Archiv für die Kategorie ‘Kundendienst’

Diesem System keinen Mann…

Stück 1 €uro lockte das Schild inmitten der Bücher. Ich fand:

[mygal=rosa3]

In einem der Briefe schreibt Rosa vor 103 Jahren:

Was meine Finanzen betrifft, so behaltet sie in Eurer persönlichen Obhut und bleibt bei der Parole: “Diesem System keinen Mann und keinen Groschen!”

Und obwohl ich für das Buch in Euro bezahlen musste, hat Rosa noch immer recht, man kann auch etwas modernisieren: Diesem System keinen Menschen und keinen Cent.


Frischer Schnee knirscht…

Toll, sagte ich neulich, wenn der frische Schnee so wunderbar knirscht.

Frischer Schnee knirscht nicht, sagte C., nur alter Schnee knirscht. Schnee muss dazu überfroren sein.

Meine ganze Freude am knirschenden Schnee wollte ich mir nicht kaputtmachen lassen. Ich wusste es doch besser. Schon in der Kindheit hatte ich das Knirschen frischen Schnees geliebt. Und nun sollte mein frischer Schnee alt und überfroren sein.

Frischer Schnee, kann auch knirschen, erwiderte ich also und: Frischer Schnee knirscht, wenn die Erde wärmer ist und deshalb…

Quatsch, meinte C., wenn die Erde wärmer ist, taut der Schnee.

Aber wenn es ganz schnell schneit, also heftig, dann -  versuchte ich meinen knirschenden Schnee zu retten.

Aber C. schüttelte den Kopf.

Inzwischen weiß ich, dass meine Erklärung falsch war. Aber ich hatte recht. Frischer Schnee knirscht. Das Geräusch entsteht durch die entweichende Luft, wenn die Schneekristalle zusammengepresst werden.

Ich bin froh, dass frischer Schnee knirscht. Alter Schnee knarscht.


Eierkuchen oder Pfannkuchen

Kommentare sind etwas wert! Da bekam ich von diesem BLOGGER ein Pingdingsda und also einen Kommentar und nun erinenrte ich mich an meinen Eintrag vom 30.12. – oder ehrlicher: ER (der Blogger) erinnerte mich an Eierkuchen oder Pfannkuchen – und obwohl alle sieben Kinder auswärts essen, könnte ich mal wieder Einerkuchen machen. Uns schmecken die ja schließlich auch.

Sie werden besonders knusprig, wenn man an den Teig etwas Selters macht…


Irrungen und Wirrungen – BFC Dynamo und Tennis Borussia Berlin

Sie lieben sich nicht, die Fans beider Vereine. Meistens achten sie sich nicht einmal. Dabei haben sie doch manchmal mehr gemeinsam, als sie wahrhaben wollen.

Wenn es darum geht, andere zu diskreditieren – zum Beispiel den Präsidenten des eigenen Vereins - dann sind jeweils einige Fans beider Vereine immer ganz schnell dabei. Für die BFCer war er der “Kaffeekai”, für die Tebe-er ist er das “Arschgesicht”.

BFC-Präsident Mario Weinkauf, beim BFC unsanft verabschiedet (die Fans und Mitglieder wollten “seinen” Sponsor noch nicht – und ihn nicht mehr), nahm Sponsor Treasure AG mit zum lilaweißen Westverein. Da lachte man beim BFC hämisch und die Tatsache, dass der Treasure AG-Chef Thomas Thiel privat einen Teil der Rechte an der Vermarktung des BFC Logos gekauft hatte, war nur eher wenigen bekannt und davon den meisten die Tragweite des Kaufs nicht bewusst. Als der ehemalige BFC-Chef Mario Weinkauf bei TEBE auftauchte und die Treasure AG und ihren “Chef” Thomas Thiel mitbrachte, erfuhren die überraschten und verblüfften lila-weißen Fans, was sie noch nicht wussten, über die in solchen Fällen üblichen Kanäle: Internetforen, Telefone, Mails, Gespräche an Biertischen und beim Kaffee.

Mario Weinkauf und seine Sponsoren mussten den Tennis-Fans vermutlich ähnliche Fragen beantworten wie beim BFC und ließen wahrscheinlich genauso viele offen. Ich weiß das nicht genau, weil ich nicht dabei war und meine Informationen nur aus gewöhnlich gut informierten Kreisen und dem Internet stammen. Bei Tebe waren die schmalen Informationen nicht so folgenreich – Mario Weinkauf und Thomas Thiel mit seiner Treasure AG und Peter Anthony (Alt-Tebe-er) bildeten eine Macht – denn man brachte das mit, was ein Fußballverein, der aufsteigen will, am meisten braucht: Geld. Und Tebe-Fans waren als Entscheider – anders als beim BFC – nicht gefragt.

