Bilder zum Tag der Eröffnung der Khadija-Moschee

Natürlich hätten dem Aufruf zur Demo mehr Leute folgen können, aber einige, viele 🙂 waren wir ja doch. Und schließlich war es ein Wochentag und um 17.00 Uhr da arbeiten viele Menschen noch, und es war windig und kalt und es regnete… Der Wind blies uns die nassen Blätter ins Gesicht. „Keinen Hund jagt man bei solchem Wetter vor die Tür!“, sagte einer und knüpfte dabei Band an Band. Es sollte ein Signal sein: Pankow ist weltoffen, friedlich und tolerant.

Kaum jemand nahm Notiz von der Demo – nach der Unterstützung des Aufrufs durch die SPD, die Grünen, die FDP, die Linke und die CDU hätte man ja erwarten können, dass viele Parteimitglieder und Bezirksverordnete sich beteiligen. Auch Bürgermeister Köhne, der zur Beteiligung aufgerufen hatte, fehlte. Nur Leute von „DieLinke“ habe ich gesehen. Aber vielleicht war ja meine Brille beschlagen.

Die Gegner des Moscheebaus…

Die NPD, die – schließlich auf ihre angekündigte „Mahnwache“ verzichtet hatte – beteiligte sich offensichtlich an der Demo der IPAHB – ein junger Mann mit der Aufschrift „Saufbunker Buchholz“  und einer Bierbüchse in der Hand demonstrierte heldenhaft „Gegen den Missbrauch der Freiheit“ und meinte damit vermutlich, jede Freiheit für Andersdenkende sei ein Missbrauch.

Die Moschee ist eröffnet

Die Moschee ist eröffnet. Ein Pankower nannte sie das schönste Bauwerk in Heinersdorf, ein anderer erwiderte, man habe sein Haus noch nicht gesehen. Wie auch immer: Die Moschee wird manches Kind und manchen Erwachsenen beim Vorbeigehen an die Märchen aus Tausend und einer Nacht erinnern. Mit der Ahmadiyya-Gemeinde wird man im Gespräch bleiben – ebenso wie mit der katholischen Kirche – für Toleranz gegenüber Homosexuellen und die Gleichberechtigung der Frau.

Übrigens: Architektin der Moschee war eine Frau!

[mygal=pkw]


1 Kommentar

  1. 1. Bain

    Kommentar vom 17. Oktober 2008 um 17:36

    Hallo Maja,

    ich finde das sind sehr beeindruckende Bilder
    und das trotz des mehr als bescheidenen Wetters.
    Die richtige Antwort der Aufrechten!!!!!
    Ich kenne persönlich in diesem Siedlungsgebiet
    Bewohner, welche diese Moschee und allem was dazu gehört von Grund auf ablehnen. Bohrt man etwas nach,bemerkt man sehr schnell Ihre Unkenntnis und mangelnde Bereitschaft sich mit der Materie zu beschäftigen.
    Das alles mündet dann in reflexartige dumpfe Ablehnung des ganzen.Die „Klein“bürgerliche Idylle soll blos nicht gestört werden……

    Gruß Bain

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