Bestseller in Planung

Es ist unerhört schwierig, gehört zu werden.

Bücher sind kein Lebensmittel mehr.

Inzwischen weiß ich aber, wie ich einen zukünftigen Bestseller nennen müsste: „Ich wünsche mir meine DDR zurück“.

Im Klappentext wird die Stasi mindestens dreimal erwähnt.

Wenn jetzt statt guter Ratschläge noch Zeit und Geld kommen, schreibe ich mich einer goldenen Zukunft entgegen.


2 Kommentare

  1. 1. Miriam

    Kommentar vom 27. September 2020 um 21:24

    Liebe Maja, falls ich Dir einen Tipp geben darf… Streiche das Wort „zurück“ aus dem Titel. Die DDR, die Du gern gehabt hättest, gab es nie. „Deine“ DDR kannst Du Dir nur wünschen, zurückwünschen nicht. Und was das Geld betrifft… Ich drücke Dir die Daumen, dass Du Grundeinkommen gewinnst.

  2. 2. Maja Wiens

    Kommentar vom 29. September 2020 um 16:19

    Doch, meine DDR hat es gegeben, meine Hoffnung. UND: Das war die DDR, die Melpo Axioti schützte, in die nicht nur Becher und Brecht voller Hoffnung zurückkehrten, in der Stefan Heym und Christa Wolf geblieben sind. Es war das Land, in das ich meine Hoffnungen setzte, das ich verändern wollte und von dem ich glaubte, das könne gelingen. Es stimmt, die DDR, die ich gern gehabt hätte, gab es nie – aber es die Hoffnung auf sie.

    Brecht:
    Und weil wir dies Land verbessern
    Lieben und beschirmen wir’s
    Und das Liebste mag’s uns scheinen
    So wie andern Völkern ihrs.

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