{"id":3844,"date":"2013-10-15T12:19:17","date_gmt":"2013-10-15T10:19:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.dynamoberlin2002.de\/bfcfotos\/wordpress\/?p=3844"},"modified":"2013-10-15T14:13:01","modified_gmt":"2013-10-15T12:13:01","slug":"die-klawitters-sind-ueberall","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.dynamoberlin2002.de\/bfcfotos\/wordpress\/archives\/3844","title":{"rendered":"Die Klawitters sind \u00c3\u00bcberall&#8230;"},"content":{"rendered":"<p>Ich bin mal so frech und nehme den Kommentar von Nikolaus Karsten und kommentiere ihn. Im Interesse der Klawitters, im Interesse der SPD und im Interesse der Wahrheit. Vorher m\u00c3\u00b6chte ich mich aber ausdr\u00c3\u00bccklich f\u00c3\u00bcr den Kommentar bedanken, denn die meisten Politiker ignorieren die Probleme der Klawitters.<\/p>\n<p>Wer den Kommentar von Nikolaus Karsten unzerfetzt lesen will, findet ihn freigeschaltet als Kommentar zum gestrigen Eintrag. Hier nun meine kommentierte Variante.<\/p>\n<p>Herr Karsten war nach der Abteilungssitzung der SPD, die \u00c3\u00bcbrigens \u00c3\u00b6ffentlich sind (das finde ich gut), mit den Klawitters &#8222;aufn Bier&#8220;. Ich hoffe, er hat sie eingeladen. Ansonsten sind solche Freuden immer ein Schlag in die Haushaltskasse der Klawitters.<\/p>\n<blockquote><p>Herr Karsten schreibt: Wir wollen nicht nur den 8,50 Euro Mindestlohn, sondern auch die 850 Euro Solidarrente in ganz Deutschland einf\u00c3\u00bchren. Der 8,50 Mindestlohn wirkt sich ja auch auf die Renten aus.<\/p><\/blockquote>\n<p>Lieber Herr Karsten, der 8,50 Mindestlohn f\u00c3\u00bchrt &#8211; so wichtig er f\u00c3\u00bcr alle ist, die zurzeit noch weniger verdienen, direkt zu Armutsrenten, das wissen Sie doch, oder? Und das selbst, wenn jemand sein ganzes Leben ununterbrochen berufst\u00c3\u00a4tig ist.<\/p>\n<blockquote><p>Herr Karsten schreibt: Ob uns dass gelingt ist in der Tat offen. Es wird sich herausstellen ob Frau Merkel die soziale Einstellung hat, die ihr von vielen Menschen zugeschrieben wird. Und ob wir als SPD in einer Koalition mit Frau Merkel unsere sozialen Ziele durchsetzen k\u00c3\u00b6nnten. Sonst bliebe in der Tat nur eine rot-rot-gr\u00c3\u00bcne Mehrheit.<\/p><\/blockquote>\n<p>Dass sich in einer Regierung mit Frau Merkel soziale Ziele durchsetzen lassen, bezweifle ich ebenso wie die Tatsache, dass die SPD diese durchsetzen wird. &#8222;Verdanken&#8220; wir doch gerade der SPD den Hartz-4-Wahnsinn, an dem nichts, aber auch gar nichts gut ist.\u00c2\u00a0 Die Zusammenlegung von Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe hat nicht etwa dazu gef\u00c3\u00bchrt, dass es den Sozialhilfeempf\u00c3\u00a4ngern besser geht, sondern den Empf\u00c3\u00a4ngern von Sozialgeld &#8211; so hei\u00c3\u0178t das jetzt &#8211; geht es genauso schlecht wie allen Hartz4-Empf\u00c3\u00a4ngern.