Archiv für die Kategorie ‘Ratten und sonstige Tiere’

Hereingeschneit…

Beim Abendspaziergang trottete ich so vor mich hin und nichts zu suchen… Nur Erdnüsse… Für den Eichelhäher vom Balkon, der noch keine Federn auf dem Kopf hat. Ich traf C., und wir sprachen über die Mister B. (welcher ein Hund ist) und über Autos, die man braucht oder nicht braucht und über dies und das. Dies war Bildung und das war die Misere, dass manche Menschen glauben, man könne ihnen die Bildung nach Hause tragen, per Lieferservice.

Gerade als ich über die Straße wollte, stürzte ein Mädchen auf mich zu. Sie streckte mir ihre Hand entgegen: Ich bin Jenny und wer bist du? Hast Du Geld, wir brauchen Futter für unsere Ratte.

Ich bin Maja, antwortete ich brav. Ratte, wo ist die Ratte?

Ich durfte die Ratte besichtigen. Sie lag eingekuschelt bei ihrer Besitzerin in einem Schal. Ungefähr 7 Wochen alt, ein Husky-Mädchen. Klein und viel zu dünn eigentlich. Und hungrig. Drei Menschen, die Hilfe brauchen – das sah ich sofort – und eine kleine Ratte.  Sie heißt Flocke.

Wir unterhielten uns eine Weile, dann zog ich los, um Rattenfutter zu kaufen.

Ich habe ihnen das Rattenfutter gebracht, aber sie haben mir ihre Ratte überlassen. Damit sie es gut hat und nicht obdachlos ist. Liebe ist, wenn man will, dass der andere es gut hat.

Und jetzt wohnt Flocke bei mir.


Schade – zweimal

Schade – wie heißt das Substantiv dazu, fragt mich Z.

Ich antworte unüberlegt: Schaden. Korrigiere mich: Ganz so ist das nicht!

Als ich E. mitteile, dass ich zu müde bin und dringend ins Bett muss, sagt sie: Schade, dass Du keine Katze dabei hast, die schnurren so schön.

Miez

Miezekatze – schnurr


Zwischenruf: Von den Ratten lernen

Von den Ratten lernen, heißt Überleben lernen. Die Menschheit steht am Abgrund. Menschen bringen sich gegenseitig um, statt einander beim Überleben zu helfen.

Es kommt vor, dass Ratten sich mal streiten, aber in der Regel helfen sie einander, sie unterstützen sich gegenseitig – auch bei Krankheit und im Alter. Ich habe das oft beocbachten können. Sie sind lustig, zärtlich und klug (jedenfalls die meisten).

Meine jüngste Ratte hat gelernt, die Käfigtür zu öffnen. Als sie zum ersten Mal fehlte und die Käfigtür offen stand, dachte ich, ich hätte vergessen, die Tür zu schließen. Selbst schuld, dachte ich und machte mich auf die Suche… Stunden später fand ich sie: Sie stand aufrecht auf dem Bett und grinste mich an. Jedenfalls kam mir das so vor. Hocherfreut über meinen ihr angereichten Arm, kletterte sie sofort auf die Schulter.  Als wenig später die Käfigtür wieder offen stand, staunte ich. Inzwischen muss ich zusätzliche Schlösser an die Käfigtüren machen, sie hat das Käfigtüröffnen inzwischen perfektioniert – und noch schlimmer – die anderen Rudelmitglieder haben sich das offensichtlich „abgeguckt“ und ebenfalls begriffen, gelernt, wie es funktioniert. Ratten lernen voneinander. Das könnten wir von ihnen lernen.

Ratten sind so erfolgreich, weil hochentwickelte Intelligenz bei ihnen in Verbindung steht mit ausgerägten sozialen Verhalten, das sogar altruistisch sein kann.

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Gespräch mit einem schwarzen Vogel

Mitten in der Nacht klopft es ans Fenster.

Vor dem Fenster sitzt ein großer, schwarzer Vogel.

Ich öffne das Fenster und denke, dass er auffliegen wird, aber er bleibt sitzen.

Vorsichtig berühre ich das Tier – etwas besorgt, der Vogel könnte krank sein.

Lass das, Du störst, ich denke nach, sagt der Vogel.

Also zuerst einmal hast Du gestört, beschwere ich mich, ignorierend, dass Vögel normaler Weise nicht besonders gut sprechen. Okay, dies scheint ein Rabe zu sein, die verfügen über erstaunliche Fähigkeiten, aber dass sie nächtens an Fenster klopfen und dann behaupten, sie dächten nach, ist wohl die Ausnahme.

Eine Weile ist Ruhe. Ich stehe am offenen Fenster und gucke auf einen nachdenkenden Vogel. Mir ist kalt. Am liebsten würde ich den Raben (bestimmt ist es ein Rabe) hereinbitten und zum Tee einladen. Aber so verrückt bin ich nun doch nicht.

