Archiv für die Kategorie ‘Foto’

Ich wollt, ich wäre ein Huhn…

Keine Ente – ein Huhn – ein Vogel – eine Ralle – ein Kranichvogel

 


Entchenklein, ging allein…

Entchen klein,

ging allein,

in die weite Welt hinein…

Entenküken

Entchen


FFFF… Foto – Filmempfehlung – FAZ – Filmkritik

Der Text, der jetzt hier stehen sollte, ist nicht fertig. Ersatzweise liefere ich ein Foto, eine Filmempfehlung und den Link zu einer Filmkritik in der FAZ. Doch der Reihe nach.

Das Foto ist ein Spiegel meiner Neugierde. Als Kind liebte ich es, in den Abendstunden aus der S-Bahn in die hellerleuchteten Fenster zu schauen. Oft in der Hoffnung, ein wenig von der Wärme zu erhaschen, die ich in den Wohnungen vermutete. Fenster als Türen zum Glück. Ja, als Kind fuhr ich oft S-Bahn, regelmäßig wurde ich von Ost- nach Westberlin und dann wieder zurückgebracht. Würde ich heute mit der S-Bahn fahren, wäre ich genauso interessiert an den Fenstern, aber ohne die Hoffnung der Kindheit. Fenster faszinieren mich immer noch. Sie lassen nicht nur das Licht nach innen – sie tragen auch ein wenig vom Inneren nach draußen – wenn man sie lässt.

Fenster

Fenster

 

Ich empfehle den Film „In Zeiten des abnehmenden Lichts“.

Eine Filmkritik dazu gab es in der FAZ, nachdem ich die – und die drei Lesermeinungen darunter – gelesen hatte, wollte ich den Film nicht mehr sehen. Eine kluge Freundin hat mir den Film empfohlen – da habe ich noch einmal Glück gehabt – gern gebe ich die Empfehlung weiter. Leute, guckt euch den Film an!

(Wer trotzdem noch die doofe Rezension in der FAZ lesen will, hier ist der Link – Klick – aber glaubt mir, der Autor de Filmkritik fragt zwar, was der Film taugt, aber seine Kritik taugt gar nichts :-).


An der Alten Oder

An der Alten Oder

An der Alten Oder


Zeit der Störche – 2017

Storch

Storch – Störche


Ich traue meinem Spiegel nicht

Ich traue meinem Spiegel nicht,

denn mein Bild ist schwarz,

ich jedoch bin blau!

Aber vielleicht kommt es darauf nicht an…

Libelle und ihr Spiegelbild

Libelle und ihr Spiegelbild


Timur – ohne Trupp

Timur hatte gestern seinen Trupp nicht dabei. Obwohl Werner zeitweise bemüht war, ihm den Trupp zu ersetzen, kamen die beiden nicht auf einen Nenner. Fiebi wollte mit beiden nichts zu tun haben. Und dem braunen Hund ohne Namen habe ich im örtlichen Lebensmittelgeschäft eine Wurst gekauft. Das war nötig, denn er hatte großen Hunger und keinen Versorger. (Wenn ihr auf die Bilder klickt, wachsen die Hunde – beißen aber nicht!)

Timur

Timur

Werner - ein Husky

Werner

Fiebi

Fiebi

Hund ohne Namen

Hund ohne Namen

Am Bach: Schäfchenweiches Wasser umarmt von sanftem Grün. Im Wald: Akazienblüte und Vogel-Bienenkonzert.

Akazienblüte

Akazienblüte

Auch vielen Menschen bin ich gestern begegnet. Ich traf an einem Storchennest eine Fotografin, die es – wie ich – auf alles Getier abgesehen hat. Schmetterlinge, Libellen, Störche…

Schmetterling

Schmetterling

Zwei Väter mit ihren Söhnen auf Wanderschaft, die es aus der Oderberger Straße bis in den Oderbruch geschafft hatten, saßen beim Essen am Nachbartisch und wir kamen ins Gespräch. Die Väter genehmigten sich ein zweites Bier, während den Söhnen – die nach einer zweiten Cola fragten – nur Wasser erlaubt wurde. Das Leben ist hart und ungerecht. Das lernen Kinder schnell.