<\/p>\n<p>Hoffen wir mal, dass im Fall eines Falles, die SPD ernst machen w\u00c3\u00bcrde, mit der ROT-ROT-GR\u00c3\u0153NEN-MEHRHEIT. Warum Herr Karsten beschlie\u00c3\u0178en Sie denn nicht sofort mit den beiden anderen Parteien die Gesetze zum Mindestlohn und zur &#8222;Solidarrente&#8220;? Ginge doch.<\/p>\n<blockquote><p>Herr Karsten schreibt: Die Bed\u00c3\u00bcrftigkeitspr\u00c3\u00bcfung w\u00c3\u00a4re zwar \u00c3\u00a4rgerlich aber akzeptabel, sagen Klawitters, weil Frau Protzke, die Unternehmergattinerbinmillion\u00c3\u00a4rin eben nicht profitieren sollte. Und die Pr\u00c3\u00bcfung wird bei den Klawitters auch positiv ausfallen, denn sie haben sich gerade \u00c3\u00bcberlegt, rund 4.500 Euro f\u00c3\u00bcr Bekleidung und Lebensmittel, Reparaturen \u00e2\u20ac\u201c Ersatz von defekten Ger\u00c3\u00a4ten, Reisen zu den Kindern, die in M\u00c3\u00bcnchen und Hamburg leben, Geschenke f\u00c3\u00bcr die Enkelkinder, B\u00c3\u00bccher, Theater und Kino, Reisen und, und, und auszugeben. Da ist das Geld schnell sinnvoll \u00e2\u20ac\u017eaufgefressen\u00e2\u20ac\u0153 und gut angelegt, weil ab dann \u00e2\u20ac\u201c vorausgesetzt Frau Merkel macht mit \u00e2\u20ac\u201c bis zu 1.700 anstelle der 1.270 monatlich zur Verf\u00c3\u00bcgung stehen w\u00c3\u00bcrden. Ob nun ihr \u00e2\u20ac\u017eVerm\u00c3\u00b6gen\u00e2\u20ac\u0153 8.000 Euro betr\u00c3\u00a4gt oder 3.500 ist doch sch\u00e2\u20ac\u00a6egal, haben sie gesagt. Und sie h\u00c3\u00a4tten in der Sch\u00e2\u20ac\u00a6 DDR nunmal in der Zeit ihrer gr\u00c3\u00b6\u00c3\u0178ten Schaffenskraft kein nennenswertes privates Verm\u00c3\u00b6gen anh\u00c3\u00a4ufen k\u00c3\u00b6nnen, leider.<\/p><\/blockquote>\n<p>Ich glaube, meine Klawitters sind nicht die Klawitters, die gestern mit Herrn Karsten Bier getrunken haben. Es gibt ja so viele Klawitters. Meine Klawitters denken anders. Die geben nicht ganz schnell mal 4500 \u00e2\u201a\u00ac aus, um durch die Bed\u00c3\u00bcrftigkeitspr\u00c3\u00bcfung zu kommen und dann nichts mehr auf dem Konto zu haben. Das hat mehrere Gr\u00c3\u00bcnde. Sie wissen n\u00c3\u00a4mlich, dass bei der Bed\u00c3\u00bcrftigkeitspr\u00c3\u00bcfung die Kontoausz\u00c3\u00bcge kontrolliert werden und solche &#8222;schnellen&#8220; Geldausgaben als unwirtschaftliches Verhalten und selbst herbeigef\u00c3\u00bchrte Hilfsbed\u00c3\u00bcrftigkeit gelten. Sie wollen auch nicht bei ihren Kindern betteln, wenn mal zwei Gleitsichtbrillen gleichzeitig ersetzt werden m\u00c3\u00bcssen. Sie legen Wert darauf, ein wenig auf der sogenannten hohen Kante zu haben. &#8222;Wenigstens f\u00c3\u00bcr die Beerdigung soll es reichen&#8220;, sagt meine Frau Klawitter. Sie will auch nicht jetzt schon ihren Sarg bezahlen und so das Geld am Grundsicherungsamt (Sozialamt!!!) vorbeischummeln. Sie will \u00c3\u00bcberhaupt nicht zum Sozialamt gehen. Fremden Leuten Einsicht in ihre Kontoausz\u00c3\u00bcge zu gew\u00c3\u00a4hren und ihnen sogar Hausbesuche zu gestatten, das findet sie entw\u00c3\u00bcrdigend. Ob