Von unten nach oben lesen… Rentenversicherungspflicht für Selbständige…

Bitte lest das Thema von unten nach oben… Der besseren Lesebarkeit wegen habe ich die Kommentare über den Text gesetzt…


1 Kommentar und 1 Trackback/Pingback

  1. 1. Miriam

    Kommentar vom 21. Mai 2012 um 15:19

    Lieber Aufschreiber, nein, wir sind nicht beim „400-Euro-Jobber, der mit seiner Kunst weniger als 325 Euro monatlich dazu verdient und deshalb bei der KSK nicht versichert ist“, sondern bei einem, der auf Honorarbasis kunstfremd arbeitet, das ist ein gewaltiger Unterschied.

    Ja, ein Künstler kann auch mal vorübergehend unter dem Einkommenslimit bleiben, ohne aus der KSK herauszufallen, aber viele können absehen, dass sie das längerfristig sein werden und beantragen die Mitgliedschaft nicht. Manche sehen sich auch zu keiner Einkommensprognose imstande.

    Ob die Kunst Beruf oder nur Hobby ist, lässt sich nicht ausschließlich über mit ihr erzieltes Einkommen festlegen, denn das hängt nicht ausschließlich von den künstlerischen Fähigkeiten des Künstlers ab, sondern ganz entscheidend auch von der Kaufkraft derer, die sich für seine Kunst interessieren.

    Ich habe bei Zukunftsbau Künstler kennengelernt, die dort Kreativkurse geben, um sich über Wasser halten zu können, was aber nicht bedeutet, dass ihre Kunst wertlos oder eben nur Hobby ist.

    Was, wenn kein Argument, ist denn der Hinweis auf unsolidarische Bezahlung? Es wird solidarisches Beitragsverhalten von unsolidarisch Entlohnten erwartet. (Ich meine nicht den „Zahnarzt“.) Das ist ein Widerspruch in sich.

    Und da sind wir m.E. am entscheidenden Punkt: Wir diskutieren hier nämlich gar nicht wirklich über die notwendige von allen beitragsfinanzierte Altersabsicherung für alle, sondern über ein Arm-reich-Gefälle, das in Ursula von der Leyens Eckpunktepapier nicht berücksichtigt oder zumindest nicht transparent wird.

    Jemand, der der Solidargemeinschaft JETZT nicht „auf der Tasche liegen“ will und sich irgendwie durchwurschtelt, wird aufgefordert, auch hinsichtlich Altersvorsorge solidarisch zu handeln. Das setzte aber Arbeitsentgelte voraus, die mehr als ein sorgenfreies JETZT ermöglichen.

    Es nur logisch, dass es einen Aufschrei derer gibt, die sich zu mehr Sozialabgaben außerstande sehen. Ursula spricht schlicht von Selbstständigen und nicht von Selbstständigen mit einem monatlichen Einkommen ab…

    Und die Diskussion, ob man von 1000,00 leben kann oder nicht und ob man ein WG-Zimmer für 250,00 warm kriegt oder nicht, führt am Kern der Sache vorbei. Das ist auch regional unterschiedlich. Eine Mutter von zwei Kindern, die ich bis vor kurzem gelegentlich betreut habe, mietet gerade ein Haus mit 6 Zimmern und Garten für 500,00 (kalt), allerdings ist das in Torgelow.

  2. […] 1. Miriam […]

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