Immer noch auf der Suche…
17. April 2010 von Maja Wiens | kein Kommentar
Immer noch auf der Suche bin ich nach einigen Fotos, die in den Blog gehören. Viele habe ich schon wiedergefunden und neu eingefügt. Aber vor allem suche ich meine Schlüssel…
Vierte Halbzeit – Stichpunkte – Notizen aus dem Off
17. April 2010 von Maja Wiens | kein Kommentar
Immer noch auf der Suche bin ich nach einigen Fotos, die in den Blog gehören. Viele habe ich schon wiedergefunden und neu eingefügt. Aber vor allem suche ich meine Schlüssel…
16. April 2010 von Maja Wiens | kein Kommentar
Die Rede ist von Oliver Bartoneck. Er ist 22 Jahre alt. Und kommt aus dem Oderbruch. Dort leben auch seine Eltern.
Oliver Bartoneck leidet nicht an einer unheilbaren Krankheit. Er ist kerngesund und treibt Sport.
Oliver Bartoneck hat Stukateur gelernt. Aber dann keine Arbeit gefunden. Da hat er sich für vier Jahre bei der Bundeswehr verpflichtet.
Jetzt ist er in Masr-i-Sharif. Und sein Testament hat er schon gemacht.
Oliver Bartoneck, Soldat
“Für mich ist das nur eine Absicherung. Ich denk jetzt nicht darüber nach, dass es natürlich für mich das Ende bedeutet, sondern es ist einfach nur eine Tatsache, dass ich in Ruhe nach Afghanistan gehen kann und weiß, dass alles geklärt ist.”Wird er in Afghanistan vielleicht selbst Menschen töten? Darüber denkt er im Augenblick lieber gar nicht erst nach.
Oliver Bartoneck, Soldat
“Man kann sich versuchen, damit auseinanderzusetzen. Aber woher will man die Realität nehmen? Die ist ja nur in den Gedanken, wo man sich das dann vorstellt, nicht dem gleichzusetzen, wie es dann wirklich passiert.”( Beitrag in KLARTEXT von Max Thomas Mehr)
http://www.rbb-online.de/klartext/archiv/klartext_vom_14_04/unser_mann_am_hindukusch.html
So lange Menschen nicht darüber nachdenken, ob sie vielleicht Menschen töten werden und dann in einen Krieg ziehen, begehen sie ein Verbrechen. Und die, die sie in den Krieg schicken auch.
16. April 2010 von Maja Wiens | kein Kommentar
Die Sache mit der Sicherung lief anders als ich dachte.
Regelmäßig mache ich eine Sicherungskopie meiner Datenbank ( eigentlich lasse ich sie machen – denn ich nutze dafür ein Plugin), die mir dann per Mail zugeschickt wird.
Natürlich hatte ich so eine Sicherung auch. Sie war auch “frisch” genug – keine zwei Tage alt. Nun musste ich sie nur noch zurückspielen und alles wäre gut. Nur leider war das Rücksichern nicht so einfach wie ich dachte. Obwohl ich mich nicht täglich mit MySQL und PHP beschäftige, ist mein rudimentäres Wissen eigentlich nach kurzer Einarbeitungszeit wieder verfügbar und ausreichend. Außerdem gibt es ja beinahe überall die Hilfefunktion und Foren, in denen mann fast alles findet. Aber: Immer erst die Suchfunktion benutzen und nur im Notfall selbst fragen. Schließlich hat kein Mehrwissender die Lust und die Zeit, täglich dieselbe Frage zehnmal zu beantworten.
Ich spielte sie vom Rechner auf den Server und alles war fast gut. Aber es gab da noch so zwei, drei kleine Fehlerchen, die ich in der Sicherheitsversion korrigierte und dann spielte ich sie auf den Server. Dachte ich. In Wirklichkeit überspielte ich meine reparierte Version mit einer ganz alten.
Aber natürlich hatte ich – wie ich es ja auch all meinen “Computerkunden” immer rate, alles doppelt gesichert. Also flink die 1,5 Terabyte Festplatte angeschlossen. Und dann habe ich entsetzt geguckt: Festplatte wird nicht erkannt – meldete der Rechner. Sämtliche Datenrettungsversuche scheiterten. Etwa 750 GB Daten weg. Einfach so.
Sichern? Immer einmal mehr!
Voraussichtlich gelingt es mir in den nächsten Tagen, auch die fehlenden Bilder wieder einzuspielen.
14. April 2010 von Maja Wiens | kein Kommentar
Man kann aus diesen Teilen tatsächlich ein Bett bauen. Wir hatten es nach dreieinhalb Stunden geschafft.
13. April 2010 von Maja Wiens | 2 Kommentare
Gekauft haben wir ein Bett.
