Die Mörder sind schon wieder unter uns

Manchmal ist es so, dass einem jemand aus dem Herzen schreibt. Man liest etwas und denkt: Wie gut, dass der das jetzt sagt und es so sagt, so hätte ich es auch sagen wollen. Besonders gut tut das, wenn man gerade selbst nicht schreiben kann.

Ich möchte mich laut – nämlich hier – bedanken bei Jochen Hoff (den ich nicht kenne) für seinen Artikel:

Wer einen Sarrazin oder Ulfkotte zulässt, der darf sich über einen Anders Behring Breivik nicht wundern


Wuppertal – Strafantrag gegen die Polizeiführung wegen „Strafvereitelung im Amt“

Pressemittelung des „Wuppertaler Bündnisses gegen Nazis“ vom 11. Februar 2011

„Wuppertaler Bündnis gegen Nazis“ stellt Strafantrag gegen die Polizei Nazi-Aufmarsch in Wuppertal beschäftigt Innenausschuss des Landtages

Trotz massiver Proteste der Bevölkerung haben am 29. Januar in Wuppertal rund 200 militante Neonazis einen Aufmarsch unter dem Motto »Gegen Antifaschismus und linke Gewalt!« durchgeführt.

Das „Wuppertaler Bündnis gegen Nazis“ hat die Ereignisse um den Nazi-Aufmarsch und die Gegendemonstrationen ausgewertet und eine Fülle von Bild- und Tonmaterial gesichtet. Danach ist deutlich geworden, dass die Polizei unter dem Kommando der NRW-Landespolizei massives Fehlverhalten an den Tag gelegt hat. Das Bündnis hat einen Fachanwalt eingeschaltet. Dieser versicherte, dass vor und während der Nazi-Demonstration zahlreiche Verbotstatbestände im Sinne des Versammlungsgesetzes vorlagen. Der von neonazistischen regionalen »Freien Kameradschaften« und der NPD Düsseldorf/Mettmann unterstützte Aufmarsch hätte deswegen längst aufgelöst werden müssen. Aufgrund fahrlässiger Unterlassungen der Ordnungskräfte stellt das „Wuppertaler Bündnis gegen Nazis“ nun Strafantrag gegen die Polizeiführung wegen „Strafvereitelung im Amt“.

Schon im Vorfeld des von »Nationalen Sozialisten aus Wuppertal« initiierten und von dem Pulheimer Nazi Axel Reitz angemeldeten Aufmarsches wurden Wuppertaler/-innen durch wiederholte Übergriffe der Nazis bedroht. Gruppen militanter Nazis machten am 29. Januar bereits vor Beginn des Aufmarsches durch gewalttätige Angriffe auf Gegendemonstranten und Passanten die Straßen unsicher. Aufrufe zu Straftaten, Gewalt- und Morddrohungen gegen demokratisch gesinnte Bürgerinnen und Bürger sowie antisemitische Hetze wurden sowohl über den Demolautsprecher als auch durch Sprechchöre der Nazis verbreitet. Darunter verbotenes nationalsozialistisches Liedgut und Parolen wie »Haut den Linken die Schädeldecken ein« oder »linkes Gezeter – 9 mm«.

Statt an dieser Stelle den Aufmarsch zu verbieten, setzte die Polizeiführung 1500 Polizeikräfte ein und unternahm alles Menschenmögliche, um trotz massiver Proteste und zahlreicher Gefahrensituationen den Aufmarsch zu seinem Ziel zu eskortieren. So brachte die Polizei größere Gruppen von Nazis mit Bussen zum Auftaktort und nach Ende des Aufmarschs von der Abschlusskundgebung am Hofkamp wieder fort. Auf der anderen Seite ging sie gegen zahlreiche Gegendemonstranten völlig unverhältnismäßig vor. Willkürliche, mit voller Härte durchgeführte Polizeieinsätze mit Schlagstöcken und Reitzgas begleiteten die Anti-Nazi-Proteste von Anfang an bis zu deren Ende gegen 19:00 Uhr.

