{"id":4061,"date":"2014-09-13T13:34:58","date_gmt":"2014-09-13T11:34:58","guid":{"rendered":"http:\/\/www.dynamoberlin2002.de\/bfcfotos\/wordpress\/?p=4061"},"modified":"2014-09-13T14:39:01","modified_gmt":"2014-09-13T12:39:01","slug":"ich-mache-euren-krieg-nicht-mit-warum-ich-auch-buecher-bei-amazon-bestelle","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.dynamoberlin2002.de\/bfcfotos\/wordpress\/archives\/4061","title":{"rendered":"Ich mache euren Krieg nicht mit! Warum ich auch B\u00c3\u00bccher bei Amazon bestelle&#8230;"},"content":{"rendered":"<p>Der Feind ist gefunden: Amazon. Schlechte Arbeitsbedingungen, Erpressung von Autoren und so weiter und so fort. Die Liste der Vorw\u00c3\u00bcrfe ist lang und die meisten von ihnen sind durchaus berechtigt. Nun haben 909 Autoren in Amerika einen Protestbrief an Amazon geschrieben und in Deutschland tobt die intellektuelle Elite ebenfalls. Ein Boykott des gro\u00c3\u0178en H\u00c3\u00a4ndlers wird gefordert und erkl\u00c3\u00a4rt, dass man etwas falsch macht, wenn man seine B\u00c3\u00bccher bei Amazon kauft.<\/p>\n<p>&#8222;Ich gestehe: Ich habe es auch getan. Sogar sehr oft. Wer in einem Dorf wohnt, in dem nur zweimal am Tag ein Bus h\u00c3\u00a4lt, bestellt schnell mal bei Amazon. Langsam d\u00c3\u00a4mmert mir, dass ich da etwas falsch gemacht habe.&#8220; schreibt Iris Radisch in der Zeit unter dem Titel &#8222;Brauchen wir Amazon?&#8220;. Der Teaser k\u00c3\u00bcndigt einen gro\u00c3\u0178en Amazon-Ratgeber an:<br \/>\n&#8222;Der Internetversandh\u00c3\u00a4ndler diktiert der Welt die Regeln, nach denen B\u00c3\u00bccher gelesen, geschrieben und publiziert werden. 19 Autoren aus aller Welt beantworten sechs Fragen nach dem richtigen Umgang mit dem genialen Giganten.&#8220;(<a title=\"Brauchen wir Amazon - Zeit\" href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2014\/30\/buchhandel-amazon-autoren?commentstart=9#player0\" target=\"_blank\">Artikel in der Zeit<\/a>)<\/p>\n<p>Die meisten dieser Autoren kaufen ihre B\u00c3\u00bccher nicht oder nur in Ausnahmef\u00c3\u00a4llen bei Amazon und werben daf\u00c3\u00bcr, es ihnen gleich zu tun. Diese Autoren geh\u00c3\u00b6ren allerdings allesamt nicht zu den Menschen, die jeden Euro dreimal in der Tasche herumdrehen m\u00c3\u00bcssen, ehe sie ihn ausgeben. Sie nennen den bei Amazon kaufenden Konsumenten einen Lemming (Durs Gr\u00c3\u00bcnbein) und vergessen dabei, dass der Buch-Konsument denselben Bedingungen unterworfen ist wie der Buch-Produzent, den Bedingungen eines Kapitalismus ohne Erbarmen. Gleich werden mir sicherlich unsere vergleichsweise guten Lebensbedingungen vorgehalten, die aber doch erkauft sind mit der Not, Elend und Krieg anderswo auf der Welt.<\/p>\n<p>Macht doch einfach endlich die Grenzen auf &#8211; \u00c3\u00bcberall und f\u00c3\u00bcr jedermann!<\/p>\n<p>Das hat doch aber mit Amazon nichts zu tun? Doch! Amazon ist nichts anderes als ein Unternehmen, dass die digitale Globalisierung eher begriffen hat als andere und seine Macht ausbauen konnte, weil es verstanden hat, dass Kundenfreundlichkeit sich lohnt. Der m\u00c3\u00b6gliche Grad der Ausbeutung der deutschen Amazon-Mitarbeiter wird von deutschen Gesetzen sanktioniert.<\/p>\n<p>Amazon ist b\u00c3\u00b6se, Thalia und der kleine Buchladen an der Ecke sind gut? Wir leben im Kapitalismus.