Gemeinsam angelten Polen, Russen, Templiner und Berliner, wobei die Russen auch aus Berlin kamen. Man verständigte sich auf deutsch und der Baby-Hecht (45 cm) wurde vom gefressenen Köder befreit und durfte weiterschwimmen. „Wenn man den behält und damit erwischt wird, kostet das 200 Zloty“

Babyhecht

Babyhecht

Bevor meine Reise endete, traf ich dann noch ein deutsches Portemonnaie an einer polnischen Tankstelle. Das Portemonnaie hatte seinen Besitzer verlassen, ohne ihm Bescheid zu geben. Es enthielt alles, was ein Mensch in unserem Land so braucht, um wahrgenommen zu werden: Ausweis, Fahrerlaubnis, Geldkarte, Krankenkassenkarte und Geld.  Mir war klar, dass hier jemand sein Eigentum schmerzlich vermissen würde. Also habe ich meine Reise verlängert und das Portemonnaie nach Hause gebracht. Es war schneller da als sein Besitzer und wurde von Hausbewohnern in Obhut genommen.

Ich hatte es dann ziemlich eilig, weil ich schnell noch zu Edeka (vormals Kaiser) musste, und die schließen um 23:30 Uhr. Irgendwie habe ich es geschafft und war der vorletzte Kunde (Gender-korrekt: die vorletzte Kundin), es war 23:25 Uhr. Ich hatte das Gefühl, ich müsse mich dafür entschuldigen, so spät noch einkaufen zu wollen. Ich rechtfertigte mich also mit dem nach Hause gebrachten Portemonnnaie. „Hätten Sie einfach in den Briefkasten werfen können“, meinte einer der Verkäufer – man stand zu dritt um die letzte geöffnete Kasse, „die stellen das zu.“ Das wusste ich, kam aber nicht infrage, weil ich mir vorstellte, es wäre mein Portemonnaie gewesen. Schlaflose Nächte, anstrengende Tage – Frust und Ärger.

Als ich meinen Einkauf verstaute, hörte ich folgende Durchsage: „Lieber letzter Kunde, bitte kommen auch Sie bald zur Kasse. Es ist 23 Uhr 38.“ Da war keine Ironie in der Stimme, es war einfach nur freundlich. Und auch ein Zuspätkommer mit dringendem Einkaufswunsch durfte noch rein.

Meine Parkplatzsuche endete – wie um solche Zeit zu erwarten – weitab vom Ziel. Noch auf dem Weg nach Hause erreichte mich ein Anruf des Portemonaiebesitzers. Inzwischen weiß ich, dass ich ihn glücklich gemacht habe – und wie oft kann man schon jemanden glücklich machen – oft müht man sich ja jahrelang und schafft es doch nicht. Vielleicht sollten wir alle mal unsere Portemonnaies wegwerfen…

Blühende Landschaft

Blühende Landschaft – Blumenwiese – Mohnblumen- Kornblumen und mehr…

Das Bild der blühenden Landschaft ist ein Geschenk des Portemonnaiebesitzers, danke.


Der Mann mit dem Objektiv – in der Havelstadt Zehdenick

„Der Mann mit dem Objektiv“ hatte im Jahr 1961 (genauer: im Oktober 1961) seine Premiere. 2017 im Juni gab es ein Wiedersehen in der Klosterscheune in Zehdenick. Nicht nur wir hatten unseren Spaß am Film, auch etwa 20 andere Zuschauer. Es wurde viel gelacht, und es war ein sehr fröhliches Lachen. Das war schön! Und ich hatte das so nicht erwartet. 