BFC-Fans und Offizielle zweifelten auch weiterhin laut und ausdauernd daran, dass der Westverein jemals Geld von Thiel und seiner Treasure AG bekommen würde und lachten über die BMW MINIS, die plötzlich bei den Konkurrenten auftauchten. Ihnen selbst hatte man doch für die Wahl des “richtigen” Wirtschaftsrates sogar einen Bus versprochen. Aber den hatten sie dankend abgelehnt und den Versprechungen nicht geglaubt und fest darauf beharrt, dass man sich nicht kaufen lasse.

Tennis Borussia bekam Geld von Thiel und seiner Treasure.

In der letzten Saison scheiterten BFC Dynamo und Tennis Borussia sportlich trotz aller Bemühungen und mussten neben den Amateuren von Hertha und Rostock dem Kreuzberger Türkiyemspor den Vortritt lassen. Der Greifswalder SV ebenfalls Anwärter auf einen Regionalligaplatz verlor in der Relegation. Alle Verlierer der Saison sackten durch die Ligareform in die 5. Liga und hofften nun auf den einen begehrten Aufstiegsplatz der Saison 2008/2009. 

Beim BFC war man sich sicher: Wir packen das!

Bei TEBE hofften die Fans verunsichert auf bessere Zeiten.

Man tauschte munter Spieler miteinander.

Inzwischen sieht es ganz so aus, als hätte TEBE dieses Mal mit 14 Punkten Vorsprung zur Winderpause den Aufstieg schon in der Tasche, beim BFC hofft man bereits auf die neue Saison und spart sich nun einige Spieler und auch ein Trainingslager. Wenigstens muss man zur neuen Spielzeit den Spruch auf der BFC-Online Seite nicht auswechseln: Diese Saison gehört uns!

Teil-Logo-Markenrecht-Eigentümer Thomas Thiel sitzt inzwischen bei Tennis Borussia im Aufsichtsrat. Mario Weinkauf ist Vorstandsvorsitzender. Seit ich in einem Internetforum böse schrieb, dass der Konkurrent Tennis Borussia jetzt auch noch am von vielen Fans geliebten BFC-Logo indirekt verdiene, pflanzte sich die Info fort und gelangte so in einige Köpfe. Wer mehr zur Geschichte des BFC Logos in den letzten Jahren wissen will, kann in diesem Blog rechts auf die Kategorie LOG-KICK klicken und findet weitere Beiträge.

Bei der diesjährigen Mitgliederversammlung des BFC Dynamo kam es zu einer für die meisten Mitglieder unerwarteten Überraschung. Sie hörten, dass inzwischen mit den Logoinhabern (neben Herrn Thiel gibt es da noch Hells Angel Rayk Bernt mit seiner GmbH) verhandelt würde und die Verhandlungen kurz vor dem Abschluss stünden. Die Mitglieder fragten wie eigentlich immer brav nicht nach, sie freuten sich einfach, und sie taten auch, wie ihnen vom Wirtschaftsratsboss und Großgläubiger des BFC Dynamo Peter Meyer empfohlen wurde: Sie entlasteten neben anderen auch die ehemaligen Präsidiumsmitglieder Mario Weinkauf und Andreas Dielert. Darauf hätten die beiden ohnhin Anspruch gehabt, denn sie hatten nichts “verbrochen” – aber Anspruch und Wirklichkeit hätten in diesem Fall wohl ohne Meyers Empfehlung weit auseinander gelegen. So hoben viele widerwillig die Hand und entlasteten, um damit die Verhandlungen zu unterstützen. Mit der Mitgliederversammlung endete so auch vorerst wieder einmal die Diskussion um ein neues Logo unter Fans und Mitgliedern.

Inzwischen sind wieder einige Wochen, sogar Monate vergangen. Neue Meldungen gab es nicht. Aber von Insidern wurden Thomas Thiel und Andreas Dielert im VIP-Bereich des BFC Dynamo gesichtet. Man redet wohl sehr ausführlich miteinander. Vielleicht macht der BFC Dynamo nun Tennis Borussia den Sponsor abspenstig. Herr Thiel soll ja noch andere Firmen besitzen, hört man aus BFC-Kreisen, nicht nur die Treasure AG.