Das breite Bündnis gegen Nazis ist sich einig: Solch skandalöse Vorfälle dürfen sich nicht wiederholen! Die schockierenden Reden, die Nazis unter dem Schutz der Polizei in Wuppertal gehalten haben, und Tendenzen innerhalb der Neonazi-Szene, die in letzter Zeit im regionalen Umfeld zu beobachten sind, mahnen zur Vorsicht. Offensichtlich soll die Stadt neben Dortmund und dem Aachener Land als weiterer nationalsozialistischer Aufmarschort erschlossen und das braune Terrain ausgebaut werden. Diesen Befund bestätigt der Nazi-Ausruf: »Ab heute ist Wuppertal braun statt rot!«

Die Wuppertaler Ereignisse am 29. Januar beschäftigten am gestrigen Donnerstag auch den Innenausschuss des Düsseldorfer Landtages. Dessen Vize-Präsidentin Gunhild Böth (DIE LINKE) hat dort die Kritik am Polizeieinsatz aufgegriffen und ihre Fragen an den Innenminister unter anderem auf Bildmaterial und Dokumente des „Wuppertaler Bündnisses gegen Nazis“ gestützt. Neben der gebotenen politischen Aufarbeitung des Aufmarsches verfolgt der Strafantrag des Bündnisses das Ziel, eine Polizeitaktik juristisch anzugreifen, die wie am 29. Januar gegen den Willen einer breiten Bevölkerung gerichtet war. Menschen verachtende Straftaten von Nazis dürfen nicht unter dem Vorwand billigend in Kauf genommen werden, die Versammlungsfreiheit schützen zu wollen. Das darf künftig weder in Wuppertal passieren noch anderswo!

i. A. des Wuppertaler Bündnisses gegen Rechts Harald Thomé

Kontakt: mobil_gegen_nazis@ymail.com


Wie man Freunde findet…

Je älter man wird, desto weniger Freunde hat man.

Das hat viele Ursachen. Man geht in der Regel nicht mehr zur Schule, zur Universität oder in die Disco und findet dort also auch keine neuen Freunde.

Arbeitsstellen sind oft zu sehr von Konkurrenz und Hierachien geprägt, Freundschaften entstehen da eher wenige. Freiberufler und andere Selbständige erleben die Arbeitswelt häufig als Arbeitgeber und Arbeitnehmer in Personalunion.

Mit zunehmendem Alter verschwinden von den alten Freunden immer mehr. In Familien, in denen sie völlig versinken, zum Beispiel. Andere, bei Freunden immer zu früh, kann man nur noch auf dem Friedhof besuchen. Uwe war 25 als er starb.

Man lebt sich auseinander – nicht nur durch große Entfernungen – auch weil man in der Akzeptanz anderer Meinungen mit dem Älterwerden auch toleranter wird, aber weniger duldsam, was abweichende Meinungen oder abweichendes Verhalten im Freundeskreis betrifft.

Manche Freundschaft geht durch Eifersucht, Neid oder ganz gewöhnlichen Streit den sogenannten Bach runter. Friedensverträge schließen zerstrittene Freunde beinahe ebenso selten wie kriegführende Länder.

Auch Unachtsamkeit ist eine häufige Ursache für den Verlust von Freunden, Freundschaften muss man pflegen – wenn dazu die Möglichkeit oder Lust fehlt, dann rosten sie ein.

Die guten Freunde, dass sind die, deren Freundschaft beinahe alles aushält oder aushalten würde – Entfernungen, Schweigeperioden, Krankheiten, Familien, ebenso wie andere Lebenswelten.