Du kannst mich gern hereinbitten, es ist kalt, aber Tee trinke ich nicht. Ich bevorzuge Wasser. Sagt der Vogel. Gedankenlesen kann er also auch noch.

Ich sage nichts, trete aber ein Stück vom Fenster weg und der Vogel flattert herein und lässt sich auf dem blauen Sofa nieder.

Ich serviere dem Raben ein Glas San Pellegrino – wann hat man schon mal solchen Besuch – und gucke ihn abwartend da.

Er trinkt ein wenig und guckt mich dann an. Schöne große, glänzende Augen. Schweigt.

Nun sag schon, fordere ich, worüber denkst Du nach?

Ich wäre gern einmal ein bunter Vogel, sagt der Rabe, ich möchte einfach wissen, ob das Leben dann besser wäre. Aber ich weiß nicht, wie man ein bunter Vogel wird.

Sich mit fremden Federn schmücken, das wäre vielleicht eine Möglichkeit, aber keine gute, sage ich. Bleib einfach so wie Du bist: Schwarz und schön und klug.

Danke, dass Du das sagst, sagt der Rabe, ich habe das gebraucht. Wir spiegeln uns ja in den Augen der Fremden.

Und dann fliegt er auf, durch das immer noch geöffnete Fenster und schnell sind die Nacht und der Rabe nicht mehr voneinander zu unterscheiden.

Mir ist warm obwohl es kalt ist. Und ich verstehe jetzt das Sprichwort: Hör den Raben zu, und Du hörst die ganze Welt.


Ge-menge-lage: Meng Meng

Obwohl ich Meng Meng noch nie gesehen habe, machen mich die Nachrichten über ihr Verhalten traurig. Es wird berichtet, dass sie Verhaltensauffälligkeiten zeigt. Sie interessiert sich nicht für ihre Umgebung und erkundet sie nicht. Läuft oft rückwärts und stößt mit ihrem Hinterteil gegen Scheiben und sonstige Begrenzungen.

Die einen (Tierschützer) behaupten, Meng-Meng leide unter den Haltungsbedingungen.

Andere (Zooleute und Experten) können sich das Verhalten nicht erklären und meinen, an der Haltung liege es nicht.

Die für 15 Jahre geborgte Panda-Dame aus China kann sich nicht äußern. Ihr zugedachter Partner Jiao Qing verhält sich normal, heißt es, er hat sich eingelebt.

Kritiker behaupten, der Zoo setze sich über Tierinteressen hinweg, nur um Millionen zu verdienen. Keineswegs diene die Haltung dem Tierschutz, sondern es gehe nur um das zu verdienende Geld.

China geht es um die Verbesserung der Beziehungen zu Deutschland.

Ich möchte die beiden Pandas gern sehen und werde sie bald besuchen – und werde mir doch kein Bild machen können.


Schwarze Katze

Neuerdings läuft mir dauernd eine schwarze Katze über den Weg. Manchmal folgt sie mir auch. Blicke ich zur Seite, liegt sie auf dem Sessel und scheint zu lächeln.

Ein sanftmütiges Wesen, schmal, aber mit Krallen versehen – für den Notfall.

Beneidenswert :-).

Schwarze Katze

Schwarze Katze


Stärker als der Schmerz

Was soll ich schon schreiben, über den alten, kranken Hund? Dass er uns ein Stück folgte beim Abendspaziergang? Ja, er tat es, hinkend und mit wunden Pfoten. Sein Fell ist ein wenig verfilzt, die Augen sind traurig, aber er schaut, als verstünde er alles. Täglich kommt er zum Schloss, er gehört anderswo hin, erfahre ich. Er kommt nicht des Futters wegen, davon bekommt er zu Hause genug. Aber hier sind viele Menschen, denen er gefällt.

Ich notiere:

Die Sehnsucht nach Zärtlichkeit ist stärker als der Schmerz.

Hund in Rybokarty

Hund in Rybokarty


Reisevorbereitungen oder Putzsucht?

Störche im Nest beim Putzen

Störche im Nest beim Putzen

Störche im Nest

Putzen ist Storchenpflicht!


Fruchtfliegen

Ich hatte zum Tomatenessen eingeladen. Und alle kamen. Auch die Fruchtfliegen. Aber wenn man den Dingen, äh, den Fruchtfliegen näher kommt, kann man sie sogar schön finden – vielleicht.

Fruchtfliege. schlillernde Flügel

Fruchtfliege. schlillernde Flügel

Fruchtfliege

Fruchtfliege

Fruchtfliegen im Gespräch

Fruchtfliegen im Gespräch

Und wem sie nicht gefallen, der kann sich ja an Funny van Dannen erfreuen.

 

 

 

 

 


Ich traue meinem Spiegel nicht

Ich traue meinem Spiegel nicht,

denn mein Bild ist schwarz,

ich jedoch bin blau!

Aber vielleicht kommt es darauf nicht an…

Libelle und ihr Spiegelbild

Libelle und ihr Spiegelbild