Heute steht der BFC Dynamo mal wieder positiv in der Presse. Der Kurier meldet den Sieg des Meisterclubs beim II. dug Hallenfußballt Cup 2009, einem Turnier der Traditionsmannschaften. (Bilder) Allerdings kommt dem Turnier den Namen gebende Hauptsponsor in dem Bericht nicht vor, im Artikel heißt der II. dug Hallenfußball Cup 2009: Legenden Turnier. Schade für den Sponsor. “Gewonnen hat vor satten 1000 Fans der BFC Dynamo.” – heißt es im Text. Das sind mehrere gute Meldungen für den BFC Dynamo in einem Satz: 1. der BFC hat gewonnen 2. die BFC-Fans waren satt 3. daraus folgend fraßen sie auch keine kleinen Kinder 4. die Polizei kommt nicht vor – auch gut.

Interessant ein plötzlicher neuer Sponsor des Turniers: BLUE PEGASUS PROMOTION. Wieso ich da plötzlich schreibe? Nun ja, auf dem Plakat zum Cup konnte ich den Sponsor nicht entdecken. Aber auf seiner Webseite wird der Cup angekündigt – und das bereits am 2.1.2009 – ob diese kurzfristige Einladung dem Cup zusätzliche Gäste gebracht hat, darf bezweifelt werden. Bestimmt lernt die Firma, die in Erfurt ihren Sitz hat, noch, dass im BFC Dynamo das BERLIN schon drinsteckt und man es nicht noch anhängen muss. BFC heißt nämlich: Berliner Fußballclub. Insofern reicht BFC Dynamo vollkommen aus :-) .

Aber vielleicht ist dieser kleine Fehler der BLUE PEGASUS PROMOTION auch nur unterlaufen, weil sie so an Tennis Borussia Berlin gewöhnt ist. Den Verein unterstützen sie nämlich auch: KLICK 

Vielleicht fahren ja beim BFC Dynamo bald kleine BMW Ninis vor – oder doch lieber ein BUS?


Werden Sie Polizeihund!

Der Ernährungssatz für einen erwachsenen Hartz-IV-Bezieher beträgt 4,32 € täglich, ein Polizeihund bekommt 6,80 €. Falls jemand auf die Idee kommt, zu meinen, der Unterschied sei damit zu begründen, dass Polizeihunde arbeiten, mache ich schon jetzt darauf aufmerksam, dass das viele Hartzbetroffene auch tun…

http://www.terz.org/texte/texte_0901/sozialticket.html

 


Keine Diskussion!

Zu den hübschen Erziehungssätzen der Eltern fallen fast allen Erwachsenen folgende schönen Sätze ein:

Du gehst jetzt ins Bett. Ohne Diskussion! Und komm nicht dreimal wieder raus!

Der Ehrlichkeit halber sei hinzugefügt, dass Kinder sich an diesen Sätzen eher nicht stören. Spätestens nach einer Viertelstunde sind sie wieder da:

Ich muss mal pullern oder Ich hab Durst oder Ich kann nicht schlafen…

Wenn Menschen allerdings das “keine Diskussion” ernst meinen, sollte man ganz, ganz vorsichtig sein, denn solche Menschen verhindern gern Veränderung und erzeugen Gewalt.

 


Bowling

Ich brachte es fertig, Ratte an Ratte zu reihen. Alle bemühten sich, mir gute Tipps zu geben.

Guck mal auf die Linien am Fußboden… Nimm die als Hilfslinien…

Stell dich einfach weiter nach rechts.

Nimm eine andere Kugel…

Nichts half. Kurz vor den Pins schlug meine Kugel immer wieder einen scharfen Linkskurs ein. Egal wie ich stand und guckte. Ratte. Ratte. Ratte.

Sabrina tauschte mehrfach meine Kugel. Das half auch nicht. Ich reihte weiterhin Ratte, an Ratte. Dann 4 Punkte, dann wieder eine Ratte. Ich sah den anderen zu, und ich ärgerte mich überhaupt nicht. Ich wollte mich verbessern. Es ging mir nicht darum, nicht zu verlieren, ich wollte es einfach lernen.

Macht es dir denn überhaupt Spaß?

Ja, es machte Spaß. Im zweiten Spiel gelang mir mehr. Ich kam auf 96 Punkte – das war eine gute Steigerung.

Nach zweieinhalb Stunden hatten alle genug vom Bowlen. Ich hätte gern noch lang weitergemacht.

Gern zu lernen – und die Motivation von “innen” zu holen – ist ein ziemliches Glück.

 


Bonus-Igel, Hirschkeule, Weihnachtsstern und viele andere Freuden

Die Welt ist manchmal doch zärtlicher als man denkt.