Seit 48 Stunden bekomme ich dauernd Mails von Leuten, die mit mir befreundet sein wollen. Die Freundschaftsangebote sind international und die Versender der Angebote so verschieden wie Menschen eben verschieden sind – mit einer Ausnahme:  Wir spielen ein Spiel (CityVille) bei Facebook, bei dem man Nachbarn braucht. Das Spiel hat eindeutig Suchtpotenzial. So habe ich in den letzten Tagen ganz viele Freunde gefunden . Natürlich kennen die mich ebenso wenig wie ich sie.

PS.: Wer mich auf Facebook sucht, wird mich nicht finden – und das ist auch gut so!


Gelegenheit – Schnäppchen!

Ein besonderes Schnäppchen fand ich heute bei Amazon:

AKKUS

Akkus bei Amazon


Süchtig – ich geh shoppen!

Mit dem Rauchen habe ich vor langer Zeit aufgehört.

Maja hat am 26. September 2006 um 12:11 Uhr aufgehört zu rauchen,
ist damit schon 1.581 Tage 6 Stunden 15 Minuten 43 Sekunden rauchfrei,
hat in dieser Zeit 69.575 Zigaretten nicht geraucht, 11.717,89 Euro gespart
63 Gramm Nikotin und 765 Gramm Teer den Lungen erspart und insgesamt
289 Tage 21 Stunden 30 Minuten RauchFrei-Zeit gewonnen.

Die 11717,89 € muss jemand geklaut haben, als ich vorhin auf mein Konto guckte, habe ich sie nicht sehen können und mein Portemonaie ist auch leer, jedenfalls fast.

Immerhin bin ich die Sucht tatsächlich los. Aber eine andere ist gerade dabei, sich breit zu machen: Die Photoshop-Sucht. Kein Tag ohne Bildbearbeitung mehr. Und immer Neues lernen. Wo? Unter anderem hier:

http://www.psd-tutorials.de/ Die Seite hat gerade ein neues Outfit angezogen und ist nun noch schöner geworden. Da muss ich jetzt übrigens hin: Photoshoppen man gönnt sich ja sonst nicht. Wer Lust hat, kann ja mitkommen – http://www.psd-tutorials.de/ – da gibt es in dieser Woche sogar Geschenke – Downloads ohne Punkteabzug. Punkteabzug? Ihr wisst nicht, wo man Punkte bekommt und wie man sie wieder los wird? Guckt mal:

http://www.psd-tutorials.de/


Die Poesie des Films

Ich schwöre, dass ich die Frau noch nie gesehen hatte. Auch ihre drei Begleiter, zwei Männer und noch eine Frau kannte ich nicht.

War das nicht toll?

Sie zupfte mich am Mantelärmel und lächelte. Wir standen vor dem Kino BLAUER STERN in Pankow. Ich wartete auf C., der noch mal “kurz verschwinden” hatte wollen. Die Begleiter der Frau drehten sich nun auch zu mir um.

Da geht man so einfach in Kino und dann so ein Film! Man glaubt das ja nicht, rief mir einer der Männer zu.

Die Frau, die mich am Ärmel gezupft hatte, sah mir in die Augen und fragte dann: Dieser Film war doch ein Gedicht, nicht wahr?

Ja, das konnte ich nur bestätigen.

Der ganze Film wie ein Gedicht – ganz dicht und voller Poesie. Die Poesie des Films hatte offenbar einige Menschen so tief berührt, dass sie ihre Begeisterung teilen wollten. Und wenn die Poesie eines Films so weit bis ins wirkliche Leben reicht, dann ist das Kunst.

Ich empfehle:  Das Labyrtinth der Wörter

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Glaube Liebe Hoffnung

Handlesen

Handlesen

Vermutlich haben viele Menschen so große Sehnsucht nach Glaube, Liebe und Hoffnung, dass sie ihren Verstand in den einstweiligen Ruhestand versetzen.

Das Foto entstand im Einkaufszentrum Pankow – im Januar 2011. Nach diversen mobilen Fotosstudios im vergangenen Jahr bietet im Erdgeschoss in dieser Woche nun eine Wahrsagerin ihre Dienste an. Vor ihrem Zelt warteten Kunden.

