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Der BFC Dynamo und seine Logos – ein neues Kapitel in der unendlichen Geschichte

Der BFC Dynamo und seine Logos. Die Geschichte scheint unendlich. Und auch wenn es manchem Juristen nicht gefallen mag – manchmal habe ich sogar in sogenannten juristischen Dingen RECHT. Das verdanke ich langjähriger Übung – es ging um die Rente meiner pflegebedürftigen Großmutter – und der Tatsache, dass mir logisches Denken leicht fällt und viele Dinge LOGISCH sind, wenn man die Denkweise und Sprache erst einmal beherrscht.

So schrieb ich vor einigen Tagen hier unter anderem folgendes:

„Problematisch scheint mir allerdings die Eintragung des „BFC“ als Wortmarke, gibt es doch in Berlin viele Fußballvereine, die das BFC im Namen führen. Warum sollte die Buchstabenkombination nun einer allein auf Bekleidung vermarkten dürfen. Hier müsste, denke ich, ein Freihaltebedürfnis bestehen und die Eintragung vom Markenamt abgelehnt werden. BFC heißt: Berliner Fußballclub – und davon gibt es viele!“

BFC Wortmarke

Ich hatte recht. Das Markenamt hat die Eintragung abgelehnt.

BFC Dynamo „BFC“ als Wortmarke – Eintragung nicht möglich

Allein die Gebühren für den Antrag auf Eintragung betragen 1300.-€.  Schade drum.

Was das andere neue beantragte Logo – die Bärenmarke – betrifft – so gibt es nichts Neues. Wer sich dafür interessiert, warum ich meine, dass auch dieses Logo nur ein 50%-Chance auf Eintragung hat, kann das hier nachlesen.


Ein Fußballverein und sein(e) Logo(s)

Ringlein, Ringlein, du musst wandern
von dem einen zu dem andern.
Das ist hübsch, das ist schön.
Lasst das Ringlein nur nicht seh’n.

Das hübsche Kinderliedchen könnten die Fans des BFC Dynamo mit verändertem Text singen:

Logo, Logo, du musst wandern
von dem einen zu dem andern.
Das ist hübsch, das ist schön.
Lasst das Logo nur nicht seh’n.

Nun sieht das Traditionslogo des BFC Dynamo ohnehin kaum noch jemand, denn der Verein hat sich nach langen Jahren entschlossen, beim Patent und Markenamt die Eintragung eines neuen Logos zu beantragen. Das war nötig. Das eigene Logo unter dem der BFC Dynamo seine 10 DDR-Meisterschaften errungen hatte, im Europapokal spielte und weit über die Grenzen des DDR-Globus hinaus bekannt geworden war, gehörte dem Verein längst nicht mehr.

Der Verein hieß nicht mehr BFC Dynamo und ein findiger Mensch sicherte sich die Markrechte am Logo des Vereins. Als der Meisterklub sich wieder auf seine Tradition besann und den alten Namen wieder annahm, war sein Logo in fremder Hand. Es wanderte vom findigen Eintrager zu schnellen Motorradfahrern, die ganz und gar keine Engel sind. Der Verein hätte es gern zurückgekauft, war aber finanziell ständig klamm und der Preis für den Rückkauf überstieg seine Möglichkeiten. Da begann unerwartet ein Märchen:

Es tauchte plötzlich aus dem NICHTS ein Männlein auf und versprach dem Verein goldene Zeiten. Beinahe niemand im Verein wollte dem Männlein glauben, dass es so viel Geld besäße, wie es behauptete. Außerdem behauptete das Männlein, es habe das Geld in vielen fremden Ländern eingesammelt und sogar verdient durch den Handel mit Diamanten und Kaffee. Das glaubte auch keiner – denn das Männlein sah so gar nicht aus, wie ein König und Diamantenhändler, und außerdem hatte der böse Vereinsvorsitzende das Männlein mitgebracht und da waren viele Zweifel angebracht, denn der glaubte auch, dass man goldene Sonnen kaufen könne und dass dem Verein eines Tages die gebratenen Tauben mit dem Bus gebracht würden. Zum Zeichen, dass es wirklich über die Mittel für goldene Zeiten verfüge, kaufte aber das Männlein dreiviertel vom LOGO, das restliche Viertel behielt der Motorradfahrer, der immer noch kein Engel war. Aber obwohl die Fans des Vereins ihr Logo sehr liebten wollten sie das merkwürdige Männlein mit dem dreiviertel Logo nicht und vertrauten lieber einem Vereinsmeier.

So zog das Männlein weiter und brachte einem anderen Verein sein Geld und versprach ihm die goldenen Zeiten. Dort durfte es mitregieren, bis sich herausstellte, dass es sein Kind verprügelt und noch andere schlimme Sachen gemacht hatte. So heftig es auch weinte: Das Männlein musste ins Gefängnis und der Verein, der sein Geld bekommen hatte und nun wenigstens schon silberne Zeiten erlebte, wollte kein Geld mehr von ihm und warf ihn auch aus der Regierung.