<\/p>\n<p>Es ist kein Witz, dass jemand der bei Thalia den &#8222;Schimmelreiter&#8220; erwerben wollte, vom Buchh\u00c3\u00a4ndler in die Ecke mit den Pferdeb\u00c3\u00bcchern geschickt wurde. Es ist auch nicht lustig, dass die intellektuelle Buchh\u00c3\u00a4ndlerin aus meiner Gegend eine meiner Freundinnen, gefragt hat, was &#8222;eine wie sie, denn in einem Buchladen wolle&#8220;, weil die Kledage meiner Freundin offenbar nicht den Vorstellungen der Dame entsprach. Ich habe immer gern in B\u00c3\u00bcchern gebl\u00c3\u00a4ttert und hineingelesen. Durch eine Buchhandlung zu schlendern und in das eine oder andere Buch zu schauen, ist ganz sicherlich ein Vergn\u00c3\u00bcgen. Aber viele der B\u00c3\u00bccher, in die ich in den letzten Jahren in einer Buchhandlung schauen wollte, waren gerade nicht vorr\u00c3\u00a4tig. Da musste ich dann zweimal zur Buchhandlung laufen und kaufte schlie\u00c3\u0178lich ein Buch, in das ich vorher keinen einzigen Blick werfen konnte. Bei Amazon kann ich einen &#8222;Blick ins Buch&#8220; werfen &#8211; und es au\u00c3\u0178erdem auch noch zur\u00c3\u00bcckschicken, falls es mir nicht gef\u00c3\u00a4llt.<\/p>\n<p>Thalia (Marktf\u00c3\u00bchrer in Deutschland) frisst seit Jahren kleine Buchhandlungen und Verlage und hat 2006 vorgeschlagen, die Verlage sollten sich finanziell am Ausbau und der Einrichtung neuer Firmenfilialen beteiligen. Vom Unternehmen gab es auch Angriffe auf die Buchpreisbindung. Bei Wikipedia hei\u00c3\u0178t es: &#8222;Im Zuge des sich beschleunigenden Verdr\u00c3\u00a4ngungswettbewerbs und der Filialisierung im Buchhandel f\u00c3\u00a4llt neben der Thalia-Gruppe und der Verlagsgruppe Weltbild auch die Mayersche Buchhandlungskette durch eine starke Expansion mit \u00c3\u0153bernahmen von inhabergef\u00c3\u00bchrten Buchhandlungen und Neugr\u00c3\u00bcndungen von Buchh\u00c3\u00a4usern auf&#8220;(<a title=\"Thalia-Wiki-Artikel\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Thalia_%28Buchhandel%29\" target=\"_blank\">Wikipedia \u00c3\u00bcber Thalia<\/a>).<\/p>\n<p>Tja, wo soll der engagierte Leser seine B\u00c3\u00bccher kaufen? Am einfachsten, jeder besucht den Autor zu Hause. Man trinkt gemeinsam Kaffee und plaudert ein wenig \u00c3\u00bcber Gott und die Welt und kauft sein Buch direkt beim Produzenten, garantiert hat der Autor eine Druckerei im Keller. Da entf\u00c3\u00a4llt der gesamte Vertrieb und der Autor hat auch mehr vom Buch. Alternativ k\u00c3\u00b6nnte man zum engagierten Einzelunternehmer, dem Buchh\u00c3\u00a4ndler gehen, der vielleicht 25 km entfernt einen kleinen Laden betreibt. Wobei das &#8222;gehen&#8220; eher zum &#8222;fahren&#8220; w\u00c3\u00bcrde und der Buchkauf einige Lebenszeit in Anspruch nehmen w\u00c3\u00bcrde, von zus\u00c3\u00a4tzlichen Kosten f\u00c3\u00bcr Benzin (Umweltverschmutzung!!!) oder Fahrkarten mal ganz abgesehen. In meiner N\u00c3\u00a4he befinden sich sogar mehrere kleine Buchhandlungen, aber keine ist mir wirklich sympathisch. Die eine macht auf &#8222;heiter-kriminalistisch&#8220; und die andere hat sich durch oben erw\u00c3\u00a4hntes &#8222;Kledage-Geschichte&#8220; disqualifiziert. Die boykottiere ich, wie eine Gastst\u00c3\u00a4tte in meiner Umgebung, die einen Rollstuhlfahrer abwies.