Was mir gerade so durch den Kopf geht…

Was mir gerade so durch den Kopf geht – die Auswahl ist zufällig und nicht repräsentativ:

Gut, dass Werner jetzt Inge hat! Inge ist die kleine Cousine von Werner. Werner war ganz traurig allein. Er hat sich auf den Filter gelegt und wollte nicht mehr schwimmen. Inge ist auch ein goldiges Fischlein… Sabrina hat ihnen ein Haus gekauft.  Man braucht ein Zuhause. Egal ob klein oder groß.

Hart gekochte Eier halten lange. Man darf sie bei Zimmertemperatur ruhig 5-6 Wochen aufbewahren. Wenn man sie zu Ostern gefärbt und nicht abgeschreckt hat. Die Farbe verschließt die Poren. Und ich finde die gefärbten Eier einfach schön. Man muss sie ja nicht mehr essen. Die Chinesen vergraben Eier und holen sie nach sieben Jahren wieder aus der Erde. Sie sollen dann schmecken wie saure Gurken. Ob das stimmt? Muss ich mal Google fragen.Tee-Eier (die zum Essen!) habe ich früher gern gemacht. Die Tee-Eier lernte ich kennen im Salon in der Volksbühne. Da spielten die Diderot. Und ich staunte über manch Paradoxon. Tee-Eier im Theater während eines Stücks essen, das war zu DDR-Zeiten schon fast eine Revolution. DDR-Zeiten – ein zeitloser Begriff…

Ich weiß jetzt, warum Kinder verstummen. Wenn man keine Worte hat, ist es besser zu schweigen. Die fehlenden Worte durch falsche zu ersetzen, ist keine Alternative. Schweigen ist eine.

Die fehlenden Texte umlagern meinen Schreibtisch:

Anna las, aber war blass. Ananas das wars!

Einem Dichter, der ansprechende Gedichte schrieb, versprach ich Ansprache, blieb schreiblos schweigend bis jetzt. Liegt neben dem Tisch, wo die Ratten sich ausbreiten. Ich warte – auf Worte…

Immerhin bin ich zu der Erkenntnis gelangt, dass ich kein Einfamilienhaus mehr bewohnen will. Das wäre nämlich gefährlich. Es gibt keine solchen Häuser mit Fernheizung. Und Gerichte fällen ja manchmal merkwürdige Urteile. Man weiß in diesem Lande auch nicht, ob man nicht doch gezwungen wird, einen NPD-Schornsteinfegermeister, der NPD-Abgeordneter ist, in die Wohnung zu lassen. Sicherer ist es also, eine Wohnung mit Fernheizung zu bewohnen. Aber man kann ja nicht die Fenster schließen, den Rechner ausschalten, das Telefon abstellen… Der Schoß aus dem das kroch, ist fruchtbar noch, fällt mir ein… (http://www.mz-web.de/artikel?id=1208169441070)

Eine schweigende Minderheit ist auch nicht besser, als eine schweigende Mehrheit.

Wenn ich eine Heuschrecke wäre, würde ich auf meiner Heizung wohnen wollen. Natürlich in einem gut ausgestattetem Terrarium.

Der Neue heißt Knocke. Er ist froh, nicht noch wochenlang in einem Karton leben zu müssen. Und er ist Vegetarier. Im Gegensatz zu seinen Artgenossen Flocke und Knut. Knocke verdankt sein neues Leben Miri. Danke Miri! Knocke ist überzeugt: Wer Pinguine frisst, weiß nicht, wie gut Möhren schmecken!

Mir hat die Polizeidirektion Rostock geschrieben: Ich soll zahlen. 10 € für eine kleine Sünde. Wenn ich damit einverstanden bin, soll ich gleich zahlen. Wenn nicht, darf ich noch etwas dazu sagen… Ich kenne das: Dann zahle ich später doppelt. Die hören ja nicht wirklich auf das, was ich sage. Die haben ja Beweise, schreiben sie. Ein Foto und einen Lichtmessgerätbediener. Dabei beweist beides nichts. Die Geräte sind nie in Ordnung und auf dem Foto sieht man nicht, wie schnell ich fahre! Ich habe trotzdem keine Wahl. Ich zögere die Überweisung heraus, um die wenigstens zu ärgern. Was für eine blöde Ausrede, für ganz normale Schlampigkeit! Ich überweise das. Morgen…

Spargel wird auch nicht besser wenn man ihn tagelang im Gemüsefach aufbewahrt. Der ist schon grün. Von Natur aus, wie der Berliner sagt. Es wär vernünftig gewesen, ihn zu essen. Übrigens: Wer hat den Käse erfunden?  Das war bestimmt auch einer, der zu lange gewartet hat…

Jemand hat vor dem Woolworth im Wedding einen kleinen Kasten an einem Baum angebracht. Die Spatzen futterten da während des strömenden Regens heute fröhlich zwitschernd Krümel – trocken unterm schützenden Dach. Ich holte die Kamera nicht aus dem Rucksack. Manches Bild kann man nicht abbilden. Vielleicht nur ich nicht. Oder noch nicht. Jedenfalls haben die Spatzen ein Dach über dem Kopf, vor dem Woolworth im Wedding und das ist ja etwas worauf es auch ankommt. Wozu braucht das Spatzenglück, das ich doch im Kopf hab, ein Foto?

Es ist mir doch eingefallen: Zur Erinnerung…

Zur Erinnerung an… Ohne das Poesiealbum hätte man die Freundinnen von damals schon längst vergessen. Margit Heckteuer? Sie hatte eine Brille und wusste was Masturbation ist. Zur Erinnerung an…

Verpflichtungserklärungen erklären gar nichts. Ob man sie unterschrieben hat – oder auch nicht. Sie verpflichten nicht und erklären nicht. Erklärungen sind ohnehin immer unerwünscht – weil unbequem.

Und wer schreibt, der bleibt.

In diesem Sinne: Gute Nacht!

PS.: Natürlich kaufe ich nicht bei Woolworth, ich nicht. Ich war da nur, weil in der gleichen Straße mein Goldschmied seinen Laden hat.

 

 

 

 


1 Kommentar

  1. 1. Miriam

    Kommentar vom 18. April 2008 um 08:13

    Noch billiger als Woolworth ist die Domäne. Ich kauf da natürlich nicht. Ich weiß das nur, weil mir immer diese Werbung ins Haus flattert.

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