Ich hatte sie zufällig entdeckt, drei Handpuppen bei Ebay. Giraffe, Dachs und Hund. Weiches Fell und wache Augen – gut zum Geschichtenerzählen. Ich bot den einen geforderten Euro. Und bekam den Zuschlag. Das Päckchen kam schnell. Die Tiere reisten aus Hamburg an. Giraffe, Dachs und Hund waren noch schöner als auf dem Ebayfoto. Aber da saß noch wer im Päckchen. “Ich bin ein Bonus-Igel”, klebte ein Zettelchen auf weichen Stacheln…  Wir haben ein schönes Zuhause gefunden, sagen die vier Tierchen, und ich grüße nach Hamburg und bedanke mich für die Freude, die Sie uns gemacht haben…

Erst kam ein Paket, mit allem Schönen, was unsereins gern isst – Schokolade und Kaviar, Paranüsse und  Käse, den ich so liebe. Dann kam noch ein dicker Brief – mit Klabund zum Hören und beides machte sehr froh. Danke Paul!

Da hing eine Tüte an der Tür. In der Tüte fanden wir einen besonders leckeren Weihnachtsstern und wunderbare Früchte der Natur und freundliche Worte, die viel mehr Weihnachtszauber brachten, als am Gendarmenmarkt zu finden war. Danke an Pauline und ihre Mama.

Die Hirschkeule gab es im Köpenicker Ratskeller und der Hirschkeule folgte noch Birne Helene und beides war sehr lecker. Wir redeten wenig über die Arbeit, mehr über Knut und Gänse und ganz viel über Politik. Draußen veranstalteten die Fans des 1. FC Union ein Adventssingen und der BFC Dynamo wurde drinnen erwähnt. Wir haben übrigens gegen 17.00 Uhr am Ratskeller Köpenick auf Anhieb einen Parkplatz gefunden, sehr zur Verwunderung der einheimischen Stadtrandbewohner. Daran, wie gut diese Hirschkeule war, werde ich lange denken. Die Geschichte mit den Gänsen, die einen Fuchs, der sie überfallen hatte, zur Strecke brachten, vergesse ich garantiert nie. Vielen Dank für das gute Essen und den schönen Abend, Roland!

Miri versprach mir, uns auch in der Windmühle (Kaufpreis schlappe 195 000. -) zu besuchen. Das hat mich sehr gefreut, auch wenn ich sie weiter an den alten Ort bitten muss – die Mühle ist zwar hübsch, aber Pankow ist kein Stadtbezirk, Pankow ist eine Weltanschung. Grüße in den internationalen Wedding!

Dann wurde mir heute noch ein Schlitten nebst Kutscher angekündigt, es rieselte dabei der musikalische Schnee und ein kleines Päckchen hat der Kutscher wohl auch dabei, hieß es und nun freue ich mich auch die Überbringer und das Päckchen :-) .

Es gab noch die eine und die andere Freude und Freundlichkeit, die hier unerwähnt bleibt, aus Müdigkeits- und/oder Datenschutzgründen.

Und wenn ich jetzt doch langsam in Weihnachtsstimmung komme, dann verdanke ich das den Menschen, die die Welt zärtlicher machen.

Frohe Weihnachten!


Wütend

Dass in diesem Jahr auch bei vielen anderen Menschen keine Weihnachtsstimmung aufkommt, habe ich inzwischen erfahren. Die Gründe sind unterschiedlich.

Wie soll man denn feiern, wenn ein geliebter Mensch fehlt? Wenn die Kündigung schon daliegt. Wie soll man Weihnachtslieder singen, wenn man Angst hat, vor dem nächsten Tag, an dem man sich zur Arbeit schleppen muss. Es gibt viele Gründe, weshalb die Weihnachtsstimmung ausbleibt.

Einer aber macht mich richtig wütend: Behördendummheit

Da verdirbt eine dämliche Behörde einem Menschen die Freude an Weihnachten, nur weil sie einen Termin nicht vorziehen wollte.

 


Wir ziehen um!

In den letzten Tagen flatterten 26 Briefe des gleichen Absender in unser Wohnhaus, die als Einschreiben abgeschickt waren. Nur vier Briefe hatte der Briefschreiber auf normalem Weg auf die Reise geschickt.

Der Brief, den ich per Einschreiben bekam, enthielt – wie ich bereits geahnt hatte – die Betriebskostenabrechnung für 2007… :-(

Da ein Eigenheim auch keine Alternative wäre, Betriebskosten würden da ja auch anfallen, habe ich mich nach einer Alternative umgesehen. Und sie gefunden. Die ersten Möbel habe ich schon hingebracht!


 
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