<\/p>\n<p>Kindle e-Book-Reader &#8211; ja ich habe einen, und ich habe insgesamt schon drei verschenkt. Den neuen Kindle Paperwhite hat die Stiftung Warentest zum Testsieger erkl\u00c3\u00a4rt &#8211; die anderen acht getesteten e-Book-Reader konnten nicht mithalten. Eine ganze Bibliothek immer dabei zu haben, ist ein Luxus, den man sich mit den gedruckten B\u00c3\u00bcchern nicht leisten kann. Irgendwann werde ich mich von der Mehrzahl meiner gedruckten B\u00c3\u00bccher verabschieden m\u00c3\u00bcssen, weil ich den Platz f\u00c3\u00bcr sie nicht mehr habe. Ich bin froh, dass ich viele von ihnen dann in digitaler Form &#8222;in die Hand nehmen&#8220; kann. Und wenn ich nicht selbst lesen kann, liest mir der Kindle sogar vor.<\/p>\n<blockquote><p>&#8222;Seit Jahren wei\u00c3\u0178 man, dass Amazon nicht nur ein Postbote, sondern ein freundlicher Diktator ist, der es auf die gesamte Wertsch\u00c3\u00b6pfungskette des Buches abgesehen hat. Sein Ziel ist die totale und globale Kontrolle \u00c3\u00bcber die Welt der Buchstaben: Auf seiner Self-Publishing-Plattform kann jeder ver\u00c3\u00b6ffentlichen, aus den Lekt\u00c3\u00bcrewegen der Kindle-Leser werden Fahrpl\u00c3\u00a4ne f\u00c3\u00bcr neue Amazon-B\u00c3\u00bccher, aus den Nutzerdaten und den Amazon-Rezensionen generieren sich neue Konzernstrategien. Niemand auf der Welt wei\u00c3\u0178 so viel \u00c3\u00bcber den Kreislauf des Lesens, Schreibens und Publizierens wie die Rechner in Seattle&#8220; (Zeit online &#8211; Artikel &#8222;Brauchen wir Amazon&#8220; von Iris Radisch).<\/p><\/blockquote>\n<p>Das ist nat\u00c3\u00bcrlich besonders verwerflich: Bei Amazon kann jeder ver\u00c3\u00b6ffentlichen. Nat\u00c3\u00bcrlich ist es Quatsch anzunehmen, die Rechner in Seattle w\u00c3\u00bcssten irgendetwas \u00c3\u00bcber den Kreislauf des Lesens, Schreibens und Publizierens. Die Rechner in Seattle speichern Daten wie andere Rechner auch &#8211; die Konzernstrategien aus diesen Daten entwickeln Menschen, die wie die Autorin des Artikels im Kapitalismus leben. Und ihre Haut zu Markte tragen, damit sie \u00c3\u00bcberleben k\u00c3\u00b6nnen. Man kann nicht gleichzeitig das Zeitungssterben bedauern, dem Tante-Emma-Laden hinterhertrauern, betr\u00c3\u00bcbt sein \u00c3\u00bcber Massentierhaltung und dabei die Freiheit loben, die einem das &#8222;demokratische&#8220; System bietet. Das ist entweder dumm oder verlogen.<\/p>\n<p>Massentierhaltung, Amazon, Google, Facebook und Twitter\u00c2\u00a0 sind Kinder des Systems, und sie machen ihren Eltern alle Ehre. Man entkommt ihnen letztlich nicht. Denn dem System kann man nur entkommen, wenn man es ver\u00c3\u00a4ndert &#8211; radikal. Der Kapitalismus kann nicht menschlich und nicht vern\u00c3\u00bcnftig sein. Und die sogenannte soziale Marktwirtschaft hatten die Bundesb\u00c3\u00bcrger der Sowjetunion und ihren Trabanten zu verdanken und seit es die nicht mehr gibt, ist es vorbei mit der sozialen Seite. Da werden jetzt ganz andere Seiten aufgezogen. Der seit 2005 unter dem Namen eines Verbrechers (Hartz) stattfindende \u00c3\u00b6ffentliche Raub von Grundrechten und die planm\u00c3\u00a4\u00c3\u0178ige Dem\u00c3\u00bctigung von Millionen Menschen in diesem Land hat keine <a title=\"1500 Autoren versus Amazon\" href=\"http:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/1500-Autoren-gegen-Amazon-Moralkeule-reicht-nicht-2300144.html\" target=\"_blank\">1500 deutsche Schriftsteller<\/a> zu einer gemeinsamen Aktion veranlasst.