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NFC Mahler GmbH kämpft für Auszubildenden

Bei Facebook bittet die NFC Mahler GmbH ihren Beitrag zu teilen. Das tue ich hiermit gern.

Der Fall unseres Auszubildenden Anis

Gestern haben wir erfahren, dass unser Anis abgeschoben werden soll.

Wir sind total überrascht, fassungslos, traurig, wütend und ohnmächtig.

Leider hat uns Anis erst gestern, nachdem er in der 3. Instanz beim Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg in Karlsruhe, ohne Möglichkeit auf weitere Rechtsmittel, sein abschließendes Urteil erhalten hat, in das Verfahren mit einbezogen.

Warum? – Er wollte uns, als seinen Arbeitgeber, nicht mit seiner Geschichte und seinen Problemen belasten. Er dachte, er könne dies allein durchstehen, schließlich ist er ehrlich und vertraute auf den Rechtsstaat seiner neuen Heimat, der Bundesrepublik Deutschland.

Anis kam 2014 aus Pakistan nach Deutschland. Er flüchtete aus Pakistan, weil er einer kleinen muslimischen Glaubensgemeinschaft, den Ahmadiyya, angehört, die dort von fanatischen Sunniten ausgegrenzt, diskriminiert, verfolgt, gefoltert und auch getötet werden.

Um diesem Fanatismus zu entgehen und sein Leben zu schützen kam er nach Deutschland.

In der Flüchtlingsaufnahmestelle in Gießen wurde er registriert und hat auch dort seinen Asylantrag gestellt. Von Gießen wurde er in die Zentrale-Aufnahmestelle nach Karlsruhe geschickt und wurde danach in einer Gemeinschaftsunterkunft (Containerdorf) in Stutensee-Friedrichtal untergebracht.

Von Beginn an hat sich Anis um Integration und um ein neues Leben ohne Angst bemüht und selbst gekümmert.

Er hat an einem einjährigen Deutschkurs teilgenommen um seinen Hauptschulabschluss in Deutschland nachzuholen. Dieser Abschluss wurde im Juni 2017 mit sehr guten Noten in der Balthasar-Neumann-Schule in Bruchsal bestanden.

Im Anschluss hat sich Anis mit Hilfe des internationalen Bundes um einen Ausbildungsplatz gekümmert. Dabei hat er verschiedene Praktika absolviert um einen passenden Beruf für sich und sein neues Leben zu finden.

In der Zeit vom 03.07.2017 bis zum 07.07.2017 hat Anis ein Praktikum in unserer Werkstatt absolviert. Die Entscheidung ihm einen Ausbildungsplatz anzubieten, wurde bereits während des Praktikums getroffen, da er seine schnelle Auffassungsgabe und sein technisches Verständnis unter Beweis stellen konnte, obwohl seine Deutschkenntnisse noch sehr bescheiden waren. Dabei hat er sich im Auswahlverfahren gegen zwei Praktikanten ohne Migrationshintergrund durchgesetzt, weil schon während des Praktikums klar war, dass er unbedingt diesen Beruf erlernen will. Eine Eigenschaft, die wir für dieses Handwerk heute nur noch bei sehr wenigen Jugendlichen feststellen können.

Die Ausbildung begann am 01.09.2017 bei NFC Mahler hier bei uns in Stutensee.

Bereits zu Beginn der Ausbildung konnten wir feststellen, dass sich seine Fähigkeit zu kommunizieren seit dem Praktikum sehr stark verbessert hatte. Die Fortschritte waren in kurzen zeitlichen Abständen sehr deutlich erkennbar, was auch aus seinen Berufsschulzeugnissen deutlich hervor geht.

Anis hatte von Anfang an keinerlei Probleme, weder in der Berufsschule noch in unserem Betrieb. Seine Kollegen, seine Lehrer und seine Mitschüler schätzen und mögen ihn sehr. Von allen Seiten wird er als höflicher, vertrauenswürdiger, ehrlicher und zuvorkommender Kollege gesehen und ist bei allen sehr beliebt.

