine Lieblingssendung nicht sehen. Am nächsten Tag erlebt Karola, dass die Kinder auf dem Spielplatz nicht mehr mit ihr spielen wollen. „Du bist eine olle Petze!“, sagt Paul und die anderen Kinder rufen sie auch „Petze“. Wie wird Karola in Zukunft handeln? Was ist richtig, was ist falsch? Was ist nötig, damit Kinder PETZEN für unmoralisch halten? Wie können Kinder PETZEN von notwendiger Information unterscheiden? Können sie das überhaupt?

Wer „petzt“ – das Kind, das andere Kinder an Erwachsene verrät, wird von der Kindergruppe deutlich geächtet. Die Tatsache, dass durch das „Verpetzen“ vielleicht etwas ganz Schlimmes verhindert wurde, ist für die Beurteilung des Handelns der Petze (oder des Petzers) erst einmal unwichtig. Karola ist BÖSE – PETZE! Und weil sie BÖSE ist, wird Karola viellicht beim nächsten Mal ins Wasser geschubst. Egal, ob sie schwimmen kann oder nicht. Kinder, die die Folgen ihrer Handlungsweise nicht abschätzen können, beurteilen sehr wohl bereits abgeschlossene Handlungen und werten nach moralischen Kriterien. Nur sind ihre Kriterien eben oft nicht (oder noch nicht!), die der Erwachsenen.

Das kleine Kind hört auf seine Eltern, die sagen ihm, was Recht und Unrecht ist – und das kleine Kind glaubt ihnen unbedingt. Fest gemacht wird RECHT und UNRECHT an den Sanktionen, die an UNRECHT hängen. Ein jegliches Unrecht wird bestraft – und je „größer“ die Strafe, desto schlimmer war scheinbar das Unrecht…

wird fortgesetzt…