Frau Protze nach 40 Versicherungsjahren 850 \u00e2\u201a\u00ac Rente bekommt, obwohl sie immer nur geringf\u00c3\u00bcgig besch\u00c3\u00a4ftigt war und durch das vorhandene und ererbte Verm\u00c3\u00b6gen \u00c3\u00bcber erheblichen Reichtum verf\u00c3\u00bcgt, das ist meiner Frau Klawitter egal. Reichensteuer, sagt Frau Klawitter, und gut ist. Dann muss die Protze j\u00c3\u00a4hrlich 50 000 \u00e2\u201a\u00ac Steuern bezahlen, da spielen die 10200, die sie an Rente bekommt, gar keine Rolle.<\/p>\n<p>Zur DDR haben meine Klawitters auch eine andere Meinung als die Klawitters von Herrn Karsten. Da hatten sie immer Arbeit und sie haben lange gespart und sich dann ein Wochenengrundst\u00c3\u00bcck gekauft. Naja, das Grundst\u00c3\u00bcck war gepachtet, gekauft haben sie nur das kleine H\u00c3\u00a4uschen. 60 000 Mark (DDR-MARK) haben sie damals daf\u00c3\u00bcr bezahlt. Dass ihnen das mal jemand wegnehmen k\u00c3\u00b6nnte, daran haben sie nicht gedacht. Aber es kam anders. Mit der Wende kam ein Westbesitzer, der war sogar nett &#8211; hatte aber irgendwann mal eine Pleite hingelegt, musste das Grundst\u00c3\u00bcck verkaufen, als Baugrundst\u00c3\u00bcck. Die Klawitters hatten PECH. Es gab eine kleine Entsch\u00c3\u00a4digung in H\u00c3\u00b6he von 3000 DM. Daf\u00c3\u00bcr schafften sie sich dann &#8211; und legten noch einiges vom Sparkonto drauf &#8211; den kleinen Schrebergarten in der Gartenkolonie: \u00e2\u20ac\u0153Zur Sonnenblume\u00e2\u20ac\u009d an. Meine Klawitters denken, dass der Sozialismus eine gute Sache ist, die in der DDR nicht gut gemacht wurde. Deshalb sind sie n\u00c3\u00a4mlich in die SPD eingetreten.<\/p>\n<p>Zur Erinnerung Herr Karsten schreibt: &#8222;Da ist das Geld schnell sinnvoll \u00e2\u20ac\u017eaufgefressen\u00e2\u20ac\u0153 und gut angelegt, weil ab dann \u00e2\u20ac\u201c vorausgesetzt Frau Merkel macht mit \u00e2\u20ac\u201c bis zu 1.700 anstelle der 1.270 monatlich zur Verf\u00c3\u00bcgung stehen w\u00c3\u00bcrden.&#8220;<\/p>\n<p><strong>DAS IST FALSCH!<\/strong><\/p>\n<p>Keineswegs w\u00c3\u00bcrden den Klawitters (&#8222;bis zu&#8220;- was soll das denn hei\u00c3\u0178en?) 1700 \u00e2\u201a\u00ac zur Verf\u00c3\u00bcgung stehen. Denn der BEDARF einer BEDARFSGEMEINSCHAFT aus zwei Personen mit betr\u00c3\u00a4gt weiterhin genau 345, &#8211; \u00e2\u201a\u00ac je Person plus &#8222;angemessene Miete&#8220;. Da \u00c3\u00a4ndert sich gar nichts! Die Klawitters h\u00c3\u00a4tten also Anspruch auf 1130 \u00e2\u201a\u00ac &#8211; wie vorher auch. Die Solidarrente wird nur gezahlt, wenn der Bedarf besteht.<\/p>\n<p>So wie Herr Karsten mit seinen Empfehlungen umgeht, hat er da bestimmt noch einen feinen Tipp f\u00c3\u00bcr die Klawitters auf Lager: Sie sollen sich einfach scheiden lassen!