Deutscher Herbst

Die grünen und die gelben Blätter,

sie werden langsam braun.

Und nicht nur die!

Schon wieder so ein dreckiger Herbst.

Die Hoffnung flieht uns,

wie der nasse Sommer,

der Mut wandert aus,

Trübsal zieht lächelnd ein.

Wir werden immer stiller,

weil wir nichts zu sagen haben.

Uneins im Großen wie im Kleinen,

das sind wir,

haben uns verraten und wurden verkauft.

Zukunft sagen und Weihnachten denken,

ein Debakel,

eine intellektuelle Bankrotterklärung.

Und dann auch noch selbst schuld.

Wer, wenn nicht wir?

Und es ist so bitter und so kalt,

weltweit übrigens.

Das denk ich,

und weine still.

Ja, ja, ich weiß das:

Tränen ändern nichts.

 

Und wie früher,

damals als Mädchen einsam,

wohlerzogen und kniebestrumpft,

auf dem Weg nach Hause,

weit durch den dunklen Wald,

such ich mir ein Lied

und singe laut gegen die Angst.

Und plötzlich hör ich eine fremde Stimme

und die singt mit.


1 Kommentar

  1. 1. Karl-Heinz Twele

    Kommentar vom 28. September 2017 um 16:15

    Wir werden immer stiller,

    weil wir nichts zu sagen haben.

    Uneins im Großen wie im Kleinen,

    das sind wir,

    haben uns verraten und wurden verkauft.

    Zukunft sagen und Weihnachten denken,

    ein Debakel,

    eine intellektuelle Bankrotterklärung.

    Und dann auch noch selbst schuld.

    Wer, wenn nicht wir?

    Und es ist so bitter und so kalt,

    weltweit übrigens.

    Das denk ich,

    und weine still.

    Ja, ja, ich weiß das:

    Tränen ändern nichts.

    Die Antwort drängt sich auch: Von Nichts kommt Nichts. Denke nach. Lerne und handele. Ich weiß, weinen ist einfacher, als etwas zu ändern…

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