„Das seh ich schon ein, dass es ungerecht zugehen muss,
weil halt die Menschen keine Menschen sind -
aber es könnt doch auch ein bisschen weniger ungerecht zugehen.“
(Elisabeth in Glaube Liebe Hoffnung)

Glaube Liebe Hoffnung ist das neunte Drama des österreichisch-ungarischen Schriftstellers Ödön von Horváth. Es erschien im Jahr 1932 und trägt den Untertitel „Ein kleiner Totentanz in fünf Bildern“.


ICH! – oder: Wenn der Spiegel schäumt…

Soeben erreichte mich ein lauter Ruf aus dem nachbarlichen Zimmer: Der Spiegel schäumt, hieß es. Per elektronischer Post erhielt ich dann auch den Link zur schäumenden Realität.

Schuld ist wieder einmal der Kommunismus. Zwar gibt es und gab es ihn noch nicht, aber die bloße Ankündigung einer Linken ihn zu wollen, erregte natürlich mehr öffentliches Ärgernis bei Montags-Bild, als die Tatsache, dass Deutsche in Afghanistan Krieg führen.

Der Spiegel titelt:

Linke-Chefin erklärt Kommunismus zum Ziel der Partei

Der Spiegel-Autor Stefan Berg ist entsetzt:

Klartext bei der Linken: Mitten in der Programmdebatte bekennt sich Parteichefin Gesine Lötzsch zum Kommunismus. Im Marxisten-Blatt “Junge Welt” hat sie einen Text platziert – darin fehlt jedes kritische Wort über die Verbrechen, die im Namen der Ideologie begangen wurden. (Quelle: Spiegel)

Pfui Teufel! Die Parteiprogramme von CDU, SPD und FDP hingegen quellen geradezu über von all den Entschuldigungen den Menschen in aller Welt gegenüber, die der hochgelobte Kapitalismus mit Krieg, Hunger und Armut beschenkt.

Stefan Berg nennt das Bekenntnis der Vorsitzenden der Linken einen Skandal für die Partei. Gesine Lötzsch hat es gewagt, die Errichtung des Kommunismus zum Ziel der Linken zu erklären.

Nicht nur der Text ist für die Partei ein Skandal, auch das Umfeld der Veröffentlichung: Er wurde gedruckt im Marxisten-Blatt “Junge Welt” – als Vorabdruck einer Rede, die Lötzsch am 8. Januar halten will, auf einem Sektierer-Kongress in Berlin, auf dem auch ein hohes DKP-Mitglied und die Ex-Terroristen Inge Viett sprechen werden. Thema: “Wo bitte geht’s zum Kommunismus?” (Stefan Berg im Spiegel)

Nicht nur, dass es das “Marxisten-Blatt” trotz alledem gewagt hat im real existierenden Kapitalismus zu überleben, nein, es veröffentlicht jetzt auch noch die Rede der Vorsitzenden der Linken  als Vorabdruck. Laut Berg wird sie die Rede auf einem Sektiererkongreß halten. Was Berg als einen Sektiererkongress bezeichnet, ist die alljährliche Internationale Rosa-Luxemburg-Konferenz. Die Veranstaltung wird von eben jener Tageszeitung organisiert, die Berg ein Marxisten-Blatt nennt, als sei Marxist ein Schimpfwort. Den Namen des Kongresses erwähnt Berg natürlich nicht – Rosa Luxemburg passt nicht ins Artikelkonzept. Dass sie für die Freiheit der Andersdenkenden plädiert hatte, war der westlichen medialen Öffentlichkeit recht, als es sich um sogenannte “Regimekritiker” der DDR handelte, die sich auf sie beriefen, aber in der sogenannten freien Gesellschaft hat Rosa Luxemburg nichts zu suchen.