<\/p>\n<p>Stimmt, dann funktioniert das Leben neu. Klawitters bilden zuk\u00c3\u00bcnftig eine WG &#8211; beide Renten werden SPD-solidarisch auf 850 \u00e2\u201a\u00ac aufgestockt und jeder zahlt davon die H\u00c3\u00a4lfte der Miete, n\u00c3\u00a4mlich 275 \u00e2\u201a\u00ac. Aber Klawitters sind dann Betr\u00c3\u00bcger. Im Allgemeinen wird so etwas mit einer Geldstrafe geahndet. :-).<\/p>\n<blockquote><p>Herr Karsten schreibt: Ob der Schrebergarten jetzt ihr Besitz oder ihr Eigentum ist, wollten sie nochmal kl\u00c3\u00a4ren. Den werden sie niemals aufgeben. Vielleicht k\u00c3\u00b6nnten Sie ihn auch einfach auf die Kinder \u00c3\u00bcbertragen, selbst wenn die derzeit in Hamburg oder M\u00c3\u00bcnchen leben. Und vielleicht leben die da ja nicht auf Dauer, weil Berlin f\u00c3\u00bcr Familien sehr attraktiv geworden ist und die Jobchancen auch steigen.<br \/>\nEin Gl\u00c3\u00bcck , dass die Klawitters Kinder haben. Das h\u00c3\u00a4lt sie jung. Das ist f\u00c3\u00bcr sie noch wichtiger als die Mitgliedschaft in der SPD.<\/p><\/blockquote>\n<p>Leider ist die \u00c3\u0153berschreibung von Schreberg\u00c3\u00a4rten, so wie sich das Her Karsten vorstellt, gar nicht so einfach m\u00c3\u00b6glich. Die meisten Sparten verlangen einen entsprechenden Wohnsitz und au\u00c3\u0178erdem w\u00c3\u00a4re auch das SOZIALBETRUG, denn hier wird ja etwas vorget\u00c3\u00a4uscht. Die Jobchancen sind in M\u00c3\u00bcnchen oder Hamburg viel besser als in Berlin. Das Argument der &#8222;geringeren&#8220; Miete zieht auch nicht mehr wirklich, denn das Mietniveau in gefragten Gegenden deckt sich inzwischen fast. Nur sind sie L\u00c3\u00b6hne in Hamburg und M\u00c3\u00bcnchen h\u00c3\u00b6her. W\u00c3\u00a4hrend man in Hamburg &#8222;Planten und Bloomen&#8220; kostenfrei besuchen kann, zahlen die Klawitters mit ihren Enkelkindern f\u00c3\u00bcr den Besuch des Botanischen Gartens in Berlin 12,- \u00e2\u201a\u00ac f\u00c3\u00bcr die Familienkarte.<\/p>\n<blockquote><p>Herr Karsten schreibt: Dann hatte ich ihnen noch den Tipp gegeben, dass meine Monatsmarke BVG AB im Abo nur 60 Euro kostet. Und ich hatte sie gebeten, sie sollten ihre Nachbarin gr\u00c3\u00bc\u00c3\u0178en und ihr ausrichten, dass sie doch nochmal \u00c3\u00bcberlegen m\u00c3\u00b6ge, ob das mit dem \u00e2\u20ac\u017eWer hat uns verraten\u00e2\u20ac\u0153 geschichtlich betrachtet wirklich ein so geistreicher Spruch ist.<\/p><\/blockquote>\n<p>Leider k\u00c3\u00b6nnen Menschen sich Menschen, die am Existensminimum rumknapsen oft ein solches ABO gar nicht leisten &#8211; denn da m\u00c3\u00bcssten sie auf einen Schlag 690,- \u00e2\u201a\u00ac hinlegen. Und die Einzelmarke kostet eben 78,- \u00e2\u201a\u00ac.<\/p>\n<p>Und wenn man die Geschichte der SPD betrachtet, dann bleibt es dabei: Wer hat uns verraten, Sozialdemokraten!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich bin mal so frech und nehme den Kommentar von Nikolaus Karsten und kommentiere ihn. Im Interesse der Klawitters, im Interesse der SPD und im Interesse der Wahrheit. 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