<\/p>\n<p>Amazon will niedrigere Preise f\u00c3\u00bcr e-books erzwingen, das st\u00c3\u00b6rt die Verlage und die Autoren. Allerdings geht der Trend ohnehin zu Flatrates &#8211; auch auf dem Buchmarkt &#8211; und niedrige Preise f\u00c3\u00bcr elektronische B\u00c3\u00bccher halte ich f\u00c3\u00bcr f\u00c3\u00bcr dringend notwendig. Die sogenannten Kulturflatrates w\u00c3\u00bcrden \u00c3\u00bcbrigens zu h\u00c3\u00b6heren Einnahmen f\u00c3\u00bcr Verlage und Autoren f\u00c3\u00bchren und w\u00c3\u00a4ren f\u00c3\u00bcr den Verbraucher (in diesem Fall Leser) nat\u00c3\u00bcrlich erstrebenswert. Amazon will Preise von unter 10 \u00e2\u201a\u00ac f\u00c3\u00bcr elektronische B\u00c3\u00bccher, die Gegner wollen Preise um 15 \u00e2\u201a\u00ac beibehalten.<\/p>\n<p>Die \u00c3\u00b6ffentlichen Bibliotheken, die eigentlich f\u00c3\u00bcr alle den Zugang zu B\u00c3\u00bcchern offenhalten sollten, k\u00c3\u00b6nnen dies schon lange nicht mehr. Kleine Bibliotheken wurden geschlossen, die gr\u00c3\u00b6\u00c3\u0178eren sind oft weit entfernt und es gibt f\u00c3\u00bcr Bestseller und gefragte Fachb\u00c3\u00bccher lange Wartezeiten. Wenn mich ein Buch nteressiert, will ich es in der Regel aber gleich lesen &#8211; und nicht nach 4 Monaten. Als Kind lief ich zwei oder dreimal w\u00c3\u00b6chentlich einige Kilometer zur Bibliothek und holte mir einen Stapel B\u00c3\u00bccher. Ich liebte es, die B\u00c3\u00bccher aus den Regalen zu nehmen und in ihnen zu bl\u00c3\u00a4ttern und konnte mich oft schwer entscheiden, welche ich zuerst lesen wollte. Aber die Bedeutung von \u00c3\u00b6ffentlichen Bibliotheken wird abnehmen, schon heute nimmt die digitale Ausleihe einen breiten Raum ein. Um den Zugang aller Menschen zu Literatur und Wissen m\u00c3\u00b6glich zu machen, m\u00c3\u00bcssen B\u00c3\u00bccher preiswert &#8211; oder gar kostenlos zur Verf\u00c3\u00bcgung stehen. Und was ist mit den Autoren, wovon sollen die leben? Das muss geregelt werden, am besten in einer anderen Gesellschaft. Aber wenn es so vorl\u00c3\u00a4ufig nicht geht, dann so wie andere gesellschaftliche Dinge &#8211; Lehrer werden schlie\u00c3\u0178lich auch bezahlt und Polizisten ebenso. Die F\u00c3\u00b6rderung von Bildung und Kultur ist eine staatliche Aufgabe.<\/p>\n<p>Im Krieg zwischen Amazon und Hachete, den Verlagen und Autoren gibt es keine gute Seite, die man wirklich unterst\u00c3\u00bctzen k\u00c3\u00b6nnte. Der Amazon-Gegner Hachete stand gerade in Amerika vor Gericht, weil das US-Justizministerium dem Verlag (auch Apple und vier anderen Verlagen) vorwarf, illegale Preisabsprachen getroffen zu haben. (Quelle &#8211; <a title=\"Priesbindung\" href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/netzwelt\/web\/apple-streit-um-e-book-preisbindung-endet-mit-vergleich-a-975690.html\" target=\"_blank\">Haben amerikanische E-Book-K\u00c3\u00a4ufer wegen Preisabsprachen Millionen Dollar zu viel gezahlt? Das hatten Verbraucher und US-Bundesstaaten Apple vorgeworfen. Nun legt der Konzern die Klagen mit einem Vergleich bei<\/a>)<\/p>\n<p>Die Methoden der Erpressung, die Amazon gegen\u00c3\u00bcber seinen Zulieferern (Verlagen