Anis kann von Beginn an fachliche Inhalte sehr schnell umsetzen und hat sich allen verschiedenen Umständen der Ausbildung angepasst. Es gab während der gesamten Ausbildungszeit noch nie einen Grund für Beanstandungen oder Kritik. Weder für seine Arbeiten, noch für sein Verhalten.

Im Gegenteil ist Anis immer pünktlich und hat bei Bedarf seinen regulären Feierabend nach hinten verschoben um unsere betrieblichen Interessen zu wahren. Auch die Bereitschaft, außerhalb der regulären Arbeitszeit für den Betrieb anwesend zu sein, beispielsweise bei Messen oder betrieblichen Veranstaltungen, war stets gegeben.

Obwohl sich Anis noch mitten in seiner Ausbildung befindet, hat er sich zu einem wichtigen und unverzichtbaren Mitarbeiter entwickelt. Dies geht soweit, dass wir als Unternehmen schon heute, 1,5 Jahre vor seinem Ausbildungsende, seine Weiterbeschäftigung nach Bestehen der Abschlussprüfung garantieren und auf seinen Verbleib bei uns hoffen.

Anis wohnt in Stutensee-Spöck in einer Wohngemeinschaft mit einem Mitbewohner.
Die Wohnung wird von beiden Bewohnern selbst finanziert.

Anis benötigt keinerlei staatliche Unterstützung und erhält schon lange keine Gelder mehr. Er steht mitten im Leben, er zahlt Steuern und ist ein Teil unserer Gemeinschaft, was für ihn höchste Priorität hat. Er wollte nie Almosen oder Irgendjemandem auf der Tasche liegen. Er will und wollte immer nur ein freies, selbstbestimmtes, ruhiges und sicheres Leben, ohne Angst, für das er selbst aufkommen will und kann! Dabei verfolgte er immer das Ziel einer dauerhaften Aufenthaltsgenehmigung.

Dieses Ziel wollte er immer ehrlich, legal und mit Allem, was ihm möglich ist, erreichen.

Diese Motivation ist in allen Belangen seines Handelns deutlich spürbar und treibt ihn permanent an sein Bestes zu geben.

Im Hinblick auf den Fachkräftemangel in Deutschland hoffen wir noch immer, mit Anis einen tüchtigen Mitarbeiter auszubilden, der unseren Werkstattbetrieb viele Jahre unterstützen wird.

Am 14.08.2019 bekam Anis nun das Urteil übermittelt, dass er Deutschland bis Mitte September 2019 zu verlassen habe, da ihm sonst die Abschiebung droht. Wir sind entsetzt und fassungslos über dieses Urteil, da uns ein sehr fähiger, integrationswilliger Auszubildender weggenommen werden soll und wir dies nach der Begründung des Verwaltungsgerichtshofs nicht verhindern können.

Wir investieren sehr viel Mühe und Geld in die Ausbildung um allen Menschen, unabhängig von Herkunft und Religion, eine Chance für die Zukunft zu geben. Jetzt droht unserem mittlerweile besten und fähigsten Auszubildenden die Abschiebung!

Wir sind enttäuscht von der Begründung des Gerichts, die in keinem Wort das Verhalten, die Bemühungen, die fortgeschrittene Integration oder seinen festen Bestandteil in unserem Unternehmen erwähnt.

Dieses Urteil wollen, können und werden wir nicht einfach so hinnehmen.

Wir werden mit und um unseren Anis kämpfen!

In Deutschland werden gerade im Mittelstand dringend Fachkräfte benötigt, die Bereitschaft zum Arbeiten zeigen, um die anfallenden Arbeiten der Unternehmen zu bewältigen. Diese Eigenschaften bringt Anis in vollem Umfang mit.

Die jetzige Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs ist für uns völlig unverständlich! Man möchte die gewachsene Verbindung und das tolle Verhältnis zwischen Anis und uns auflösen.

Im Moment stehen wir relativ machtlos den Tatsachen gegenüber und müssen erdulden, was das deutsche Rechtssystem entscheidet, ohne die Hintergründe und Umstände dieses tollen Menschen und unseres Betriebes genauer zu betrachten.