Als das die Leute vom anderen Verein erfuhren, lachten sie laut und vergaßen dabei, dass das Männlein im Gefängnis ja auch noch dreiviertel ihres Logos besaß.
Daran erinnerte das Männlein den Vereinsmeier – er schickte ihm eine Brieftaube mit einer Nachricht. So kam man ins Taubentauschen. Als das Männchen erfuhr, dass der Vereinsmeier das Dreiviertellogo nicht kaufen wollte, war es arg entäuscht. Guter Rat war nun teuer. Da kam plötzlich ein Motoradfahrer vorbei, der immer noch kein Engel war und sprach: Was willst du mit einem dreiviertel Logo im Gefängnis, verkauf es mir zurück.
Das tat das merkwürdige Männlein, denn es hatte längst die Hoffnung aufgegeben, das aus dem Logo ein Diamant würde… Und so endete das Märchen. Wenn man davon absieht, dass der Vereinsmeier und das Männlein immer noch Brieftauben tauschen…

Der BFC Dynamo hatte sich inzwischen ein neues Logo ausgedacht und beim Markenamt beantragt.  Aber leider ist dort bisher nur die Anmeldung eingegangen und das Logo noch nicht eingetragen. Und ob es jemals eingetragen wird, ist fraglich.

Gründung:

15. Januar 1966 als BFC Dynamo (Fußballabteilung)

Namen:

15. Januar 1966 als BFC Dynamo
ab 19. Februar 1990 – FC Berlin e.V.
ab 03. Mai 1999 – BFC Dynamo e.V. – Abstimmung Mitgliederversammlung
seit 26. Juli 2009 – BERLINER FUSSBALL CLUB DYNAMO e.V. – Abstimmung der Mitgliederversammlung

Logos:

Logo des BFC Dynamo / Jetzt auch Traditionslogo genannt

Logo des BFC Dynamo / Jetzt auch Traditionslogo genannt

Logo unter dem die Mannschaften des BFC Dynamo in der DDR-Zeit und nach der Rückbenennung spielten, bis zur Einführung des neuen Logos.
Markenrechtlich gehört dieses Logo beinahe völlig der BFC DYNAMO VERMARKTUNGSGESELLSCHAFT m.b.H., – die aber mit dem Fußballclub nichts mit Motorrädern aber einiges zu tun hat.
Die Warenklasse 41 – Durchführung sportlicher Aktivitäten unter der Marke – gehört  Thomas Thiel.

Logos des FC Berlin

Logos des FC Berlin

In der Zeit zwischen dem 19. Februar 1990 und dem 03. Mai 1999 spielte der Verein unter den Namen FC Berlin. Die Fanartikel mit den Logos der damaligen Zeit konnten sich aber bei den Fans nicht wirklich durchsetzen. Das Traditionslogo blieb für sie das eigentliche Logo.

Im Mai 2009 beantragte der Berliner Fußball Club Dynamo e.V. beim Markenamt die Eintragung folgenden Logos:

Berliner Fussball Club - als Marke beantragt

Berliner Fussball Club - als Marke beantragt

Bis heute ist eine Eintragung nicht erfolgt.
Auf Grund der Kritik von Fans und öffentlicher Kritik, vor allem an der Schreibweise, änderte der Verein das Logo noch einmal.

Nachgebessertes neues Logo des BERLINER FUSSBALL CLUB DYNAMO

Nachgebessertes neues Logo des BERLINER FUSSBALL CLUB DYNAMO

Nun besitzt der BERLINER FUSSBALL CLUB DYNAMO noch weitere Logos und er hat weitere Markenrechte beantragt. Noch vor dem „neuen“ Logo beantragte der Verein ein anderes Bärchen.

Früher zierte es die Programmzeitschriften des BFC Dynamo. Nämlich dieses hier:

BFC-Bärchen

BFC-Bärchen

Diese Bildmarke wurde im Jahr 2007 eingetragen. Einen Widerspruch gab es nicht.

Anders sieht das bei Bärchen 2 aus:

BFC Bärchen 2

BFC Bärchen 2

Bärchen 2 wurde als Wort- und Bildmarke beantragt – am 18.7.2008 wurde sie eingetragen, aber offenbar legte jemand Widerspruch gegen die Eintragung ein, denn zur Zeit läuft ein Widerspruchsverfahren. (Wer da wohl Widerspruch eingelegt hat???)

Problematisch scheint mir allerdings die Eintragung des „BFC“ als Wortmarke, gibt es doch in Berlin viele Fußballvereine, die das BFC im Namen führen. Warum sollte die Buchstabenkombination nun einer allein auf Bekleidung vermarkten dürfen. Hier müsste, denke ich, ein Freihaltebedürfnis bestehen und die Eintragung vom Markenamt abgelehnt werden. BFC heißt: Berliner Fußballclub – und davon gibt es viele!

BFC Wortmarke (KLICK)

Die Marke, die der BERLINER FUSSBALL CLUB DYNAMO  e.V. (so schreibt sich der Verein laut Satzung jetzt), aber außerdem noch besitzt und die auch schon seit einigen Jahren eingetragen ist, wäre mein persönlicher Favorit gewesen. Auch dem meisten Fans hätte dieses Logo vermutlich besser gefallen, als der arme Bär hinter Gittern. Aber wahrscheinlich wissen sie gar nicht, dass es dem Verein gehört. Es sieht so aus:

Dynamo est 1966

Dynamo est 1966

Angemeldet im Mai 2005, im September eingetragen und seither im Besitz des Vereins – Widerspruch wurde von niemandem eingelegt.

D-1966 – Wort-Bildmarke (KLICK)

Logo, Logo, du musst wandern
von dem einen zu dem andern.
Das ist hübsch, das ist schön.
Lasst das Logo nur nicht seh’n.