Hartz-IV wird abgeschafft

April, April …

Da hat jemand aber den Berliner Bürgermeister ganz falsch verstanden. Der will Langzeitarbeitslosen einen Job verschaffen, mit dem sie am Ende ihres Lebens, wenn sie ihn 40 Jahre ausüben, eine Rente in Höhe von Hartz-IV bekommen. Hausmeister kann man da zum Beispiel werden und bekommt 1200 € – von Tariflohn, der normalerweise bezahlt werden müsste, ist keine Rede. Was daran solidarisch sein soll, kann ich nicht verstehen. Und ein Grundeinkommen ist das auch nicht – oder wird das irgendwie „aufgestockt“?

Dass Hartz-IV auch Menschen bekommen, die arbeiten und solche, die zum Arbeiten zu krank sind, Rentner, deren Rente nicht reicht, das hat der Herr Müller nicht bedacht.

Demnächst hier mehr zu Müllers unsolidarischen Gedanken …


2 Kommentare

  1. 1. Karl-Heinz Twele

    Kommentar vom 2. April 2018 um 12:12

  2. 2. Maja Wiens

    Kommentar vom 19. April 2018 um 09:57

    Ein Hausmeister im Öffentlichen Dienst des Landes Berlin mit 40 Jahren verdient in der niedrigsten Stufe für Hausmeister eingestuft – 2.171,15 € Netto – 2.986,43 € beträgt das Bruttogehalt. Schulhausmeister, von denen Herr Müller ja redete, gehören zum Öffentlichen Dienst. Wenn sie diese Arbeit ausführen, dann müssen sie auch entsprechend entlohnt werden.

    Von Abschaffung von Hartz 4 kann keine Rede sein, wenn es darum geht – einige Langzeitarbeitslose irgendwie zeitweise im öffentlichen Sektor zu beschäftigen. Da gilt dann aber: Gleicher Lohn für alle. Ein großer Teil der Hartz4-Empfänger ist jedoch gar nicht „arbeitslos“ sondern bezieht Leistungen, weil das verdiente Geld mit Kind z. B. zum Leben nicht reicht, weil sie krank, alt sind oder behindert sind.

    Mit einer „Abschaffung“ haben die Voschläge auch sonst nichts zu tun – denn die Stellen sollen ja keine Dauerarbeitsstellen werden, sondern werden zeitlich befristet. Das kennen wir alles schon, ABM und Geschwister lassen grüßen… Hat nur zu nichts geführt. Die Vorschläge von Herrn Müller reichen vom Schulsekretariat hin bis zu Betreuung von Flüchtlingen, Arbeit im Kindergarten und Babysitting für Alleinerziehende.
    Ganz davon abgesehen, dass vieles davon kommunale Aufgabe ist – wenn die Kompetenzen der Leistungsbezieher dafür ausreichend sind, finden sie problemlos einen Job – Erzieher und Erziehungshelfer werden gesucht. Einem Langzeitarbeitslosen mit Suchtproblemen aber Kinder anzuvertrauen, das kann durchaus problematisch sein.

    Viel schlimmer ist aber der Etikettenschwindel für all die Kinder, die hier von H4 leben müssen.

    Weg mit den Sanktionen – bei denen die Leistung bis auf NULL gekürzt werden kann, das wäre ein notwendiger Schritt.

    Die Bezeichnung Solidarisches Grundeinkommen ist Hohn! Was soll daran solidarisch sein?

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