Daher hoffen wir auf Hilfe, Ideen, mediale Unterstützung oder ein Wunder! Wer kann Anis und uns helfen?

Denn wie hat schon Berthold Brecht gesagt:

Wo Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht!

(Teilen erlaubt und erwünscht. Für Ideen gerne PN an uns! Danke an Alle, die uns unterstützen und mit uns kämpfen!)

https://www.nfc-mahler.de/

 


Brandenburg kann mehr als keinen Flughafen :-)


Vorahnung

SPD

Auf der Kippe

…sie kippt.


Berliner Kunst 2

GegenRechts

Verkehrsschild-Kunst


… šukran oder: Das Lächeln der Anderen

Von Freunden, denen ich geholfen hatte, bekam ich einen Briefumschlag. Eigentlich hatte den Freunden mein Drucker geholfen, denn es ging nur ums Ausdrucken eines Textes und einiger E-Mails und beim Ausdrucken ist der menschliche Einsatz relativ gering.  Sie wollten sich aber unbedingt bedanken und brachten mir nicht nur Brombeer-Gelee, sondern auch einen Umschlag. Weil sie annahmen, dass ich auf gar keinen Fall irgendwelches Geld von ihnen genommen hätte, überließen sie mir den Umschlag mit dem Hinweis, der Inhalt sei für Geflüchtete.

Den Umschlag habe ich gestern drei Mädchen gegeben.  Den Freundinnen Z. (aus Syrien/Damaskus) und A. (Kurdin aus Syrien/Aleppo) und S. aus Essen, die in Berlin zu Besuch bei einer Freundin ist. S. kannte die beiden syrischen Mädchen nicht.  Sie sahen sich gestern auf dem Alexanderplatz um kurz nach 15:00 Uhr zum ersten Mal. Unser Auftrag an die 3 Mädchen lautete: Geht zusammen shoppen. Im Umschlag waren 50 €.

Nach einer Stunde kam ein Anruf: Wir sind noch nicht fertig.

Das war eine gute Nachricht. Denn es bedeutete, es wurde miteinander geredet.

Später sahen wir, was sie gekauft hatten:

A. ein Oberteil und Turnschuhe, Fingernägel

Z: eine Handtasche, Fingernägel

S: eine leichte Bluse, Kopfhörer, Fingernägel

12 € waren übrig, die wurden im Café (hoch über der Stadt) dann in Kuchen und Saft verwandelt.

Vielleicht bleiben die Mädchen in Verbindung, vielleicht auch nicht. Nummern haben sie getauscht und Z. und A. haben gefragt, wann S. wieder nach Berlin kommt.

Vor allem aber hatten sie miteinander eine schöne Zeit, daran werden sie sich erinnern. Und die beiden Mädchen aus Syrien haben das eine oder andere von S. erfahren. Zum Beispiel, dass S. in der Schule von der 5. bis zur 9. Klasse Politikunterricht hatte. Und Deutsch gelernt wurde auch noch, ganz nebenbei. Praktischen Politikunterricht gab es an der Weltzeituhr. Da standen nämlich die OMAS GEGEN RECHTS.

Es regnete in Strömen und mit Z. und A. musste ich länger im Kaufhaus bleiben als geplant.

Und natürlich bleiben die Mädchen bei den Tischen mit den Kosmetika stehen.  DIOR. Mehr geht ja fast nicht. Ein bissel mehr gibt es an diesem Tag noch. DIOR Haut nah.

An einem der Schminktische steht eine schöne Frau mit besonders schönen schwarzen Haaren.  Sie ist Make up Artist und schminkt die beiden Mädchen ein ganz klein wenig, typgerecht und vorsichtig. Sie versorgt sie nebenbei auch und mit vielen guten Ratschlägen. Solchen, die nichts kosten. Die sind unbezahlbar.

„Viel Wasser trinken!“

Sonst sprechen wir beim Schminken noch über die Türkei, Syrien, das Deutschlernen, die Integration, über die Schwierigkeit Deutsch zu lernen, wenn man Vater ist – irgendwie scheint das einen Zusammenhang zu haben – über Adoption, die Berufsausbildung zum Make up Artist, Glitzer und Lippen, bei denen der gleiche Lippenstift anders aussieht. Gesprochen wird deutsch, türkisch und arabisch.