Berg beschwert sich, dass Gesine Lötzsch in ihrem Vortrag nicht über die Blutspur des Kommunismus redet -  erwähnt aber nicht, dass täglich 25 000 Menschen an Hunger sterben und schweigt sich über die Toten des Irakkrieges aus. Die Blutspur des Kapitalismus scheint ihn nicht zu interessieren. Und das obwohl der Kommunismus eine Utopie geblieben ist,  während der Kapitalismus in fast allen Ländern der Erde machtvoll demonstriert wie menschenverachtend er ist.

Natürlich erwähnt Herr Berg auch nicht, dass zu den Unterstützern des “Sektierer”-Kongresses so eine Sektierer- Organisation wie die Gewerkschaft ver.di  gehört.

“Wo bitte geht’s zum Kommunismus” ist tatsächlich die Überschrift einer Podiumsdiskussion während der Rosa-Luxemburg-Konferenz, auch wird wirklich die von Berg erwähnte  Inge Viett daran teilnehmen.  Bei dem von Berg ebenfalls erwähnten hohen DKP-Mitglied handelt es sich um die Vorsitzende der Partei Bettina Jürgensen. Dass der Spiegelautor die Vorsitzende der DKP mit “ein hohes Mitglied” umschreibt und die ebenfalls teilnehmende Katrin Dornheim – Betriebsratsvorsitzende bei der DB Station & Service AG (Transnet) nicht nennt, passt in mein Bild von parteilichem Journalismus.

Die Frage ” Wo bitte geht’s zum Kommunismus” gefällt mir. Ich würde gern wissen, wo es zum Kommunismus geht – und wie gleich dazu. Gäbe es eine Wegbeschreibung, würde ich schon mal loslaufen. Vermutlich wird die Frage aber auch auf der Rosa-Luxenburg-Konferenz nicht beantwortet – aber wenigstens gestellt!

Was der Diskussionsbeitrag von Gesine Lötzsch auslösen wird, weiß der Spiegel genau:

Dieser Text wird die Debatte um die Partei Die Linke verändern. Bislang gab es Diskussionen um einen Vorsitzenden, Klaus Ernst, dessen lächerlichen Sprüche und seinen Lebensstil. Lötzschs Outing wirft ganz andere Fragen auf: Will sie die Partei damit für alle Linken und Linkssektierer öffnen? Will sie damit jeden vermeintlichen Abweichler zurückholen?

Der Wähler hingegen dürfte sich aber folgende Frage stellen: Wo bitte treibt diese Linke hin? Und wer will eigentlich in diesem Land den Kommunismus?

Die letzte Frage beantworte ich schon mal: ICH! Ich will in diesem Lande den Kommunismus. Und andere wollen das auch. Vielleicht sind wir sogar schon mehr als ich denke.

ROSA _ LUXEMBURG _Konferenz

ROSA _ LUXEMBURG _Konferenz

Podiumsdiskussion:

Wo bitte geht’s zum Kommunismus?

Linker Reformismus oder revolutionäre Strategie – Wege aus dem Kapitalismus

Die alte große Frage. Russische Kommunistinnen und Kommunisten unter Lenins Führung beantworteten sie mit der Oktoberrevolution 1917. Für Rosa Luxemburg war die Gründung der KPD im Jahr 1919 die klare Antwort. In den Jahrzehnten danach bestimmten revolutionäre Strategien den Geschichtsverlauf. Der Imperialismus stieß immer wieder an Grenzen. Seit dem Untergang der sozialistischen Staatengemeinschaft, des gescheiterten historischen Bruchs mit dem Kapitalismus, fallen die Schranken, die durch sie gesetzt wurden. Die herrschende Klasse reagiert mit sozialen und militärischen Aggressionen auf die sich zuspitzenden Widersprüche und Krisen im kapitalistischen System. Das führt zu weltweiten Kämpfen und erfordert dringend adäquate Strategien zu dessen Überwindung.