Geliefert wurde ein Bausatz.
Und wir haben nicht bei IKEA eingekauft.
10. April 2010 von Maja Wiens | kein Kommentar
Normaler Weise läuft es gut so ein Upgrade auf eine neue Version. Von Zweipunktachtpunktdrei sollte es bei Jetzt erst recht! auf Zweipunktneunpunktzwei gehen.
Alles wundervoll – meldete mir das Programm auch nach erfolgtem Einspielen.
Allerdings war eine Fehlermeldung die einzige Nachricht, die ich erhielt, als ich probeweise die Blogadresse aufrief.
Blog zerschossen. Warum es “zerschossen” heißt, weiß ich nicht genau, jedenfalls war ich nicht bewaffnet vorgegangen.
Nur gut, dass mann – in diesem Fall Frau – über Sicherungen verfügt. Die werden einfach eingespielt und alles ist gut.
Aber es kam anders!
9. April 2010 von Maja Wiens | kein Kommentar
7. April 2010 von Maja Wiens | 2 Kommentare
Mein Freund Uwe Bunkenburg starb einige Jahre vor der sogenannten Wende an den Folgen eines Autounfalls. Er war erst Mitte 20 und Meisterschüler im Fachgebiet Gitarre an der Musikhochschule. Die näheren Umstände seines Todes werfen noch immer viele Fragen auf. Antworten habe ich auf diese Fragen nicht.
Als mein Sohn noch sehr klein war, war Uwe oft sein Babysitter.
Das Schlaflied, das ihm Uwe sang und auf dabei auf der Gitarre begleitete, war Wolfgang Borcherts: “Stell dich mitten in den Regen”. Wolfgang Borchert schrieb sein Gedicht 1940.
Als Uwe 1976 von Offizieren des Ministeriums für Staatssicherheit angesprochen wurde und sie um seine Mitarbeit baten, kam er zu mir.
Ich riet ihm, es überall herumzuerzählen. Er befolgte meinen Rat. Die Leute von der Stasi besuchten ihn bald nicht mehr. Aber sie besuchten nun mich auf Grund der Informationen, die sie von meinem Freund Uwe über mich erhalten hatten. Aber das ist eine andere Geschichte…
“Und versuche gut zu sein” – über diese Zeile haben wir oft gesprochen. Sogar gestritten. “Der Versuch reicht nicht”, ich war zwar älter als Uwe, aber jung genug, um keinerlei Ausflüchte und Entschuldigungen gelten zu lassen. Alles musste ganz sein und vollkommen, wie in der Liebe.
Uwe liebte die Lieder von Hermann van Veen, beide mochten wir Biermann, Degenhardt und Süverkrüpp. Van Veen fand ich zu weich und nicht kämpferisch genug. Damals.
Damals rannten wir bei Regen barfuß durch die Florastraße.
6. April 2010 von Maja Wiens | 1 Kommentar
Mein Vater, Paul Wiens, starb am 6. April des Jahres 1982. Er war damals noch nicht einmal 60 Jahre alt. Sein Leben blieb geprägt von seiner Kindheit und Jugend: aufgewachsen in Berlin und vor den Nazis geflüchtet, musste er früh erwachsen werden. Verhaftet in Wien und wegen “Wehrkraftzersetzung” verurteilt, befreiten ihn sowjetische Soldaten aus dem Konzentrationslager Oberlanzendorf.
Der Eintrag über ihn bei Wikipedia ist auch ein Beweis dafür, dass die Wahrheit zur Lüge werden kann. Es ist wahr, dass mein Vater für den KGB arbeitete. Es ist auch richtig, dass er in diesem Zusammenhang auch über seinen Freund Lew Kopolew berichtete. Aber es steht nicht in diesem Wikipediaeintrag, dass er seinem Freund damit vielleicht das Leben rettete.
Die heutigen Sieger der Geschichte manipulieren unsere Erinnerung an die DDR Tag für Tag. Wir hören immer wieder, was wir vermissten. Wir hören nicht, was wir hatten.
Wir brauchen ein gutes, ein scharfes Gedächtnis.
Paul Wiens
V E R M Ä C H T N I S
Dies sei unser Vermächtnis:
Ein gutes, ein scharfes Gedächtnis-
und unsere Hinterlassenschaft:
ein Sommer voller Licht und Saft,
ein Sommer – windig aber weich,
tief, tief der Wald, die Äcker reich,
die Straßen um die Erde breiter,
die Leute herzlicher, gescheiter,
Haut und Gedanken ohne Beulen,
Gedichte an den Anschlagsäulen,
mit Liebe jedes Haus umlaubt,
froh jedes Kind – und überhaupt:
ein Tröpflein nur des Volkes Bitterkeit -
sein Glück jedoch – wie alle Meere weit!