Der Mann mit dem Objektiv – DEFA 1961 – Regie: Frank Vogel – Drehbuch: Paul Wiens – Musik: Gerd Natschinski –  Kamera: Horst Hardt – Schnitt: Christa Wernicke – Dramaturg: Willi Brückner

    Christine Laszar: Maja Mayer /    Helga Labudda: Anita /     Micaëla Kreißler: Böckchen /    Otto Stark: Eugen /    Sabine Thalbach: Betriebsfunkkollegin /    Erich Franz: Bekleidungswerkdirektor /    Erik S. Klein: Benno /    Monika Hildebrandt: Heidi /     Maika Joseph: Hertha     Gertraud Kreißig: Hanna /     Eduard Kubat: Physikprofessor /    Axel Müller: Kind Otto /   Uta Maria Schütze: Hilde /    Marianne Wünscher: Verkäuferin /    Heinz Schubert: Leiter der HO   / Werner Dissel: Neurologe

Einzelheiten zur Veranstaltung in Zehdenick kann der geneigte Leser dem hier per Foto gezeigten Plakat entnehmen. Auch, dass der Film im Rahmen einer Veranstaltungsreihe der Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der Kommunistischen Diktatur gezeigt wurde. Übrigens: Die kommunistische Diktatur kam im Film nicht vor, auch wenn Raketenpilot Os (Rolf Ludwig) aus dem Jahre 2222 kommt und natürlich im Kommunismus lebt. Zur Zeit nicht wahrscheinlich, aber immerhin möglich, dass es im Jahre 2222 eine Landesbeauftragte zur Aufarbeitung der kapitalistischen Diktatur (des Geldes) gibt und die traumatisierten Opfer der deutschen Waffenexporte (oder auch der Hartz4-Gesetzgebung) im Zentrum der Aufarbeitung stehen. Vielleicht hat man bis dahin sogar das Aufarbeiten gelernt und packt nicht mehr die Lebensgeschichte eines Menschen in zwei Sätze, oder gar ein Wort, wie man das heute tut: Stasi. Möglicher Weise haben wir dann tatsächlich alle ein GGO – Gefühls- und Gedanken-Objektiv.

Wir waren extra zeitig losgefahren und konnten den Filmbesuch mit einem Stadtspaziergang verbinden. Ich habe ein wenig „geknipst“ (keine Zeit für Fotos) – auch, um mir ein Bild zu machen, von dem Ort, der Heimat des Films „Deutschboden“ ist. Der Film wurde uns – aus uns nahestehenden und gewöhnlich gut informierten Kreisen – sehr empfohlen, aber wir haben ihn noch nicht gesehen. Vielleicht ist das auch ein Vorteil. Zehdenick ist in jedem Fall eine Reise wert, dass blühende Landschaften nicht unbedingt nur von glücklichen Menschen bewohnt werden, ist eine Binsenweisheit.

Gastronomisch ist man in Zehdenick gut versorgt, da gibt es nichts zu meckern, in der Berliner Straße in Zehdenick findet man nicht nur das „Neue Vaterland“ (wie passend!), sondern auch einen italienischen Imbiss, einen Eisladen und direkt nebeneinander das Hotel Klement, den Istanbul Döner und das Café Lucky. Über die Qualität der Gastronomie kann ich mich nicht äußern, aber angesichts der leeren Tische draußen und der wenigen Menschen auf den Straßen, lässt sich vermuten, dass die Gastwirte es schwer haben.

Unsere tierische Ausbeute war auch nicht schlecht: Zahlreiche Libellen, eine Wacholderdrossel, eine Nachtigall, viele Amseln, Schafe mit Lämmern, zwei Füchse und ein Reh, alle blieben unverletzt und wir auch.

 

Eintrittskarte

Eintrittskarte

Plakat

Plakat

 

Scheune

Scheune

 


Auflösung – Froschfrage

Frosch

Frosch

Der Frosch sitzt auf dem Brett…


Das Paar

Das Paar

Das Paar