  • Katrin Dornheim – Betriebsratsvorsitzende bei der DB Station & Service AG (Transnet), Berlin
  • Inge Viett – Radikale Linke
  • Bettina Jürgensen – Vorsitzende der DKP
  • Gesine Lötzsch – Vorsitzende Die Linke
  • Claudia Spatz – Antifa, Berlin

Moderation: Ulla Jelpke (MdB), Die Linke

Generalstreik

Generalstreik








Schlechte Aussichten für 2011


Schlechte Aussichten für 2011,

es bleibt kalt in Deutschland.

Hochkonjunktur für merkelwürdige

Gemeinheiten und die Dummheit

schlägt weiterhin hohe westerliche Wellen im Land.

Junker Gut(t)enberg bleibt, unser Leiden auch, die innere Misere

Ist auch nicht abzuwenden.

Ihre Konsorten bieten uns Kabinettstückchen

der besonderen Art:

Eine strahlende Zukunft und Zusatzbeiträge zum Überleben.

Die Grünen werden noch schwärzer,

die Schwarzen tendieren zum Braun,

die Roten bleiben farblos und durchsichtig,

Der Schnee vom vergangenen Jahr wird aufgewärmt

und wir werden die Suppe wieder still und leise

auslöffeln und neidisch auf unsere

widerstandsfähigeren Nachbarn blicken.

Der nächste Frühling kommt bestimmt.

Aber wann?


Nie wieder Weihnachten!

Wieso geht ein Geschirrspüler ausgerechnet “an” Weihnachten kaputt? Reicht es nicht, dass ich jahrzehntelang das Geschirr in irgendwelchen Schüsseln gespült habe?

Wir haben ohnehin wegen des Festes unsere Konten geplündert – und nun das!

Jedenfalls musste ich das fettige Gänsegeschirr per Hand abwaschen und außerdem ging es auch nicht in der Spüle, weil bereits der Geschirrspüler entfernt (und zum Abtransport ins Auto gehievt) war und wir deshalb in Ermangelung eines Schlussstückes die Spüle (was für ein treffender Name) in den Urlaub entlassen mussten. Leider war beim Entfernen der Maschine auch ein wenig Wasser in Küche und die Schränke unter der Spüle gelaufen und deshalb hatte das Fett auf den Tellern des Mahls auch genügend Zeit zum Antrocknen, weil ich anderweitig beschäftigt mich nicht zuerst mit Rot- und Grünkohlresten und Fettfilmen befasste.

Die Frage, warum ich nicht die Gäste zur Mithilfe eingespannt habe, kann sich der Leser sparen. Gäste sind Gäste und sollen das auch bleiben, wissen nichts über meinen geordneten Haushalt und sind lediglich in der Lage, diesen durcheinander zu bringen. C. war auch beschäftigt, schließlich brauchen Gäste ja auch Unterhaltung und können nicht so einfach sitzengelassen werden. Außerdem ist C. ein Mann und Westler und deshalb anders.

Ach ja, Geschenke gab es auch noch, die unpassenden werde ich verschenken, das eine passende ist unterwegs zum Händler (weil defekt und in der Qualität mangelhaft) und mit dem anderen passenden werde ich diesen Blog mit dem Netbook sichern und auf DVD brennen und die Designerkekse und die Marmelade sehen zwar gut aus, machen aber dick, bleiben also im Moment Fotomodelle.

Kekse

Keksa

Marmelade

Marmelade

Die Gäste sind alle gesund zu Hause angekommen und inzwischen ist die Gästebettwäsche gewaschen und gebügelt. Die Küche gewischt, das Geschirr abgewaschen, die Böden gesaugt und ein neuer Geschirrspüler ist auch schon da.

Trotzdem: Nie wieder Weihnachten. Jedenfalls frühestens in 12 Monaten.

PS.: Diese Schilderung entspricht nicht ganz dem wirklichen Ablauf. Die Gäste haben stundenlang versucht, die Maschine wieder in Gang zu bringen – vergeblich – und mussten sie dann auch noch runterschleppen…


 
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