Die schöne Frau, die die beiden Mädchen schminkt heißt Sukran – übersetzt heißt das DANKE.

Das schönste Danke ist immer das Lächeln der Anderen.


Lob des Bedenkenträgers

Bedenkenswert: Die Zweifel in den Gedanken sind leichter zu ertragen, als bedenkenloses Denken. Bedenkenträger sind Zweifler. Zweifeln ist eine positiv produktive Tätigkeit. Zukunftsorientiert. Veränderungswillig.


Vorschläge sind eine akute Gefahr

Tagebuchnotizen.

Macht man Vorschläge, läuft man Gefahr, von den eigenen Vorschlägen erschlagen zu werden.

Es gehört sich aber, sich zu widersetzen. Das ist eine tägliche Pflichtveranstaltung für das lebendige Denkorgan.

Gewohnheiten stehlen Zeit, die ich nicht habe. Doppelt kompliziert. C. behauptete, der Tag habe 24 Stunden und dann auch noch die Nacht. Tatsächlich aber folgt den 24 Stunden nur die oft erlebte Ernüchterung, dass ein Datumswechsel stattgefunden hat. Die Zeit heilt keine Wunden, sie schlägt 13 und mehr.

Die Fresse zu halten, ist oft gesünder für den Nachtschlaf. Insofern rufe ich mir zu: Halt doch wenigstens manchmal die Fresse, Alte! Und wieder widerspreche ich. Bin zum Lachen bereit. Fehlanzeige – flimmert über den Bildschirm. Unverdautes verursacht Morgenverstimmung.

Bewaldete Wolken, träum ich, wären ein Schmuck für das offene Land.


Kochlöffel

Das habe ich jetzt gelernt:

Der Kochlöffel ist ein Instrument und zum Widerstand fähig.

Er arbeitet nach Anweisung,

bleibt im Takt.

Schlägt gewaltig gewaltlos.

Trotzig maltretiert er das Eisenrohr.

Der Kochlöffel hat offensichtlich Charakter.

Man hört ihn.

Klingt holzig klirrend hart

und wenn er bricht,

was vorkommt,

so bleibt er doch im Gedächtnis.

Sieger der Geschichte.


Das geht schief!

In der DDR hieß es: Wir wollen doch nur, dass Du glücklich wirst und deshalb sagen wir Dir, was Du tun musst.

Glück aber ist viel zu individuell für Dienstanweisungen.

Jetzt tönt manch WestlerIn lautstark in den Osten: Wir werden Euch die Demokratie schon beibringen, Ihr habt sie nur noch nicht verstanden.

Wir kommen mal vorbei und erklären sie Euch. Ihr müsst nur richtig zuhören.

Das wird so nichts. Das geht schief.

Aber probieren wir es.

Zuerst: Absitzen, das Ross auf die Koppel lassen. Dann beschließen wir demokratisch, im Osten sind wir die Mehrheit, eine gemeinsame Kasse.  Die demokratieerfahrenen Besucher mit den Demokratie-Nichtverstehern-OST. Jeder schmeißt rein, was er hat und dann teilen wir durch die Anzahl der Anwesenden. Wir teilen alles.

Und genau an dem Punkt – ich wette gern mit Euch – macht Ihr nicht mehr mit.

Und so lange das so ist, erzählt mir nicht, dass der Westen Demokratie gelernt hat, während sie uns im Osten noch beigebracht werden muss.

(Und es geht nicht um Haben und Nicht-Haben! Es geht um Teilhabe!)


