Mein Papst: Papst Paul der VII.

Franziskus irgendwas – der ist nicht mein Papst. Erstens bin ich nicht katholisch und zweitens hätte ich mir den auch nicht ausgesucht, wenn ich katholisch wäre. Aber die Katholiken haben in ihrer Kirche sowieso nichts zu sagen. Es sei denn, sie sind nicht ganz normal. Wer heute noch den Zölibat verteidigt, kann nicht richtig ticken. Denn letztlich kommt das einem Plädoyer des Missbrauchs gleich. Nein, ich meine durchaus nicht nur den Kindesmissbrauch, sondern auch den anderen Missbrauch, den der Gläubigen. Der dauerhafte Missbrauch in aller Öffentlichkeit, der nur selten oder nie Thema in den Zeitungen ist.

Mein Papst ist Paul der VII.  Mein Freund Paul ist ein lebender Franziskus. Es macht nichts, dass er Paul heißt, er ist trotzdem ein Nachfahre des Heiligen Franziskus von Assisi. Mein Freund Paul ist ein Freund der Armen und Kinder. Dazu braucht er diese scheinheilige Kirche nicht. Was Paul tut, tut er leise, er macht kein Aufheben von seinen guten Taten. Was er kocht, um anderen eine Hilfe zu sein und Freude zu machen, erfahre ich nur, weil ich neugierig bin, was er sich wieder einmal einfallen lässt, mit seinen Spezialkreationen könnte er vermutlich inzwischen mehrere Kochbücher füllen.

Gestern habe ich mit Paul telefoniert. Ich wollte ihm sagen, wie enttäuscht ich bin, dass er nicht Papst geworden ist. Wir flachsen ja oft.

Paul erklärte, dass er C. zu senem Pressesprecher gemacht hätte, wäre er Papst geworden.  Gute Entscheidung, meinte ich. Ich hätte Paul den Haushalt führen sollen. Das wäre in keinem Fall eine gute Entscheidung. Erstens bin ich zur Haushaltsführung gänzlich ungeeignet und zweitens hätte ich mich geweigert. Aber etwas hat Paul gesagt, was mich sehr gerührt hat.

Er hätte Dumbina heilig gesprochen.

Dumbina ist eine unserer Ratten. Sie ist schon alt, und inzwischen sehr krank. Dumbina frisst sehr gerne, deshalb ist sie auch ein wenig zu rundlich. Aber Dumbina hat von ihrem Fressen jungen oder kranken Artgenossen immer abgegeben. Hat sich die kleine Dumbi mal wieder aus dem Staub gemacht – sie ist noch jung und weiß es nicht besser – dann macht sich Dumbina auf den Weg durch die Wohnung und sucht. Friert Mini-Paula, dann wärmt Dumbina sie. Sie ist einfach eine ganz besonders liebe Ratte.

Mit der Idee, diese kleine Ratte heilig zu sprechen, hat mir Paul eine Freude gemacht.
StFrancis part


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