und Filmstudios) einsetzt, sind nat\u00c3\u00bcrlich absolut verurteilenswert, aber muss ich eigentlich Mitleid mit den Disney-Studios haben? Ist es wirklich eine &#8222;nationale Katastrophe&#8220;(James Patterson USA), wenn die B\u00c3\u00bccher von James Patterson oder J. K. Rowling, Stephenie Meyer (&#8222;Twilight&#8220;), David Foster Wallace, J. D. Salinger von Amazon sp\u00c3\u00a4ter ausgeliefert werden, weil Amazon deren Verlag Hachete zwingen will, e-book-Preise herunter zu setzen. Mein Mitleid mit Patterson, einem Autor, der bereits 300 Millionen B\u00c3\u00bccher verkauft hat und in diesem Jahr bereits 16 B\u00c3\u00bccher geschrieben hat (zum Teil mit Co-Autoren) h\u00c3\u00a4lt sich in Grenzen. Weder Rowling noch Meyer m\u00c3\u00bcssen f\u00c3\u00bcrchten, am Hungertuch zu nagen, wenn Amazon ihre B\u00c3\u00bccher sp\u00c3\u00a4ter ausliefert. Und die jungen amerikanischen Autoren, die durch Amazons Strafma\u00c3\u0178nahmen gegen Hachete um ihre Zukunft f\u00c3\u00bcrchten, leiden so wie viele ihrer Artgenossen, deren B\u00c3\u00bccher Hachete erst gar nicht velegt hat. Verlage entscheiden in der Regel n\u00c3\u00a4mlich nach schn\u00c3\u00b6den Verkaufsaspekten, was f\u00c3\u00bcr sie Literatur und was Bockmist sei und die F\u00c3\u00b6rderung junger Lyrik steht meist nicht auf ihrem Programm.<\/p>\n<p>Wer von sich \u00c3\u00bcberzeugt ist und unbedingt ver\u00c3\u00b6ffentlichen will, kann das doch im Internet tun &#8211; oder bei Amazon. Davon kann man nat\u00c3\u00bcrlich nicht leben. Aber vom Nichtver\u00c3\u00b6ffentlichen ja auch nicht.<\/p>\n<p>Konsequente Gegner von Amazon d\u00c3\u00bcrfen nat\u00c3\u00bcrlich zum Beispiel den SPIEGEL nicht mehr lesen, auch wenn von dort vermutlich die meisten ihrer Informationen \u00c3\u00bcber die Gesch\u00c3\u00a4fte des Konzerns kommen, denn die Links von der Bestsellerliste des Spiegels f\u00c3\u00bchren direkt zu Amazon. Der Spiegel finanziert sich also unter anderem durch den gescholtenen Konzern. Und mit welcher Software arbeiten die Amazon so kritisierenden Verlage denn eigentlich? Microsoft, Adobe? Vermutlich. Wie viele sind von ihnen noch Eigent\u00c3\u00bcmer ihrer Produktionsmittel? Meine Leseempfehlung zum Thema:\u00c2\u00a0 <a title=\"Datenproletariat\" href=\"http:\/\/www.zeit.de\/kultur\/2014-09\/daten-proletariat-internet\" target=\"_blank\">Zeit <\/a>&#8211; Datenproletariat.<\/p>\n<p>Ach \u00c3\u00bcbrigens, wenn ihr B\u00c3\u00bccher bei Amazon bestellt, dann doch bitte \u00c3\u00bcber diese Seite. Ihr unterst\u00c3\u00bctzt damit n\u00c3\u00a4mlich auch mich&#8230;<br \/>\n<iframe loading=\"lazy\" style=\"border: none;\" src=\"http:\/\/rcm-eu.amazon-adsystem.com\/e\/cm?t=majawiens-21&amp;o=3&amp;p=26&amp;l=ur1&amp;category=books&amp;banner=0VF1Q23T2P4NF7PJMS02&amp;f=ifr\" width=\"468\" height=\"60\" frameborder=\"0\" marginwidth=\"0\" scrolling=\"no\"><\/iframe><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:Carl_Spitzweg_-_Der_arme_Poet_(Neue_Pinakothek).jpg#mediaviewer\/File:Carl_Spitzweg_-_Der_arme_Poet_(Neue_Pinakothek).jpg\" rel=\"lightbox[4061]\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/thumb\/8\/85\/Carl_Spitzweg_-_Der_arme_Poet_%28Neue_Pinakothek%29.jpg\/1200px-Carl_Spitzweg_-_Der_arme_Poet_%28Neue_Pinakothek%29.jpg\" alt=\"Carl Spitzweg - Der arme Poet (Neue Pinakothek).jpg\" width=\"417\" height=\"326\" \/><\/a><br \/>\n\u00e2\u20ac\u017e<a href=\"http:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:Carl_Spitzweg_-_Der_arme_Poet_(Neue_Pinakothek).jpg#mediaviewer\/File:Carl_Spitzweg_-_Der_arme_Poet_(Neue_Pinakothek).jpg\" rel=\"lightbox[4061]\">Carl Spitzweg &#8211; Der arme Poet (Neue Pinakothek)<\/a>\u00e2\u20ac\u0153 von <a class=\"extiw\" title=\"de:Carl Spitzweg\" href=\"\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Carl_Spitzweg\">Carl Spitzweg<\/a> &#8211; 1. The Yorck Project: 10.000 Meisterwerke der Malerei. DVD-ROM, 2002. <a class=\"internal mw-magiclink-isbn\" href=\"\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/Special:BookSources\/3936122202\">ISBN 3936122202<\/a>. Distributed by DIRECTMEDIA Publishing GmbH.<br \/>\n2. Wichmann, Siegfried: Carl Spitzweg, M\u00c3\u00bcnchen 1990, S. 57 <a class=\"internal mw-magiclink-isbn\" href=\"\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/Special:BookSources\/3765423068\">ISBN 3-7654-2306-8<\/a><br \/>\n3. <a title=\"User:Cybershot800i\" href=\"\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/User:Cybershot800i\">Cybershot800i<\/a>, <span class=\"int-own-work\">Eigenes Werk<\/span>, aufgenommen\u00c2\u00a0<span style=\"white-space: nowrap;\">17. Juni 2011<\/span>. Lizenziert unter Public domain \u00c3\u00bcber <a href=\"\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/\">Wikimedia Commons<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Feind ist gefunden: Amazon. Schlechte Arbeitsbedingungen, Erpressung von Autoren und so weiter und so fort. Die Liste der Vorw\u00c3\u00bcrfe ist lang und die meisten von ihnen sind durchaus berechtigt. Nun haben 909 Autoren in Amerika einen Protestbrief an Amazon &hellip; <a href=\"http:\/\/www.dynamoberlin2002.de\/bfcfotos\/wordpress\/archives\/4061\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"aioseo_notices":[],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.dynamoberlin2002.de\/bfcfotos\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4061"}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.dynamoberlin2002.de\/bfcfotos\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.dynamoberlin2002.de\/bfcfotos\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.dynamoberlin2002.de\/bfcfotos\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.dynamoberlin2002.de\/bfcfotos\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4061"}],"version-history":[{"count":28,"href":"http:\/\/www.dynamoberlin2002.de\/bfcfotos\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4061\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4091,"href":"http:\/\/www.dynamoberlin2002.de\/bfcfotos\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4061\/revisions\/4091"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.dynamoberlin2002.de\/bfcfotos\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4061"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.dynamoberlin2002.de\/bfcfotos\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4061"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.dynamoberlin2002.de\/bfcfotos\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4061"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}