Die SPD begeht öffentlich Suizid

Liebe verantwortliche Genossen von der SPD,

mir fällt nicht ein einziger Grund ein, warum Eure Partei noch jemand wählen sollte. Bei allen sozialen und allen Umweltthemen liegen die LINKE und die Grünen vor Euch. Kein Wort über Eure Fehler, kein Wort über die, die Ihr vergessen habt, denen Ihr mit Euren Fehlleistungen das Leben zur Hölle gemacht habt. Hartz 4 hat ein Klima der Angst erzeugt. Mit dem viel zu niedrigen Mindestlohn ist nichts gewonnen. Eure Konzepte sind Mist. Euer Verrat ist sprichwörtlich. Worauf sollen die Genossen stolz sein? Und jetzt fällt euch nichts Besseres ein, als Solidarität mit der provisorischen Führung der Partei und Geschlossenheit zu fordern? Gemeinsam ins Niemandsland… ? Ihr habt offensichtlich nichts verstanden.

Gute Nacht!

Maja

PS.: Fragt mal bei Kevin nach – aber der ist wohl beinahe allein zu Haus!

Und hier ist er, der OFFENE BRIEF:

Öffentlicher Aufruf an die Mitglieder der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands

Liebe Genossinnen und Genossen,

wir sind in sehr großer Sorge um unsere Partei. Die SPD befindet sich in einer ernsten Krise, die existenzielle Folgen nicht nur für die Partei, sondern auch für unser Land haben kann. Die SPD als Volkspartei hat in den vergangenen sieben Jahrzehnten entscheidend daran mitgewirkt, dass wir in der Bundesrepublik Deutschland Frieden und Freiheit, Sozialstaat und Sicherheit haben und in der Europäischen Union fest verankert sind.

Unsere freiheitliche, demokratische, soziale Grundordnung ist ein hohes Gut – und, wer auf die deutsche Geschichte blickt, keinesfalls eine Selbstverständlichkeit. Die Sozialdemokratische Partei Deutschlands hat dieses Land wesentlich mitgestaltet und tut dies immer noch. Das ist auch Euer Verdienst. Und deshalb rufen wir Euch auf: Seid stolz auf das Erreichte! Denn nur wer von sich selbst überzeugt ist, kann auch andere überzeugen. Die SPD wird auch in Zukunft gebraucht, um die soziale Demokratie in Deutschland und in einer Welt der Unsicherheiten und Bedrohungen zu erhalten und zukunftsfest zu machen.

Unsere Partei hat in ihrer 156jährigen Geschichte einige existenzielle Krisen erlebt und überstanden. Aus diesen Krisen ist sie stets gestärkt hervorgegangen. Wir sind sicher, dass dies auch jetzt wieder möglich ist. So wie bei unseren sozialdemokratischen Freunden in Europa: In Spanien, Portugal, Finnland und Dänemark gibt es ermutigende Beispiele. Und in vielen deutschen Städten, Gemeinden und Landkreisen – ebenso wie in den Bundesländern – leisten sozialdemokratische Politikerinnen und Politiker gute, erfolgreiche Arbeit. Sie leiden unter der gegenwärtigen Situation ganz besonders. Auch ihnen gilt unser Aufruf: Ihr seid jetzt die Stärke und das Rückgrat unserer Partei. Euch allen, vor allem denen, die jetzt im Wahlkampf stehen, gilt unsere Solidarität.

Damit ein Neuanfang gelingt, braucht es die Hilfe aller in der Partei. Deshalb rufen wir Euch auf, nun geschlossen die kommissarische Partei- und Fraktionsführung zu unterstützen, damit diese ihre Verantwortung für eine Neuaufstellung wahrnehmen kann. Nicht nur Ihr, auch unser Land hat die Erwartung, dass die Führung der Partei Solidarität erfährt.

Dazu gehören selbstverständlich und zuallererst offene, kritische Auseinandersetzungen – untereinander, aber auch mit dem politischen Gegner. Doch am Ende braucht es Geschlossenheit und Solidarität.

Auf unserer Traditionsfahne steht: „Einigkeit macht stark!“ Dieser Satz ist heute aktueller denn je. Liebe Genossinnen und Genossen, vertraut auf diese Kraft!

Hans-Jochen Vogel, Björn Engholm, Rudolf Scharping, Gerhard Schröder, Franz Müntefering, Matthias Platzeck, Kurt Beck, Sigmar Gabriel, Martin Schulz